FFF 3
e ——
8
.——
—
.
—
ä
——G
schen Kirche ein Herz baben, die dringende Auf- forderung, sich zur Erreichung dieses Zieles in gemeinsamer Thätigkeit zu vereinigen und zunächst dafür zu wirken, daß übereinstimmende Vorstellungen in den einzelnen evangelischen Gemeinden des Landes mit möglichst zahlreichen Unterschriften versehen und dem Verein zum Zweck der Weiter- beförderung an Allerböchste Stelle zugestellt werden.
Preußen. Berlin. Die„Nordd. Allg. Zig.“ erklärt in ibrem Leitartikel gegenüder den Aeußerungen der Wiener„Presse“: Preußen kann, will und wird Süddeutschland nicht erobern, Preußen wird aber Süddeutschland mit Hingabe aller Kraft und mit aller Energie zu schützen wissen, wenn Süddeutschland das in dem Prager Frieden vorhergesehene nationale Band mit dem norddeutschen Bunde herzustellen willens und ent- schlossen ist.
— In seiner Sitzung vom 18. Dec. hat das Herrenhaus den in der gestrigen Vorberathung bereits verworfenen Antrag Guerard abermals und zwar mit 72 gegen 41 Stimmen abgelehnt. Damit wären denn die Vechandlungen über Art. 84 der preuß. Verfassung glücklich beendigt, und die Redefreiheit bei der Volksvertretung ist nach wie vor durch denselben gesichert,— insofern der Staatsanwalt nichts Sirafbares in den Worten des Redners erblickt.— Die zwischen Preußen, Baden, Bayern, Frankreich, Hessen und den Nie⸗ derlanden am 17. Okt. 1868 vereinbarte Rhein- schifffahrtsakte wurde angenommen.
— Das„Militär- Wochenblatt“ meldet, daß der ehemalige General der mexikanischen Armee, Prinz Felix zu Salm-⸗Salm, welcher, wie Kaiser Max, zum Tode durch Erschießen verurtheilt, später aber freigelassen wurde, zum Major des 4 Garde⸗Grenadier⸗Regiments ernannt worden ist.
— Licentiat Preuß, der überfromme Ver- fasser der„Rechtfertigung des Sünders vor Gott“ ist vom Amte suspendirt, wie es allgemein heißt, wegen der gröbsten Vergeben gegen die Sittlich⸗ keit. Seine Schüler selbst, die Primaner, sollen schon seit längerer Zeit Verdacht gegen den Herrn gehabt und ihm aufgepaßt haben. Durch sie ist denn auch schließlich die Entdeckung gemacht und zur Anzeige gebracht worden.
Bonn. Am 17. Dez. starb dahier Professor Friedrich Gottlieb Welcker. Er war am 4 Nov. 1784 zu Grünberg im Großherzogthum Hessen geboren und erhielt, nachdem er seine Schul ⸗ und Universitäts⸗Studien vollendet hatte, eine Anstellung als Lehrer am Pädagogium in Gießen. 1809 übernahm er daselbst eine Professur der griechischen Literatur und Archäologie, 1816 eine eben solche in Göttingen, 1819 wurde er als Professor und Ober-⸗Bibliothekar an die Universität Bonn berufen.
Bayern. München. Die Abgeordneten⸗ kammer hat bei Berathung der Gemeindeordnung das vom Minister beanspruchte unbeschränkte Be⸗ stätigungsrecht der Bürgermeister und rechtskun⸗ digen Magistratsräthe abgelehnt.
— Der Clerus bat in Niederbayern, seinem Haupttummelplatz, bekanntlich aber auch der rohesten Provinz des Landes, diesen Herbst an allen Ecken und Enden„landwirthschaftliche Casinos“(2) gegründet. Nun aber entwickelten die Cafinos in kürzester Zeit eine solche Rohheit und Zügellosig⸗ keit, eine solche Verwilderung und Vorliebe für Excesse, daß sich vier Bezirksämter veranlaßt fan; den, dem unmoralischen Treiben ein Ende zu machen und diese neuesten Institute des Clerus zu schließen.
Würtemberg. Stuttgart. In der Abgeordnetenkammer wurde die Berathung über die Adresse fortgesetzt. Für den Anschluß an den norddeutschen Bund sprachen Römer und Elben, für die Bildung eines süddeutschen Bundes dle Abgg. Vollmer und Fricker. Minister v. Barn ⸗ büler erklärte sich für strenge und loyale Aufrecht⸗ erhaltung der Verträge mit Preußen, dann gegen einen Südbund, der nur in einer süddeutschen Republik im Anschluß an die Schweiz möglich wäre, und aufrichtiges Hand in Hand gehen mit
Bayern zu demselben Ziele. Beim Schluß der allgemeinen Debatte wird der national⸗ liberale Entwurf Hölder's abgelehnt mit 6 gegen 23
Stimmen, der vermittelnde Sarwet's abgelehnt
mit 51 gegen 36 und der großdeutsch⸗demokratische angenommen mit 46 gegen 41. — Der Adreßentwurf wurde in vier langen
Sitzungen durchberathen, die Schlußabstimmung
aber mit 49 gegen 38 Stimmen abgelehnt.
