angelegt werden soll, eignet sich in keiner Weise für deutsche Ansiedler, und würden dieselben einem sicheren Elende entgegengehen.“
Oesterreich. Wien. Nachdem unter dem Ministerium Belcredi dem Wiener Gemeinderatbe unter Hinweisung auf das Concordat nicht ge— stattet worden, eine Lehrerfortbildungsanstalt ohne confessionellen Charakter zu gründen, und nach · dem das gegenwärtige Ministerium mit der Stadt⸗ vertretung in der Pädagogiumsfrage lange verhandelt hatte, so daß erstere bereits den Be⸗ schluß gefaßt hatte, zu dem Ausweg zu greifen, die Candidaten an auswärtige Bildungsanstalten zu senden— ist nunmehr durch Erlaß des Unter- richtsministers v. Hye das Pädagogium ohne alle Bedingungen bewilligt worden. Die nun zu schaffende Anstalt wird ein confessionsloses, also für die Lehrer aller Bekenntnisse zugängliches Institut sein.
— Das Herrenhaus überwies in seiner Sitzung vom 5. d. das Schul- sowie das Ehe— gesetz an eine aus 15 Mitgliedern bestehende Commission. Das Staatsgrundgesetz über die Einsetzung eines Reichsgerichtes wurde angenommen mit der einzigen Abänderung, daß es ebensoviel Mitglieder aus dem Herrenhaus wie aus dem Unterhaus haben solle.
— In der Sitzung des Herrenhauses vom 5. d. wurde die Petition einer(8— 900 betra- genden)„Anzahl katholischer Männer Wiens“ für Beibehaltung des Concordats überreicht. Zugleich mit derselben übergab Graf Blome eine eben dahin zielende Petition des Decanats zu Kaaden, und Fürst Jablonowski zwei Petitionen aus Oltschau und Hirschberg, die ebenfalls für das Concordat sich aussprechen. An demselben Tage wurden dem Abgeordnetenhause 46 Petitionen aus verschiedenen Gemeinden für Aufhebung des Concordats und für Trennung der Schule von der Kirche eingereicht.
Frankreich. Paris. Es ist noch nicht genau bekannt, ob die Franzosen Theil an dem Kampfe bei Tivoli genommen. Sie sollen Velletrie und Frosinone besetzt haben.— Man versichert die italienischen Truppen würden das päpstliche Gebict verlassen.
— Der„Moniteur“ theilt mit, Garibaldi sei am 4. Nov. von den italienischen Autoritäten verhaftet, derselbe sei mit seinen zwei Söhnen nach dem Fort Varignano bei Spezzia gebracht worden. Die römischen Staaten seien gegen; wärtig von allen Banden befreit. Die italienische Regierung habe den königlichen Truppen, die einige Punkte des päpstlichen Gebietes nahe an der Gränz: besetzt hätten, Befehl gegeben, dieselben zu verlassen und sich auf italienisches Gebiet zurückzuziehen.— Die telegraphische Verbindung mit Rom ist wieder hergestellt.
— Der„Moniteur“ vom 6. d. berichtet: Die Schlacht am 3. Nov., die bei Montana ge-
römischen Kriegsminister gelangten Schätzungen nahmen 10,000 Garibaldianer daran Theil. Die— selben verloren 500 Mann an Todten und Ver⸗ wundeten, 1500 Gefangene, 5- 6000 Gewehre und 5 Kanonen. Die Päypstlichen hatten 150
sichert, das Rundschreiben des Baron Beust existire gar nicht. Dasselbe Blatt meldet, 5000 Franzosen hätten mit den Päpstlichen an der Schlacht bei Tivoli Theil genommen.— Die „France“ erklärt, die Franzosen müßten so lange in Rom bleiben, bis der heil. Stuhl vollständig gesichert sei
— Genaue Details über den Kampf von Tivoli sind noch nicht in den Blättern zu finden. Nur der ossicibse„Etendard“ weiß über den Her— gang Folgendes zu berichten:„Es war bestimmt, daß die vereinigten französischen und päpstlichen Trappen am 4. d. Monte-Rotondo angreifen sollten. Schon Tags vorher hatten sie ihre Bewegungen begonnen und ein päpstliches Corps hatte in Tivoli Posto gefaßt, um Monte⸗Rotondo im Rücken anzugreifen. Einige Compagnien des 39. Linienregiments standen ihm zur Seite. Indeß Garibaldi, mochte er nun von dem beabsichtigten Angriffe Wind gehabt haben, oder mochte diese Bewegung sonst in seine Pläne passen, schickte ein Corps Rothhemden aus, um Tivoli zu nehmen, welches er von Truppen entblößt glaubte. Die Angreifenden wurden von den Päpstlichen zurückgeworfen. Garibaldi seiner- seits schickte Verstärkungen. Es war 4 Uhr. Eine Stunde später war der Kampf allgemein. Alle päpstlichen Corps, welche gegen Monte ⸗Rotondo convergirten, kamen ins Feuer und dieser Ort wurde der Schauplatz eines hartnäckigen Kampfes, welcher nach einigen Stunden mit der Vernichtung der Freiwilligen endigte. Das Gemetzel war fürchterlich. 300 Eisenbahnwaggons, welche von der italienischen Gränze requirirt worden waren, genügten kaum für die Aufnahme der Verwundeten.“
Belgien. Wegen der Rinderpest wird vom 10. d. an die belgische Grenze nach Deutschland hin für die Ausfuhr von Rindvieh geschlossen.
