Ausgabe 
7.5.1868
 
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Donnerstag den 7. Mai.

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nzeiger für Oberhessen.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friebberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienssag, Donnerstag und Samfag.

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Amtlicher Theil.

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Betreffend: Die Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Oppershofen.

1099 Nach Maßgabe des§. 30 der Instruction vom 30. Januar 1866,

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die Zusammenlegung der Grundstücke 1c. betreffend, wird hiermit

zur Kenntniß aller in der Gemarkung Oppershofen begüterten Grundbesitzer gebracht, daß von den zur Guͤterzusammenlegung ic. zuge⸗

zogenen Feldtheilen ͤstlich des Wetterflusses

1) Die 4 Uebersichtskarten, welche die Grundstücke in ihrer gegenwärtigen L

und die verschiedenen Bonitätsgrenzen nebst Klassenwerthe enthalten,

2) die Abtaxirungsprotocolle,

3) das topographische Namen- und Flachenverzeichniß, 4) die Klassenvertheilung der Grundstücke, 5) die Berechnung des Geldwerthes von jedem einzelnen Grundstück, und

6) das Berathungsprotocoll

14 Tage lang auf dem Rathhause zu Oppershofen, und zwar vom 9.

age, die projectirten neuen Gewannen, Wege, Gräben ic.

bis zum 23. Mai incl. zu Jedermanns Einsicht offengelegt

worden sind, und daß Reclamationen hiergegen, die gegen die zu Grunde gelegten Flächengehalte, gegen die Abtaxirung und auch gegen die projectirten neuen Wege, Gewannen ꝛc. gerichtet sein konnen, vom 18. bis zum 22. Mai bei Großherzoglicher Bürgermeisterei Oppershofen

schriftlich eingereicht werden müssen. Friedberg den 6. Mai 1868.

Spätere Reclamationen bleiben unberücksichtigt.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp.

Hessen. Darmstadt. Prinz Alexander von Hessen hat sich am 4. d. Nachmittags zum Besuche der Kaiserlichen Familie nach Petersburg begeben. Das russische Kaiserpaar wird nach aus Berlin eingetroffenen Nachrichten im Juli dahier erwartet.

Auch der Redakteur desHess. Kirchenbl., der evang. Pfarrer Schlosser in Reichenbach, hat seine Stimme gegen Bischof von Ketteler in einer Schrift betitelt:Evangelische Friedensgedanken erhoben.

Eine Anzahl hessischer Offiziere(es werden die Namen von den Majoren v. Busek und von Gründler und den Hauptmännern Lannert, Dau⸗ distel und Gerlach genannt) sind zu Dienstleistungen in preußischen Abtheilungen nach Berlin und Potsdam commandirt und werden bis Sonntag dahin abgehen. Ihr Aufenthalt in den preuß. Garnisonen ist auf 6 Wochen bestimmt.

Friedberg. Auswärtige Blätter bringen die Mittheilung, daß die Generalversammlung der Oberhessischen Creditvereine, welcher auch Schulze ⸗Delitzsch beiwohnen werde, auf Christi Himmelfahrt in hiesiger Stadt abgehalten wer- den soll.

Gießen. An die Stelle des nach Heidelberg abgegangenen Professors Gaß soll der bisherige Privatdocent Dr. theol. Nitzsch zu Berlin den Ruf als ordentlicher Professor in die hiesige theologische Fakultät erhalten und angenommen haben. Auch soll Dr. Stintzing, Professor des römischen Rechts an der Universität Erlangen, an des von der Wiener Universität gewonnenen Jhering Stelle einen Ruf nach Gießen erhalten haben.

S. Gießen. Unsrer Universität steht außer dem Weggang des Herrn Profrssor Ihering für das nächste Semester noch ein unersetzbarer Verlust bevor; denn Professor Clebsch, dessen Namen auf dem Gebiet der Mathematik nur unter den ersten genannt werden darf, hat einen ehrenvollen Ruf nach Göttingen erhalten an die Stelle des verewigten großen Mathematikers Niemann; daß Professor Folge leistet, dürfte außer Zweifel sein.

Am 1. d. M. fand in dem Wirthslokal

des Darmstädter Hauses eine Schlägerei zwischen Unteroffizieren und Studenten statt, wobei die ersteren in der Mehrzahl waren und einem Stu- denten gefährliche Verwundungen mit ihren Waffen beibrachten.

Clebsch diesem Rufe

Am 2. d. M. verunglückte die Maschine des von Marburg um 11 Uhr 35 Min. hier ankommenden Personenzugs beim Einfahren in den hiesigen Bahnhof. Da kein Schaden an Güter- und Personenwagen sich herausstellte, konnte der Zug seinen Weg mit einer anderen Lokomotive nach einviertelstündiger Verspätung wieder fortsetzen.