— Der„Staatsanzeiger“ publieirt nachstehen⸗ den Gesetzentwurf über die religiösen Dissidenten⸗ Vereine:„Karl von Gottes Gnaden, König von Württemberg. Nach Anhörung unseres geheimen Rathes und unter Zustimmung unserer getreuen Stände verordnen und verfügen wir wie folgt: Einziger Artikel. Die Bildung religiöser Vereine außerhalb der vom Staat als öffentliche Körper— schaften anerkannten Kirchen ist von einer vor⸗ gängigen staatlichen Genehmigung unabhängig. Es steht diesen Vereinen das Recht der freien gemeinsamen Religionsübung im häuslichen und öffentlichen Gottesdienst, sowie der selbständigen Ordnung und Verwaltung ihrer Angelegenheiten zu. Dieselben dürfen jedoch nach ihrem Bekennt⸗ niß, ihrer Verfassung und ihrer Wirksamkeit mit den Geboten der Sittlichkeit und mit der öffent— lichen Rechtsordnung nicht in Widerspruch treten. Alle mit gegenwärtigem Gesetze nicht im Einklang stehenden, seither geltenden Vorschriften sind auf— gehoben.“
— In der Kammersitzung vom 17. Dezember
wurden die Art. 1—9 des Adreßentwurfs nach lebhafter Debatte nach dem Mehrheitsantrage der Commission angenommen. Von besonderem In- teresse waren die Verhandlungen über die Ziffern 5—9, die von der Nothwendigkeit der Verfassungs⸗ reform handeln. Von verschiedenen Rednern wird auf die unvolksthümliche Zusammensetzung der zweiten Kammer hingewiesen, aue welcher die privilegirten Stände auszuscheiden seien. Vom Ministertisch wird übrigens die bestimmte Zusage gemacht, daß das Werk der Verfassungsreform noch während dieser Landtagsperiode in Angriff würde genommen werden. Baden. Freiburg. Der große Bürger- ausschuß hat die Veräußerung eines sehr um⸗ sassenden Complexes von Gemeinde-⸗Geländen an den seit Jahren hier wohnenden René Dutsope genehmigt. Der Genannte beabsichtigt, auf dem; selben 200 Arbeiterwohnungen herzustellen und soll damit schon mit Eintritt der besseren Jahres- zeit begonnen werden.
Heidelberg. Am vorletzten Sonntag fand dahier eine von A. v. Schweitzer veranstaltete Versammlung des deutschen allgemeinen Arbeiter- vereins statt. Wenn auch beim Schluß Einige in den Verein eintraten, hatte sich doch im All⸗ gemeinen gezeigt, daß Heidelberg kein günstiger Boden für Lassalle⸗Schweitzer'sche Ernten sei.
Oesterreich. Wien. Der Justizminister brachte einen Gesetzentwurf im Herrenhause ein, betreffend die Haftung von Eisenbahnverwaltungen für Tödtungen oder körperliche Verletzungen, welcht durch Eisenbahnunglückssälle herbeigeführt wurden. — Das Haus bewilligte die Forterhebung der Steuern zur Bestreitung des Staatsaufwandes bis Ende März 1869.
— In der Sitzung des Unterhauses wurde von Noser und Genossen ein Antrag eingebracht, betreffend die Herabsetzung der Arbeiiszeit in Fabrik⸗Etablissements auf 10 Stunden täglich, auf Nichtzulassung von Kindern unter 14 Jahren in Fabriken und auf Errichtung von Kinder⸗ arbeitshäusern.
— Das Telegraphen⸗Correspondenz⸗ Bureau meldet aus Corfu vom 16. d. M.: Es geht das Gerücht, das griechische Ministerium habe die Einberufung der Keserven und die Mobilmachung eines Theils der Nationalmittel beschlossen, auch soll ein Studentenbataillon und zehn Bataillone aus im türkischen Unterthanen⸗ Verhältniß befind⸗ lichen Griechen und eine Philhellenen Legion ge⸗ bildet werden, auch wolle die Regierung Garibaldi zur Betheiligung einladen.— Die Journale dringen darauf, nach vollzogenem Bruche die Gränze von Epirus zu überschreiten. Hier und auf Santa Maura(eine jonische Insel) erhielten
die Besatzung und ein Theil der Nationalgarde Befehl, sich kriegsbereit zu halten.
