Ausgabe 
17.11.1857
 
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latz Wee.

Ubr.

ie Pietſch

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Vereins-Frachtbriefe

nach dem neueſten Reglement der deutſchen Eiſenbahn⸗ Verwaltungen

ſind zu den Preiſen:

1000 Stück zu fl. A4. 30, 100 Stück zu 28 kr., 50 Stück zu 15 kr., 25 Stück zu 9 kr.,

zu haben in

C. Bindernagel's Buchhandlung

in Friedberg.

Düngemittel Frankfurter Actien-Geſellſchaft

für landwirthſchaftlich-chemiſche Fabrikate. Gedampftes Knochenmehl(guaniſirtes) in feinem und gröberem Pulver für Getreide ꝛc Sauerer phosphorſauerer Kalk(Superphosphat) für Gemüſe, Rüben aller Gattung, 8 Wieſen, Futtergewächſe ꝛc., zur Kopf düngung des Getreides. Concentrirter Dünger(künſtlicher Guano) für Oelgewächſe, Tabak, Kartoffeln, Hopfen ꝛc.

Concentrirter Dünger für Weinberge. Peru⸗Guano, in Original⸗Verpackung.

* mit ſauerem phosphorſauerem Kalk gemiſcht, in feiner Pulverform. Eiſenlauge zum Fixiren des Ammoniaks in der Jauche ꝛc. Comptoir und Niederlage in Frankfurt a. M., Hochſtraße Nr. 51. 13001 ſowie bei Kaufmann H. Hahn in Friedberg.

Aachener- Münchener Feuerverſicherungs- Gelſellſchaft.

11861] Nachdem Herrn F. A. Nau in Friedberg die Agentur dieſer Geſell ſchaft entzogen und dieſelbe für den Kreis Friedberg dem Kaufmann Herrn Louis Winheim daſelbſt übertragen worden iſt, erſuchen wir, ſich von jetzt an in allen Beziehungen zu obiger Geſellſchaft an Herrn Louis Winheim wenden zu wollen.

Aachen den 11. November 1857.

Die Direction Brüggemann.

Zu verkaufen. 11862] Ein fetter geſchnittener Faſelochs iſt zu verkaufen bei Rödgen.

350 fl. Verwaltungsgeld [1863] liegen zum Ausleihen bereit bei Glaſermeiſter Wecker ling.

Warnung.

[1864] Da mein Sohn Franz Joſeph Langs⸗ dorf ſich unterſtanden hat leichtfinnige Schulden zu machen, ſo finde ich mich hierdurch und durch die mir zugefügte Mißhandluug veranlaßt, Je- dermann zu warnen demſelben auf meinen Namen etwas zu borgen oder zu leihen, indem ich für nichts haften werde. Rockenberg den 7. November 1857. Anton Langsdorf III.

Conrad Jehner.

889 88889. 68888. 888 888 888888 8 88888.

N 8 5 S. Steinhäuser, Gold- und Silberarbeiter 1605 in Friedberg, empfiehlt ſein Lager der modernſten Gold⸗ u. Silberwaaren zu den billigſten Preiſen.

Beſtellungen und Reparaturen werden ſchnell und dauerhaft ausgeführt, auch werden Haarflechtereien zu Uhrketten, Fin gerringen, Armbändern ꝛc. ꝛc. in ſchönen Muſtern beſtens beſorgt.

TCC

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8.2

9.989.908.9898 888989. 888.989.888 980.989.95

Seh. 959.909.959 988-9. 99e 8. 8 80

= 8

pfang zu nehmen und ſie den am Strande weilenden Kauf- lieferte. leuten zu überliefern. Die Arbeit des Einſalzens wird erſt in Stavanger oder Bergen vorgenommen; von Ton nen umringt ſitzt da Jung und Alt, um dem Häring den Leib aufzuritzen, die Eingeweide zu entfernen und den ge reinigten Fiſch dann auf den Platz des Einſalzens zu fuh ren. Wie viele Menſchen werden durch den Häring in Thätigkeit verſetzt! Die Bauern, welche das Holz fällen und anfahren, die Küfer, welche es verarbeiten, die Frauen

und Kinder, welche den Häring reinigen, die Fiſcher und größten Wohlthäter ſeiner Nation. im Jahr 1556 durch Biervlit kam, ließ er demum ſein hochverdienten Mann Durch die Sorgfalt, mit welcher die Holländer den ring einſalzten, ward derſelbe erſt ein ſo ausgezeichneter Handelsartikel, der auf beliebige Entfernung verſchickt wer den konnte, ohne Gefahr von ſeiner Güte etwas einzu Die Kunſt des Einſalzens ward aber auch von der holländiſchen Regierung ſo geheim gehalten, daß die Kör⸗ perſchaft der Häringsfiſcher einen feierlichen Eid ablegen mußte, das Geheimniß zu bewahren; allen Fremden ward der Zutritt zu den holländiſchen Fiſcherbarken ſtreng un

Schiffer, welche auf den Fang ausziehen, die Bootsleute und Rheder, welche die Ausrüſtung beſorgen, endlich die Vaterland Kaufleute, welche die Verſendung und den Verkauf der eingeſalzenen Fiſche übernehmen Alles zieht ſeinen Nutzen von dem ſegensreichen Fiſch.

Vor allen andern Nationen ſind es aber die Hol länder, welche dem Häring nicht bloß einen guten Geld erwerb, ſondern einen guten Theil ihres Nationalwohl ſtandes überhaupt verdanken, da dieſer von der Seetüchtig keit abhing. Indem ſie die Häringsfiſcherei zur größten Blüthe brachten, bildeten ſich jene kühnen Schiffer, die Wind und Wetter Trotz boten eine Matroſenſchule, die auch für größere Unternehmungen tüchtige Zöglinge

büßen.

terſagt.

Die holländiſchen Häringe waren ſeit Jahrhun derten die geſuchteſten auf allen europäiſchen Märkten, und weder die ſchwediſchen, noch die däniſchen, noch die eug liſchen Häringe kamen dagegen auf, denn kein anderes Volk verſtand ſich ſo gut wie das holländiſche auf die Kunſt des Einpoͤkelns. Wilhelm Beukelzoon aus Biervliet, einem kleinen Dorfe in Seeland gebürtig, theilte im Jahr 1380 ſeinen Landsleuten die von ihm gemachte Erfindung des Einpökelns durch Seeſalz mit und ward dadurch einer der

Als Kaiſer Karl V.

ein Denkmal ſetzen.

(Fortſetzung folgt.)