Oeffentliche Aufforderung. [1852] Forderungen an den, unterm 3. März d. J. dahier verſtorbenen Johannes Bech⸗ ſtein I. ſind, wenn ſie bei Abſchluß des In⸗ ventars und Vertheilung des Nachlaſſes berück- ſichtigt werden ſollen, binnen
14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen. 5 Friedberg den 11. November 1857. Großherzogliches Landgericht Friedberg. J. V. d. L.:
v. Lepel,
Landgerichts ⸗ Aſſeſſorr. Butzbach. Verkauf getragener ns u. Reitzeugſtücke. [1853] Montag den 23. dieſ. Monats, Vor- mittags von 8 bis 12 Uhr und des Nachmit⸗ tags von 1 bis 5 Uhr, werden in der hieſigen Reitercaſerne verſchiedene getragene Montirungs⸗ ftücke, darunter auch Reitermäntel, ſodann ab⸗ gängiges Reitzeug und Caſernerequiſiten gegen Baarzahlung öffentlich verſteigert.
Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dies in ihren Gemeinden geeignet bekannt machen zu laſſen. 8
Butzbach den 13. November 1857.
In Auftrag des Verwaltungsraths: Cellarius, Oberquartiermeiſter.
Betfkanntmachung. 11854] Montag den 23. u. Dienſtag den 24. November l. J., jedesmal von Vormittags 9 Uhr anfangend, werden auf freiwilliges An⸗ ſtehen, erbvertheilungshalber, durch den Unter⸗ zeichneten auf der Seemühle bei Nieder⸗Rosbach nachbenannte Gegenſtände einer meiſtbietenden Verſteigerung gegen gleichbaare Zahlung, aus. geſetzt, als:
1) 1 Pferd,
2) 3 Kühe,
3) 4 Rinder, worunter 2 Stück 2 Jahre und 2 Stück ½ Jahre alt,
4) 1 großes Schlacht⸗Schwein,
5) 9 Sprenger,
6) 16 Stück Hühner und 1 Hahn, Enten,
7) 1 vollſtändiger Wagen,
3 Stück
374
15) 1 große Quantität Dickwurz, 16) 50 Malter Kartoffeln, 17) 60 bis 80 Centner Grummet, und ſonſt noch mehrere Haus und Oecomiege⸗ räthe. Nieder ⸗Rosbach am 14. November 1857. In Auftrag Großberzogliches Ortsgericht Nieder⸗Rosbach Der Vorſteher Jo ft.
Braunſehweiger Flachs 11699] bei Wilhelm Fertſch.
Unentgeltlicher Rath und Beiſtand
für Bruchleidende.
[1753] Um dem ſchmählichen Treiben einer Anzahl Pfuſcher und Quackſalber ein Ende zu
machen, werde ich von jetzt an jedem Bruch⸗ leidenden meine Erfahrung mittheilen, wo⸗ durch Jeder geheilt werden kann. Ich werde dafür nichts verlangen, als daß man die Briefe an mich frankire, denn das Bewußtſein, Viele glücklich gemacht zu haben, iſt auch eines Opfers von meiner Seite werth. Dr. med. Krüſy, auf dem Platz in Gais, Kant. Appenzell, in der Schweiz.
Verloren. [1835] Ein Zollſtab von Fiſchbein iſt verloren worden. Der Finder wird erſucht, denſelben gegen eine Belohnung an den Unterzeichneten abzugeben. J. Falck.
Lebkuchen [1856] ächter Qualität von heute an ſtets vor⸗ räthig bei
14. November 1857.
Marinirte Häringe 11859] find im Laufe des Winters fortwährend zu haben bei
J. A. Windecker. Erbſen, Bohnen, Linſen,
[1860] vorzüglicher Qualität, empfiehlt P. F. Schmittner.
Theater in Friedberg.
Mittwoch, 18. Nov.
(Im Saale des Herrn Gerlach.) Zuerſt:
La Gitana,
ſpaniſcher Nationaltanz, getanzt v. Emilie Pietſch. Hierauf:
Frauenliſt
oder:
Ränke über Ränke,
Luſtſpiel in einem Akte von A. v. Kotzebue. Hierauf.
Polka militaire,
polniſcher Nationaltanz, getanzt von Emilie Piet
Zum Schluß: Der Kurmärker und die Picarde,
Genrebild mit Tanz und Geſang von Louis Schneider.
