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Friedberg, 13. Juli. Ein zweiter unserer Patienten, Leonhard Meisinger aus Kirche Brombach im Odenwald, ist leider heute Morgen gestorben. Von den verbliebenen 11 Kranken, namlich 10 Seminaristen und 1 Pedell, geben die meisten gegründete Hoffnung auf Besserung. Die Verpflegung und ärztliche Behandlung ist genau nach den Anordnungen des Großherzogl. Obermedicinalraths Dr. Küchler geordnet. Zur Unterstützung des Wärterpersonals ist eine
Diakonissin aus Darmstadt berufen. Steinberger. Friedberg, 14. Juli 1867. Wir fühlen uns verpflichtet, Folgendes zu veröffentlichen und der allgemeinsten Beachtung zu empfehlen Der Gesundheitszustand im Seminar war seit Beginn des Sommerhalbjahrs, 9. Mai, ein außer⸗
gewöhnlich günstiger, so daß der Arzt öfter fragte, warum er gar nicht mehr requirirt würde. Am 22. Mai trat der 1. Krankheitsfall ein,
welcher unter scheinbar sehr ungefährlichen Symp⸗ tomen 4 Tage lang im Seminar behandelt wurde; am 5. Tage wurde der Kranke auf Verlangen in ein Privatlogis in der Stadt transferirt, und es trat bald entschieden ausgesprochenes Nerven- fieber zu Tag, von welchem der Patient erst nach 6 Wochen genas.
Vom 26. Mai bis 2. Juli, 38 Tage, worunter 10 Tage Pfingstferien, während welcher die Zög⸗ linge von hier abwesend waren, sind blos 14 sehr unbedeutende Fälle leichteren Unwohlseins, sämmtlich von nur itägiger Dauer und darunter nur 3 den Arzt erfordernd, vorgekommen.
Am 2. Juli erkrankte der nunmehr verstorbene Jakob Mann, gelangte am 3. in ärztliche Be⸗ handlung, wurde am 4. isolirt, worauf im Ver⸗ lauf des 5. deutliche Symptome des Nervenfiebers mit vorzugsweiser Localisirung auf das Gehirn eintraten, denen die entsprechenden Mittel ent⸗ gegengesetzt wurden. Am 5. Juli traten 5 Er⸗ krankungen ein, darunter 3, die bis heute fort- dauern, 2 von nur 2tägiger Dauer. Am 6. erscheint 1 neuer Fall von nur Itägiger Dauer. Am 7. traten 2 neue Fälle ein, die bis heute fortdauern. Erst am 8., Morgens zwischen 6 und 7 Uhr, er— scheint ein Gesammtkrankenstand verblieben und neuer Zugang— von 18 Personen, die im Laufe des Tages in unbestimmbarer Zahl an⸗ wuchsen, worunter aber viele Fälle waren, die sich als blose Angst erwiesen und folgenden Tags wieder aus der ärztlichen Behandlung heraustraten.
Natürlich erweckte ein so hoher Krankenstand die allgemeine Aufmerksamkeint im Seminar, und es geschah Alles, was menschliche Vorsicht und ärzt⸗ liche Vorschrift an die Hand gaben. Im Laufe des 8. und bis zum Morgen des 11. Juli ent- wickelte sich die Epidemie in so reißender Schnellig⸗ keit, daß von dem Seminararzt in Folge einer vorgenommenen Untersuchung aller Zöglinge fol⸗ gender Bestand aufgenommen wurde:
a. am ausgebrochenen Typhus sind erkrankt 2
b. starke Symptome des Typhus sind vorhanden bei 10;
e. leichter erkrankt an gastrischem Fieber sind 12;
d. unwohl fühlen sich 17;
0. vollkommen gesund sind 543 liebste Junge besitzt. Unsere beiden Schützen konnten sich f. abgereist: ganz gesund 1, als Reconvalescent natürlich nicht entschließen, dies heitere Stillleben zu stören. 1, erkrankt 1. g* Friedberg, 15. Juli. Gestern Nachmittag statteten Was von da an geschehen, ist bereits der Oeffentlich— Frankfurter Fuerwehrmänner der hiesigen Feuerwehr einen eit übergebe ee Besuch ab, um gemeinschaftliche Uebungen mit den hier eit übergeben worden. verbundene ä N e .„ Povorhandenen, wie wir hören, den Frankfurtern noch ab⸗ Nach, Vorstehendem kann der Krankheitsbeginn gehenden Geräthschaften vorzunehmen. Ein sehr heftiger im Seminar vom 2. Juli datirt werden.
