Ausgabe 
28.12.1867
 
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mit eingemachten Fri hien, eine Masse Blumenbou⸗ guets und Blumenstöcke, serner Vorhäng- und Kleider flosse in die Wohnung des angeblichen Bestellers gebracht, wäbrend vor der Thüre vier Wagen mit Steinkohlen und ein Wagen mit Dieblen beladen hielten. Der Betreffende war höchlich überrascht, denn er wußte von alledem nichts und war sein Name lin solch frivoler Weise mißbraucht worden. Eine Untersuchung ist eingeleitet.

Offenbach. In der Nacht von Dienstag auf Mitiwoch wurden an den Straßienecken und. öffentlichen Plätzen hier geschriebene Zettel angeschlagen. Dieselben forderten in den allergewöhnlichsten bekannten Schlag wörtern die Akbeiter auf sich zu erheben ꝛc. ꝛc.

Büdingen. DieD. Zig. berichtet vom 23 d. M.: Oeute Nachmittag wurde der frühere Großherzoglich Badische Oberst Pfunorr, dessen Leiche von Baden-Baden seinem letztem Wohnorte, hierher gebracht worden war, auf dem hiesigen Friedhofe feierlich und mit militärischen Ehren, deren Ausführung die hiesige Schützengesellschaft über

nommen hatte, zur Erde bestattet. Pfnorr wurde im

Jahre 1784 dahier geboren, trat schon in seinem 16. Le-

bens jahre in das badische Militär und bat die bebeutendsten Kriege der napoleonischen Periode bis in's Jahr 1815 ruhmvoll mitgekämpft. Er hinterläßt der Stadt Büdingen, zum Zwecke der Unterstützung hülfsbedürfttger Gemeinde angehörigen und zur Abgabe unverzinslicher Darlehen an unverschuldet zurückgekommene Handwerker ꝛc., ein Ver⸗ mächtniß, dessen Werth vrach dem Stande der an den Stadworstand bereits früher überlieferten Schuldverschrei⸗ bungen, sich demnächst auf 21,000 fl. verechnen wird. Sein Andenken wird daher in seiner Vaterstadt, der er auch im Tode angehören wollte, dauernd im Segen bleiben. Darmstadt. Ein äußerst frecher Diebfsahl wurde dieser Tage zwischen 122 Uhr auf dem hiesigen Stadt⸗ gericht verübt. Ein bis jetzt unbekannter Thäter stahl aus dem Actuariatszimmer durch Aufzwängen des Pultes die etwa 120 fl. enthaltende Stempelkasse des Actuars Bartha. Das Schönste bei der ganzen Sache ist, daß der Zimmer⸗ schlüssel auf der Polizeiwachtstube aufbewahrt wird, die Wachtmannschaft aber keine Auskunft zu geben vermag. Wahrscheinlich hat sich der localkundige Thäter eines falschen Schlüssels zur Oeffnung der Stube bedient. Darmstadt. Am 21. d. M., Abends zwischen 5 und 6 Uhr, brach in dem Etablissement der Gebrüder Merck in der Mühlstraße Feuer aus, welches das Innere des Trockenhauses in Asche legte. Durch die rasch herbei deeilte Hülse ward man in Zeit von zwei Stunden des verheerenden Elemenis

der Aetherkeller ziemlich entfernt lag. Wenn die Flamme in diesen Zugang gefunden hätte, so wäre eine Explosion und damit die verheerendste Wirkung die unvermeidlichste Folge gewesen.

Darmstadt. In der vorigen Woche sand in Bessungen zwischen zwei Chevauxlegerscadetlen ein Säbelduell slatt, wobei dee Eine eine bedeutende Kepfwunde erhielt. Wenige Tage vorher soll auch zwischen zwei Offizieren ein solches Duell staltgesunden haben.

Mainz. Der Sergeant Kurz ist bereits vor einigen Tagen seinen Wunden erlegen, während der Verbrecher an

den Folgen der von den Soldaten ihm zu Theil ge⸗

wordenen Behandlung sich noch, unter ärzllicher Pflege befindet. Er soll sich des ganzen verhangnißvollen Vor⸗ ganges nicht im Mindesten mehr erinnern zu können angeben.

