Stempel. i gesezlig
on uns des elenders data
dehessen
ark dei iht ein
ecm
— 2—
Nohlen
9
uurischtn Bein
preihen dei n der Pet.
r 5 e 2 2
1 132.
2
Famstag den 7. November.
ö
4
zeiger für Oberhessen.
0
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Ftitdberger Zutelligenzblatt.
— a 3 1 „
Auf den„Anzeiger“ kann man für die Monate November und December abonniren.
4
Amtlicher Theil. g
Betreffend: Die Aufhebung des Reglements über das bei Wildschadensklagen einzuhaltende Verfahren.
Das Großherzogliche Kreisamt
Unter Bezugnahme auf das Ausschreiben vom bestellten Taxatoren und Ersatzmännern eingetreten sind, Erperten und Ersatzmännern etwa verstorben, oder weggegangen, 9
ordnen können.
Betreffend: Reglement, die Abschätzung und Aushebung der bei eintretender Mobilmachung für die Großherzogliche
Friedberg an die Großherzoglichen
Division erforderlichen Pferde vom 8. August 1868.
Da
elbe an
Da noch wenige von Ihnen unserer Verfügung vom 19. v. M. entsprochen haben,
ledigung bei Meidung der Abholung.
Friedberg am 5. November 1868. Bürgermeistereien des Kreises.
25. Juli 1855, Jutelligenzblatt Nr. 60, und da sen dieser Zeit Aenderungen bei den sehen wir binnen 14 Tagen Ihren Berichten entgegen, der auf sonstige Weise abgegangen ist, damit wir eine Ergänzung an⸗
wer von den bestellten
Trapp.
Friedberg am 5. November 1868.
di ef eihbe n.
so erinnern wir hiermit an die sofortige Er⸗ Tr a h p.
Hessen. Darmstadt. Durch Allerhöchste Entschließung vom 25. v. M. wurden Stabsarzt Dr. Kappesser zum Oberstabsarzt und Assistenz⸗ arzt Dr. Klipstein zum Stabsarzt befördert; sodann ist den Assistenzärzten Dr. Jäger und Dr. Kaufmann der Rang des Oberlieutenants verliehen worden und wurden ferner die Accessisten Dr. Schellmann und Dr. Salzer zu Assistenz⸗ ärzten ernannt. Dem praktischen Arzte Dr. Thurn aus König wurde die vacante Assistenzarztstelle interimistisch übertragen.
— Aus einer durch die Zeitschrift der Central- stelle für die Landesstatistik veröffentlichten Zusam⸗ menstellung der ortsanwesenden Bevölkerung in den Gemeinden des Großherzogthums nach dem Stande vom 3. Dezember 1867 und eiger Ver⸗ gleichung mit der Zählung des Jahrts 1864 ist ersichtlich, daß die Einwohnerzahl fast sämmtlicher städtischen Wohnplätze und derjenigen Orte, in welchen sich eine nennenswerthe Industrie ent- wickelte, eine bedeutende Steigerung erfahren hat, während bei der ländlichen Bevölkerung in Starken⸗ burg und Oberhessen sich Ab- und Zunahmen annähernd die Wagschale halten, in Rheinhessen aber sast sämmtliche ländliche Wohnplätze eine Bevölkerungsabnahme(offenbar in Folge der torten schon seit ciner Reihe von Jahren an- dauernden Auswanderung) ausweisen. Eine Be- völkeruagsabnahme hat stattgefunden in den Kreisen Bensheim und Dieburg(Starkenburg), Alsfeld, Friedberg, Grünberg, Nidda, Schotten (Oberhessen), Alzey und Oppenheim(Rheinhessen). Die Einwohnerzahl der Provinz Starkenburg be- rechnete sich auf 336,898(8088 mehr als in 1864), der Provinz Oberhessen auf 251,365 (1086 weniger), der Provinz Rheinhessen auf 234,875(790 weniger). Für das ganze Groß- berzogthum ergab sich eine Bevölkerung von 823,138 Seelen(6212 mehr als in 1864).
Preußen. f Berlin, 4. Nov. Der Land- tag ist heute vom König eröffnet worden. Die wichtigsten Punkte, welche die Thronrede berührt, sind das Verhältniß zum Ausland und das zu deckende Desitit. Bezuͤglich des ersteren Gegen. standes sagt dieselbe:„Die Beziehungen meiner Regicrung zu den auswärtigen Mächten sind nach allen Seiten befriedigend und freundschaftlich. Die Gesinnungen der Souveräne und das Frie- dens bedürsniß der Völker begründen die Zuversicht, daß die fortschreitende Entwickelung des allgemeinen Wohlstandes nicht nur keine materielle Störung erleiden, sondern auch von jenen Hemmungen und
Lähmungen wird befreit werden, welche grundlose Befürchtungen ihr nur zu oft bereiten.“ Das Vorhandensein des Defieits wird auf verschiedene ungünstige Umstände, wie Stockung des Verkehrs, die Folge einer allzu unergiebigen Ernte, zurück- geführt und die Hoffnung ausgesprochen, daß durch Vermehrung der Bundeseinnahmen, leben⸗
das Gleichgewicht zwischen Einnahme und Aus- gabe sich wieder herstellen und darum der Landtag den Vorschlägen der Regierung wegen Deckung des Bedarfs für's nächste Jahr seine Zustimmung geben werde. Wie die Deckung erfolgen solle, ist nicht angeführt.— Außerdem stellt die Rede größere Selbstständigkeit der Provinzen und Com- munen in Aussicht und verspricht Vorlagen über Verbesserung der äußeren Verhaltnisse der Volks ⸗ schule, zur Förderung der Rechtspflege und einer die ganze Monarchie umfassenden Rechts gemeinschast.
