Ausgabe 
11.2.1868
 
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Italien Nach demJournal de Paris die italienische Geistlichkeit bereits r 30 Millionen ihrer Güter wieder zurück⸗ Kuft haben.

Aus Rom wird demJournal des Debats,, zeshrieben: Der Rüsungsschwindel dauert hier on, aber man findet doch endlich, daß? man zeug Soldaten hat. Die Zuaven sind 6000 in der Zahl; die Legion von Antibes ist ver doppelt; alle Corps werden in dem gleichen Ver Atiß verstärkt; das Gesammteffectiv beträgt 2000 und es kommen täglich Leute aus aller berren Länder an, von denen man nicht gerade 1 kann, daß sie der besten Gesellschaft an gehören. Alle diese Leute müssen gekleidet, tcipirt und ausgerüstet werden.

= Friedberg. Gestern Abend haben wir im Tapp'schen Saale einen Kunstigenuß gebabt, wie wir ihn din nur selten, vielleicht noch nie erlebt haben. Wir sind dafür dem Gesangverein Frohsinn und seinem tüchtigen Drector Herrn Reallehrer Blickhahn Anerkennung und Dank in hohem Maße schuldig, denn welche Mühe, Geduld, Fliß und Mittel dazu gehören, einen solchen Kunstgenuß u dieten, das weiß Jeder, der Aehnliches geleitet hat. f Beurtheilung des Einzelnen in diesem herrlichen Euncert wollen wir uns nicht einlassen, es genügt uns zu konstatiren daß das Ganze meisterhaft und rechter unsikalischer Kunst entsprechend war. Erhaben über unser ee ist ganz das entzückende Violinspiel des Herrn Heer- mann, sowie das reizende Violoncellospiel des Herrn Adeck gewesen. Ihnen wie auch ihrem gewandten, sach⸗ vaständigen Begleiter Hrn. Carl Fritsch unseren beson⸗ deen Dank. Aber auch unserem lieben Offenbacher Olartett mit Hrn. Georg Meyer an der Spitze unsere vle Anerkennung. Die Besucher des Concerts wurden mmentlich auch von den gemüth⸗ und prachtvoll vor⸗ geragenen Solis des Hrn. Mever in eine Stimmung

seßt, in welche nur wahrer Kunsigenuß zu setzen vermag.

bi keiner der vielen Zuhörer des dichtbesetzten Saales hit ohne volle Befriedigung denselben verlassen, vielmehr mr der Wunsch für baldige Wiederkehr eines solchen Encertes ein ganz allgemeiner.

Frauk furt. Der dießjährige Frübjahrspferdemarkt sel nach der neuesten Festsetzung am 30 und 31. März ud 1. April abgehalten werden. Die Musterung und

ämtirung der schönsten zu Markt gebrachten Pferde

det am 30. März im Hofe der Gendarmeriekaserne ett. Zu der Marktlotterit sind 40,000 Loose bestimmt. Ine große Anzahl von Bestellungen darauf von Kus⸗ pirts sind schon bei dem Secretariat des Vereins ein⸗ laufen. Neben 10 vollfländigen Equipagen mit Ge⸗ nnen, darunter ein Vierzug, kommen noch 61 der önsten Pferde zur Verloosung.

Frankfurt. Das Wachsen des Maines, welches in den letzten Tagen zu manchen Besorgnissen Anlaß gegeben, ist nunmehr dem Fallen gewichen und zeigt der Pegel heute nur nach 8 2.

Von Frankfurt wird gemeldet: In letzter Zeit ist es öfters vorgekommen, daß ie aus Thüringen kommen- den Eisenbahn-Schnellzüge den Anschluß an die Schnell⸗ züge der Main⸗Weser⸗Bahn nicht erreichten. Da die mit durchgehenden Billeten versehenen Passagiere auf ihrem Rechte bestanden, weiter befördert zu werden, so mußte die Verwaltung sich entschließen, Extrazüge, ostmals nur für 3 bis 4 Personen einzulegen und kamen mehrere derartige Züge verflossene Woche und vor einigen Nächten wieder ein solcher mit drei Personen hier an. Die jedes maligen Kosten für einen solchen Zug belaufen sich auf 120 Thlr. Es ist in jeder Beziehung anzuerkennen, daß die Eisen⸗ bahnverwaltung, wenn der oben beregte Umstand eintritt, ohne allen Anstand die Weiterbeförderung der Passagiere bewerkstelligt.