Preiſe der Plätze:
Friedberg den C. Stelz,
Uſergaſſe Nr. 241.
8) 2 Pflüge,
9) 2 eiſerne Eggen,
10) 1 kleines Brandweinbrennereigeſchirr, ohne Bütten,
110) 1 Pfuhlfaß,
12) 1 Waſchbütte,
139) 1 Fruchtfegemühle,
14) 2 ſchöne Eichen⸗Bauſtämme, Cubik⸗Fuß,
circa 365
Sardellen& holländiſche Häringe 5 A. Windecker.
[18571 bei a Sehr ſchönes Weißkraut [18581 hat zu verkaufen
Heinrich Hanſtein IV.
1. Platz 30 kr. 2. Platz Is kr. Kinder unter 10 Jahren zahlen auf den 1. Platz 18 kr.
Anfang halb 8 Uhr.
[1841] Zu dieſer nur einen von uns hier ſtattfindenden Vorſtellung laden ein hochgeehrtes Publikum ganz ergebenſt ein
Carl& Emilie Pietſch.
naten ihre Eier ab.
zweiter Zug und im Herbſt ein dritter.
halten ihre Haupternte im Frühjahr, oder Frühlingshäring gilt ihnen
fetteſten; bei den Holländern
unverletzliches Geſetz, vor Johannis keinen Häring zu fangen,
und dieſe Sommerhäringe, die ſie an
fingen und noch fangen, ſind die bekannten„holländiſchen“
Häͤringe, die beſten von allen.
In
dann zogen ſie ſich nach Weſten zur
dem Anfange dieſes Jahrhunderts erſcheinen auch große Maſſen von Häringen in den Mündungen der Elbe und die in die Nordſee münden, wo Das ſchwediſche Gothenburg, das
anderer Flüſſe, keine bemerkt hatte. früher durch den Häringsfang ſich arm geworden,
Kap Lindesnäs bis Jahren iſt auch dort wieder eine den, und einzelne Züge ſcheinen ſich thenburger Scheeren zu wenden.
Mitten im Sommer erſcheint ein
für den dagegen galt es lange als
früheren Zeiten beſuchten die Häringe mit Vor⸗ liebe die Küſten von Norwegen, Schweden und Dänemark;
weil der Beſuch des F hingegen ward wiederum die norwegiſche Weſtküſte vom Bergen reich bedacht, aber ſeit zehn Abnahme verſpürt wor⸗
Gewiß herrſcht in die-
der Zufall; maßungen die Annahme, wenn ſie die alte
Die Norweger und ihr„Vaarhild“ größeſten und
der ſchottiſchen Küſte
engliſchen Seite; ſeit für ihren kleinen
man früher inſeln drängend. bereichern konnte, iſt iſches ein Ende nahm,
abermals zu den Go⸗
ſen Wanderungen ein beſtimmtes bisher haben die Naturkundigen nur Muth⸗ darüber aufſtellen können, von denen jedoch daß die Häringe ſich neue Weide ſuchen,
Schon zu Anfang giſchen Fiſcher auf die Inſeln, digen Archipelagus an Mit Sehnſucht erwarten Wanderſchaaren ſich nahen; vorweg ihre Ern
ihren Naſenlöchern die ſie wie Pfeile durch die immer enger zuſa
Auge des Landmanns das Auge der Fiſcher Schuppen der Häringe(manche ſchwimmen im Gedränge auf dem Rücken) erglänzende Fläche des Meeres. Jedes Fiſcherboot hat ſeine Netze in Bereitſchaft, wovon die an⸗ dere Hälfte ausgeworfen wird, ſobald die erſte gefüllt iſt. Schaluppen ſtehen überall bereit,
Geſetz, und nicht blos
verzehrt haben, viel für ſich hat.
Februar begeben ſich die norwe⸗ welche einen ſo merkwür⸗ der Weſtküſte von Norwegen bilden. ſie die erſten Anzeichen, daß die das ſind die Wallfiſche, welche
ten auf dem Häringsfelde halten, denn Schlund iſt der Häring gerade recht. Aus
Waſſerſtrahlen ſpritzend ſchießen See, die geängſteten Häringe
mmentreibend und zwiſchen die Klippen⸗
Wie ein volles wallendes Kornfeld dem entgegenlacht: ſo blinkt luſtig für die von tauſend und aber tauſend
um die Beute in Em⸗
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Concentrirte! Peru⸗Guano
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