Postbezirke nachgesehen
Thurn und Taxis'schen 5 seit dem 1. Juli d.
oder zugestanden war, aufgehoben, doch ist den Betheiligten, welche hieraus einen Entschädigungsanspruch herleiten zu können vermeinen, überlassen, denselben geltend zu machen.
Kiel. Einer der„Kieler Zeitung“ zugegan⸗ genen Nachricht aus Hadersleben zufolge soll die Ausführung des an die Beamten erlassenen Be⸗ fehls, die Angehörigen der nach Dänemark ent⸗ wichenen Militärpflichtigen ebenfalls aus— zuweisen, sistirt worden sein.
Frankfurt. Bei dem am 1. Juli stattge- habten Uebergang der Post an Preußen hat Fürst Max Karl von Thurn und Taxis die Postbeamten
J. Staaten, Baron v. Wydenbruck, lautet:
ihres Diensteides entbunden, nicht ohne der nahe vierhundertjährigen Verwaltung des Postwesens durch die Taxis'schen Beamten mit gerechtfertigtem Stolze zu gedenken. Auch der seitherige Admi⸗ nistrator der Taxis'schen Posten, der k. pr. Post⸗ rath Stephan, hat bei dem eingetretenen Abschluß der Administration von den Postbediensteten mit anerkennenden Worten Abschied genommen, wäh⸗ rend der königl. preuß. Staatsminister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten, Graf v. Itzen⸗ blitz, sie beim definitiven Eintritt in den preußi⸗ schen Dienst vertrauensvoll willkommen heißt. Die Vorsteher der größeren Postämter werden zu Post⸗ directoren, die der kleineren zu Postmeister, sämmt⸗ liche Secretäre und angestellte Postassistenten zu Postsecretären, die geprüften Postpracticanten zu Postassistenten, die übrigen zu Posteieven, die Vorsteher der Postverwaltungen und Expeditionen I. Cl. zu Postexpedienten, die der II. Cl. und die Vorsteher der Postablagen zu Postexpediteuren ernannt.
— Die Wahlen zur Stadtverordneten ⸗Ver⸗ sammlung sind nunmehr auf den 18. Juli anbe⸗ raumt worden.
Sachsen. Durch den Einsturz eines Schach⸗ tes auf dem Kohlenbergwerke„Neue Fundgrube“ zu Lugau bei Chemnitz sind 103 Bergleute ver⸗ schüttet worden. Der Arbeitsschacht, in welchem sie dem leider wahrscheinlich sicheren Tod geweiht
worden, befindet sich 823 sächsische Ellen unter der Erdoberfläche; die Erd⸗ und Gestein⸗Masse, vermischt mit Zimmerhölzern, ist wenigstens auf 250 Ellen Tiefe eingesunken. Durch das nach träglich erfolgte sechsmalige Nachstürzen von Ge⸗ stein werden die angestellten Rettungsversuche leider fast hoffnungslos. Die Noth unter den betroffenen armen Familien ist sehr groß; gegen 300 Kinder weinen um ihre verschütteten Väter und Ernährer.
Bayern. München. Die Kaiserin von Oesterreich ist gleichfalls wieder nach Wien zurück⸗ gekehrt. Nachrichten von dort melden, daß die Reise des Kaisers von Oesterreich nach Paris auf unbestimmte Zeit aufgeschoben, aber keines wegs aufgegeben sei.
— Der ständige Ausschuß des Deutschen Ju- ristentages macht jetzt in einer Ansprache be⸗ kannt, daß er nach einstimmigem Beschlusse die Versammlung des Juristentages für den 26. bis zum 29. August hierher nach München anberaumt habe.