Grofsibritannien. Es werden bedenkliche Ruhestörungen gemeldet, welche in Exeter wegen Theuerung der Lebensmittel stattfanden. Fast alle Bäckereien und Magazine wurden angegriffen und ausgeplündert. In Exminster wurden Getreidemagazine verbrannt.
Italien. Florenz. Die„Gazzetta ufficiale“ meldet, daß die italienischen Truppen aus dem Kirchenstaate zurückberufen seien. Sie hofft eine befriedigende Lösung sowohl für die nationalen Bestrebungen, wie die Gewissen der Katholiken. Nach Lösung der Krise werde die Regierung dem Parlamente Rechenschaft ablegen. Garibaldi sei verhaftet und nach Varignano ge · bracht worden.
— Die„officielle Zeitung“ erklärt: Garidaldi,
liefert wurde und sich bis Monte Rotondo er⸗
welcher ungeachtet der Regierungsrathschläge sein
Todte und Verwundete.— Der„Etendard“ ver-
streckte, war eine sehr ernste. Nach den an den Unternehmen fortsetzen wollte, wurde bei Tivoli Die Regierung er⸗
angegriffen und geschlagen. achtete für nothwendig ihn nicht nach Caprera gehen zu lassen, sondern ihn in Varignano zurück zuhalten. Die Regierung verweigerte die Annahme der Volksabstimmung, wodurch viele Ortschaften des päpstlichen Gebietes den Wunsch nach Annexion an das Königreich ausgesprochen haben. Die Freischaaren sind aufgelöst worden. Die Noth- wendigkeit jeder Intervention muß aufhören. Die Regierung des Königs berathschlagte wegen des Rückganges der italienischen Truppen in die Gränzen des Königreichs. Die Entwaffnung der Frei- willigen und die Zurückberufung der Truppen müssen jeden Grund oder Vorwand zu einer fran⸗ zösischen Intervention aufheben. Die Regierung erwartet, daß conform den Erklärungen des kaiser⸗ lichen Ministers des Aeußern vom 25. Okt. die französischen Truppen zurückgezogen und zur Be⸗ tretung des Verhandlungsweges behufs definitiver Lösung der römischen Frage geschritten werde.— Die„Opinione“ versichert, bis jetzt sei keine Macht den Conferenzvorschlägen Frankreichs wegen der römischen Frage beigetreten, nur Spanien habe den Wunsch ausgedrückt, sich an der Conferenz zu betheiligen. Sie erwähnt das Gerücht, Frankreich werde seinen Vorschlag auf⸗ geben, falls die Conferenz blos aus den katholischen Mächten bestehen sollte.
— Die Franzosen übergaben der italienischen Regierung 1100 von den päpstlichen Truppen bei Montana gefangene Garibaldianer. Die Ueber⸗ gabe anderweitig Gefangener steht bevor.— Ein italienischer Oberst traf bei General Failly ein, um von ihm zu erlangen, daß die eompromittirten Unterthanen des Papstes unbehelligt bleiben möchten. Failly sagte dafür seinen ganzen Ein⸗ fluß zu.
— Nach Berichten aus Florenz hat sich ein großer Theil der zersprengten Garibaldianer in die Berge geworfen. Man fürchtet, daß die⸗ selben einen Aufstand im Neapolitanischen organi⸗ siren. Es sind von verschiedenen Seiten Truppen gegen sie ausgesandt. Die Stimmung ist hier und an andern Orten sehr niedergeschlagen. Die Sprache der Franzosen gegen das Florentiner Ministerium soll drohend und übermüthig sein.
— Ein Schreiben höherer Garibaldischer Offiziere sagt, daß die Verstärkungen, welche die Päpstlichen in der Schlacht bei Montana erhielten, als die Garibaldianer wieder Stellung gewonnen und die Päpstlichen sich zurückgezogen hatten, fran⸗ zösische Regimenter waren. Die„Opinione“ führt die Nummern der französischen Regimenter auf, welche an dem Gefecht bei Montana Theil genommen.
