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— In Mailand haben Unordnungen statt-
gefunden, bei welchen die Nationalgarde ein-
geschritten ist.
H. Friedberg. Wenn wir in unserem neulichen kurzen Berichte über die dahier devorstehende Eröffnung einer Fortbildungsschule für das weibliche Geschlecht mit⸗ theilten, daß bereits 13 Anmeldungen zur Theilnahme an dem Unterrichte erfolgt seien, so sind wir heute in der erfreulichen Lage diesen Bericht dahin ergänzen zu müssen, daß mit Beginn des Unterrichts sich die Betheiltgung dis zu 51 Schülerinnen gesteigert hatte. Dieß gewiß höchst günstige Resultat mag dem Vorstande des Local— gewerbvereins ein erfreulicher Beweis sein, wie sehr der— elbe mit Gründung einer Anstalt, welche die Erwerbung kausmännischer Kenntimisse dem weiblichen Geschlechte unserer Stadt ermoglicht, einem wirklichen Bedürsnisse unseres geschäftlichen Lebens genügte und wie er auch in der Berufung eines Vertrauen erweckenden Leiters eine gute Wahl getroffen. So wird denn sicher bei regem Eifer der Schülerinnen ber schönste Erfolg erwartet werden dürfen. Wir wünschen dem Unternehmen das beste Gedeihen.
* Friedberg. Am(. November wurde der Winler⸗ tursus an hiesiger Ackerbauschule eröffnet. Wie wir hören, haben sich 26 junge Leute zum Besuch derselben gemeldet und ist dieß ein neuer Beweis, welchen Rufes sich die Anstalt im In- und Auslande erfreut. Nach dem uns vorliegenden gedruckten Verzeichnisse der Schüler wurde die hiesige Ackerbauschule während der 13 Jahre ihres Bestehens von 276 Schülern, Hospitanten nicht mit⸗ gerechnet, besucht, welche Frequenz für eine Fachschule immer eine sehr zufriedenstellende ist. Wir wünschen der Anstalt ferneres freudiges Gedeihen und die Anerkennung von allen Seiten, welche ihre bewährten Leistungen ver— dienen.—
Mainz. Der„M. A.“ berichtet: Eine Verhaftung eigener Art verursachte gestern Morgen auf dem hiesigen Bahnhofe große Aufregung. Mehrere Pferdehändler langten don Bingen aus mit ihrem für den Hochheimer Markt bestimmten Train hier au, um sofort auf das andere Rheinufer überzugehen. Es war ihnen jedoch ein Tele⸗ gramm von Bingen vorausgeeilt, in welchem sie des Diebstahls einer jedenfalls beträchtlichen Anzahl von Cigarren beschuldigt waren. Die Polizei nahm sie daher bier in Empfang, stellte sofort eine Untersuchung an und sand auch bei einem der Pferdehändler die corpora delieti. Man hielt ihn sammt seinen Rossen fest und es ist nicht wahrscheinlich, daß er dem Pferdemarkt in Hochheim bei⸗ vohnen wird.
Mainz. Vor einigen Tagen verhaftete man in Wies⸗ baden einen Franzosen, der dort eine große Anzahl wohl⸗ beschnittener Friedrichsd'ors ausgegeben hatte. Er gab an, dieselben von einem hiesigen Schneidermeister, ebenfalls Franzose, erhalten zu haben, dem wegen des guten Schnittes seiner Hosen ein wohlverdienter Ruf zur Seite steht. Daß er auch nebenbei im Zuschneiden von Goldstücken excellice, war nicht bekannt, aber es unterliegt nach den Ent⸗ deckungen, welche die hiesige Polizei in seiner Wohnung machte, keinem Zweifel mehr. Große Summen von ihm zugeschnittener Friedrichsd'ors sollen sich bereits im Ver⸗ kehr befinden, und man fand für gut, den geschickten Schneider durch sofortige Verhaftung dem stillen Kreise seiner Thätigkeit zu entziehen.
Kassel. Am Morgen des 4. d. wurden dem Schaffner Wilhelm Stemmler beide Beine abgefahren. Man brach te ihn sofort auf das Landkrankenhaus. Ferner soll an dem⸗ selben Tage der Hülfsarbeiter Dippel auf dem Bahnhofe erheblich gequelscht und auf der Station Hönebach ein Streckenarbeiter überfahren worden sein.
