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Dienstag den 11. Februar.
18.
dualt die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
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zeiger für Oberhessen.
Friedberger Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samslag.
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Bestellungen auf den„Anzeiger für Oberhessen“ werden noch fortwährend von allen Poststellen und der Verlagsexpedition für das erste Halbjahr angenommen
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Amtlicher Theil.
deirefsend: Die Ausführung des Gesetzes vom 6. Inni 1853, die Versicherung der Gebäude wegen Feuersgesahr
und die Vergüsung von Brandschäden.
Friedberg den 7. Februar 1868.
g Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg in die Großh. Bürgermeistereien Dorn-Assenheim, Gambach, Ilbenstadt, Nieder-Rosbach, Ober-Rosbach, Reichelsheim, Schwalheim,
Wisselsheim und Wölfersheim.
Da noch viele von Ihnen mit Erledigung unserer Versügung vom 11. December v. J., Anz. f. Oberh. Nr. 148, im Rückstande int, so werden Sie hieran, binnen 3 Tagen, bei Meidung von Geldstrafe erinnert.
Ter a p p.
Das Großherzogliche Salinenamt Nauheim
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Der Verkauf von Koch- und Viehsalz auf der Großherzoglichen Saline Nauheim in Quantitäten unter 12 Etr. findet wöchentlich zur an den beiden Tagen Dienstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr Vor- und 2 bis 5 Uhr Nachmittags statt.
Quantitäten über 12 Etr. können in den genannten Stunden täglich dahter gekauft und abgeholt werden.
Wir ersuchen Sie, Vorstehendes im Interesse Ihrer Ortsangehoͤrigen alsbald veröffentlichen zu lassen.
Naubeim, am 6. Februar 1868.
F. Schreiber. Weiß
Hessen. Darmstadt. Nach der„Darnst. 36.“ ist dem Bankhaus von Erlanger und Söhne n Frankfurt a. M. und der von demselben gebil- deen Aktiengesellschaft die landesherrliche Con- ision zum Bau und Betriebe der Eisenbahnen den Gießen nach Fulda und von Gießen nach bilnhausen, vorbehältlich ständischer Zustimmung, utheilt worden.
— Der General- Lieutenant von Plonsky, Lemmandeur des XI. Armeecorps des norddeul⸗ schn Bundes, ist aus Kassel bier eingetroffen.
— Von den früher hessischen, kürzlich zu beberen Dienststellen im preußischen Postdienst wancirten Postbeamten sind ernannt worden in Darmstadt: zum Oberpostcommissär und Expeditions- enstand der Postcommissär Alefeld; zum Post⸗ tesentontreleur der Postsecretär Bötticher; zum Ober-Postcassenbuchhalter der Postcassirer Berchel inn; zu Ober-Postsekretären und Expeditions- Mrstehern die Postsekrrtäre Welcker und Lochmann; Ober- Postsecretären und Burtaubeamten J. Classe
In Mainz: Zu Ober⸗Postcommissären und Expe- ditionsvorstehern die Postcommissäre Karl und Rudolph v. Jungenfeld; zu Ober-Postsekretären und Expeditionsvorstehern die Postsecretäre Reen, v. Helmolt und Otto. Ferner zu Oberpostsecre— tären und Exped itionsvorstehern in Gießen: Post— secrttär Pagenstecher; in Offenbach: Postsekretär Amelung und in Worms: Postsecretär Euler. — Die„D. 3.“ schreibt:„Die„Main-.“ brachte die preußischer Seits auf Grund der Succession in das Landgrafenthun Hessen-Homburg erhobenen Ansprüche wegen Fertgewährung der aus der großh. hessischen Staatskasse nach Hom- burg zu entrichten gewesenen Paragialrente von 25,000 fl. zur Sprache. Wir bemerken hierzu, daß in den Recesse zwischen Hessen und Preußen d. d. 25. Juni 1867 F. 8 letzteres mit seinen veßfallsigen Ansprüchen auf den Rechtsweg ver— wiesen worden ist, und die contrahirenden Theile übereingekommen sind, daß, wenn Preußen den Rechtsweg dieserhalb beschreite, durch schiedsrichter- lichen Spruch über die erwähnten Ansprüche ent⸗
schieden werden soll. Das Schieesgericht soll alsdayn, sofern nicht noch eine anderweite Ueber— einkunft zwischen beiden Regierungen stattfindet, in der Weise bestimmt werden, daß von den drei Staalen Baden, Bayern und Königreich Sachsen, welche groß h. hessischer Seits vorgeschlagen werden, die königlich preußische Regierung denjenigen wählt, dessen höchster Gerichtshef die Entscheidung zu fällen hat.“
— Eine allerhöchste Entschließung vom 1. d. verordnet bezüglich der Organisation des militär— ärztlichen Dienstes:
1) Die Militär-Medizinal-Commission hat künstighin die Benennung„Medieinalstab“ zu führen. Der Geschäftskreis des zum Ressort des Kriegsministeriums gehörigen Medicinalstabs wird durch besondere Verordnung geregelt werden, und es hat demselben außer den seitherigen Mitgliedern der Militär-Medicinal-Commission, der Oberstabs- veterinärarzt als weiteres Mitglied anzugehören.
