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mit Gemahlin ist zum Besuche am Großherzog⸗ lichen Hofe hier eingetroffen. Der Großfürst wurde am Bahnhofe von dem Großherzog und dem Prinzen Alexander begrüßt.
Preußen. Berlin, 24. Sept. Reichs- tag. Anwesend sind: Graf Bismarck, Delbrück, Friesen c. Vorgelegt werden: die Gesetze über Kriegsdienstpflicht, über Nationalität der Kauf⸗ fahrteischiffe; der Beschluß über die Behandlung ist vertagt bis nach erfolgtem Drucke. Der An- trag Lasker in Bezug auf die Wuchergesetze soll durch Schlußberathung, der Antrag Schulze in Bezug auf die Coalitionen durch Vorberathung im Hause erledigt werden. Es begann die Adreß⸗ debatte, indem Braun(Wiesbaden,) von Miquel, der wegen des hannover schen Provinzial⸗Landtages abwesend ist, beauftragt, die Erklärung abgab, daß Miquel seinen Entwurf zu Gunsten der ver— einbarten Adresse zurückziehe. Graf Stolberg, Correferent, Planck, Referent, erklären auch ihre Anträge aus gleichem Grunde zurückzuziehen. Die Rednerliste wird durch das Loos festgestellt. 13 Redner sind für, 29 gegen den Entwurf einge⸗ schrieben.(Oeiterkeit.) Planck, Referent, für die Adresse, betont besonders als Zweck der Adresse eine Kundgebung zu Gunsten einer Vereinigung mit Süddeutschland; diese sei Pflicht gegen den Reichsrath, die Regierung, gegen Süddeutschland und das Ausland.— Abg. Ziegler spricht sich gegen die Adresse aus, weil keine verantwortlichen Minister, kein auswärtiger Minister vorhanden seien, an welche man sich wenden könne; durch die Adreß⸗Debatte ergänze man nicht die Lücken der Verfassung. Es fehle im Entwurfe die Be— tonung des Anstrebens innerer Freiheit, überdies sei die Adresse inoportun.— Abg. Aegidi für die Adresse.— Abg. Günther(Sachsen) gegen die Adresse im Sinne des von den Particularisten eingebrachten Antrages auf motivirte Tagesord- nung.— Abg. Braun(Wiesbaden) für die Adresse, unter Widerlegung Ziegler's und Gün⸗ ther's.— Abg. Schaffrath kann nicht für eine Adresse stimmen, welche den Dank und die Befriedigung der Nation über die„bisher errun⸗ genen Erfolge einer wahrhaft deutschen Politik“ aussprechen will.— Schluß der General⸗Debatte. — Der Correferent, Abg. Graf Stolberg em- pfiehlt die Annahme der Adresse, Abg. Rei⸗ chensperger ein von ihm eingebrachtes Amen⸗ dement.— Abg. Kantack hält den polnischen Standpunkt sest und erneuert den Protest gegen den Eintritt in den norddeutschen Bund.— Abg. Babel erkennt nicht in dem Reichstage das Or- gan des deutschen Volkes.— Der Bundeskanzler, Graf Bismarck vertheidigt die Politik der Re⸗ gierung in der Luxemburger Frage; er glaube, der König habe durch die Verhinderung des Krieges den Dank der Nation erworben. In Betreff des Standpunktes der Regierung wies er auf das Lundschreiben der Regierung vom 7.
September hin, indem er hinzufügte: Will die
Nation die Einigung, so ist kein deutscher Staats- mann stark genug, es zu verhindern, noch kleinlich genug, es verhindern zu wollen.— Abg. Frei- herr Nordeck zur Rabenau fragt, wie es denn mit dem Eintritte des ganzen Großherzog- thums Hessen in den norddeutschen Bund stehe. Bei einer deßhalb in der hessischen ersten Kammer gestellten Interpellation habe Herr v. Dalwigk erklärt, man würde der preußischen Regierung durch eine Betreibung dieser Angelegenheit jetzt nur Verlegenheiten bereiten.— Der Bundes- kanzler: Ich habe dem großherzoglich hessischen Minister mit keinem Worte Anlaß zu dieser Aeu⸗ ßerung gegeben.— Es sprachen noch einige Redner, worauf zur Abstimmung geschritten wird. Die Anträge von Baudissin und Reichensperger fallen und es erfolgt die Annahme der Adresse mit 157 gegen 58 Stimmen..
— Die„Prov.⸗Corresp.“ enthält die neue Organisation der Provinz Schleswig⸗-Hol— stein. Die Provinz zerfällt in 20 unter Land- räthen stehende Kreise; auch die nordschleswig'“ schen Bezirke sind in die Kreiseintheilung hinein⸗ gezogen. Außerdem erhält die Provinz eine be— sondere Vertretung von 58 Abgeordneten.