— Die„Provinzial-Correspondenz“ glaubt aus der Thronrede entnebmen zu dürfen, daß es den Bemühungen der Regierung gelungen sei, durch möglichste Ersparung von Ausgaben und Zuhülfenahme der vorhandenen Bestände eine höhere Steuerbelastung zu vermeiden. Die„Prov.“ Correspondenz“ sagt ferner, daß dit verschiedenen Minislerien über 50 Gesetzentwürfe einbringen würden. Sie meint zur befriedigenden Erledigung des Streites über die Redefreiheit sei eine Ab- änderung des Art. 84 der Verfassung nothwendig.
— Die„Correspondenz Stern“ meldet, der Cultusminister habe Geibel eröffnet, daß ihm von Seiten des Königs von Preußen ein Gnaden— gehalt von 1000 Thalern vom 16. October an bis zur Uebertragung einer Universitäts-Professur bewilligt sei.
— Die erste Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde am 4. d. um 2½ Uhr eröffnet. Präsident Forckenbeck verlas ein Schreiben des Finanz- Ministers mit der Anzeige, daß die Portofreiheit für Privatangelegenheiten der Abgeordneten für laufende Session aufgehoben sei. Für den Reichs. lag sei dasselbe zu erwarten. Am 5. d. fand die Präfidentenwahl statt. Eine gleichlautende Mit- theilung in Betreff der Portofreiheit wurde in der Sitzung des Herrenhauses den Mitgliedern gemacht. Zum Präsidenten wählte das Haus den Grafen Stolberg-Wernigerode, zum ersten Vice— Präsidenten Hrn. v. Frankenberg Ludwigsdorf, zum zweiten den Grafen Brühl.
— In der am 5. d. stattgefundenen Sitzung
des Abgeordnetenhauses wurde zum Präsidenten
digen Aufschwung des Handels ꝛc. für die Zukunft
v. Forckenbeck mit 227, zum ersten Viceprasidenten v. Köller mit 173 Stimmen gewählt. Auf von Bennigsen waren 22 Stimmen gefallen. Zum zweiten Vicepräsidenten wurde Bennigsen, welcher augenblicklich beurlaubt ist, mit 161 Stimmen gewählt; 50 Stimmen fielen auf Hoverbeck.— Im Herrenhause brachte der Handelsminister ein Gesetz über das Bergwesen, sowie ein Gesetz über den Erwerb und Verlust der Eigenschaft eines preußischen Staatsangehörigen ein. Vom Justiz⸗ minister wurden gleichfalls mehrere Gesetze vorgelegt.
— Die„Norddeutsche Allg. Ztg.“ enthält einen anscheinend offiziösen Artikel über die an⸗ gefochtene Zulassung von Theologen aus den alten Provinzen zu Pfarrstellen im Nassau'schen. Der Artikel führt aus: das Kirchenregiment halte es für seine Pflicht, das Gefühl der Zusammen⸗ gehörigkeit der verschiebenen evangelischen Landes- kirchen zu erhalten; die nassauische Geistlichkeit dürfe sich selbstverständlich nicht zu einer exclusiven Sonderkirche abschließen.
Aus Schleswig⸗Holstein. Bekanntlich hat sich eine Anzahl schleswig⸗holsteinischer Offiziere an den schleswig⸗-holsteinischen Provinziallandtag mit der Bitte gewandt, es mögen aus schleswig⸗ holsteinischen Mitteln die Verkürzungen ausgeglichen werden, die der Reichstag des norddeutschen Bundes jenen Vielgeprüften zugefügt hat. Unser Landtag hat sich jedoch genöthigt gesehen, über diese Petitionen zur Tagesordnung überzugehen. Der Landtag erklärte: 1) daß die Provinz Schleswig ⸗Holstein nicht für rechtlich verpflichtet erachtet werden kann, den ehemaligen Offizieren und Beamten der schleswig-holsteinischen Armee und Marine Pensionen oder Pensionszulagen aus- zuzahlen, weil diese Verpflichtung auf den Staat Preußen, resp. auf den norddeutschen Bund über gegangen ist; 2) daß die Befriedigung der An- sprüche der Petenten nur durch Auflegung von Provinzialsteuern zu bewerkstelligen sei, diese aber einen Betrag erreichen würden, den von der schon schwer mit Steuern belasteten Provinz zu erheben der Provinziallandtag nicht verantworten zu können glaubt.
— In der Sitzung des Provinziabandtags am 29. v. M. kam zum ersten Male die nord- schleswig'sche Frage zur Sprache. Es bandelte sich um die Einführung eines an und für sich ziemlich gleichgültigen Gesetzes(wegen kürzerer Verjährungsfristen) in Schleswig-Holstein, und
diese Gelegenheit wurde von den dänisch⸗gesinnten Abgeordneten Skau und Lassen zu dem Antrag
A