Preußen. Berlin. Der Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen dem norddeutschen

Bund und dem Zollverein einerseits und Spanien andererseits wird mit dem Antrag Meyer's von]

Bremen, welcher dahin geht, den Vorsitzenden des Zollbundesrathes aufzufordern, einen Additional⸗ vertrag zwischen dem Zollverein und Spanien herbeizuführen, in welchem die Vortheile, welche die deutschen Schiffe und Waaren in Spanien genießen, auch in den spanischen Colonien zugestan⸗ den werden, bei der Schlußberathung angenommen.

Ueber die vielbesprochene Errichtung einer päpstlichen Nuntiatur in der Hauptstadt des pro- testantischen Preußen bringt jetzt dieAllg. Ztg. aus Posen eine angeblich aus zuverlässiger Quelle stammende Mittheilung, wonach die dieserhalb ge⸗ pflogenen Verhandlungen zwischen dem dortigen Cabinette und dem päpstlichen Stuhle nunmehr definitiv abgebrochen sein sollen, da das Erstere sich in letzter Instanz doch nicht habe dazu ent⸗ schließen wollen, dem Nuntius die von der römischen Curie verlangten Rechte in einem vor⸗ zugsweise akatholischen Lande einzuräumen.

Laut Verfügung des evang. Oberkirchen raths ist die Fürbitte für den Norddeutschen Reichstag im öffentlichen Kirchengebete während der Dauer des Zollparlaments auszusetzen und dafür solgende Fürbitte aufzunehmen:Kröne, barmherziger Gott, mit deiner Gnade die Arbeiten des Parlaments, welches zur Förderung des all⸗ gemeinen Wohlstandes in Deutschland gegenwärtig vereinigt ist, und lasse sie zu dauerndem Segen des gesammten Deutschen Vaterlandes gereichen. Sei du sein starker Schutz und Schirm und gieb, daß alle christliche Obrigkeit mit unserem Könige unter deinem Segen trachte, dein Reich auf Erden bauen zu helfen und deines Namens Herr- lichkeit zu preisen.

Wie verlautet, hat der aus 5 Mitgliedern bestehende Ausschuß der süddeutschen Fraktion eine Rechtsverwahrung formulirt, womit die Fraktion bei Eintritt in die Berathung der Adresse, welche mit anderen Dingen als Zoll- und Steuer-

fragen sich beschäftigt, das Zollparlament ver⸗ lassen will.

Der Herzog v. Ujest und Herr v. Roggen bach reichten am 5. Mai einen Antrag ein, welcher, an den nationalen Prineipien festhaltend, aus Zweckmäßigkeitsgründen empfiehlt, über die Adresse zur motivirten Tagesordnung überzugehen. Fast sämmtliche Freiconservative, Altliberale, Hessen und sonstige Nationale aus Süddeutschland haben den Antrag unterschrieben. Die Fraktionsvorstände der Nationalliberalen, Freiconservativen und Con- servativen hatten an demselben Tage Mittags eine Conferenz im Beisein Roggenbach's.

Bayern. München. Am 1. Mai ist im ganzen Königreich die Gewerbefreiheit nach dem Maße des mit dem Landtage vereinbarten Gesetzes ins Leben getreten.

Baden. Mannheim. Auf Antrag des großberzoglichen Staatsministeriums ist dieser Tage die Concessionirung der Stadtgemeinde Mannheim zum Bau der direkten Eisenbahnlinie Mannheim⸗Karlsruhe erfolgt. Die Stadtgemeinde Mannheim wird zur Beschaffung des auf 3,200,000 fl. veranschlagten Bauaufwandes mit der Berliner Disconto-Gesellschaft abschließen. Bekanntlich schweben mit letzterer schon seit längerer Zeit Verhandlungen. Den Betrieb der Bahn übernimmt die Staatsverwaltang, welche auch das Recht hat, das Eigenthum binnen 25 Jahren zu erwerben, binnen drei Jahren jedoch muß sie vollständig hergestellt sein.

Oesterreich. Wien. Wie aus Rom berichtet wird, ist der österr. Botschafter, Herr v. Crivelli, am 2. Mai in Folge eines Schlag- anfalls gestorben.

Schweiz. Glarus. In Oberbilten ist ein furchtbarer Erdsturz erfolgt, so daß man in den Häusern des Lebens nicht mehr sicher ist. Am 29. April Morgens um 4 Uhr stürzte eine furcht⸗ bare Lawine den Berg herunter und blieb Hälfte Wegs stecken; in Folge dessen löste sich die Erde mit den Felsen und von Mittags an begannen die Erdstürze, welche seither ununterbrochen dauern. Es ist fortwährend ein Gekrach, wie wenn mit

Kanonen geschossen würde. Ein großer Theil des Ortes ist von den Bewohnern geräumt worden. Der Schaden ist groß; wohlhabende

Leute sind über Nacht arm geworden. Mittheilungen aus Bern versichern, daß

die Schwierigkeiten, welche sich dem Abschluß eines Zoll- und Handelsvertrags zwischen