Aus Coblenz, 5. Nov. wird berichtet: Ein Gauner⸗ stückchen, wie solche überhaupt in letzter Zeit nicht gar selten sind, ward gestern in unserer Stabt verübt. Ein Fuhrmann aus Hachenburg stellte am Morgen zwei Pferde in die Stallung eines hiefigen Wirthes. Am Nachmittag erscheint ein junger Mensch, einem Fuhrknechte ähnlich,
daselbst unter dem Vorgeben, er sei von dem Eigenthümer der Pferde beauftragt, eines derselben zur Schmiede zu führen. Der Wirth, nichts Böses ahnend, überläßt ihm solches, und, als eine halbe Stunde später der Fuhrmann erscheint, um seine Pferde zur Heimfahrt anzuschirren, stellte sich die Sache als eine Schwindelei heraus. Alle Versuche, des Schwindlers habhaft zu werden, waren ver— gebens;— Roß und Reiter sah kein Auge weiter.
% Der Winter in Baden-Baden. Der an⸗ muthige, das ganze Jahr hindurch von Fremden besuchte Badeort wird nunmehr auch eine Wintersaison erhalten. Vor wenigen Tagen wurde dem Publikum bekannt gemacht, daß künftig im Winter sämmtliche Säle des Conversationg— hauses, mit Ausnahme des großen Saales, sowie die Restaurationslocale geöffnet bleiben, geheizt und erleuchtet sein werden. An drei Abenden der Woche werden musi⸗ kalische Aufführungen des Curorchesters, wöchentlich einmal Opern- und Schauspielvorstellungen des Karlsruher Hof— theaters statifinden, außerdem die Lesezimmer geöffnet und so ein Mittelpunkt der Geselligkeit geschaffen sein, an welchem Baden-Baden bisher im Winter empfindlichen Mangel litt. Auch der wissenschaftlichen Vorlesungen von Heidelberger Gelehrten hofft man sich diesesmal zu erfreuen, aber am— Spiele wird es zur Würze aller dieser höheren Genüsse auch nicht fehlen.
„ Frommer Schwindel. Die Beschwindelung armer, nach Brod und Beschäftigung seufzender Menschen, vor welcher nicht genug gewarnt werden kann, tritt jetzt in den verschiedensten Gestalten auf. Neuerdings hat diese schnöde Erbarmungslosigkeit auch einmal eine fromme und ehrbare Miene angenommen. In Wien kündigt nämlich ein Mensch an, daß er Jedem gegen Einsendung von dreißig Kreuzern eine Beschäftigung nachweisen werde; es ist kaum zu glauben, aber buchstäblich wahr, daß er mit Briefen und Geld förmlich überschüttet wurde.— Als Antwort erhalten die Einsender eine Reihe von Ge⸗ meinplätzen über die segensreichen Früchte der eigenen Arbeit:„Der Teufel geht herum, wie ein brüllender Löwe; der Teufel in Wien sind die Aulockungen zu den vielen Vergnügungen, Arbeit und Mäzigkeit ist das beste Mittel da⸗ gegen. Von dem Tage des Erhaltens dieses Briefes gehen Ew. Wohlgb. in sich, führen ein christliches Leben, unter⸗ lassen alle Sünden, streben nach Selbsiständigkeit und Besitz und wollen in Zukunft jedem Briese zwanzig Kreuzer beischließen, wenn sie von mir einen weiteren Rath ver⸗ langen. Bereitwilligster E. P. poste restante.“ Die Falle war plump genug angelegt, und doch sind bis jetzt sehr viele Opfer dieses Schwindelbumors geworden.
3 Fortgelaufenes Gepäck. Jemand wollte seinem Freunde durch die Uebersendung zweier Hasen ein Freude machen. Um das Maß der Ueberraschung voll zu machen, hatte er die Thiere lebend eingefangen, sie an eine Schnur befestigt und ihnen eine in Chloroform getränkte Leinwand noch um den Kopf gebunden, so daß die Gebrüder„ ampe“ seiner Berechnung nach im betäubten Zustande ankommen mußten. Sie wurden auf der Expeditson in gewöhnlicher Weise behandelt, und jedem derselben eine Frachtgut— Nummer auf den Pelz geklebt. Als auf der letzten Station einige Gegenstände abgeladen werden sollten, warf der Conducteur auch die beiden Hasen aus dem Waggon. Bei dieser Gelegenheit ward die Kopfumhüllung des einen entfernt, und das Thier durch den heftigen Fall aus seiner Lethargie erweckt. Mit aller Kraftanstrengung sprang es seldeinwärts, seinen noch immer betäubten Kameraden mit sich schleppend, während der Conducteur, starr vor Ent⸗ setzen, ihnen nachsah und dann die Meldung machte,„daß das Gepäck Nr. 107 und 108 davon gelaufen sei.“ Am folgenden Tag erhielt der gute Freund zu seiner nicht ge⸗ ringen Verwunderung das Begleitschreiben des Geschenk— gebers mit dem amtlichen Bemerken, daß die Direktion wohl für„abhandengekommenes“, aber nicht für„fort⸗ gelaufenes Gepäck“ verantwortlich gemacht werden könne.