— Die französische Regierung hat die Regierung des Papstes telegraphisch eingeladen, alle Repressalien gegen Personen zu verhindern, die sich durch kund⸗
gegebene Volksabstimmung compromittirt hätten.
—
.
——
—
Die Insel St. Helena.
Von Dr. Curtman.
Diese vom atlantischen Meere umbrauste Insel ist ein einziger Ba⸗ saltkegel von 5 Meilen Umfang, welcher den vorbeisegelnden Schiffen als eine schwarze, zerrissene, schroff aufstrebende Masse erscheint. Die von ewig schäumender Brandung umtobten Felsenwände steigen bis zu 1200 Fuß aus dem Meere empor, und den einzigen Zugang bildet die Bai von James⸗ town(Jakobsstadt) mit ihrer schönen sicheren Rhede. Man darf indessen nicht glauben, daß der einsame Fels ganz öde und reizlos sei. Es ist eine tropische Vegetation vorhanden, und überall findet man frische Quellen. Das Klima ist überall gesund und prächtig, so daß wenigstens der Vor⸗ wurf, welchen man den Besiegern Napoleons I. einst machte, sie hätten denselben durch das ungesunde Klima tödten wollen, ungerechtfertigt ist. Etwa der vierte Theil der Insel ist vortrefflich angebaut, und zwar einigt sich die afrikanische Vegetation dergestalt mit der europäischen, daß neben Birnen, Aepfeln und Kastanien Kokospalmen und Feigen gedeihen. Statt des Winters hat die Insel jährlich eine 10wöchentliche Regenzeit. Die höchste Spitze des Eilandes, der 2500 Fuß hohe Dianenpik, ändert das Klima nicht wesentlich ab.
Die einzige Stadt der Insel, Jamestown, scheint in steter Gefahr, von den überhängenden Felsen verschüttet zu werden.
Zu der Citadelle hinauf führt eine 600 Stufen zählende Treppe.
Die Stadt selbst macht einen freundlichen Eindruck, ihre 2000 Ein⸗
wohner sind größtentheils Europäer, die übrigen 4000 Bewohner der Insel dagegen überwiegend Mischlinge mit dunkler Hautfarbe. Diese be⸗ schäftigen sich theils mit Schiffbau, theils mit Landwirthschaft. Zu den Erträgen der letzteren gehört auch ein sehr edler Wein; doch fehlt es auch keineswegs an gutem Viehfutter. Die einsame Lage der Insel erzeugt in den meist wohlhabenden Einwohnern oft eine Art Heimweh, weshalb sie sich immer auf die Ankunft eines Schiffes oder gar eines größeren Ge⸗ schwaders außerordentlich freuen. Kein Wunder, wenn Napoleon und seine Gefährten sich in ibrem Longwood noch viel einsamer fühlten. Dem Verfall der Gebäude in Longwood wird jetzt auf Befehl der englischen Regierung abgeholfen. Doch wird der historisch⸗ denkwürdige Ort wohl schwerlich von vielen Reisenden besucht werden. Denn abgesehen von der auffallenden Theuerung des Ortes, ist eine Insel, welche 300 Meilen von dem nächsten Lande entfernt liegt, nicht gerade das Lieblingsziel eines Touristen.
Volksbildung in England. O Im Parlament zu London wurde letzthin eine Bill eingebracht, des Inhalts, daß für die Kinder der Ackerbauer das in den Fabrikbezirken geltende System der halben Arbeitszeit und halben Schulzeit eingeführt
werde, außer während der dringenden Erntearbeit und in den strengsten
Wintermonaten, wo der Weg nach einer fernen Schule vielen Kindern unmöglich wird. Das Parlament sollte eine Art Garantie für die
imänmischet K 810 ermöglicht eschäftlichen ah Berufung inte Wahl geltostel. Schülern 4 Wit wünscen en Friedberg cutsus an huge aben sich 2 fu und M dieß ar Aufalt um In Vorlie genden geb die hiesige 4 10 etebens von, 15 besuch immer eine sehr. Anslalt jernetes f von allen Selen dienen.— Mainz. Da tigener Art peru Vahnbose groge An von Bingen aus besummlen Train
Rheinufer überzu
gramm von Bin Diebstahls einer Cigarren beschuld hier in Empfang gund auch bei eil In hielt ihn wahischänlich, d wohnen wird. Mainz. baden einen te beschnitlener an, dieselben ve Franzoße, erhal!, feiner Hosen ein * n endet wat Wan Vos deckungen, wel machte, keinem zugeschnittener kehr befinden, Schneiber dur seiner Thäligte Kassel. Wilhelm Ssen ihn sosort auf 1 Tage d erheblich gegus Sinh „Aus Cob sücthen, 19 alen sind, wr g suhrmang aug m die Suullun erscheint ein ö
Enichtun nehmen. 1 bar sei, we. so viel Arb Olüc


