Ausgabe 
15.2.1868
 
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nahmen und Ausgaben auf circa 69,000 Thaler iu Finanzetat genehmigt. Zugleich wurde die frübere Resolution, die Staatsregierung moge bis zur Vorlegung des nächsten Budgets auf all- gemeine Aufhebung der Lotterien Bedacht nehmen, aufrecht erhalten.

Die preußische Regierung trifft dem Ber- nehmen nach Vorbereitungen zur Gründung eines Centralvereins zum Schutze deutscher Auswanderer, vermittelst Verweisung derseiben an bestimmte, von dem Verein empfohlene Gesellschaften und Rheder.

Der Angelegenheit der hannoverischen Legion in Frankreich scheint von der preußischen Regierung eine größere Wichtigkeit und Beachtung beigelegt zu werden, als bisher bemerklich war, denn die beiden Berliner Regierungsblätter, die N. A. Ztg. und dieKrztg. besprechen die selbe in einer sehr ernsten Welse. Das erstere Organ wendet sich nur gegen Oesterreich und bebt hervor, daß die österreichische Regierung den bannoverischen Emigranten Pässe ertheilt habe, das zweite wendet sich auch gegen Frankreich und betont, daß der Minister des Innern den Befehl an den Präfekten in Straßburg gegeben, die Hannoveraner der Protektlon der französischen Regierung zu vergewissern.

DieProvinzial-Correspondenz sagt: Der Ministerpräsident beabsichtigte, indem er seinen unbestimmten Urlaub nahm, sich zu seiner Erholung zunächst in die Provinz zu begeben. Er it jedoch einstweilen nech in Berlin zurück- gehalten, wird sich aber der Amtageschäfte jeden- falls bis nach Schluß des Landtages enthalten.

Die Vorberathungen über eine nene Kreisordunng

werden, nachdem der Minister des Innern wieder bergestellt ist, nunmehr stattfinden. Gerüchte von Meinungsverschiedenheiten über diesen Punkt im Staatsministerium sind völlig grundlos.

Wie dieNordd. Allg. Zig. meldet, find gegenwärtig zwischen den Regitrungen von Preußen und Hessen⸗Darmstadt Unterhandlungen wegen der Anlage von Eisenbahnen zwischen Gießen und Fulda und Gießen- Gelnbansen im Gange.(Von Hanau-Friedberg ist's stille.)

Homburg v. d. H. Die ven Gebeimerath Wohlers gemachten Vorschläge der Regierung lauten auf Gestattung des Spielbankbetriebe auf die Dauer von noch 5 Jabrer geten Einzahlung eines Betrags von 800,000 Tblra. zu den Kur- fonds und schließ lich Ueberlassung des sonstigen Mobiliareigenthums an die Stadt hinaus. Nach mehrfachen Verhandlungen zwischen Geheimerath Wohlers und dem ven der Kurhausgesellschaft erwählten Comité find nun aus dem Schoße dieses letzteren in zwei Richtungen Gegenvorschläge hervorgegangen, deren einer Ermäßigung des geforderten Beitrags zum Kurfends um den ab⸗ zuschätzenden Werth der an die Stadt abzutre⸗ tenden Besitzthümer verlangt, während der andere

Gegenvorschlag eine Erweiterung der bewilligten Betriebszeit auf acht Jahre fordert.

Hamburg. Die Bürgerschaft hat in zweiter Berathung den Beschluß gefaßt, nach Vorschlag des Dr. Winterhoff eine Amnestie für politische und Preßvergehen bei dem Senate definitiv zu beantragen.

Baden. Karlsruhe. Der Großherzog hat durch ein Schreiben an den Ministerprästdenten Dr. Jollv denselben beauftragt, eine Neugestal- tung des Gesammtministeriums, welche durch den Tod des Staatsministers Matthy geboten er scheint, zu unternehmen und baldigst über das Ergebniß seiner Bemühungen Bericht zu erstatten. Einstweilen ist folgende Personal-Reorganisation des Ministeriums angeordnet: Der Justizminister Stabel und der Kriegsministerialpräsident Geueral Ludwig werden in Gnaden ihres Dienstes ent hoben. Ministerialpräsident Dr. Jolly wird zum Staatsminister, Minister des Innern und zum Präsidenten des Staatsministeriums ernannt und mit der propisorischen Vertretung des Kriegs- ministeriums beauftragt. Ministerialrath v. Dusch wird zum Präsidenten des Handelsministeriums und Ministerialrath Elstätter zum Präsidenten des Finanzministeriums ernannt. Der Präsident des Ministeriums des Aeußern, v. Freydorf, wird mit der provissrischen Verwaltung der Justizministeriums beauftragt.