— Die„Kreuzzeitung“ hört, daß die deut— schen Standesherren sich an das Bundes- Präsidium gewendet haben, um für ihre, vom ehemaligen deutschen Bunde garantirten Rechte, neue Garantieen Seitens des norddeutschen Bundes zu erhalten.
— Der„Staatsanz.“ enthält Verordnungen, betreffend die Provinzial- und die Land⸗
Gemeinde- Verfassung in den Elbherzog—
thümern; ferner allerhöchste Erlasse, betreffend die Fortsetzung der Lotterie in Frankfurt und in Hannover, außerdem Verordnungen, betreffend die communalständische Verfassung und das Verfabren bei Communal-Landtagswahlen im Regierungsbezirk Kassel, sowie die Errichtung eines evangelischen Consistoriums in Wiesbaden.
— Als Vertrauensmänner werden die nassaui⸗ schen Reichstagsmitglieder Braun, Neubron⸗ ner, Knapp, v. Schwarzkoppen und v. Diest fungiren. Die erste Sitzung derselben fand bereits bei dem Minister des Innern statt.
— Wie die„Weser⸗Zeitung“ meldet, soll die dem Könige von Hannover gewährte Ab⸗ findungssumme sich auf 16 Millionen Thaler belau⸗
fen. Die formelle Thronentsagung ist Seitens Preu⸗
ßens nicht gefordert, dagegen soll dem König kein Besitz oder Aufenthalt in Hannover zugestanden sein. Frankfurt. Der den weiteren Fortbestand unserer städtischen Lotterie betreffende Erlaß vom 17. ds. lautet dahin,„daß das Spiel der Lotterie zu Frankfurt a. M., vorbehaltlich einer anverweitigen Organisation desselben, einstweilen und bis zu einem vom Könige bei der Auseinander- setzung mit der Stadt Frankfurt a. M. näher festzustellenden Termine gestattet sein soll.“
Wiesbaden. Die Einführung der preußi⸗
schen Steuern in Nassau, insbesondere der Ein⸗ kommensteuer, hat viel böses Blut gesetzt. Leute, die seither ganz steuerftei durchwutschten, und Andere, die z. B. als Gutsbesitzer ohne Fuhren mit 12½ kr. besteuert waren und ein starkes Einkommen haben, müssen jetzt hunderte von Thalern Einkommensteuer entrichten. Obgleich nun der Modus:„Jeder bezahle nach seinen Kräften,“ vollkommen acceptabel ist, so erscheint den betreffenden Steuerzahlern dieses neue Präsent als ein höchst empfindliches und in der ersten Zeit als ein äußerst lästiges.
Baden. Karlsruhe. Auf der Insel Mainau, wo gegenwärtig der Großherzog und die Großherzogin von Baden verweilen, wird am 26. d. M. die Königin und am 27. d. M. der König von Preußen eintreffen. Auch der Kron⸗ prinz und die Kronprinzessin von Preußen werden dort erwartet. a
Oesterreich. Die„N. fr. Pr.“ will aus zuverlässiger Quelle erfahren haben, Juarez mache die Ausfolgung der Leiche des Kaisers Maximi⸗ lian von der Anerkennung der Republik Mexico durch die europäischen Mächte abhängig.
— In einer Rede, die der Reichskanzler v. Beust in Brünn auf der Durchreise hielt, sprach er sich mit Bestimmtheit dahin aus, daß er für seinen Theil an der Erhaltung des Friedens nicht zweifle; ein Beweis dafür sei die Wiederan⸗— knüpfung der handelspolitischen Beziehungen mit Preußen. Die Rede wurde mit stürmischem Bei⸗ fall aufgenommen.
Frankreich Paris. Depeschen vom 24. ds. melden, Garibaldi sei in den päpstlichen Staaten, und zwar im Hafen von Corneto, nicht weit nördlich von Civita⸗Vecchia gelandet.(Man hat bis jetzt noch keine Gewißheit darüber, ob der hier genannte Garibaldi der General selbst oder dessen Sohn, Menotti Garibaldi, ist.)
— Der„Moniteur“ vom 24. Abends ver⸗ öffentlicht eine Depesche aus Florenz, in welcher mitgetheilt wird, daß Garibaldi auf Befehl der italienischen Regierung zu Asinalunga in dem Augenblicke verhaftet worden ist, als er die Grenze überschreiten wollte.
— Man versichert, die französische Flotte werde sich an die römische Küste begeben; in Toulon werden Vorkehrungen für den Fall ge⸗ troffen, daß die Einschiffung französischer Truppen nothwendig werden sollte.
