Ausgabe 
29.1.1867
 
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1867.

Dienstag den 29. Januar.

W. I3.

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zeiger für Oberhessen.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

*

Bestellungen auf denAnzeiger für Oberhessen für das erste Halbjahr werden fortwährend bei den auswärtigen Postämtern angenommen, für Friedberg bei der Expedition.

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Amtlicher Theil.

Bekanntmachung.

Des Großherzogs Königliche Hoheit haben zu bestimmen geruht, daß die Bekanntmachung vom 19. Juni 1826, betreffend die Be⸗ strafung der Contraventionen rücksichtlich der der Gemeinde Nieder-Florstadt gestatteten Brückengelderhebung, außer Wirksamkeit gesetzt

wird, was hiermit geschieht. Friedberg den 25. Januar 1867.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg T. N 71

Hessen. Darmstadt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben folgende Ordre erlassen:

An das Kriegsministerium.

Ich übertrage dem Generalquartiermeister Oberst Becker, unter Enthebung von dieser Stelle, interimistisch das Commando der 2. Infanteriebrigade, Oberst Freiherrn Gedult von Jungenfeld, Commandeur des 2. Reiter regiments, interimistisch das Commando der Reiterbrigabe, Oberst Bickel, Commandeur des 4. Infanterieregiments, interimistisch das Commando der 1. Infanteriebrigade.

Ich ernenne den Oberstlieutenant Kehrer vom 1. In- fanterieregiment, unter Beförderung zum Oberst, zum Commandeur dieses Regiments, Obderstlieutenant von Grolman, Commandeur des Großberzoglichen Schars schützencorps, unter Enthebung von seiner Dienststellung

als Adjutant Meines Herrn Bruders, des Prinzen Carl] giments,

1. Infanterieregiments, Hauptmann Stamm vom 3. Infanterieregiment, unter Beförderung zum Major, zum Commandeur des 2. Bataillons dieses Regiments, Hauptmann von Zangen I. vom 3. Infanterieregi- ment, unter Beförderung zum Major, zum Platzstabe⸗ offizier Meiner Haupt⸗ und Residenzstadt, Hauptmann von Gründler vom Genc ralquartiermeisterstab, unter Be⸗ förderung zum Major, zum Commandeur des 2. Bataillons 4. Infanterieregiments, Hauptmann Habermehl vom 2. Infanterieregiment, unter Beförderung zum Major, zum 2. Stabsoffizier im Generalquartiermeisterstabe, Haupt⸗ mann Anschütz vom Großherzoglichen Scharsschützencorps, unter Beförderung zum Major, zum Commandeur dieses Corps.

Ich übertrage dem Hauptmann Hahn vom 2. Ju⸗ sanicrieregiment, unter Enthebung von dem Commando der 8. Conpagnie, die 2. Schützencompagnie dieses Re⸗ Hauptmann Schulz vom 3. Infanterie⸗

Großherzogliche Hoheit, und unter Beförderung zum Oberst,[tegiment, unter Enthebung von dem Commando der

zu Meinem Flügeladjutanten, Meiuen Flügeladjutanten Major von Lyncker, unter Enthebung von dieser Dienst⸗ stellung und dankbarer Anerkennung der Mir persönlich geleisteten Dienste, sowie unter Beförderung zum Oberst lieutenant, zum Generalquartiermeister.

Ich übertrage dem Oberstlieutenant Klingelhöffer vom 2. Jufanterieregiment interimistisch das Commando dieses Regiments, Oberstlieutenant Laue vom 3. Infanterie, regiment intertmistisch das Commando dieses Regiments, Doerstlicutenant Weber vom 4. Injanterieregiment interimistisch das Commando dieses Major Freiherrn von Bouchenröder vom 1. Reiterregiment interimistisch das Commando des 2. Reiterregiments.