— Wie die„Deb.“ erfährt, ist Mittwoch Abends eine Deputation aus Wieliczka in Wien angekommen. Dieselbe wird den Finanzminister um eine allsogleiche Abschätzung der Realitäten der Stadt Wieliczka und um Bürgschaft der Ersatzleisung angehen. Die Mitglieder dieser Deputation, sämmtlich Gemeinderäthe, malen die Lage der Salinen in den schwärzesten Farben aus. Gegenwärtig sind die Rettungsarbeiten ein⸗ gestellt und hat man mit der Aufstellung der Maschinen noch nicht begonnen.
Frankreich. Paris. Durch Dekret vom 17. d. M. ist Marquis La Valette zum Minister des Aeußern an Stelle des Marquis de Maustier, der zum Senator erhoben ist, ernannt und For— cade la Roquette zum Minister des Innern an Stelle Pinards. Gressier, Deputirter, ward an Stelle Forcades zum Minister des Ackerbaues und der öffentlichen Arbeiten ernannt.
— Der„Moniteur“ sagt: Trotz der Rath⸗ schläge der Mäßigung und der Versöhnung, welche die Großmächte zu Athen und zu Konstantinopel hören ließen, konnte der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland nicht vermieden werden. Wie bedauerlich dieser Bruch auch sei, so ist noch zu hoffen, daß eine gemeinsame Action und eine Gleichartigkeit der Absichten der Mächte, die den Vertrag von 1856 unterzeichnet haben, dessen Folgen abschwächen und einschränken können.
— Der Pariser Advokatenstand hat beschlossen, eine Sammlung für die Errichtung eines Denk— mals für Berryer zu eröffnen.
— Die Regierungsblätter betrachten einmüthig die Veränderungen in der Zusammensetzung des Ministeriums als nicht dahin zielend, einen Wechsel in der aligemeinen Politik desselben herbeizuführen. Der„Etendard“ erinnert daran, daß Lavalette es war, welcher das berühmte Circular vom September 1866 unterzeichnete, worin die Grund⸗ züge der französischen Politik gegen Deutschland niedergelegt sind.„Niemand ist besser als er dazu angethan, eine Politik des Friedens und des Fortschrittes ins Werk zu setzen.“— Die„Patrie“ und die„France“ sehen ebenfalls in der Ernen⸗ nung Lavalette's die Aufrechterhaltung der Frie⸗ denspolitik.
— Der„Moniteur“ sagt, daß der Kampf mit der„Enosis“ erfunden sei. Die„Enosis“, nachdem sie auf die Signale von Hobbart Pascha mit einem Kanonenschuß geantwortet, flüchtete sich, Dank dem Commandanten einer französischen Cor⸗ vette, in den Hafen von Syra. Der fürkische Admiral bezeugte darauf seine versöhnlichen Ge— fühle, indem er sich zur Unterlassung einer weiteren Blokade und Verfolgung der„Enosis“ unter der Bedingung bereit erklärte, daß die griechische Fregatte„Hellas“ sie zum Piräus geleite, wo ihre Operationen und Unternehmungen einem Schiedsgericht vorgelegt würden.
— Die„Agence Havas“ meldet aus Kon⸗ stantinopel: der französische Schiffscommandant Forbin habe den ttrkischen Admiral Hobbart Pascha bestimmt, weitere Instructionen aus Kon⸗ stantinopel abzuwarten, bevor er Zwangsmaß⸗ regeln gegen den griechischen Dampfer„Enosis“ anwendet.
— Die Pariser Journale sind überrascht von dem erfolgten Ministerwechsel. Lavalette's Eintritt in das Ministerium wird von der selben dahin gedeutet, daß eine energische Führung der Geschäfte zu erwarten sei. Im Innern Einheit der Leitung; im Aeußeren Politik des Friedens.— Der „Temps“ meint, daß wohl der Marquis von Moustier irgend einen dummen Streich in der orieutalischen Affaire begangen habe; jedenfalls schreibe die Pforte nicht gleich ein Ultimatum, wenn nicht jemand Größeres dahinter stehe.
Dänemark. Die„Berlingske Tidende“ schreibt offiziell; Das Kopenhagener Telegramm, wonach der König von Dänemark und der Prinz von Wales dem König von Griechenland Nach- giebigkeit angerathen hätten, sei gänzlich unwahr.
Großbritannien. Die Londoner Blätter
verurtheilen die Haltung Griechenlands, hoffen jedoch auf schließliche Nachgiebigkeit desselben in
—
ialienif Hariha schtint
halben
Popsih Beschüt chelt w sammlu Märty bare nachdri die nehmen außerg.
zum 7. flagten und füt urtheil
D die run des La rung Neutre Die C Regier. rechtfer
Ti „Enoff
einer!