Darmstadt. Nachdem seit mehreren Tagen gerücht⸗ weise von der Vergiftung eines kürzlich verstorbenen bhiesigen Bürgers verlautete, soll dem Vernehmen nach nun die Verhaftung von dessen Ehefrau stattgefunden haben und die Ausgrabung der Leiche angeordnet worden sein.

Mainz. DemMz.⸗Anz. entnehmen wir solgende Miitheilung: Die Gebrüder Beltz in der Schlossergasse haben unter ihrem Alteisenvorrath ein Brennzeichen auf gefunden, welches früher hier benutzt wurde, um die an dem Pranger ausgestellten Verurtheilten zu kennzeichnen. Das Zeichen ist rund, etwa in der Größe eines Thalers hat die Buch daben T. F.(Travaux foreés)(auf deutsch: Zwangsarbeit) und die Nr. 35. Eine Aufbewahrung dieses gerichtlichen Brandmarkungsstempels, welcher im 19. Jahrhundert auch hier im Gebrauch war, möchte wohl für unsere Nachkömmlinge von Interesse sein. Schade nur, daß die Handhabe abgeschlagen ist und sehlt.

Ober Ingelheim. Dieser Tage ereignete sich hier ein trauriger Unfall, der die ganze hiesige Gemeinde in Aufregung versetzte. Ein etwa 34 Jahre alter noch lediger Mann, Namens F. Zerban von hier, wurde bei einem Treibjagen unvorsichtiger Weise von einem Jagsogenossen, der auf einen Hasen angelegt hatte, geschossen und so unglücklich in die Seite und Stirne getroffen, daß man stündlich dessen Absterben erwartet. Bei der Jagoͤgesell⸗ schaft befand sich ein Arzt, und waren auch noch zwei andere hiesige Aerzte mit ihter Hilfe alsbald bei der Hand. Moͤchte dieser trübselige Vorfall eine neue Warnung zur Vorsicht sein.

Worms. Man ist bier mit der Bildung einer Aktiengesellschaft zur Erbauung eines Theaters beschäftigt. In einer zahlreich besuchten Versammlung hat man sich kürzlich vorläufig über den zu wählenden Bauplatz geeinigt

Aus der bayrischen Pfalz. Ein grausiger Mord wurde ganz in der Nähe der Stadt Kalserslauternverübt. Das Opfer des bis jetzt undekannten Mörders ist die 16jährige Tochter des in Trippstadt wohnenden Wirthes und Metzgers Caspar Schäffer, welche ihren Vater am vorigen

Montag nach Kalserslauten begleitete und von bort allein nach Hause zurückkehrte. Man sand den Körper bet Unglücklichen mit durchschnittenem Halse, nahe ber Stab: im Walde, auf dem s. g. Pfaffenberge.

Todt getanzt. Folgendes beirübende Ereigniß wird von Coburg gemeldet:Das 18 jährige Fräulein G., eine talentvolle Schülerin des hiesigen Conservatoriume, welche in unseren Concerten sich viel Beifall erwarb, liegt heute auf der Bahre. Auf dem letzten Gymnastastenball, am vorletzten Freitag, wollte sie Morgens um 4 Uhr eben den letzten Tanz fertig tanzen, als sie plötzlich ihrem erschrockenen Tänzer in die Arme fiel. Fräulein G. hatte Samstag vorher in derfliegenden Colonne gesungen und getanzt, Sonntag darauf sang sie die schwere Titus⸗ Arie im Concert für die Ostpreußen, Montag hatte sie in der Harmonie gesungen und getanzt, Donnerstag im Sängerkranz gesungen und getanzt, da unsern Concerten hler immer ein unabweislicher Theeball folgen muß. Freitags tanzte sie zum Letztenmal auf dem Gymnastasten⸗ ball. Ein Mehr verbat sich der zwar langmüthige, dafür aber unerbittliche Tod. Als der Vater 4 Stunden vor deren Tod von der gellebten, in jugendlicher Fülle, Frische und Schönheit prangenden Tochter um Mitternacht Ab⸗ schied nahm, um sich zur Ruhe zu begeben, meinte die Tochter noch:Grüße die liebe Mutter und sage ihr, ich würde mit dem Bruder und der Schwester bald nachkommen. Die arme Mutter sollte das geliebte Kind nur als Leiche wiedersehen!