„ Kaffeebohnen-Fälschung. In der letzten
Zeit ist man einem Industriezweige auf die Spur ge- kommen, dessen Betrieb zur Verfälschung von Lebens-
mitteln gehört. Man hat neulich die Entdeckung gemacht, daß unter den zum Verkauf kommenden gebrannten Kaffee bohnen sich künstliche aus Cichorien und Mehl täuschend ähnlich hergestellte Bohnen befinden. Als Fabrikort, wo man so der Natur ins Handwerk pfuscht, wird Köln am Rhein genannt.
Telegraphischer Bericht. Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.-Agent.
Das Bremer Postdampfschiff„Baltie“, Capt. Rogers, von der Linie der Newyork⸗Bremer Dampsschiffsahrts⸗ Gesellschaft, trat am 2. Nov. wiederum eine Reise via Southampton nach Newyork an und hatte außer einer starken Brief- und Packet-Post 409 Passagiere und volle Ladung an Bord.
Das Bremer Postdampfschiff„Bremen“, Capt. Ney⸗ naber, trat am 2. Nov. wiederum eine Reise via Sout⸗ hampten nach Newyork an und hatte außer einer starken Brief⸗ und Packetpost 342 Passagiere und 480 Tons Ladung an Bord.
Das Bremer Postdampfsschiff„Hermann“, Capt. Wenke, welches am 19. Okt. von Bremen abging, ist nach einer schnellen und glücklichen Reise von 11 Tagen wohl— behalten in Newyork angekommen.
Das Hamburger Postdampfschiff„Germania“, Capt. Schwensen, welches am 21. Okt. von Hamburg 41a Sout⸗ hampton abging, ist nach einer schnellen und glücklichen Reise von 12 Tagen wohlbehalten in Newyork angekommen.
Landwirthschastliches und Gewerbliches.
E. Damit die Wirksamkeit der landwirthschaftlichen Vereine eine noch umfassendere werde, bedarf es, und es kann dies nicht oft genug wiederholt werden, der Gründung weiterer Organe für dieselben. Es erscheint als ein dringen⸗ des Gebot der Gegenwart: Lehrer, hervorragende Land— wirthe und Freunde des Ackerbaues in allen Berufsklassen zur Einrichtung, Leitung und Unterstützung s. g. Orts⸗ besprechungen, Casinos, Kränzchen, Ortsvereine zu gewinnen. Derartige Kränzchen sind die treuesten Gehilfen der Bezirks- vereine, tragen Anregung und Belehrung in diejenigen zahlreichen Kreise, in welche die Bezirksvereine nicht zu dringen vermögen, in Familien, denen man die Bildungs⸗ gelegenheit, so zu sagen„ins Haus bringen muß“; sie verbreiten das richtige Verständniß von den Bestrebungen und der Bedeutung der landwirthschaftlichen Vereine, führen ihnen eine größere Zahl von Mitgliedern zu, fördern ihr Gedeihen, bilden ihre äußersten in den Betrieb hinein⸗ ragenden Spitzen, aus denen sich fortwährend Belehrung in die untersten Reihen der Ackerbau treibenden Bevölkerung ergießt. Es herrscht jetzt(fteilich nur hie und da, es muß aber allerwärts so werden) unter den Gemeinden, Bürgermeistern, Lehrern ein großer Wetteifer bezüglich der Errichtung von Fortbildungsschulen. Die Bezirksvereine haben den Lehrern dierüber allgemeine Andeutungen gegeben, und es steht zu erwarten, daß die Lehrer die Erfahrungen in der nächsten Zeit eifrig benützen werden, um an der Hand der ihnen empfohlenen Grundsätze die einzuschlagenden Wege sich mit immer deutlicherer Schärfe vorzuzeichnen. Die laudw. Bezirksvereine müssen darauf rechnen, daß die Gemeinden, innerhalb deren solche Anstalten entstehen, ihren Lehrern und Vorstehern kräftig zur Seite stehen, die wünschens⸗ wertheste Beihülfe zur Anschaffung von Lehrmitteln, Schul⸗ geräthen gewähren und dem Lehrer den Besuch der landw. Bezirksversammlungen, überhaupt dessen Ausbildung in der Landwirthschaft erleichtern. Wir müssen wiederbolt den Satz aussprechen, daß wir in den Volksschullehrern ungemein wichtige Werkzeuge zur Förderung der Landwirthschaft erblicken. Die Lehrer sollen immer mehr in den Stand gesetzt werden, in die Bestrebungen der landwirthschaftlichen Vereine thätig einzugreifen, mit diesen zu arbeiten an der Förderung der Wohlfahrt der ihnen anvertrauten Jugend und der Exwachsenen ihres Wirkungskreises, und dann werden sie auch auf diesem Felde dem bedeutungsvollen Namen Volkslehrer Ehre machen.—
Errichtung einer Schule in jedem Dorfe von einer gewissen Seelenzahl über-** Der Antrag mußte zurückgenommen werden, weil er unausführ-
nehmen.