1462 4 Nun R zen nöthigte leider bald zur Unterbrechung der aber— und darauf wolle man besonders achten Rathhause ausgeführten Exercitien, worauf man
14 7 2641 1 zum Abgang des Bahnzuges zu freundschaftlichem war bereits am 1. Juli ein kräftiger, blühender zusammengesellte. Der Besuch der Frankfurter Genossen
Seminarist, der seit Ostern 1866 noch niemals Krank- darf für di heits halber eine Stunde im Seminar hatte, aber in einem Privatlogis in der Stadt ein⸗ quartirt war, nach Haus gereist, weil er die Nach- richt erhalten hatte, daß ein an einem organischen
Uebel leidender Bruder dem Tode nahe sei, der Darmstadt. Ferdinand Diefenbach, Redacteur der ihn auch wenige Tage darauf ereilt hat. Dieser] Hessischen Landeszeitung“, hat eine Serie von Aufsätzen unser braver, lieber Zögling nun wurde bereits über die hessische Eisenbahnfrage, welche das genannte unterwegs von denselben Symptomen der Erkrankung 8 95 r 5 Fracht in Vorn eier befallen, welche alle unsere Patienten darbieten, a Acht, welt An: Vie i sodaß er von der Eisenbahn aus seine Heimath es in Hessen⸗.— Advocat E. Emmerling, Nieder⸗Gemünden kaum noch zu Fuß erreichen Verfasser von:„Der Szaat im Staat“, beabsichtigt, dem konnte. Er liegt seitdem, wie uns heute gemeldet Fuzi be Meer. r hessische wird, an ausgesprochenem Nervenfieber schwerveröff mae ici netes Schrifichen du darnieder. Aus diesem Fall geht unzweifelhaft ufingen. In ber Nacht vom J. zum 8. Aptil 5. 8 hervor, daß die Infection unserer Schüler vor wurde(1. 5. mit elheutt) der Lehrer Anton 2 örtel dem 1. Juli erfolgt ist, womit auch die bezüglich von Cransberg tief in der Nacht in seiner Wohnung im anderer Kranken im
und in der Stadt gemachten Beobachtungen voll—
hlesize freiwillige Feuerwehr als eine erfreu— gefehlt liche Anerkennung ihrer Leistungsfähigkeit und musterhaften
Ausrüstung betrachtet werden und macht der Mannschaft sowie dem Gründer und Führer derselben, Herrn Fr. Roßbach, alle Ehre, was öffentlich ausgesprochen und anerkannt zu werden verdient.
Eisenbahnn
Schwurgericht der Provinz Oberhessen. III. Quartal 1867. Urtheile:
Den 5. Juli wurde David Rothschild III. von Helden⸗ bergen, wegen Meineids, in eine Correktionshausstrafe von 2 Jahren verurtheilt.
Den 6. Juli wurde Elias Meier zu Gießen, wegen gleichen Verbrechens, in eine Correktionshausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten verfällt.
Den 8. Juli wurde Johannes Adolph aus Rirxfeld, wegen Schriftfälschung, in eine Correktionshausstrafe von 3 Monaten condemnirt.
Den 9. Juli wurde Johannes Jost aus Burg⸗Gemünden, wegen Raubs, in eine geschärfte Correktionshausstrafe von 3 Jahren verurtheilt.
Den 10. Juli wurde wegen ausgezeichneten Diebstahls, resp. Begünstiguug verurtheilt: 1 64 5
1) Wilhelm Trier aus Schlitz in eine geschärfte Cor⸗ rektionshausstrafe von 3 Jahren und
2) Katharina, dessen Ehefrau, in eine Gefängnißstrafe von 8 Tagen.
