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Abonnenten, welche den Anzeiger durch die Post beziehen, wollen ihre Bestellung für das II. Halbjahr baldigst machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt.
Donnerstag den 9. Juli. M 80.
für Oberhessen.
Friedberger Intelligenzblalt.
1868.
Anzeiger
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. 1
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag un Samstag.
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Abonnements⸗ Einladung.
Mit dem 1. Juli beginnt ein neues halbjähriges Abonnement auf den Anzeiger für Oberhessen, welcher auch ferner wöchentlich drei⸗ mal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinenen wird. Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der interessantesten und wichtigsten Tagesbegebenheiten, allgemein belehrende und unterhaltende Aufsätze, landwirthschaftliche und gewerbliche Mittheilungen geschäftliche Nachrichten, Markt- und Cours Berichte, Verloosungen von Staatspapieren und locale Notizen, außerdem wöchentlich einmal im beigegebenen Unterhaltungs⸗ Blatt interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, Anekdoten, Räthsel, Bilderräthsel 1c. Die stets wachsende Zahl der
Abonnenten muß uns die erfreulichste Aufmunterung sein, die Geschäfte der Redaction in der bisher eingehaltenen Weise fortzuführen.
Das Abonnement beträgt halbjährig:
für die Abonnenten in hiesiger Stadt 1 fl., bei sämmtlichen Postämtern des Großherzogthums 1 fl. 6 kr.
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Die Expedition.
Betreffend: Feldstrafen von der 6. Periode 1867.
Amtlicher Theil.
Friedberg den 6. Juli 1868.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Mittheilung des Verzeichnisses über die Feldstrafantheile Ihrer Gemeinden von der 6. Periode 1867 in nachstehendem Abdruck, tragen wir Ihnen auf, die Beträge den Gemeinde ⸗Einnehmern in Einnahme zu decretiren und controliren zu lassen.
Auszug aus dem Verzeichniß ũber
Bönstadt 15 kr. Butzdach 11 fl. 8 kr., Fauerbach v. d. H. 5 fl. 16 kr., och⸗Weisel 1 fl. 48 kr., Langenhaln 1 fl. 8½ kr., Münster 23½ kt., Oppersdofen kr., Oppershofen 1 fl. 9 kr., Oftbeim 6 fl. 37½ kr., Rockenberg 22½¼ kr., Rocken⸗
derg 22½ kr., Assenheim 3 fl. 6½ kr., Bruchenbrücken 1 fl. 3 kr., Friedberg Nieder⸗Florstadt 2 fl. 59 kr.,
7 fl. 11½ kr., Friedberg 16 kr., Meldach 1 fl. 34½ kt.,
Von der 6. Periode 1867. Nieder⸗Roc bach 5 fl. 5 kr.,
2 9 Kritzler, Kreis Assessor.
Feldstrafen. 6 7
Nieder- Wöllstadt 2 fl., Ober⸗Florstadt 5 ½ kr., Ober ·
Rosbach 7 fl. 50½ kr., Ober⸗Wöllftadt 7 fl. 23 kr., Sörel 2 kr., Dordeim 20 kr., Nauheim 4 fl. 57 kr., Nieder- Mörlen 7 fl. 30½ kr., Ober⸗Mörlen 5 fl. 58 kr., RNödgen 2½ kr., Schwalheim 51 ½ kr.
Hessen. Darmstadt. Die großherzoglich hessische Pionniercompagnie wird vom 10. Juli bis zum 20. August nach Castel verlegt werden, um dort ihre Uebungen vereint mit dem hessischen Pionnier Bataillon Nr. 11 abzuhalten. Die Mannschaft wird bei den Bürgern einquartiert, die Beköstigung aber selbst sich besorgen, da es die Casteler Bürger abgelehnt haben auch die Verpflegung zu übernehmen.
— Die„Hess. Ldsz.“ schreibt: Da bei den Herbstübungen der Großherzoglichen Division die Einquartierung nach preußischer Vorschrift statt⸗ finden wird, so dürfte es von Interesse sein, zu vernehmen, welche Aenderungen in den seitherigen Bestimmungen eingetreten sind. Man theilt uns darüber Folgendes mit: Marschverpflegung wird an allen Marschtagen und den zwischen denselben liegenden Ruhetagen gegeben. Der Mann erhält dabei stets die vollständige Verköstigung im Quartier wie seither üblich, wofür mit dem 1½ Kreuzer betragenden Servis 19 Kreuzer vergütet werden. An Uebungstagen mit wechselndem Quartier und in Lagern und Bivouaks wird der große Por- tionssatz gewährt, Vergütung ebenfalls 19 Kreuzer. Bivouakirende Truppen oder solche auf Vorposten werden stets aus Magazinen verpflegt.— An anderen Cantonuirungstagen, an welchen der Mann in dasselbe Quartier zurückkehrt, empfängt derselbe die kleine Portion oder Garnisonsverpflegung, für welche 15 Kreuzer vergütet werden.— Die Ver⸗ töstigung kann nun gegen die angeführte Ver⸗ gütung durch den Quartierträger, oder auch durch Magazinsverpflegung stattfinden. Selbstverständlich bleibt dies jedoch nicht dem Willen einzelner Quartiergeber, sondern nur demjenigen ganzer Gemeinden überlassen. Bei der Magazinsver⸗
pflegung werden dem Soldaten die Victualien
von dem betreffenden Truppentheil geliefert 8 hat der Quartierträger zur Zubereitung der Speisen Heerd, Geräthe und Brennmaterial zu stellen.
