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der Lotterie erhalten bleibt, hätten wir daher wohl
wieder ausbrechenden Kriegs zu befördern.
So lange in der Hauptstadt Preußens das Institut ider deutschen Hülfsvereine für den Fall eines absorbirt zu werden. i N Der Ihrer Expedition sein, daß dieses Amerika, dessen
Also wird das Resultat
mit allem Fug erwarten dürfen, daß wir mit Conferenz werden am Abend des 21. August Macht für Sie bereits ein Gegenstand der Sorge
der so tief in die hiesigen denden Beseitigung der unserigen mindestens noch während der nächsten Jahre verschont geblieben wären. Wir hätten geglaubt, mindestens dieselbe Schonung unserer localen Interessen erwarten zu dürfen, wie sie durch Duldung der Spielhöllen unseren Nachbarstädten Wiesbaden und Homburg zu Theil wird.“
Frankfurt. Wie die„Frankfurter Zeitung“
meldet, sollen in der Lotterie-Angelegen⸗ das Washingtoner Kabinet.
Wie aus den er— gangenen Einladungsschreiben zu entnehmen ist, werden sich voraussichtlich alle bedeutenderen deut— schen Hülfsvereine an der Conferenz betheiligen. Oesterreich. Wien. Vice⸗- Admiral v. [Tegetthof hat sich heute nach Paris begeben und schifft sich in einem französischen Hasen nach Newyork ein. Seine Sendung geht zunächst an
heit Seitens unserer städtischen Behörden noch Vera-Cruz, wohin sich inzwischen die Fregatte
Schritte zur Abwehr versucht werden.
Der Se⸗ Novara begibt, und wo die Fregatte Elisabeth nat und die ständige Bürgerrepräsentation haben
gleichfalls zur Verfügung des Vice-Admirals ge—
am 12. ds. beschlossen, dieserhalb, sowie im In- stellt ist, die Leiche weiland des Kaisers Maximi— teresse anderer communaler Angelegenheiten eine lian zu reelamiren.
Deputation an den König nach Ems abzuordnen. Von Seiten der Bürgerrepräsentation sind dazu
die Herren Scharff-Majer und Graubner designirt,
Senats Herr v. Oven. Die
von Seiten des
Deputation soll am 15. ds. Audienz erhalten.
Wiesbaden. Am 20. ds. trifft der König von Preußen zu einem achttägigen Besuche hier ein und wird von den Spitzen der Behörden empfangen werden. Am 21. Juli findet eine große Militär— parade statt. Ein ausführliches Programm über die Empfangsfeierlichkeiten ist noch nicht festgesetzt.
Diez. Am 7. ds. wurden sämmtliche Sträf⸗ linge des hiesigen Zuchthauses von ihren Ketten und Kugeln befreit; es ist dadurch die Reorgani— sation des hiesigen. Zuchthauses, welche vom k. Staatsministerium angeordnet und mit der Diree— tor Rabe aus Hamm beauftragt worden ist, in Angriff genommen.
Hamburg. Die erste Section der von hier auf Staatskosten nach der Pariser Ausstellung geschickten Arbeiter ist dieser Tage von dort zurück⸗ gekehrt. Dieselben sind voll Rühmens über die guten Dienste, die sie dort Seitens der„Gesell— schaft zur Wahrung der Interessen der die Aus— stellung besuchenden deutschen Arbeiter“ gefunden haben. In einer durch die hiesigen Blätter ver⸗ öffentlichten Danksagung empfehlen sie allen deut⸗ schen nach Paris reisenden Arbeitern dringend, sich sofort nach ihrer daselbst erfolgten Ankunft an den Geschäftsführer der Gesellschaft, Herrn H. Weber, 67, Boulevard de Strasbourg, zu wenden.
Sachsen. Dresden. Das Finanzmini⸗ sterium hat eine Bekanntmachung, den Unglücks⸗ fall bei Lugau betreffend, erlassen und zu⸗ gleich das Protokoll veröffentlicht, in welchem die in Lugau zusammengetretene Sachverständigen⸗ Commission ihr Gutachten über den wahren Sach- verhalt und über die zur Rettung der Verunglück⸗ ten gemachten Versuche niedergelegt hat. Wie aus diesen abgedruckten Actenstücken zu ersehen ist, haben die angestellten Rettungsversuche, trotz der dabei bethätigten hohen Energie und muth⸗ vollen Ausdauer, sich leider als völlig erfolglos erwiesen und sind in Folge dessen nunmehr gänz⸗ lich eingestellt worden. Der eingestürzte Schacht ist somit den Verschütteten, wie gleich Anfangs gefürchtet wurde, in traurigster Weise zum Grabe geworden.
