Ausgabe 
7.2.1867
 
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Zur Beachtung!

297 Um den vielen Gesuchen von Bewohnern Friedbergs und besonders der Umgegend wegen Mittheilung der Waschmethode für meine Wasch⸗Ring⸗Maschinen genügend ent⸗ sprechen zu konnen, hatten der Herr Stadtgerichts-Assessor Langsdorf und die Gemahlin des Herrn Professor Hesse in Gießen, die seit Jahren eine Wasch⸗ Ring⸗Maschine ständig in Gebrauch haben, die Güte, mir nachstehende Regeln behufs Ver oͤffentlichung zu ertheilen.

Es ist daraus ersichtlich, daß die eine Methode von der anderen etwas abweicht, die gewaschenen Gegenstände durch die Maschine nach beiden Methoden jedoch stets die größte Zufriedenheit erlangen. Aufträge auf Wasch⸗Ring⸗Maschinen nimmt unter bekannten Conditionen Herr Friedrich Supp in Friedberg entgegen,

oder können auch direct eingereicht werden. Georg Nenzel,

Gießen. Maschinensabrikant.

Zeuguiß. e besitze ich eine von Herrn Georg Nenzel dahier gefertigte Wasch-Ring-Maschine, die ebrauch noch keine Reparatur bedurft hat und sich im besten Zustande befindet. Die Anschaffung einer solchen Maschine kann ich nur empfehlen, da durch die Maschine Brennmaterial, Seife, Zeit und Arbeit gespart werden und die Wäsche sebr rein, auch wen iger verdorben wird, als durch das ge⸗ wöhnliche Handwaschen.

Auf Wunsch füge ich nach Angabe meiner Familie Folgendes an: In die Maschine kommen Züber kochenden Wassers, in welchem Pfund Seife aufgelöst ist. Auf einmal werden darin gewaschen 4 bis 5 Hemden, oder 1 Betttuch mit einigen Küchenzeugen, oder 10 bis 12 Handtücher, oder 16 bis 20 Taschentücher z. zꝛc. Jede dieser Quantitäten wird 10 Minuten lang gewaschen. Farbiges und wollenes Zeug nur 6 Minuten lang. In der Mitte der Zeit wird das Zeug gewendet. Nach einer Stunde fällt man kochendes Wasser mit Seife nach, oder wechselt das Wassec ganz, falls nämlich die Brühe zu trübe geworden. Zum Schluß wird die Wäsche in reinem Wasser geläutert und durch die Ring- Maschiue gezogen. Besonders schmutzige Stellen des schwarzen Zeuges sind vor Beginn des Waschens anzuseifen.

Gießen den 5. Februar 1867. Gustav Langsdorf,

Stadtgerichts-Assessor.

Seit Jahr trotz ständigem G

Regel für Maschinen-Wäsche der rau Prosessor Hesse in Gießen.

Auf 3 hohe Körbe weißer, schmutziger Wäsche nehme man 1 Pfund Seife nebst 1 Pfu nd Soda und 8 Züber kochenden Wassers. Nachdem ½ Pfund Scise nebst ½ Pfund Soda zu einem Brei gekocht ist, und die schmutzigen Stellen der Wäsche nebst Wasser damit so eingerieben sind, daß der Schmutz vollständig los⸗ greifen kann, werden 8 Männerhemden oder 8 Frauenhemden. 10 Servietten, oder 14 Handtücher, oder 2 Tisch⸗ tücher, oder 1 bis 2 Bettlücher, oder auch 25 bis 30 Taschentücher in die Maschine gethan, in welche 2 Züber kochendes Wasser kommt, in dem ein Theil des anderen halben Pfund Seife und Soda sich befindet und darin 10 Minuten lang rasch und lebendig gedreht. Sodann wird die Wäsche mit einem großen hölzernen Löffel aus dem Wasser gebolt und durch die Ring⸗Maschine geleiert, wo sie halb geirocknet heraus⸗ kommt und sich der schönsten Weiße erfreut. Nachdem das Wasser zu 4 verschiedenen Partien von

Wasche gebraucht worden ist, kann man immer noch Sachen darin reinigen, die man beabsichtigt 2 mal zu Taschentücher

waschen, wie z. B. Tasscheutücher, weiße baumwollene Strümpfe oder Küchentücher. brauchen vorher gar nich! angeseift zu werden, ebenso ist es auch bei den Servietten nicht nöthig. Auch die feine Wasche wird in der Maschine sehr schön ohne dadurch zerrissen zu werden.

a 8 Körbe Wäsche waschen. Eine

Eine kräftige Person kann in einem Tage ganz allein etw 5 8 0 11 Hauptsache ist natürlich, daß die Flecken der Wasche vorher gehörig angestrichen sind, daß das Wasser

kochend ist, und daß die Maschine fortwährend ra sch gedreht wird, und wenn es angehet, auch öfters frisches kochendes Wasser zugegossen wird, wobei es nicht nöthig ist, daß dasselbe stets Seifenbrütze sei.

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Friedberg. Der Vorstand.

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299 Unser 2. Ball findet am Freitag den 18. Februar d. J., Abends 7 Uhr, im Saale des Hotel Trapp statt.

Das Damencasino am 10. d. Mts. fällt aus. Der Vorstand.

Turnverein.

300 Freitag den 8. Generalversammlung.

Sängerball

301 zu Fauerbach bei Fr. Sonntag den 10. Februar, im Holler'schen Saale unter Mitwirkung des Kaicher Mufit⸗ Corps. Begiun Uhr. Eintritt 30 kr.

Der Vorstand.

Johannisberg. 293 Dem geehrten Publikum von nah und fern zur Kenntniß, daß meine Wirthschaft tägige ist.

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