Oesterreich. Wien. Die durch den Tele⸗ graphen aus Wien gemeldete Botschaft, daß der unglückliche Kaiser Maximilian von Me⸗ xiko einem Acte grausamer Härte verfallen ist, beruht auf 2 Kabeltelegrammen, welche die amt⸗ liche„Wiener Zeitung“ veröffentlicht. Das erste der Telegramme, ist von dem k. k. General- Consul in Newyork, Loosey, aufgegeben. Es lautet wörtlich:„Wien von Amerika. Aufgegeben den 30.(29 2) Juni, 2 Uhr 14 Minuten Vor- mittags: Ich habe folgende Depesche erhalten: Aus Mexiko wird mir via Neworleans, 29., vom Geschäftsträger die Nachricht mitgetheilt, daß der Kaiser Maximilian verurtheilt und am 19. Mor⸗ gens 9 Uhr erschossen worden ist. Der Prä⸗ sident verweigert die Auslieferung des Leichnams. Die„Elisabeth“ ist zum Trans- port der Oesterreicher von Vera⸗Cruz bestimmt. Groller, Schiffscapitän.(Gez.) Loosey, österrei⸗ chischer General- Consul in Newyork.“ Das
österreichischen Gesandten bei den Vereinigten „Wien von Amerika. Aufgegeber am 29. Juni, 4 Uhr 25 Minuten Nachmittags. Samstag. Mit Ent⸗ setzen melde ich, daß ich soeben folgendes Tele- gramm von Neworleans erhalten:„Von Vera⸗—
Cruz kommt mir die telegraphische Nachricht der
Verurtheilung und des Todes des Kaisers Maxi⸗ milian zu. Juarez ist im Besitz der Leiche.“ Die Depesche ist unterzeichnet vom Schiffscapitän Grol⸗ ler, die Nachricht im auswärtigen Amt noch nicht bekannt. Ich erfahre ferner, daß die Hinrichtung durch Erschießen am 19. Juni 7 Uhr Morgens erfolgte.(Gez.) Wydenbruck.“
Dänemark. Kopenhagen. Dreißig Mitglieder des Reichstages haben eine Adresse an den König in Vorschlag gebracht, in welcher die Frage der Wohlfahrt Däuemarks und die Durchführung der bekannten Clausel des Prager Friedens besprochen wird; sie constatirt ferner das Verfahren Preußens in Schleswig als den gegebenen Zusagen widersprechend und den Schmerz des dänischen Volkes über die Leiden seiner Brü⸗ der in Schleswig. Der Reichstag hofft dennoch auf die endliche befriedigende Lösung dieser Frage in der Art, daß eine auf den Wünschen des Vol⸗ kes basirte Trennung des deutschen und dänischen Elements stattfinde und endlich eine dauerhafte Freundschaft zwischen beiden Nachbarvölkern ein⸗ trete durch eine Ordnung der Dinge, die keine neuen Keime der Zwietracht zurückläßt.
Frankreich. Paris. Wie der„Moni⸗ teur“ meldet, sind Angesichts der trüben Besorg ⸗ nisse, welche die, wenn auch nicht officiellen, De⸗ peschen über das traurige Schicksal des Kaisers Maximilian hervorgerufen, die in Aussicht genommenen Festlichkeiten abbestellt worden.— Der„Presse“ zufolge hat sich die Hinrichtung des Kaisers Maximilian bestätigt; der Hof wird darum 21 Tage Trauer anlegen. Demselben Blatt zufolge soll es positiv sein, daß der Kaiser von Oesterreich nicht nach Paris kommen wird.
— Es kamen bei der Feierlichkeit in der
Ausstellung 60 große Preise, 900 goldene, 3600 silberne und 5000 broncene Medaillen, außerdem noch 9000 ehrenhafte Erwähnungen zur Vertheilung. Der große 100,000⸗Preis zer⸗ fällt, wie man weiß, in zwölf kleinere Preise, von denen fünf auf Frankreich und je einer auf Preu- ßen, Württemberg, Oesterreich, Belgien, Brasilien, Schweden und Italien kommt. — Der Sultan soll über den ihm dahier bereiteten Empfang sehr erfreut und befriedigt sein. Bei seiner Ankunft habe er zu dem Kaiser gesagt:„Es ist der Sultan, welcher dem Kaiser, die Türkei, welche Frankreich, und der Islamis- mus, welcher der Christenheit einen Besuch ab⸗ stattet.“
— Die heutige„Amtszeitung“ sagt: Eine kaiserliche Anordnung befiehlt, vom 5. Juli ab, eine siebenwöchentliche Hoftrauer für den Kai⸗ ser Maximilian.— Aus dieser Anordnung geht hervor, daß am Wiener Hof die zuverlässigsten Nachrichten über das tragische Ende des Kaiser Max eingetroffen sind und es schwinden vollstän⸗ dig die schwachen Hoffnungen, welche man für das Leben des Kaisers gerne hegen mochte.
Großbritannien. London.„Reuters Office“ veröffentlicht eine Depesche aus Newpork vom 3. Juli, worin die Erschießung Maximilian's, Mejia's und Miramon's officiell bestätigt wird.
