Medicinal Beamten, mit der Dienstbenennung „Divistonsgeneralarzt“ übertragen. Derselbe hat in der Regel den Rang eines Majors.
3) An die Stelle der Dienstbenennungen
„Stabsarzt, Oberarzt und Militärarzt“ ꝛc. treten mit dem entsprechenden gleichen Rang, die Dienst— benennungen„Oberstabsarzt, Stabsarzt und Assistenzarzt“. 1 Der dermalen angestellte Stabsveterinär— arzt, sowie die angestellten Oberveterinärärzte baben die Dienstbenennung„Oberstabe veterinärarzt und Stabsveterinärärzte“ zu führen.
— Der charakterisirte Hauptmann v. Bechtold ist zum wirklichen Hauptmann im 2. Inf.⸗Regt. befördert worden. Die Lieutenante Menges und Mootz wurden zur Pionniercompagnie versetzt.
— Die„D. Ztg.“ meldet: S. K. Hoheit der Großherzog haben zu genehmigen geruht, daß an die Stände sofort eine Proposition wegen Erbauung einer Eisenbahn durch den Odenwald, sowie von Eisenbahnen in der Provinz Rheinhessen und einer Eisenbahn von Worms nach Bensheim durch die Ludwigs⸗Eisenbahn-Gesellschaft gerichtet werde. Gleiche Genehmigung wurde wegen der bereits schon oben erwähnten durch das Bankhaus von Erlanger und Söhne in Frankfurt a. M. in der Provinz Oberhessen zu erbauenden Eisen- bahnen ertheilt.
— Die in Kiel garnisonirenden Commandos der Flotten⸗Stamm-Division, der Werft⸗Division (Maschinen- und Handwerks- Compagnie), des See-⸗Bataillons und der See Artillerie-Abtheilung sind angewiesen worden, die von Angehörigen des Norddeutschen Bundes eingehenden Einstellungs⸗ gesuche anzunehmen, zu prüfen und zu erledigen.
* Friedberg. Durch eine Verfügung des Generalpostamts vom 25. Januar c. werden die Postanstalten des norddeutschen Bundes veranlaßt, dem Publikum bei sich darbietender Gelegenheit zu empfehlen, sich bei Abfassung der Adressen auf Briefen nach Spanien und Portugal der lateinischen Lettern zu bedienen, weil den Postbeamten in diesen Ländern die deutschen Schriftzeichen im Allgemeinen unbekannt sird und in Folge dessen die Bestellung solcher Briefe wesentlich verzögert wird, oder dieselben überhaupt nicht an ihre Adresse gelangen.
* Friedberg. Nach einer Bekanntmachung der Direktion des hiesigen Schullehrer Seminars findet die dießjährige öffentliche Entlassungsprüfung vom 30. März bis 2. April einschließlich statt. Die Aufnahmeprüfung neuer Zöglinge ist für Montag den 6. April angeordnet. Die Anmel- dungen zu dieser Prüfung haben spätestens 14 Tage vorher mittelst Vorlegung der durch die betreffenden Schulvorstände auf dem Dienstwege einzusendenden Zeugnisse zu geschehen.
Preußen. Berlin. Abgeordnetenhaus. Der Gesetzentwurf, die Ueberweisung von einer halben Million Thalern jährlich an den provin⸗
zialständischen Verband Hannovers betr., wird mit 200 gegen 168 Stimmen angenommen.
— Der Ministerpräsident Graf Bismarck hat laut Schreiben an den Präsidenten des Abgeord— netenhauses von Forckenbeck einen unbestimmten Urlaub nachgesucht und vom König erhalten. Vertreten wird Graf Bismarck durch den Finanz— minister. Der König soll wegen der Haltung der conservativen Partei in der Provinzialfonds- frage etwas gereizt sein. 0
— Wie die„Post“ wissen will, würden der König und der Kronprinz in nächster Zeit sich nach Ostpreußen begeben. Die„Zukunft“ knüpft daran den Wunsch, daß die Reise eine recht un— vorbereitete sein möge.
— Ueber den Urlaub des Grafen Bismarck spricht von den Morgenzeitungen blos die„Spe— nersche Zeitung“; es sei keine Veranlassung zu zweifeln, daß Gesundheitsrücksichten der einzige Grund seien; eine tiefer liegende politische Ver— anlassung scheine der Urlaub nicht zu haben.