Von der durch ihre Dampfspritzen berühmten Fabrik Merrp⸗ weather and Sons in London ist ein„häuslicher Rettungsapparat“ bei
bar sei, wenn man nicht——— die Pächter zwingen wollte, zweimal so viel Arbeiter zu halten als bisher.
Glückliches England, dessen Gesetzgebung sich fürchtet, Volksschulen für die Landbevölkerung zu errichten! Nur Ein Mitglied wagte schüchtern das Wort„Schulzwang“ auszusprechen. In Deutschland, der Schweiz ꝛc., selbst neuerdings in dem freien Amerika(Staat Massachusets) ist man anderer Ansicht- Man nennt da den Schulzwang den wohlthätigsten und berechtigtsten von allem Zwang, weil er der Weg ist zu wahrer Geistes⸗ freiheit für Alle, und hält an dem Satz fest, daß die Eltern genau ebenso zur geistigen Erziehung, wie zu genügender leiblichen Pflege ihrer Kinder verpflichtet seien, und daß der Staat, sowohl im eigenen Interesse als auch als oberster Beschützer der Menschenrechte jedes Einzelnen nicht dul⸗ den dürfe, daß auch der Geringste seiner Angehörigen geistig verkümmere.— Die Sache eröffnet uns aber auch einen Blick in englische Verhält-
flachen Lande: Pächter großer, den Lords gebörender Güter- complext und lose Arbeiter, das ist die Landbevölkerung. Es zeigt sich uns da eine traurige Schattenseite der gepriesenen englischen Herrlühleit.
Nicht die Größe und der Glanz nach Außen, wohl aber das Glück der Bewohner Deutschlands beruht auf seinem Kleinbesitz. Schätzen und schützen wir diesen Kleinbesitz und die Bildungsstätte für die Klein-
besitzer, die Volksschule!
Feuersgefahr empfohlen worden, welcher manchem beklagenswerthen Ereigniß vorzubeugen wohl geeignet erscheint. Er besteht aus einem starken ledernen Gürtel oder statt dessen, wo zahlreiche Familien ein Haus bewohnen, auch aus einem Sacke; daran befindet sich ein Seil mit Flaschenzug und an der Decke oder sonst einem festen Punkte der oberen Zimmer ist ein starker Haken eingeschraubt. Der Rettungsapparat wird im obersten Zimmer auf- bewahrt, wo eintretenden Falls der Flaschenzug nur eingehakt zu werden braucht, so daß jedes Familienglied zuerst die anderen, zuletzt sich selbst herunterlassen kann, indem das Seil lang genug ist, um doppelt die Ent⸗ fernung von dem Giebel des Hauses bis zum Boden zu erreichev. Der Apparat ist ebenso einfach und billig, als zweckmäßig. 8
Ein anderer, mit welchem jüngst auf dem königlichen Bauwerft in Portsmouth Versuche angestellt worden sind, setzt in den Stand, im dicksten Rauch frei zu athmen. Dieser zweite nützliche Apparat besteht aus einem feuerfesten Sack, der mittels zweier Guttapercha-Röhren mit dem Munde communitirt. Mit dem durch einen Blasebalg mit Luft erfüllten Sack auf dem Rücken begab sich der Erfinder, Gallibert, in einen dichtverschlossenen Raum, der zu diesem Zweck durch ein Feuer von feuchtem Stroh u. s. w. mit dickstem Rauche gefüllt war, und vermochte dort ohne Beschwerde sich länger als acht Minuten aufzuhalten. Das Experiment wurde nach ihm von mehreren Arbeitern mit gleichem Erfolge wiederholt.
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