Friedberg, 3. Juli. Schon wieder wurde heute in hiesiger Stadt ein schulpflichtiges Kind von einem Homburger Fuhrwerk überfahren. Ob das Kind einen bleibenden Nachtheil davon tragen wird, läßt sich noch nicht mit Bestimmiheit voraussagen. Mit Rücksicht auf die so häufig vorkommenden Unglücksfälle ist man ängstlich, Kinder nur noch die Straße betreten zu lassen und das Publikum wird herausgefordert, die gesetzlichen Bestim⸗ mungen zu prüfen, welche zur Verhütung solcher Vor⸗ kommnisse erlassen worden sind und die Frage aufzuwerfen, ob in dieser Hinsicht die so nöthige Ueberwachung auch in gehöriger Weise stattfindet. Die bestehenden Bestim⸗ mungen, welche das all zu schnelle Fahren in den Städten und Ortschaften verpönen, sind unsrer unmaßgeblichen Ansicht nach an sich kaum ausreichend, um Unglücksfälle
zweite, später eingelangte Telegramm von dem
dieser Strafbestimmungen werden mit so geringer Strafe
der fraglichen Art zu verhüten und die Ueberltretungen
bedroht, daß werden kann. Schnelligkeit insbesonder sonstige, aus Liebhaber
ihre Wirksamkeit Jeder hiesige Einwohner weiß, mit welcher
sehr in Frage gestellt e, die Homburger
f Kutscher und ei den Kutschersitz
einnehmende
Personen männli hen und weiblichen Geschlechts, täglich
durch die Ludwigsstraße f daß nicht schon viel meh müssen, als es bis jetzt
scheint es uns unumgänglich
ahren, und es ist zu verwundern, r Menschen darunter haben leiden der Fall war. Um so mehr aber geboten, daß für die Stadt
Friedberg besondeie Bestimmungen zur Sicherheit der Menschenleben gegen das schnelle Fahren getroffen und
namentlich in
Homburg
und Nauheim in geeigneter
Weise bekannt gemacht werden, als die vielen in hiesiger Stadt sich aufhaltenden taubstummen und blinden Kinder eines ganz besonderen Schutzes bedürftig sind und ohne
alle eigne werden.—
Schuld häufi Wir sind de
Damen, welche zu ihrem Vergnügen Nauheim, oder umgekehrt sahren,
kann, ob sie 5 Minuten
Bestimmung eintreffen, daß dagegen um das die Gesundheit andrer Menschen zu schonen,
gerechtfertigt sein würde,
sehr belebten Stadt nur in langsamem
werden dürfe.
V. Friedberg 3. Juli.
die vierke ordentliche G und Alicen-Stiftung.
g der größten Gefahr ausgesetzt r Ansicht, daß den Heeren und von Homburg nach es ziemlich einerlei sein früher oder später am Ort ihrer Leben oder es sicherlich wenn in der hiesigen überhaupt Trabe gesahren
Gestern tagte zu Offenbach eneralversammlung der Ludwig⸗
Die Versammlung war im Hin⸗
blick auf die bereits angekündigte Jubelfeier des hiesigen Seminars an Zahl der Theilnehmer— etwa 150— geringer als die drei vorausgegangenen, stand ihnen aber
an Begeisterung für die
gute Sache, an Streben zu immer
geöß det Einigung, Fernhalten der Mißklänge und somit an würdigem Verlauf nicht im Geringsten nach.— Waren die zur Berathung und Schlußfassung vorgelegten Gegen⸗
stände auch nicht von der tiefeingreif
z. B. die vorjährigen, so sast fünf Stunden lang in
enden Bedeutung, wie hielten sie dennoch die Anwesenden der gespanntesten Anfmerksamkeit.
Außer dem Rechenschaftsbericht vom letzten und der Rech⸗
nungsübersicht von zwei waltungsaugelegenheilen,
Jahren wurden noch weitere Ver⸗ Ergänzung der Geschäftsordnung,
Anträge von Mitgliedern und Ergänzungswahlen für den
Ausschuß, freiwilligen und erledigt.
nach geschehener Auslosung Rücktriit von einem Mitgliede vorgenommen Als Benefiz pro 1868 waren von Seiten
von dret und dem
des Vorstandes abermals 35 fl. für die passendste Summe erachtet worden, und die Versammlung gab nach langem Debaltiren mit viel pro und contra einzelner Mitglieder
ihre Zustimmung ebenso vorgesehenen 200 fl. zi
Wiltwen und Waisen früher verstorbener
Bei dem Rückblick auf
bereitwillig ab, als zu den weiter ir Unterstützung für vedürftige Vereinsmitglieder.