Ich übertrage, unter Enthebung von dem Commando ihrer Bataillone, die Functionen des 2. Stabsoffiziere dem Major Fenner im 1., Major Gandenberger im 2., Major Pabst im 3., Major Keim im 4. Infanierieregiment,

Ich ernenne den Major Kraus vom Großherzoglichen Scharsschützencerps, zum Commandeur des 1 Bataillons 2. Iunfanterieregiments, Hauptmann Hanesse vom 2. Jufanterieregiment, unter Beförderung zum Major, zum Commandeur des 2. Bat. dieses Regiments, Haupt mann Coulmann vom Generalquartiermeisterstabe, unter

Regiments,

Beförderung zun Major, zum Commandcur dee 1. Bataillons

8. Compagnie, die erledigte Leibcompagnie dieses Regi⸗ ments, Hauptmann Oito vom 3. Infanterieregiment die erledigte 8. Compagnie dieses Regiments, Haupt mann Freiberrn von Weitershausen vom 2. Infanterie⸗ regiment die erledigte 3. Compagnie dieses Regiments, Hauptmann von Herff vom 2. Jufanterieregiment die erledigte 6. Compagnie dieses Regiments.

Ich versetze den Major Freiherrn Gedult v. Jungen⸗ feld vom 2. zum 1. Reiterregimint, Major von Grolman vom Stabe der Reiterbrigade zum 2. Reiter⸗ regiment, Hauptmann Scriba vom Großherzoglichen Scharsschützencorps zum 3. Infanterieregiment, unter

Uebertragung der erledigten 7. Compagnie dieses Regi⸗

ments, Hauptmann Daudistel vom 2. Infanterie⸗ regiment zum Großherzoglichen Scharsschützencorps, unter Uebertragung der erledigten 2. Compagnie dieses Corps, Hauptmann Scherf von der Pionniercompagnie zum Generalquarttermeisterfabe, unter Uebertragung der Pionniercompagnie, Hauptmann Leiß vom 3. zum 2. Infanterieregiment, unter Ueberttagung der erledigten S. Compagnie dieses Regiments, Oberlieutenant Koch vom 2. Jnsanterieregiment zum Generalquartiermeisterstabe. Darmstadt, den 24. Januar 1867. Ludwig.

Gerüchtsweise wird gemeldet, es sei der Intervention des Prinzen Ludwig gelungen, von Preußen das wichtige Zugeständniß zu erlangen, daß das zu stellende oberhessische Contingent nicht in preußische Garnisonen verlegt, sondern im Großherzogthum verbleiben würde.

Für die Gegenstände, welche zu der im laufenden Jahre in Paris stattfindenden Aus⸗ stellung gesendet werden, gestattet die Zollver⸗ waltung im Fall der Rücksendung unter bestimmten Bedingungen zollfreien Einlaß.

Se. K. H. der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung geruht: den Platzstabs⸗ ofsizier Oberst Lauer, der Commandeur der Reiterbrigade, Oberst Willich, gen. von Pöllnitz, und den Commandeur des 2. Bataillons 2. Inf. Reg. Major Hauß auf ihr Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen.

Nach den Hess. Volksbl. wurden ernannt: Assessor Stammler in Alsfeld zum Landrichter in Altenstadt, die Gerichtsaccessisten Eckstein in Gießen zum Hofgerichtsseeretär daselbst, Braun von Höchst zum Assessor in Wald-Michelbach, Zipp von Hirschhorn zum Assessor in Fürth, Klingelhöffer von Groß-Rohrheim zum Assessor in Nidda, Römheld von Königsstädten zum Be⸗ zirksstrafgerichtssecretär in Michelstadt, Zimmer⸗ mann von Darmstadt zum Assessor in Offenbach, Kattrein von Darmstadt zum Bezirksstrafgerichts⸗ secretär in Ortenberg, von Biegeleben von Darm- stadt zum Stadtgerichtsassessor daselbst: versetzt wurden die Assessoren Zimmermann dahier nach Friedberg, Bogen von Beerfelden nach Herbstein, Wiener von Wald-Michelbach nach Vilbel, Beck