Den 11. Juli wurde Matthäus Heberer aus Dau⸗ bringen, wegen Brandstiftung, in eine Zuchthausstrafe von 10 Jahren condemnirt.
hiesigen Militair-Hospital Schlaf überfallen und mit einem Beile sehr erheblich ver⸗ letzt. Die über dieses Verbrechen eingeleitete Untersuchung 2 1 hat jedoch kein Resultat gehabt, indem gegen die einzige kommen übereinstimmen. b 25 4 15 welche im Verdacht stand, T e ee Angesichts dieser traurigen Thatsache müssen] Urtheil des k. Hofgerichts eingestellt worden ist. f wir aber nunmehr die tiefbetrübende Vermuthung Elberfeld. Am 6. d. M. ist dabier ein Frauen⸗ hegen, vaß wahrscheinlich noch mehrere unserer zimmer verhaftet worden, welches unlängst ihr neugebornes enklassenen Schüler den gefährlichen Krankheitsstoff lodies Kind nach Polnisch⸗Kassel(Provinz Schlesien) an in sich tragen. Sie sind darum alle, was wir die Adresse ihres Bräuligams geschickt hatte.„Die Annahme b a eg 5 Packets wurde verweigert, ging an die Eröffnungs- ihnen auch bei der Entlassung empfohlen haben, nission bei der Ober-Postdireckion in Düsseldorf zurück aufmerksam zu beobachten, und wenn Erkrankungen, und von da zur Recherche der Absenderin nach Elberfeld. auch die scheinbar leichtesten, vorkomwen, so ist 2 Falsche preußische Cassenanweisungen. sofort ein Arzt zu rufen. Für sämmtliche Aerzte] Bei einer Breslauer königlichen Casse sind neuerdings aber, die zu diesem Behufe requirirt werden, wird n 0 10 K. 1 mi 1 je si 1 9 9 Die Fal cale ind 1 1 äuschend nachgeahmt, lassen 5 sich empfehlen, 9 5 155 n e sich aber bauch leicht 3 45 5 daß sie a Bi ch erzten, Kreisarzt Dr. Müller und pra tischem eine blaßgelbe Farbe und auf dem Reverse statt der von Arzt Dr. Weckerling, in Relation zu treten, der Schrift durchkreuzten Wellenlinien nur leicht ange⸗ um gleichmäßig diejenigen Mittel in Anwendung deuteie Striche zeigen. zu bringen, welche sich hierorts erfolgreich er— wiesen haben oder noch erweisen werden. Uns selbst aber bitten wir von sämmtlichen constatirten Krankheitsfällen auf amtlichem Weg in Kenntniß zu setzen. Alle Pfarrämter und Bürgermeistereien des Landes, denen diese Veröffentlichung zur Hand kommt, werden gebeten, über unsere entlassenen Zöglinge nach der augedeuteten Richtung hin ein wachsames Auge halten und eintretenden Falls die Eltern sachgemäß instruiren zu wollen, wie wir denn auch alle Redactionen öffentlicher Blätter ersuchen, vorstehender Bekanntgebung die weiteste Verbreitung angedeihen zu lassen. Steinberger.
Friedberg. Als Curiosität wurde uns gestern von zwei Schützen— beiläufig bemerkt, die ersten in diesem Jahre, die wir mit wirklichem Schieß⸗ material vom Schießhaus kommen sahen— erzählt, daß sowohl im Schießhause, als auch auf der Scheide zwei Rolhschwänzchen⸗Paare sich häuslich ein⸗ gerichtet haben und daß das Paar auf der Schribe 5 aller—
Eine äußerst interessante
Ansicht der Stadt Friedberg,
wohl mehrere hundert Jahre alt,
Kinderwaͤgelchen
1707 in verschiedener Größe bei Jos. Hoffmann, Posamentter.
wurde in sehr gelungener. Segen 8 4. K. 4 ff. verschiedenen Formaten Mineralwasser 7.* 7. als: Lu elterser · er al⸗ 5 rieb erg, Bindernagel& Schimpff. B del. Dan. Kümmich. 2 N 3*. Fir Hesihet von Dampf- Oreschmaschinen Glacé-Handschube Fettige Nothguß Lager sir Dampf⸗Dreschmaschinen, Lager N. Ee.
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