Gera. Am 10. ds. verschied auf Schloß Obetstein bei Gera Heinrich LXVII., regieren⸗ der Fürst Reuß jüngere Linie.
Bayern. München. Gegen die Redac⸗ tion des„Kladderadatsch“ ist dahier auf Grund 90 jüngst erschienenen Nummer dieses Blattes eine Untersuchung wegen Majestätsbeleidigung ein⸗ geleitet worden. 1
Würzburg. Donnerstag den 22. August 1. J. wird dahier eine Conferenz deutscher Hülfs⸗ vereine für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde zusammentreten. Der Zweck der Zusammeykunft geht im Allgemeinen dahin: Die in dem letzten Krieg gesammelten Erfahrungen mündlich auszutauschen, sich über die zweckmäßigste Organisation der freiwilligen Hülfsthätigkeit zu verständigen, etwa räthliche Er⸗ gänzungen der Genfer Convention von 1864 vorzubereiten, und namentlich durch Anknüpfung persönlicher Verbindungen das Zusammenwirken
1
— Ju, der Sitzung des Unter hauses legte der Finanzminister die Finanzlage Oesterreichs vom Jahre 1863 bis heute dar, wobei er zu folgenden Schlüssen gelangte: Wir haben 3046 Millionen Staatsschulden mit jährlich 127 Mil- lionen Zinsen und 24 Millionen Amortisationen, ferner Papfergeld und ein chronisches Deficit. Ist Hoffnung und Aussicht vorhanden, aus dieser traurigen Lage mit Ehren herauszukommen? Nach meiner innersten Ueberzeugung bejahe ich diese Lebensfrage. Der vollständige Ausgeeich mit Un— garn, obgleich schwierig, wird doch gelingen. Nachdem der Minister noch hervorgehoben, wie wenig früher zur Ausnützung der Vortheile der Landes⸗Autonomie, für Steuerreform ꝛc. geschehen, schloß er: Oesterreich erholte sich wieder, es er— warb sich nach Außen Achtung, und die hier im Hause dringlichst betonte Umkehr, die sich eben vollzieht, wird das Ihrige thun.
Donaufürstenthümer. Der verbannte Exfürst Kusa hat bei dem Fürsten Karl ein Gesuch eingereicht„als Privatmann und treuer Unterthan in sein Vaterland zurückkehren zu dür— fen.“ Die Kammer wird darüber Entscheidung treffen..
Frankreich. Paris. In dem gesetzgeben— den Körper haben einige sehr stürmische Sitzungen stattgefunden, indem mehrere Redner, namentlich Thiers und Jules Favre, bezüglich der mexifanischen Expedition sehr scharfe Anklagen gegen die Regierung erhoben, gegen welche Staats- minister Rouher letztere zu vertheidigen suchte. Jules Favre sagte am Schlusse seiner längeren Rede:„Die Regierung ist nicht blos für die Sicher- heit und die Ehre Frankreichs verantwortlich, son⸗ dern auch für dessen Gut und Blut.(Lärm.) Mit seinem Blute verschwenderisch umgehen, ist ein Verbrechen. Abenteuern und seine Finanzen leichisinnig gefährden, indem man sie der Ver⸗ theidigung einer Sache dienstbar macht, die im Begriffe zu unterliegen war, ist mehr als ein Fehler; daß man unsere unglücklichen Soldaten für ein fremdes Interesse zu Grunde gehen ließ, ist eine Verantwortlichkeit, von der die Beredsam⸗ keit des Herrn Staats⸗Ministers die Regierung nicht los machen kann.(Lärmende Unterbrechungen.) Der Herr Minister will nicht zugeben, daß der Glanz Frankreichs durch diefes traurige Resultat verdunkelt worden sei. Und doch hat er an⸗ erkennen müssen, daß die Entwicklung des Handels und die Wohlfahrt, welche die 1505 dieser Expedition sein sollten, nur ein in beklagens⸗ werther Weise zerstörter Traum waren. Ich füge noch hinzu, daß es nicht blos Mexico war, weiches Sie schlagen wollten, durch das Herz Mexico's suchten Sie dasjenige Amerika's zu durchbohren. (Genug, genug! Lärmender Widerspruch.)— Favre: Das Resultat der Expedition war die Machtvermehrung Amerika's; das letzte Wort Ihrer Politik ist, daß Sie dieses große Land, welches Sie von der Anarchie zu retten vorgaben, den Vereinigten Staaten in die Arme werfen. (Lärm.) Ja, in der Moniteuc⸗Note, welche ich als verletzend für eine Regierung bezeichnet habe, die stark ist und gegen welche Sie nichts ver⸗ mögen.(Lärm. Genug!) In dieser Note haben Sie gesagt, Mexico werde sich noch glücklich schätzen können, durch seine mächtigen Nachbarn
Sodann hat er in
Verhältnisse einschnei⸗ d. J. freie Vorbesprechungen unter den Delegirten war, wie dies ein Aetenstück beweist, welches ich 7 5 Hülfsvereine vorausgehen.