— Mitte August wird die Kaiserin von Rußland nach dem benachbarten Jugenheim kommen und bis zu Herbst dort verweilen. Den 15. d. wird die Kaiserin mit der Großfürstin Maria Alexandrowna in Frankfurt eintreffen, erstere nach Kissingen und letztere nach Schwalbach sich begeben. Auch der Kaiser von Rußland wird noch im Laufe d. M. nach Kissingen kommen.
O Friedberg. Im gesetzgebenden Körper zu Paris werden wiederholt für allgemeine Entwaff⸗ nung und zu Gunsten des europ. Friedens ener⸗ gische Worte gesprochen, die diesseits des Rheines einen kräftigen Widerhall finden werden. So sagt Jules Favre bei der Budgetberathung, Preußen würde wohl nicht unbesonnen genug sein, Frankreich zu bedrohen. Nur Ein Mittel könnte es so weit bringen, und dieses ebenso unsinnige wie gefährliche Mittel bestände darin, daß Frank- reich ihm das Schwer vorhielte.— Sollte ge⸗ wartet werden mit der Abrüstung, bis eine all⸗ gemeine Uebereinstimmung der Mächte darüber erzielt wäre, so hieße das Europa zum langsamen Hungertod verurtheilen. Eine Macht müsse den Muth haben damit voranzugehen, und das solle Frankreich sein.
Obgleich solche Stimmen nur erst den vollen Beifall der Minorität haben, und es ist ein glück- liches Zeichen des allmählichen Aufschwungs in den Anschauungen unserer Nachbarn, daß sie gehört und mit Beifall gehört werden. Und ob- gleich der Staatsminister Rouher replicirt und die Nothwendigkeit der fortdauernden Rüstungen behauptet, damit Frankreich in der Lage sei, nicht allein seine Grenzen, sondern auch seine Würde,
seine Ehre und seinen Einfluß zu vertheidigen, so kann er doch nicht umhin, seine Friedensliebe zu betheuern, wie er auch nicht wird verhindern können, daß die Begriffe des verständigen Theils der Franzosen von der Ehre und der Würde Frankreichs und der Art, wie es am besten seinen Welteinfluß wahrt und bethätigt, von Tag zu Tag weniger bedrohlich für die Nachbarvölker sich gestalten werden. Der Minister nennt dabei den „Luxemburger Zwischenfall“ einen diplomatischen Sieg. Gerade aber dieser diplomatische Sieg sollte Frankreich eine sichere Bürgschaft sein, wie wenig es von Deutschland bedroht ist, denn sonst wäre ihm jener Sieg wohl nicht möglich gewesen.
Dem Leiter des norddeutschen Bundes wird eher alles Andere als Unklugbeit vorgeworfen werden können; aber Unklugheit würde es gewesen sein, eine seste Position hart an der französischen Grenze zu verlassen und hübsch zu warten, bis Frankreich eine bedeutende Armee und dieselbe zugleich versehen habe mit den Wunder wirkenden Chassepots, um alsdann erst anzugreifen.
Bei alle dem wird das verhängnißvolle gegen- seitige Mißtrauen der Völker, dem wir die un⸗ erschwinglichen Militärlasten verdanken, so bald nicht schwinden. Eins aber ist Pflicht der Presse, tagtäglich nämlich Propaganda für den Frieden zu machen und jede Kundgebung zu Gunsten des⸗ selben weiter zu verbreiten, auf daß der Gedanke in allen Bevölkerungsschichten immer mehr Fleisch und Blut werde: eivilisirte Nationen würgen und schlachten sich nicht gegenseitig, sie bekämpfen sich und wetteifern vielmehr mit einander in den Werken des Friedens, zur Beförderung mensch- lichen Glückes und Verminderung menschlichen Elendes, in Wissenschast und Kunst, in Handel und Industrie.


