Ausgabe 
2.4.1868
 
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aufrichtig und wissen die Bedeutung der Associationen wohl zu würdigen. Der Gegner hat aber übersehen, daß das, was er Zunftzwang, Zunstzopf nennt und mit den Zehntlasten in eine Linie stellt, nichts mehr und nichts weniger ist, als eine freie Association. Gerade wie jetzt nach seinem Wunsche die Güterbesitzer die von dem Ortsvorstande in die Hand zu nehmende neue Regulirung beschließen sollen, so haben unsere Voreltern sich über die gemeinschaftliche Bewirthschaftung ihrer Felder geeinigt und gewisse Regeln festgesetzt, wonach sich Jeder zu richten hatte, weil sie ihren gemeinsamen Vortheil dabei fanden. Sollte diese Association darum schon verwerflich sein, weil sie älteren Datums ist? Wer wird die Fortschritte der Landwirthschaft verkennen wollen? Aber nicht alles Gute ist neu, und nicht alles Neue ist gut. Die seitherige und die vorgeschlagene Art der Bewirthschaftung verhalten sich in der That nicht wie Zopf zu freier Association, sondern wie freie Association zu freier Association. Es fragt sich nur, welche für jeden einzelnen Fall die ver⸗ nünftigere, will sagen, die vortheilhaftere ist.

Dies führt uns auf die Gewannwege. Es mag Gemeinden und Gegenden geben, wo die durch Gewannwege ermöglichte freie Bewirthschaftung solche Vortheile mit sich bringt, daß ihretwegen auch größere Opfer nicht gescheut werden dürfen. Dies mag z. B. da der Fall sein, wo die Produktion eine sehr mannigfaltige ist, wo Weinbau getrieben wird und verschiedene Handelskräuter, Tabak u. dergl. gezogen werden. Sagt man uns, daß gerade darin der rationelle Betrieb besteht, daß man sich keiner gewinnbringenden Produktion verschließt, und daß die Möglichkeit jeder Pro- duktion gegeben sein müsse, so antworten wir: Die geschmähte Dreifelder-Wirthschaft, die wie das Inserat 723 des Weiteren nachweist, für uns bei unserm vorherrschenden Getreidebau immer noch ihre Berechtigung und ihre Vortheile der sogenannten freien Bewirthschaftung gegenüber hat, schließt keinerlei Versuche aus. Bewähren sich dieselben und verändert sich in Folge davon unsere Produktion, so wird das Uebrige sich bald finden. Daß ja einmal eine Verlegenheit mit Gerste, die leicht einbricht, entsteht, ist uns nicht unbekannt; aber wir wissen auch, daß ihr fast immer begegnet werden kann, wenn auch nur unter Anrufung nachbarlicher Freundlichkeit und Nachsicht, und blog deßwegen viele Morgen des besten Geländes und damit deren jährlichen bedeutenden Ertrag den Wegen zu opfern, will uns nicht räthlich dünken. Das Produtiren hat seine Gränze, neue Aecker wachsen nicht mehr, und die Phrase von dem Versumpfenlassen ist, auf unsere Friebberger Gemarkung bezogen, eben nur eine Phrase. Da werden wir aber mit der Bemerkung zurechtgewiesen, daß das Gelände, das als dritte oder vierte Wagenspur an den seit⸗ herigen Wegen verfahren wird, auch Nichts einträgt. Gemach! Einmal ist das nicht ganz so gefährlich, und dann wird durch die Gewannwege ähnlichen Kalamitäten nicht abgeholfen. Ist uns denn die Beschaffenheit der Wetterauer nicht chaussirten Feldwege nicht bekannt? Ein Oekonom darf bei Regenwetter(und er wird keine Veranlassung mehr haben, sich ein wenig nach der Witterung zu richten) einige Morgen mit Mist befahren, und die Gewannwege werden in dem Maße aus⸗ gefahren sein, daß rechts und links ausgebrochen werden muß. Also Schaden hier, Schaden dort, nur ist er hier permanent, weil die Gewannwege Nichts, gar Nichts mehr eintragen.

Als die Anlage von Gewannwegen für das kleine Wartfeld beschlossen wurde, kam die Sache nur deßwegen zu Stande, weil versichert wurde, es sollte mit diesem kleinen Feld ein Versuch gemacht werden, von den andern Feldern wäre keine Rede. Wir haben nun die beste Gelegenheit, die gegenseitigen Vortheile und Nachtheile durch die Erfahrung sich feststellen zu lassen. Warum will man uns die Zeit dazu nicht lassen? Wo ist denn die Gefahr des Verzugs? Oder fürchtet man, die zu machenden Erfahrungen möchten uns den Geschmack an der neuen Einrichtung gründlich verderben? Das wäre(ben nicht geeignet, unsere Bedenken zu heben.

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Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Berlag von Bindernagel& Schimpff.

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