% Eine Heirathscandidatin. Vor einigen Wochen hat sich eine reiche, schöne und liebenswürdige junge Dame, die Inhaberin einer Million, aus der Nähe von Leeds nach London begeben, um dort un⸗ gekannt als Geschäftsführerin in einem der großen Lon⸗ doner Kaufläden auf einen Liebhaber zu harren, der ihre Dand um ihrer Person und nicht um ihres Vermögens willen begehren möchte. Als dies bekannt wurde, waren die Londoner Läden sofort von Schaaren heirathslustiger Glücksritter überlaufen, die allein binnen Einer Woche 22 junge Damen vom Ladentisch weg an den Traualtar geführt haben sollen. Ob auch die richtige Millionärin darunter war, wissen wit nicht.

Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent.

Das Hamburg⸗New⸗Yorker PostdampfschiffAllemania Capt. Meier, welches am 22. Januar von hier und am 24. Januar von Southampton abgegangen, ist nach einer schnellen Reise von 11 Tagen 22 Stunden am Mittwoch den 5. d. Mis., 3 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in New⸗York angekommen. Hamburg, 7. Februar 1868.

Das Bremer PostdampfschiffUnion, Capt. Santen, von der Linie des Norddeutschen Lloyd, welches am 19. Januar von Bremen abging, ist nach einer glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in New⸗ York an⸗ gekommen.

Holz- Versteigerung.

23 Freitag den 21. Februat, Vormittags 11 Uhr, berden in dem Königl. Domantalwalde, Oberförsterei randoberndorf, Gemarkung Epe:

1. Olfrikt Tetebachs he? a. 8025 Stück gemischte Laubholz-Plänterwellen.

2. Difrikt Triebachs hel nb. No Sti Nadelbolh-Poyfenstangen von 175 Cubik⸗

50 Bobnenstaugen fuß, 1350 gemischte Wellen, 100 Nedelbolz- Wellen,

Heullich versteigert. Wit der Bersteigerung wird im Disrict Telebachs⸗ , begennen. Zusammenkuuft auf den Bletnalwege Cleeberg nach spa, an der Abthellangsschneise. (leeberg am 26. Jannat 1868. Der Königliche Oberförster 8

Bekanntmachung.

22 Montag des 17. Februar l. J. sollen im Fürst⸗ chen Walddigrikt Tülergarten bei Dungen:

233 Stück Eichen⸗Stämme= 11881 Cbkfg., 1 emischle Stämme= 521 Ebkfß., 1 ichen und Buchenstangen= 130 Cbkfß.,

und Osenstag den 18. Februar d. J. eben daselbst:

3 Stecken Eichen⸗ und Buchen Nutzbolz,

12 5 Buchen- und gemischt Scheitholz, 233/9 2 1 Prugelbolz, 907 9 6** 7 Stockholz, 142 0. Reiserholz,

280 Schichten

iffentlich verkauft werden. Der Anfang it fedesmal Vormittags präcis 10 Ubr. Hungen den 28. Jauuar 1868. Fürstliches Rentamt

De mme.

unfehlbares Mittel ge

gen Gliederreißen aller Art,

und 30 kr. Ph. Dan. 92

gaichtwatle.

A 18 Kümmich.

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Bekanntmachung.

