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Die seither so oft verlangten
Auflösungen zu Wahl's Rechenheften
sind nunmehr in neuer Auflage erschienen und à 36 kr. zu haben bei
Bindernagel& Schimpff in Friedberg.
Turnfest zu Nauheim.
1377 Das Us⸗Gau Turufest wird Sonntag den 14. Juni d. J. dahier abgehalten werden und laden wir hierzu mit dem Bemerken freundlichst ein, daß auch das nicht turnende Publikum an den Festlichkeiten auf dem Festpiatze gegen ein Entréegebühr Theil nehmen kann. Die verehrlichen Friedberger und Nauheimer Gesangvereine haben ihre Mitwirkung guͤtigst zugesagt. Die musikalischen Vorträge werden von der rühmlichst bekannten Karelle des zweiten Großherzoglichen Infanterie-Regiments ausgeführt. Der Festzug beginnt um 2½ Uhr. Nach Beendigung des Turnens und der Gesangvorträge findet auf dem Festplatze Ball statt. Eine Nachfeier wird an dem darauf folgenden Montag, den 15. Juni, auf dem Fest— platze abgehalten, wo gesellige Unterhaltungen mit Tanzvergnügen abwechseln werden. Zahlreicher Betheiligung sieht vertrauensvoll entgegen 8 Das Festeomité.
Knaben von 12— 14 Jahren,
1344 welche sich der Kaufmannschaft widmen wollen, erhalten bei mir die nöthige Vor⸗ bereitung. Unterrichtsgegenstände: Rechnen, Schreiben, Uebung im Abfassen von Geschäfts— aufsätzen, franzöͤsische und englische Sprache, Buchhaltung.
Auch werde ich den zu entlassenden Schülern auf Verlangen passende Stellen unent⸗
geltlich vermitteln. Friedberg im Juni 1868. Morgenstern, Lehrer.
Bank für Süddeutschland.
Verbreitung von falschen fl. 10⸗Bankscheinen.
1401 Nachdem in den letzten Wochen in der Provinz Oberhessen und den angrenzenden Theilen des Regierungsbezirks Wiesbaden eine Anzahl von falschen Zehn⸗Gulden⸗Noten unserer Bank verbreitet worden waren, ist es der Umsicht und Energie der Großherzoglichen Polizei⸗ verwaltung der Provinzial⸗Hauptstadt Gießen gelungen, den Verfertiger und die Verbreiter der Falsisicate zu ermitteln und zur Verhaftung zu bringen.
Obwohl nach den seitherigen Ermittelungen nur noch eine kleinere Anzahl von Falsifi⸗ caten in Umlauf sein wird, sehen wir uns doch verpflichtet, die Kennzeichen der Fäͤlschung zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und vor weiterer Verbreitung und Annahme der Falsificate zu warnen.
Die ganze Nachahmung, ins besondere die Zeichnung und Ausführung der auf der Vorder⸗ seite der Noten befindlichen Figuren ist höchst unsauber und incorrect gearbeitet, die Zahlen der Folio und Nummer in den oberen kleinen Täfelchen der Vorderseite sind nicht, wie bei den achten Scheine gedruckt, sondern mit Tusch geschrieben, und zwar in hoͤchst ungleichen Ziffern. Die in einem Bogen im Mittelfeld der Vorderseite erscheinenden Worte:
„Die Bank für Süddeutschland“
machen das Falsisicat sofort daran erkenntlich, daß die mittleren schwarzen Striche innerhalb eines jeden Bychstabens mit Tusch eingeschrieben sind, anstatt gedruckt wie bei den ächten Scheinen.
Alle bis jetzt eonsiseirten falschen Banknoten tragen in der unteren linken Ecke der Vorderseite die gedruckte Ziffer Lit. II. XXIII, und ist aller Grund anzunehmen, daß andere Falflisicate, als solche, welche diese Bezeichnung tragen, nicht egistiren. Die kleingedruckten Worte über den Namen „von Bechtold, und„Kehrer“ nämlich die Worte„Der Regierungscommissär“ und „Der Director“ sind fast ganz unleserlich, namentlich der Schluß des Ersteren.
Die Farbe der Rückseite ist bei den falschen Scheinen sehr verschieden, bald bräunlichroth. bräunlichgelb, bald gräulich, immer fehlt indessen in dem Unterdruck der vielfache Eindruck der Ziffer„10“. e
Ueberall fehlen die Wasserzeichen, welche erkennbar werden, wenn man die ächte Note gegen das Licht hält.
Die Controlunterschrift auf der Rückseite ist derjenigen des Herrn Cassiers Sammet
nachgemacht, sie liest sich in den Falsificaten jedoch als„Jammy.“
Darmstadt den 5. Juni 1868.
6 Direction der Bank für Süddeutschland. Nie Reclame, sondern stets sprechende Beispiele:
Herrn L. W. Egers in Breslau, Erfinder 1„ 5 f 5 ertheim i/ Baden, den 24. April 1868. 1400 Da sich bier keine Niederlage Ihres Jabritats befindet und ich das selbe bei ei em Brustleiden mit gutem Erfolge angewendet habe, letzt aber meine Frau von demselben Leiden befallen ist, so ersuche Sie mir 2 Slaschen Ibꝛes Fenchelhonigs mit umgehender Post p. Postvorschuß zukommen zu lass ien. C Ach. ungsvoll P. Schäfer.