Die schlagenden Wetter). Was sind schlagende Wetter? so haben wohl viele der

geneigten Leser gefragt, als sie vor Kurzem durch furchtbaren Unglücke, welches in zwei englischen Bransley und

Wetter stattsand, Kenntniß erhielten. Diese

wohner der Wetterau um so natürlicher, als in unserer unmittelbaren Nähe verschiedene Braunkohlengruben im Betriebe sind, von denen man ehört hat, daß ein Arbeiter durch herabstürzende Berge oder durchböse Wetter getödtet worden ist, nicht aber, daß in Folge ven schlagenden Wettern Arbeiter ihr Leben eingebüßt hätten. versuchen die Entstehung und das Wesen derschlagenden Wetter zu erläutern. Unsere Luft besteht bekanntlich aus Stickstoff, Sauerstoff und kleinen Mengen Koblensäure und Wassecstoff. In tiefen Kellern,

wohl einmal

Brunnen und unterirdischen Bergbauen wird

nothwendige Zusammensetzung der Luft bald kurch den Verwesungsprozeß vegetabilischer Substanzen verändert, wenn aus diesen Räumen die schäd- lichen Gase nicht durch geeignete Ventilation entserut und frische Luft zu- Es entwickeln sich Kohlensäure, Schwefelwasserstoffgas und andere Miasmen, welche, in entsprechender Menge der Luft beigemischt,

geführt wird.

) Im Vegri e einen diesen Gegenstand betressenden Aussatz aus der Zeitschrist

Deutsche Blätter zum Aboruck zu bringen, kommt

obiger Artikel zu, dem wir, bestens dankend, mit Vergnügen den Vorzug geben.

acks durch die Entzündung der Grubengase schlagende

die Zeitungen von dem

Steinkohlengruben bein ß tod.

Frage ist für die Be

Wir wollen N gas genannt, ist.

die für das Athmen

mengen.

uns von befreundeter Seite

Die Red.

dieselbe für den Athmungsprozeß untauglich machen, und Arbeiter, welche ohne die gehörige Vorsicht zu beachten, solche mit verdorbener Luft an⸗ gefüllten Räume betreten, erleiden nicht selten einen raschen Erstickungs⸗ Der Bergmann nennt solche Luftböse Wetter im Gegensatz zu der für das Athmen geeigneten Luft, welche er mitgute Wetter bezeichnet.

Die Steinkohlen, welche ähnlich wie unsere Braunkohlen aus unter⸗ gegangenen Pflanzen bestehen, die sich im Laufe der Jahre zu festen Kohlen umgebildet haben der berühmte Geologe Bischoff in Bonn berechnete die Dauer seit Ablagerung der Steinkohlen auf 9 Millionen Jabre erleiden jetzt noch eine unmerkliche aber fortdauernde Veränderung und Zersetzung, deren Produkt das leichte Kohlenwasserstoffgas, auch Gruben- Dieses Kohlenwasserstoffgas unterscheidet sich von dem Leuchtgas, welches bekanntlich aus Steinkohlen oder anderen vegetabilischen Substanzen durch Destillation dargestellt wird, nur durch seinen geringeren Gehalt an Kohlengas im Verhältniß zu dem vorhandenen Wasserstoffgas und brennt daher, wenn an der Luft angezündet, nur mit blasser Flamme. Für sich ist dieses Gas nicht explodirend, es gewinnt diese Eigenschaft aber im höchsten Grade, wenn zu demselben Luft im Verhältniß von 8 zu 1 tritt, wenn sich also ein Raumtheil Grubengas mit 8 Theilen Luft Sind mehr wie 8 Raumtheile Luft vorbanden, so verliert die Mischung an Explodirbarkeit und brennt nur, wenn entzündet. Bedenken wir nun, daß in den Steinkohlenbergwerken die Kohlenlager durch viele Abbau- und Förderstrecken aufgeschlossen sind, daß also die sich fortdauernd entwickelnden Kohlenwasserstoffgase in die Grubenbaue strömen; bedenken