318 Sonnabend den 15. Februar, Vormittags 10 Uhr, wird im Geschäftslocal der unterzeichneten Behörde die Anfubr von 2000 Centner Steiskeblen vom Nauheimer Bahnbof zur Saline, unter den im Termin bekannt ge- macht werdenden Bedingungen au den Mindestfordernden vergeben werden. Naubelm den 6. Zebruar 1868. n Salinenamt Nauheim FJ. Schreiber. Wels.

Bekanntmachung. 328 Die Inbader der Firma Trapp 4 Münch zu Friedberg, August Trapp und Theodor uch daselbst, daden den Wilhelm Münch aus Langen zu ihrem Vertreter und Procuristen bestellt, was deute im Itrmen-Regißer des unterzeichneten Gerichts eingetragen worden ist. zriedderg den 8. Zebruar 1868. Wanna* Friedberg t i.

Edictal ladung. 329 Forderungen und Ansprüche leder Art an das für concursfällig etkannte Vermögen des Glasers Jacob Zourter IV. in Södel flad im Termine Mittwoch am 6. Mall. J., Ber mittags 8 Uhr,

bei Meidung Ausschlusses von der Masse, dab ier an; zuzelgen. In dem nämlichen Termin soll ein Arrange⸗ ment versucht und von den ausbleibenden oder nicht gehörig vertretenen Glaͤnbigern angenommen werden, daß sie den von der Mehrbelt der erschlenenen Gläubiger gefaßt werdenden Beschlüssen delgetreten seien.

Frledberg den 24. Januar 1868. Groß berzogliches Landgericht Friedberg

Reitz, Steinberger, Laudrichter. Landgerichts Assessor.

202 Für eine bedeutende

Lebensversicherungs- Gesellschast

wird für Friedberg und Umgegend eln zuverläsfiger Mann ale Agent gesucht. Franco Offerten befördert

die Expedition d. Bl. unter Nr. 100.

Bekanntmachung.

330 Der mit einer Anzahl Anspänner abgeschlossene Vertrag zur Anfuhr de. Braunkoblen vom Dorhbeimer Werk zur Sasine läuft mit dem 3. August d. J. ab. Es wird deabfichtigt einen neuen Fuhrvertrag abzu- schließen, welcher vom 3. August d. J. bis Ende 1889 dauern soll. Anerbietungen zur Aebernahme dieser Fuhren find bis zum 1. April d. J. bei der unterzeich⸗ neten Stelle einzugeben, bei der auch die Bedingungen eingesehen werden können. Nauheim den 7. Februar 1868.

Oroßherzogliches Salinenamt Nauheim F. Schreider. Wels.

Oeffentliche Aufforderung.

320 Nachdem die Ehefrau des Wirths Georg Fleischbauer ven Nauheim die Ueberschuldung ihres dermalen abwesenden Ehemanns angezeigt und diese sich durch das aufgenomment Inventar bestätigt bat, werden auf deren Antrag alle bekannte und unbekannte Gläubiger des Georg Fleischhauer zur Anmeldung ihrer Forderungen und Ausprüche, sowle zum Bersuche eines Arrangements auf Freitag den 28. Februar. J., Morgens 9 Uhr, mit dem Anfügen ander vergeladen, daß die ausbleiben⸗ den als den Beschlüssen der Mehrdeit der erschlenenen Gläubiger beitretend erachtet werden. Naubeim am 5. Februar 1868. Oroßberzogliches Landgericht Naudelm Ulrich, Suppes, Landrichter. Landgerichts-Assesser.

Zur hohen Beachtung

für Bruchleidende. 45 Der berühmte Bruch⸗Balsam, dessen boder Werte selbst in Paris anerkannt, und welcher von vielen medi- einischen Autoritäten erprobt wurde, welcher auch in vielen tausend Fällen glückliche Curen bervorbtachte, kann jederzeit direet brieflich vom Unterzelchneten die Schachtel à 3 Fl. 30 kr. S. W. bezogen werden. Für elnen nicht so alten Schaden ist eine Schachtel dinrelchend. J. J. Kr. Eisenhut in Gais, bei St. Gallen (Schweiz).