Der Schlesische Jenchelhonig Extract von L. W. Egerv in Breslau ißt eins der wenigen reellen Haus mittel, von dem selbst die prineipiellen Gegner aller nicht aus der Apotheke hervorgehenden Präparate zugestehen wüssen, daß es rationell, gut und namentlich bei Hals- und Brust⸗Lelden enschieden nützlich ist. Man bekommt denselben allein ächt bei: Jos. Hoffmann in Friedberg. i
9 f i* 1413 Meiner Frau, die sich in Allem böswilliß zeigt Steyrische Sensen und Sicheln warne ich Jedermann, auf meinen Namen zu borgen, in⸗ dem ich keine Zahlung leiste. Heinrich Mack III.
1426 billigßt bei Ph. Dau. Kümmich.
0 Lehtetconsetenz, Sektion Friedberg,.
1319 Mittwoch den 10). Zunt, Nachmittags 3 Uhr, auf dem Ossenheimer Jagrhause.
Die Mitglieder, welche Exemplare von den in Um⸗ lauf gesetzten Büchern in Händen haben, sind gevelen, dieselben zum Umtausche mitzubringen.
Einen Tanzboden,
1402 48“ lang, 36“ brett bat zu verleihen Johannes Conrad, Reichelsbeim.
Ein Junge 1411 wird bei einen Schuhmacher in eine gute Lebre gesucht. Rothe„Kreuzgasse“ Nr. 11. Frankfurt a M.
1412 Zu der am 16. Juli in Butzbach statt⸗ findenden Perloosung von Vieh und Maschinen sind Loose à 18 kr. zu haben bei Friedberg. J. Stern, Usagasse Nr. 382.
Cüchlige Cigarren- und Wicke lmacher
1420 finden gegen guten ohn dauernde Beschäftigung. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Bl.
Papier 1422 zum Tapezieren bei Friedberg. Nathan Hirschhorn.
1421 Meinen geebrten Kunden diene zur Nachricht. daß ich jetzt bei Herrn Karl Reuß auf dem Haagk wohne und bitte auch ferner um geneigtes Wohlwollen.
Jean Rausch, Schudmachermeißer.
Alle Sorten Pflanzen,
1381 besonders Nangenrflanzen, verkauft Friedberg. Heinrich Hanstein V.
Friedrich Nöhrichs
rühmlichst bekannter Arrowroot- Kinderzwieback
ein vollständer Ersatz der Muttermilch, 1009 erfunden und mit bestem Erfolge angewandt von der derühmten Ge⸗ burtshelferin und promovirten Doctoriy Frau Profess. Dr. Heiden⸗ re ich geb. von Siebold ist flets vor⸗ räthig in ½ Paqucten à 10 kr. und ꝙ½ Paqueten à 5 kr. in Friedberg dei Pb. Dan. Kümmich.
P. S. Dieser Zwieback wird zugleich allen denjemarn, deren Verdauungs⸗ organe besonderer Schonung be⸗ dürfen, als ein sehr kräftiges, leicht verdauliches Nahrungsmittel em- pfohlen.
Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde.
Getraute:
1. Zuni. Jacob Mohrbard, Feldwebel im II. Groß. Inf.⸗Regiment, Sohn des Ortsbürgers und Meßger⸗ meisters Johann Jacob Mohrhard zu Semd im Kreise Dieburg und Regine Christine Nees, Tochter des hies. Bürgers und Handarbesters Jodann Heinrich Nees.
6. Juni. Gufsav Übrich, Bürger und Kaufmann zu Gießen, Sobn des evang. Lehrers an der Stadimäd⸗ chenschule daselbst Ludwig Übrich und Luise Char'otie Cbristiane Ebenau, Tochter des verfl. Groß. Hofbiblio⸗ ihrksstcretärs Karl Friedrich Lurwig CThristtan Ebenau zu Darmftadt.
Getaufte
31. Mai. Dem Feldwebel im II. Großb. Jnf.⸗Keg. Johann Jacob Dittmar eine Tochter Wilheimine Mathilde Karoline, geb. den 26. April.
31. Mai. Dem biesigen Bürger und Drebermeifler Georg Philipp Hermann Ludwig Neisel ein Sohn Heinrich Wilbelm, geb. den 16. Mai.
1. Juni. Dem hies. Bürger und Metzgermeifser Irtedrich Wilhelm Deß ein Sohn Adam, geb. den 23. Mal.
6. Juni. Dem Bürger zu Pomberg v. d. H. und Gafiwirtd zu Ockftadt Karl Hermes ein Sohn Franz Otto, geb. den 13. Mai.
Beerdigte:
5. Juni. Heintich Wugelm Christian Hatteroth, bies. Bürger und Kaufmann, alt 70 Jahre, 15 Tage, T den 3. Juni.
5 Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druc und Berlag von Bindernagel& Schimpf.
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