Oesterreich. Wien. Abgeordnetenhaus. Der Justizminister Herbst brachte den Entwurf einer Concursordnung ein, worin die Aufhebung der Personalhaft wegen Schulden beantragt ist.

Ein französisches BlattFrance ver- sichert, daß die Verhandlungen zwischen Oeßerreich und Rom wegen der Revision des Concordats auf ernste Schwierigkeiten stoßen. Herr v. Beust habe den österreichischen Botschafler Grafen Crivelli beauftragt, bei dem heil. Vater darauf zu bestehen, daß das Concordat gänzlich annullirt werde, ehe man zu einem neuen Uebereinkommen schritte. Es sei sogar von der Wahrscheinlichkeit der Entlassung dieses Botschafters die Rede gewesen. Der Papst weigere sich nicht, über Veränderungen an diesem Vertrage zu unterhandeln; aber auf die Aunullirung desselben wolle er nicht eingehen. Inzwischen nähere die preußische Regierung sich merklich der römischen Curie und sie soll selbst Schritte gethan haben, um die Schöpfung einer apostollschen Nunciatur in Berlin zu erwirken.

Schweiz. Basel. Der hannöver'sche Emigrantenführer Hauptmann Hartwig telegraphirte an den Grafen Platen in Wien:Eben Ordre erhalten, uns rasch nach Aube sur Marne oder Hanute⸗Marne zu begeben. Alles wird vorbereitet; bitten schleunigst un 100,000 Fr. Wechsel, Näheres brieflich. Hartwig. Dieß zur Erklärung, daß die schweizerischen Behörden das Treiben der Hannoveraner mit der Neutralität der Schweiz

Frankreich. Paris. Gesetzgebender Körper. Berathung über das Preßgesetz. Das von der Commission eingebrachte Amendement, welches als Folge eines Preßvergehens im Rück falle die Entziehung der Wahlrechte auf fün Jahre verlangt, wird angenommen. Der Art. 10 schlägt die Suspension bei Preßvergehen im Rück fall, und bei schweren Verletzungen des Gesetzes die Unterdrückung eines Blattes vor. Nachdem Gueroult, Dumoulin, Picard und Minister Pinard, André und Nogent gesprochen, wird der Artikel mit 205 gegen 33 Stimmen angenommen.

Grofibritannien. London. Eine De⸗ putation von dahier ansässigen Irländern über, reichte dem Minister des Innern eine Adresse mit 32,603 Unterschriften, worin dieselben ihre Loyg⸗ lität versichern. Der Minister motivirte die Ent gegennahme der an die Königin gerichteten Adresse

Adresse liegende moralische Unterstützung für die Regierung und sicherte deren Ueberreichung zu.

Graf Bernstorff wurde am 12. d. in seiner Eigenschaft als Botschafter des norddeutschen Bundes der Rönigin von Stanley in Osborne vorgestellt.

Einer der verwegensten Leiter der Fenser ist in den letzten Tagen in Cork verbaftet worden. Kapitän Mackay, ein amerikanischer Irländer, war bereits im März v. J. an der Spitze mehrerer Bauden, welche Polizeistationen angriffen. Seit⸗ dem verfolgte man ihn ununterbrochen, aber er wußte immer zu entkommen, seine Beweglichkeit spottete allen Anstrengungen der Polizei. An Freitage endlich gelang es der Polizei, ihn zu umstellen. Ein Wirthshaus, in den er sich be⸗ fand, wurde von bewaffneten Polizisten besetzt, sodann ging einer derselben auf ihn mit gespanntem Revolver los. Unfangs war er erschrocken, sam⸗ melte sich aber bald, es entstand ein Kampf, bei dem ein Polizeimann durch den Fuß geschossen wurde. Schließlich gelang es, Mackay nebst 7 Gefährten zu verhaften. Er ist als Leiter des Angriffe auf die Martellothürme und anderer Fenierstreiche im Bezirke verdächtig. Leider haben damit die verbrecherischen Fenierthaten in Irland nicht ihr Ende erreicht, denn wie ein Telegramm aus Dublin meldet, wurde vor einigen Tagen wieder ein Attentat gegen drei Polizeisoldaten verübt; vier Schüsse wurden auf sie gefeuert, aber kein einziger traf.