das abgelaufene Verwaltungsjahr
wurde der Bestätigung der vorjährigen Statutenveränderung
und der so überaus wicht rechten an die Stiftung des Großherzogs der freundlichen Geber v wobei das Hohe Prolekto Prinzessin Ludwig, K. Summe obenan standen
igen Verleihung von Corporations⸗ durch die Gnade Sr. K. Hoheit
mit ganz besonderem Danke gedacht und
on so manchem Geschenk erwähnt, renpaar der Stiftung, Prinz und Hoheiten, mit einer namhaften . Nach wohlvollbrachtem Tage⸗
werk— es war 3 Uhr vorüber— konnte zu dem im
Schlosser'schen Garten, Mititagessen geschritten
nächst dem Main, bereitgehaltenen
werden.
Eine schöne Militär⸗
Blechmusik überraschte und wirkte sehr erheiternd auf die
Tischgesellschaft von so sirebenden.— Der erste Hoheit, unsern allverehrte
vielen Gleichgesinnten, Gleich⸗ von dem Präsidium auf Se. K. n Eroßherzog, ausgebrachte Toast,
gab durch seinen über die Fluthen des Mains dringenden
lauten Schall Zeugniß v
on dem Auklang, welchen derselde
bei den Anwesenden fand.— Auch andere, ernste und
scherzhafte
Trinksprüche, trugen viel zur Hebung der Stimmung bei und selbst der
Regen, welcher nach satl⸗
samer Aufrichtung des Schiefgelegenen reichlich floß, konnte die Heiterkeit nicht unterdrücken, gab vielmehr durch die veranlaßte Flucht unter Dach dem Humor neue Nahrung. — Den Vorstandsmitgliedern aber war noch ein Nachlisch
von nicht so erquicklicher tafel war. Er zog sich Platzregen in den Bera
noch einen neuen Präsidenten zu wählen,
Art vorbehalten, als die Haupt⸗ nämlich nach vorübergegangenem thungssaal zurück, um schließlich da der seitherige,
Lehrer Menges aus Woems, nicht zu bewegen war, dieses
Ehrenamt, welches er f
eit Constuulcung der Gesellschaft
mit ebensoviel Liebe, Eifer und Aufopferung für die Sache,
als mit Takt und Festigkeit verwaltete, Der zu seinem Nachfolger einstimmig Erwählie,
Hut aus Darmstadt,
streben geneigt, den eindringlichsten Vorstellungen, unter Versprechung aller möglichen
das ihm zugedachte, m übernehmen.
Frankfurt. Nächster Tage wird eine Anzahl Knaben
vor dem Zuchtpolizeigeri
bei 50 Diebstähle, thellweise unter
ständen, zur Last gelegt
im Augenblick hier sehr lebgast. 300, und am 4. ds. an 250 höfen angekommen, darunter Amerikaner von Distinction. Aus Mheinhessen.
an den Trichinen erkrankt,
letzten Assisen in Mainz r
Ein Arzt aus
geschnitten und Trichinen selben zu retten. Ein elben Schinken verzehrt,
Tod abgegangen.
fand sich nur nach langem Wider⸗
Darmstadt, der in Hetstäd gewesen, habe ein Stückchen Brustmuskelfleisch dem
länger zu behalten. College
Beihülfe, nachzugeben un it viel Arbeit verknüpfte Amt zu
t abgeurtheilt werden, welchen 0 Nane erschwerenden 17 Der Fremdenverkehr ist So waren am 3. an Fremde in den hiesigen Gast viele Russen, Engländer und
sind.
In Undenheim ist ein Maun der als Geschworener bei den ohen Schinken gegessen haben soll.
Patienten heraus⸗ entdeckt. Man hofft jedoch den, Freund, der mit ihm von dem⸗ ist schon vor einigen Wochen mit
br sldwebel ere
daun hela f aug 0 Funthal ein! 7 ned. E. Müller von 0 Jihanmistade Lande valle m nun d Stutt Passagi're Bahnzugs 0 Mnoßlraße Dort ah m eren und Pferden eine 0 Fuß le ein hat Na und sah aus N Werde, Wie nicht germ ihm aus seinem Zit 2 80 hat Prof. die in 48 8 bei Versuche hat: es in 2 Th. Sar nicht gel Wasser abg Portland cet (aber nich hinzu, inisch gut durch ei XWoer Jodie Waßß hinzu, daß in gewötz in die Oef wird, na wie auch mit tiner ——
Mitgeiheil
Das 2 bes Nerd Bremen ab
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