— Die„Kreuzzeitung“ bezeichnet die Mit— theilung der„Spen. Ztg.“ bezüglich des Urlaubs des Grafen Bismarck als aus guter Quelle stammend, die„Kreuzzeitung“ hofft aber zuver— sichtlich, daß die zwischen dem Grafen und einem Theil der Conservativen eingetretene Spannung eine nur vorübergehende sein werde, indem die conservative Partei bereit sei, ihn zum Wohl des Vaterlandes mit aller Kraft zu unterstützen. Graf Bismarck hat Berlin verlassen und wird sich zu— nächst nach Hessen begeben.
Wiesbaden. Der„Rheinische Kurier“ meldet: Die Verhandlungen mit der Homburger Kurhausgesellschaft wurden abgebrochen, weil Blanc, indem er die Vorschläge der Regierung ablehnte, die Gewährung einer Spieldauer von acht Jahren gegen eine Zahlung von 800,000 Thalern für den Kurfonds verlangte.
Oesterreich. Wien. In der Sitzung des Budgetausschusses vertheidigt Baron Beust, aus Anlaß der Debatte über die Gesandtenposten, die Aufrechthaltung der Gesandtschaften in Würt⸗ temberg und Sachsen. Oesterreich führe streng und ehrlich die Bestimmungen des Prager Friedens aus. Wenn es auch weit entfernt sei, die Ent— wicklung der deutschen Angelegenheiten ränkesüchtig beeinflussen zu wollen, so müsse es dennoch ein Interesse an den Vorgängen in Deutschland nehmen. Es sei daher nothwendig, daß Oester— reich in den genannten Staaten durch Gesandte vertreten sei. Was die österreichische Botschaft in Rom beträfe, so empfiehlt Beust, leine Aen- derung vorzunehmen, damit der Schein einer Demonstration gegen Rom, wegen der schwebenden Concordats Verhandlungen, vermieden werde.
— Ein Aufruf des„deutschen Volksvereins“ in Wien fordert alle Deutschen in Oesterreich zu Gaben„für die nothleidenden Brüder in Ost— preußen“ auf. Die Schlußworte lauten:„Sorgen wir, daß im deutschen Volke dae Bewußtsein er;
starke, daß jeder seiner Männer auf die übrigen
zahlen dürfe, daß ein Prager Frieden zwar die Gränzpfähle verrücken, aber das Band der Soll⸗ darität nicht zerreißen konnte, welches für ewig das deutsche Volksthum umschlingt.“ Der Extra einer ersten Sammlung unter den Vereins mitgliedern ist bereits an Dr. Joh. Jacoby abgegangen.
— In der Sitzung des Kriegsbudget-Aus⸗ schusses erklärt Frhr. v. Beust in seiner Beant⸗ wortung der Interpellation betreffs der Armee— reduction, daß im Hinblick auf die politische Lage ein Friedenszustand wie vor 1866 nicht mehr vorhanden sei. Obwohl allseitig das Bestreben herrsche, die Kriegsgefahr zu beschwören, so sel es dennoch nothwendig, den Friedensstand der Armee dergestalt aufrecht zu erhalten, um nöthigen⸗ falls rasch, achtunggebietend und schlagfertig da⸗ zustehen.
Pest. Das Königspaar ist unter der herz⸗ lichen Begrüßung des Volkes am Abend des 5. ds. hier angekommen. Die Straßen waren von den Einwohnern freiwillig illuminirt worden. Der ofstzielle Empfang war abgesagt.
Frankreich. Paris. Die hannöver'schen Legionäre sind von der französischen Regierung in innere Departements verwiesen worden und sollen weiter aufgefordert werden, Frankreich zu verlassen, wenn sie nicht in die französische Fremdenlegion eintreten. Das französische Gou⸗ vernement zeigt sich gegen Preußen sehr entgegen- kommend, ohne daß dieses Schritte deßhalb gethan.
— Die„France“ versichert den entgegen- gesetzten Behauptungen auswärtiger Blätter gegen⸗ über, daß die Beziehungen zwischen Paris und Rom niemals besser gewesen sind als jetzt und daß die spanische Regierung, welche in der römi⸗ schen Frage mit Frankreich durchaus einver⸗ standen ist, sich daher nicht veranlaßt sieht, eine N Verstärkung der päpstlichen Legion zu ilden.