Cork. Die dahier am 11. b. stattgefundenen Bolksaufläufe waren sehr ernster Natur. Sit dauerten neun Stunden lang. Das Volk griff die Polizei mit heftigen Steinwürfen an. Letztere drang mit gezogenem Säbel und Bajonetten auf die Volksmasse ein. Ein Unruhestifter wurde getötet und mehrere verwundet.

Italien. Florenz. Das Gerücht, die Regierung überlasse den Verkauf der Kirchengüter an eine Gesellschast von Kapitalisten, welche 400

unverträglich fanden.

Mill. Lire vorstrecken werde, gewinnt an Bestand.

Verwendung der Feuerungsabfälle in der Landwirthschaft. Von Ed. Bierau von Eudorf.

Seitdem die Gewerbe und die Landwirthschaft durch die Natur wissenschaften einen völligen Umschwung erfahren haben, bleibt fast nichts mehr unbenutzt, was sonst als Abfall keine Beachtung fand und als nutz los weggeworfen wurde. Die Knochen, welche man früher kaum beachtete, werden als Knochenmehl an die Oekonomen verkauft, oder werden in Fabriken zur Darstellung des Phosphors für Zündhölzchen benutzt, oder verkohlt, und dienen dann zur Entfärbung des Zuckersyrups oder zur Be⸗ reitung von Stiefelwichse. Die Sägspäne werden in neuester Zeit auf⸗ gekauft, mit Harz oder Gummi gemischt oder mit Blut geknetet und eine hodraulische Presse preßt daraus neues Holz, welches als das schönste Ebenholz mit eingelegten Figuren verarbeitet wird. Tausende von Menschenhänden sind beschäftigt, Glasscherben, Eisenabfälle, Lumpen, Papier⸗ und Lederschnitzel u. s. w. zu sammeln, welche neu um⸗ gearbeitet, wieder als die schoͤnsten Handelsproducte verkauft werden. Auch in der Landwirthschaft sammelt man mit Sorgfalt alle Abfälle, welche die Wirthschaft in Haus und Hof, Scheune und Stall, Küche und Keller liefert und dazu gehören denn auch die Abfälle von unseren Brennerei-Materialien, die verschiedenen Aschen und der Ruß. Die Asche der verschiedenen Pflanzen hat bekanntlich nicht denselben Dungwerth. Die Asche von Eichenholz hat den geringsten, die von Buchenholz den höchsten Werth. Dieser Werth wird namentlich durch den Gehalt an phosphorsauren Salzen bestimmt. Die Asche von Eichenholz enthält in 100 Pfund 4 bis 5% phosphorsaure

Salze, die von Fichtenholz 9 bis 15%, dagegen die von Buchenholz 20%. Im Vergleich zu gutem Stalldünger enthalten 100 Pfund Buchenholzasche so viel Phosphorsäure als etwa 400 Pfund Stall mist.

Die Anwendung der Asche erfordert Feuchtigkeit im Boden und wirkt dann durch Zersetzung der humosen Reste, durch Zerstörung der Unkräuter besonders der Binsen, Seggen und ähnlicher auf nassen Böden wachsender Pflanzen, ferner durch Begünstigung des Gedeihens guter Pflanzen, durch Abhaltung schädlicher Insekten.

Die Asche wirkt vorzüglich auf sauren, feuchten Wiesen, auf gebundenem kalkarmen, kaltem und humusreichem Boden, auf Wiesen mehr als auf Aeckern. Sie wird gewohnlich als Kopfdüngung gegeben.

Die Asche der Holzarten und unter diesen die Buchen⸗ holzasche verdient den Vorzug und eignet sich am besten fuͤr Wiesen, Kleefelber und auch für Weizen. Man rechnet, daß 100 Pfund Buchenholzasche so viel Dungstoff enthalten als 1100 Pfund Weizen⸗ stroh oder 500 Pfund Weizenkörner.

Die Torfasche enthält viel Eisensalze, Kalk und Schwefel⸗ salze und ist um so geschätzter, je weißer und leichter sie ist. Sie eignet sich am besten zu Klee, über welchen sie im März nach der Saat und im Herbst nach dem Abernten der Ueberfrucht gestreut wird. Auch für nicht zu trockene Wiesen, welche der Ueberschwemmu ng nicht aus gesetzt sind, eignet sie sich, im März und nach dem ersten Schnitt ausgestreut. Ebenso taugt sie zu Flachs, Raps und Kartoffeln.

Die Braunkohlenasche wirkt hauptsächlich auf Kartoffeln, deren Stärkmehlgehalt sie erhöht und auf Klee.

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