Verschiedene Blätter theilen nachstehende Uebersicht der Ciwillisten der europäischen Monarchen in den größeren Staaten, nebst Angabe der Einnahmen der letzteren mit.

Civilliste. Staatseinnahme,

Francs. Francs. Wilhelm J. von Preußen. 15,000,000 795 000,000 Mäander i 42,500,000 1,700.000,000 Napoleon III.. 26,000,000 1,862.000,000 Victoria I. 11,750,000 1,719,000,000 Franz Joseph II. 20,000,000 1,016.000,000 Victor Emanuel. 12,000,000 863,000,000 Abdul Aziz 33 500,000 300,000,000 Ifabella II. 1 9,000,900 585,000,000 Karl XV. von Schweden 1,900,000 86,000,000 Christian IX. von Dänemark 1200,000 67,000,000 Leopold II. von Belgien 3,000,000 168.000.000 Wilhelm II. von Holland. 2,500,000 180,000, 000 Karl J. von Württemberg. 1,100,000 35,000,000 Georg J. von Griechenland 1,300,000 23,000 000 Luiz I. von Portugal 3,750,000 92,000,000 Plus i:! 1,000,000 58,000,000

Den höchsten Procentsatz von der Staatseinnahme bezieht sonach Adul Aziz, namlich mehr denn 11PCt. des gesammten Einkommens des lürkischen Reiches. Den niedrigsten Procentsatz bezieht die Königin von England, nämlich nur sieben Zehntel Procent. Präsident Johnson erhält nur 25,000 Doll. in Gold, während die Einnahme der Unien sich auf ca. 289,000,000 Doll Papier, d. h. nach dem gegenwärtigen Course etwa 1,082,000,000 Frs. deläuft. Nach dieser Darstellung haben wir in Preußen

Oesterreich und selbst Frankreich. Nur Rußland und die Türkei haben größere Hofausgaben.

Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent. Das Hamburger PostdampfschiffHammonia, Capt. Ehlers, von der Linie der Hamburg-Amerikanischen Packet⸗ sahrt-Actien-Gesellschaft trat am 21. Dezember wiederum eine Reise via Southampton nach New-⸗PYork an und hatte außer einer starken Brief- und Packet⸗Post 600 Tons Ladung, 28 Passagiere in der Cajüte und 152 im Zwischendeck an Bord. 1

ö Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Che. Hecht in Friedberg, Spec.- Agent. Angekommen in New⸗Pork: Am 28. Nov. Segelschiff Christel don Bremen, am 9. Nov. Dampfer Weser von Bremen und Dampfer Eily of Paris von Liverpool, am 30. Nov. Dampfer Aleppo von Liverpool, am 1. Dez. Segelschiff Germania von Rotterdam, am 2. Dez. Dampfer Pereire von Havre, am 3. Dez. Segelschiff Idatique von Antwerpen und Segelschiff Jupiter von Bremen, am 4. Dez. Dampfer France von Liverpool und Segelschiff Alemene von Havre, Abgehend nach New- Pork: Am 31. Dez. Dampfer Wm. Penn von Havre und

1867.

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Bavaria von Hamburg. 5 Wegen Frachten und Passagen beliebe man sich an obige Specialagentur zu wenden.

Der Herr Expeditionsrath

ist auch in Paris gewesen und theilt seine Erlebnisse und Beobachtungen in köstlichen Briefen mit, welche an den Lahrer hinkenden Boten gerichtet sind und in der Lahrer Illustr. Dorfzeilung, mit Bildern geschmückt, er⸗ scheinen. Er hat Steff für den ganzen Winter und seine Freunde werden nicht verfeblen, ihm auf seinen Irrfahrten nach und durch Paris zu folgen. Die Illustr. Dorfzeitung, welche außerdem Original-Erzählungen von Bürklin, Temme, Gerstäcker Gustav Höcker e. und einen großen Stahlstich als Prämie liefert, ist von allen Vuchhandlungen und Poslämtern zu beziehen(monal⸗ licher Preis nur Sgr. 12 kr.) Subscriptions⸗ listen für diese absatzfähigste Zeilschrift sind in allen Buchhandlungen zu haben. Bei 50 Bestellungen 11 Thlr.