Großbritannien. Der irischen Bewegung gegenüber wird immer mehr die Nothwendiglest von Reformen anerkannt. Außer Lord Stanley hat dieß unlängst auch John Bright bei Gelegenheit eines Meeting's in Birmingham aus⸗ gesprochen. Den wesentlichsten Uebelständen glaubt man dadurch abzuhelfen, daß ein unabhängiger Bauernstand in Irland nach preußischem Mufter ins Leben gerufen und die Staatskirche abgeschasst werde, ohne daß die Geistlichkeit derselben ganz⸗ lich ihrer Einkünfte beraubt zu werden brauchte. Dem gegenüber hält man protestantischer Seits an der Staatskirche fest.
In Dublin fand unlängst ein Meeting von Protestanten stalt, dem auch viele Mitglieder des Ober- und Unterhauses beisohnten. Es wurde beschlossen, eine Petition an die Königin zu richten, worin um Wahrung der Union, um Vertheidigung der irischen Kirche und um Abwehr des Einflusses der Ultramontanen auf die Erziehung gebeten wird.
unverzüglichen Uebergang der Briefpost⸗Gegenstände auf anschließende weitere Routen zu sichern, einen unaufgehaltenen Fahrpostverkehr(d. h. Packet⸗ und Geldverkehr) zwischen den Postanstalten der Route und nach und von den mit deuselben in Zusammenhang stehenden übrigen Routen zu vermitteln und durch sachkundige Aufsicht und umsichtige Leitung die Ordaung und Regelmäßigkeit im Postbetriebe auf der Eisenbahn zu verstärken. Abgesehen von dem großen Nutzen, welchen die Eisenbahnpostbüreaus durch Ersparung einer großen Anzahl von direkten Kartenschlüssen durch die Beschleunigung des Uebergabegeschäftes und Vereinfachung des Nechnungswesens gewähren, muß noch der Vortheil hervorgehoben werden, welcher durch die Abkürzung der Schlußzeiten, insbesondert bei den Bahnhofs- Expeditionen erzielt wird.
Die an den Eisenbahnpostwagen angebrachten Briefkasten gewähren nämlich dem Publikum die Möglichkeit, auf einzelnen Stationen noch bis zum Augenblick der Abfahrt des Zuges unfrankirte oder mit Freimarken oder Franco-Couverts frankirte Briefe aufzugeben. Ebenso ist es für den Zeitungsverkehr sehr förderlich und für die Redaktion wie Druckerei einer Zeitung ein unschätzbarer Zeitgewinn, daß die Zeitungspackete von der Expedition der Zeitung aus, bis kurz vor Abfahrt der Eisenbahnzüge, den fahrenden Postbüreaus unmittelbar übergeben werden können.
In der kurzen Zeit ihres Bestehens haben die Eisenbahn⸗Postbüreaus sich bereits weit ausgedehnt. Fast über alle Länder mit geordneten
öffentlichen Einrichtungen sind heute die ambulanten Postbüreaus verbreitet. Sogar auf den Dampfschiffen, z. B. zwischen England und Nordamerika. Welche Dimensionen einzelne Eisenbahnpostbüreaus haben zeigt z. B. das
Eisenbahnpostbüreau der Ronte Verviers- Köln(Nr. 10), welches für Preußen und den größten Theil des übrigen Deutschlands die Correspondenz aus Belgien, Großbritannien, Spauien und den meisten überseeischen Ländern bearbeitet und zu diesem Zwecke oft bei einem Zuge drei große Eisenbahn-Postsalonwagen eingestellt werden, in denen beim Ein⸗ treffen starker nordamerikanischer und westindischer Posten bisweilen ein Personal bis zu 25 Beamten und Unterbeamten zur Bewältigung der ungeheuren Brief- und Zeitungs assen thätig ist.
Die Kostspieligkeit der Eisenbahnpostbüreaus dürfte hiernach wohl zu bemessen sein, allein das Opfer erscheint unerheblich, wenn man erwägt, daß dadurch der vornehmste Zweck des Postinstituts erreicht, und dessen wichtigsten Interessen sicher gestellt werden.
Daß die Ausbildung dieser Einrichtung noch nicht ihr Ziel erreicht, wird keinem Zweifel unterworfen sein.
So wirken die Eisenbahnpostbüreaus durch ihre fliegende Eile und rastlose Thätigkeit, verbunden mit größter Pünklichkeit und sicherstem Ininandergreifen, von Grenze zu Grenze, bei Tag und bei Nacht für die vielseitigen Zwecke des Verkehrs der verschiedenen Lebenskreise insbesondere für die schnelle und leichte Vermittelung des Austausches der Ideen.
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