2) Die Leitung des militärärztlichen Dienstes innerhalb der Armtedivision wird einem Militär-
e Sekretäre Silz, Holzamer und Kromm.—
Eeisenbahn Postbüreaus.
Wenn auch die Post eine große Reihe von neuen Einrichtungen nachzuweisen hat, welche sie zur Erreichung einer schnelleren Beförderung groffen, so gebührt unter diesen Beförderungsmitteln doch den Eisenbahn— birtaus, fliegende Posten, ambulante Büreaus, fahrende Postämter, wie nun sie hier und da in den verschiedenen Ländern benennt, die erste Stelle 1nd dürfte eine kurze Schilderung derselben nicht ohne Interesse sein.
Anfangs beschränkte man sich einfach darauf die Eisenbahnen zur brforderung von Postsendungen dadurch zu benutzen, daß man die mit Aystsachen beladenen Güterwagen auf Eisenbabn-Plateauwagen setzte und selche dem betreffenden Zuge einreihte. Die Unvollkommenheit dieser Ein- ichtung führte bald zum Bau eigener Eisenbahnpostgüterwagen, welche Aumittelbar auf den Schienen liefen.
Die Versendung dieser Postgegenstände geschah damals natürlich iberall durch die Lokalpostanstalten und die Eisenbahnposttransporte beschränkten ch auf die Beförderung fertiger Posten.
Je weiter sich aber das Eisenbahnnetz ausbreitete und der ganze Arkehr Ich aufschwang, desto unzureichender erwiesen sich diese Einrichtungen. traten große Mißverhältnisse in der Postbeförderung ein. Reisende lumen schneller an ihr Ziel als Briefe. Letztere erlitten oft an Speditions- unkten ein längeres Stilllager, als die ganze Dauer der Beförderung pvihrte. Eine wirksame Abhülfe konnte nur durch vollständige Umgestaltung
its seitherigen Systeme geschaffen werden und kam man dabei auf die
Idee das Speditionsgeschäft zum größten Theil von den Lokolpostanstalten in die auf den Schienen sich bewegenden Postwagen selbst zu verlegen, und die Zeit der Beförderunt für die Zwecke der Manipulation mit ver- wendbar zu machen. Der Postbetrieb erlaugte auf diesem Wege, indem er während der Fahrt bewirkt, von Zeit und Ort weniger abhängig ward, eine erhöhte Beweglichkeit. So entwickelten sich denn allmälig unsere jetzigen Eisenbahnpostwagen zu der Vollendung wie sie jetzt die Welt mit den Eisenbahnzügen nach allen Richtungen durchfliegen. Die Eisenbahn⸗ postwagen von heute bergen in ihrem Innern ein ganzes Postbürtau mit Packkammer, Brieskasten, Tischen, Schränken, Repositorien, Stühlen, Oefen, Lampen ꝛc., überhaupt allen zum Postbetrieb erforderlichen Gegenstäanden. Sie fassen meistens ein Personal bis zu 6 Beamten und Unserbeamten. Während die schnellsten Courierzüge Berg und Thal, Flur und Wald durchsausen, expediren die ambulanten Pofsbeamten in den Eisenbahnpost- büreaus Tausende von Briefen, Schristen ꝛc. dergestalt, daß ihre Beför⸗ derung mit der Schnelligkeit des Eisenbahngangs gleichen Schritt hält.
Die Einführung der fliegenden Büreaus, welche viele Schwierigkeiten wegen der Größe der Wagenkasten, der Heizung des Bürtauraums u. a. veranlaßte, ist ein Verdienst der preußischen Postverwaltung und traten dieselben am 1. Mai 1849 zuerst auf preußischen Eisenbabnen ins Leben. Bald folgten Sachsen, Baden und andere deutsche Staaten.
Die Aufgabe der Eisenbahnpostbürtaus ist pünktliche Beförderung und richtige Spedition der Briessendungen und Zeitungen zwischen den Post— anstalten der Route und nach und von den Zweigrouten, sowie den