20 Sgr.= 20 Gulden Provision. Der Jahrgang 1868

Unterhalt Ubonnenten Da B U.

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derr. Eln Glück war es, daß verbäbenißmäßig eine größere Civilliste als England, Italien, hat soeben begonnen. U D D 2 5 8 1 g 5 3 257 und Fleiß d 4 Abonnenten, welche denAnzeiger von der Post beziehen, wollen ihre Bestellungen für das* 1 95 erste Halbjahr 1868 baldigst machen, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintritt. und Gute N K 8 Existenz fin a 2 1 2 Verlobungs⸗ Anzeige. kage der E 5 3033 An ftart besonderer Anzeige setzen wir hiermit deen Wede N 2 alle unsere Verwandten und Bekannten von unserer D 2 2 a a Verlobung in Kenntniß. retsch

n 0 f; a 8 355 Marie Falck Louis Rodaug, Leden ger

On Au 1 L* U in chöner Al ee hlen Binder nagel& Sehiiupff. 48570 Falck, Frterterg 550 10 5 N 5 N 5 1 nommen, f N bekanntlich 5 2 0 0 ken. Nach 7 ein ste 3023 Mittwech den 1. Januar, wozu freundlichst sein, den 2 einlade t! ilippi 3) 2 1 2 rrac-Punsch-Essenz e e 1 4 U U hiesigen Ge 40 f . einzeln

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3027

Fer i s che Marburger Trockenhefe

2780 pr. Pfund 28 kr., pr. Loth 1 kr. in der Hefen⸗ pandlung von H. Schmidt II.

Anzeige. 290 Der Unterzeichnete hat sich dahier als praktischer Arzt niedergelassen und bei Herrn Emil Reiß in der Nähe der Königl. Post⸗ expedition Wohnung genommen. Ech zell den 9. Dezember 1867. Dr. Matthias.

Ein brauner Dächsel,

3032 auf den Namen Hainau hörend, ist am Abend des 24. d. M. daher abhanden gekommen. Indem ich vor dem Ankaufe warne, verspreche ich demjenigen, welcher mir den Hund zurückbringt oder Auskunft über dessen Verbleiben gibt, eine zule Belohnung.

detbe ch b. Balthaser Sang.

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1 1

Engel⸗Apotheke in Friedberg C. Görtz

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Ein Taschenmesser

3036 mit sechs Klingen, die eine Klinge mitCongreß⸗ Kniff eingeschlossen, wurde verloren.

Der redliche Finder wird gebeten, dasseibe gegen eine gute Belohnung an den Unterzeichneten abzugeben.

Fink.

1194 sowie Houdschube fl d' Eœosse 1c. ꝛc. bei N

K. Friedrich neben der Poft.

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Friedberg, 27. Dezember. Waizen 5 r.

145 12 fl. 25 kr.; Gerste 9 fl. 15 kr.; Haser 5 fl. 15 kr.

Frankfurt, 24. Dezember. Waizen 16 fl. 50 kr.;

Kork 14 fl. kr.; Gerste fl. kr.; Hafer 9 fl. 15 kr.

Mainz, 20. Dezember. Waizen 16 fl. 19 kr.; Korn

13 fl. 39 kr.; Gerste 8 fl. 30 kr.; Haser 8 fl. 4 kr.;

Kartoffeln 3 fl. 48 kr.; Roggenstrob per 100 Sebund 19 fl kr.

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Königlich Prunnenverwaltung zn Wad Em

Kirchliche Anzeigen für iedberg. Sonntag den 29 Dezember. Evangelische Gemeinde.

0 Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Stadtkirche Vormittags: Herr Candidat Bich mann.

Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche:

Vormittags: Herr Pfarrer Diegel.

Nachmittags: Herr Candidat Fuchs.

atholische Gemeinde. bf.

Sonntag Kal 10 Uhr Hochemt mit docdigt

der werklägige Goltesbienst fällt wegen Restauration der Kapelle aus.

Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf.

(Hierzu Unterhaltungsblatt Nr. 54 und zwei Beilagen.)

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Hessen schreiben: 2 berichten, de mit der H. been Fort a ifferenzen schon auf einem vorlah bahngesellsc und Riedb.