citiren kann, über die Maßen vergrößert wird. Und wenn Sie denn also die Finanzen Frank— reichs gefährdet, wenn Sie von dem Blute Frankreichs einen Gebrauch gemacht haben, der
schwer auf Ihrem Gewissen lasten muß(Ausrufe
und Lärm), so habe ich das Recht, zu sagen, daß Sie in einem freien Lande in Anklagestand versetzt würden...“ Hier nun folgt ein un⸗ erhörter Tumult. Der Effect, den die Rede Julius Favre's hervorbrachte, war derart, daß Zuhörer auf den Tribünen zu Beifall s- bezeugungen sich hinreißen ließen und hierdurch den Präsidenten des gesetzgebenden Körpers ver. anlaßten, auf den Tribünen den Artikel des Reglements anheften zu lassen, welcher den Zu— hörern jede Kundgebung ihres Beifalls oder Miß— falls untersagt—
— Im gesetzgebenden Körper sprach Ollivier über die Einführung der im Staatsleben noth— wendigen Reformen; er wolle eine getreue Ein— und Durführung derselben, welche rasch beendet werden müsse. Wir befinden uns Angesichts zweier Alternativen: entweder Krieg oder Herstellung einer wahrhaft constitutionellen Regierung. Möge die Regierung die Freiheit dem Kriege vorziehen.
— Die„Köln.⸗Ztg.“ bringt folgende Mit⸗ theilung aus Paris: Man hat sichere Nachricht, daß seit kurzer Zeit die Pferdeankäufe in Ungarn für Rechnung der französischen Regierung aufs Neue vorgenommen werden, daß neuerdings 1200 Maulthiere, denen später auf dem Dampfer „Ardéche“ von Toulon aus 300 andere gefolgt sind, nach Algerien geschickt wurden, um dort an den Feld- und Lagerdienst gewöhnt zu werden.
— Vietor Hugo ist durch folgenden Brief dem Genfer Congreß beigetreten:„Mein ehren⸗ werther und theurer Mitbürger! Ich bin von Herzen mit Ihnen. Ein Friedenscongreß zwischen Völkern wird eine prächtige Antwort auf diesen Congreß von Königen sein, welcher den Krieg ausbrütet. Ich drücke Ihre wackere Hand. Victor Hugo.“
— Der Sultan ist am 11. d. M. Abends um 7 Uhr von hier abgereist. Der Kaiser hat ihn nach dem Nordbahnhof begleitet, und zwar mit demselben Ceremoniell, welches bei seiner An⸗ kunft in Paris stattgefunden.
— Die„Köln. Ztg.“ läßt sich von hier schreiben:„Seit Jahren hat keine Sitzung des gesetzgebenden Körpers ein solches Aufsehen erregt als die gestrige. Es wird absolut von nichts Anderem gesprochen, und sowohl die Rede von Hrn. Thie vs als jene von Jules Favre finden den Beifall des Publikums. Die Regierung mag sich noch so sehr der Wahrheit verschließen, es bleibt doch eine Wirklichkeit, daß die öffentliche Meinung mit Entschiedenheit von ihr sich ab⸗ wendet. Wenn ich Andeutungen Vertrauen schenken darf, die mir von gut unterrichteter Seite her zukommen, so fühlt der Kaiser allerdings den Umschwung, und dieses Gefühl ist es auch, was ihm die Möglichkeit vor das Gemüth führt, die Vorspiegelungen derjenigen, welche eine große Unternehmung nach außen empfehlen, müßten unter gewissen Umständen vielleicht doch versucht werden. Die Kriegspartei zählt fest darauf, die Verlegen⸗ beiten im Innern würden den Kaiser zu ihret Meinung bekehten.“ 5 i
Großbritannien. London. Der Sultan ist hier eingetroffen. l
Amerika. Newyork. Aus Mexico wird mitgetheilt, daß die Gesandten Preußens und Englands gegen die Hinrichtung Maximilians protestirt hatten, daß aber von Juarez erwidert worden war, das Wohl Mexices fordere den Tod Maximilian's. Escobedo hat angekündigt, er werde die Güter aller Kaiserlichen confisciren. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat einen Bevollmächtigten abgesendet um in Paris, London und Berlin Verhandlungen anzuknüpfen, die eine Erleichterung des directen Postverkehrs zum Ziele haben sollen.
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