Großbritannnien. London. Die eng⸗ lische Wochenschrift„Eeonomist“ bringt folgendes erbauliche Bild von den Kosten des bewaffneten Friedens in Europa: Inmitten des 19. Jahr⸗ hunderts, und auf der Höhe der neuzeitlichen Civilisation besteht der militärische Friedensstand aus 2,800,000 Mann, während der Kriegsstand auf die entsetzliche Summe von 5 Millionen an⸗ wächst. Die Kosten der Friedens ausrüstung der europäischen Staaten bleiben nicht viel hinter 80 Millionen Pf. St. zurück. Oesterreich hält be⸗
Platze, wit derselben Energie, mit der man gegen Mißhandlungen unseres Schlachtviehes kämpfen zu müssen vermeint, auch einmal für das physische Wohlbestz ben unserer Jugend einzutreten.“ In Schulen, wo irgend ein krankthaftes Abment auf den sich entwickelnden Organismus zur höchsten Wirkung kemmen kann, zumal bei krankhafter Anlage(Tubereulose, Scro— phulose) iß also die Luft am schlechtesten gefunden worden; etwas weniger schlecht in Casernen und wieder etwas weniger schlecht in Polizeigefäng⸗ nissen. In Schlafsälen fand man 9,9 per- mille Kohlensäure; in Arbeits- sälen, wo Hrzmlichter brennen oder durch Steinöl oder Gas erleuchtet wird, wird die Lust grauenhaft verdorben. Jede gewöhnliche Lichtflamme schwängert die Luft mit soviel Kohlensäure, als 8 Menschen in gleicher Zeit. Das Sch idliche der Einwirkung von Kohlensäure in der eingeath— meten Luft kor meis ing schleichend, schrittweise, nach und nach, so daß man, alt Stuber er ost zu sehr und von frühauf an schlechte Luft ge⸗ wöhnt,% Gefahr sich jenen Einwirkungen glaubt aussetzen zu dürfen. Engelherdt sagt:„Eigen, daß nach solchen Erfahrungen noch viele an dem übeelieferten Glauben seß halten, als sei die Schulluft gesund. Glauben doch Viele, vaß das hohe Alter mancher Lehrer durch dieselbe bedingt sei. Ich meine das nicht, sondern vielmehr, daß Lehrer, trotz der Schulluft und der aufreibenden Anstrengung, nur durch ihr einfaches, naturgemäßes Leben jenes hohe Alter erreichen. Den Einfluß erkennt man übrigens aus der blassen Gesichtsfarbe fast aller sogleich. Ueberdies wissen wir, daß unter ihnen zwischen dem 20. und 30. Jahre die meisten Krankheitsfälle vorkommen und daß deßhalb das Wort entstanden ist: Wer unter den
Lehrern das 30. Jahr ohne Anfechtung erreicht hat, hat die Probe über standen. Es muß sich eben der Körper erst an die schlechte Luft gewöhnen.“ Der menschliche Körper besitzt gegen den hier in Rede stehenden Feind eine bedeutende Widerstandsfähigkeit, verschieden nach Constitution, Ernährung, Lufttemperatur u. s. w., er kann sich überhaupt an einen ge⸗ wissen Grad von Gift allmählich gewöhnen. Bestimmte Krankheiten zieht auch das Einathmen verdorbener Luft nicht nach sich, aber die Energie aller Functionen wird geschwächt, mauche Krankheitsform wird dadurch rascher entwickelt und der in der Ausbildung begriffene jugendliche Körper wird davon in hohem Grade angegriffen. Die Erfahrung zeigt dies sattsam. Beobachtet hat man, daß bei öfteren und längeren Aufenthalten in einer Schulstubenlust mit 9 Prozent Kohlensäuregehalt Bleichsucht sich ein⸗ stellt. Wie frisch und rothwangig werden die meisten Kinder zum ersten Male in die Schule gebracht, wie oft aber macht man die Erfahrung, daß von da an Gesundheitsstörungen eintreten. sich meist merklich und geht in's Bleiche über.„Die Schule zehrt, hört man oft im Leben sagen.“ Welches sind nun die Mittel zur Abhülfe? Man muß 200 mal soviel frische Luft zuführen, als ausgeathmet wird, also für jeden Menschen pro Stunde 2400 Kubikfuß. Dazu reicht die natürliche Ventilation in unseren Zimmern durch Thüren, Fenster, Wände u. s. w. nicht hin; auch die nicht durch Löcher über den Fenstern oder in denselben. Im Sommer können wir uns durch Oeffnen von Fen⸗ stern und Thüren frische Luft verschaffen, nicht so im Winter. Man muß darum zur künstlichen Ventilation für unsere Schul⸗
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