1000 Gulden [1812] liegen in der Kaſſe des Auguſtiner Schul⸗ fonds dahier zum Ausleihen bereit. Friedberg am 4. November 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg B e ner.
Obligationsverlooſung. [18131 Von dem bei dem Handlungshauſe Lind⸗ heimer in Friedberg gemachten Anlehen wurden bei heutiger Verlooſung die Partialobligationen
Nr. 31 von 400 fl. und Nr. 92 von 100 fl. auf den 1. Januar k. J. zur Rückzahlung be⸗ ſtimmt. Dieſes wird den Inhabern genannter Obligationen mit dem Anfügen eröffnet, daß die Zahlung am genannten Tage bei der hie⸗ ſigen Gemeindekaſſe erfolgt und von da an keine Zinſen vergütet werden. Heldenbergen den 31. Oktober 1857. Großherzogliche Weener Heldenbergen rnölr⸗
Immobilien ⸗Verſteigerung. 11814] Montag den 16. November, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die zum Nachlaß des hier verſtorbenen Bürgers und Schreiners Jacob Nicolaus Stamm ge— hörenden Immobilien, wie ſolche im Intelli genzblatt Nr. 21 und 22 von 1857, Inſerat 373, näher bezeichnet ſind, meiſtbietend ver⸗ ſteigert.
Friedberg den 9. November 1857.
In Auftrag Großherzogliches Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg
Der Vorſteher BD
Bekanntmachung. 18151 Montag, Dienſtag, Mittwoch und Donnerſtag den 16, 17., 18. und 19. November 1857 ſollen auf der Schmitte bei Rodheim, Kreis Gießen, nachverzeichnete Gegenſtände meiſtbietend gegen baare Zahlung verfteigert werden, nämlich:
2 zweiſpännige und 1 einſpännige Chaiſe, 4 Oeconomiewagen, 2 Reitſättel, Zäume, Chaiſen- und Ackerfahrgeſchirre, Pflüge, Eggen, Häckſelbank, verſchiedenes Werkholz, Faßdau⸗ ben, Leitern, Fäſſer, große und kleine Bütten und viele andere Oekonomie-Gegenſtände, mehrere Centner altes Eiſengeräth, Blei, ſo⸗ dann gebrauchte Möbel aller Art, als: Schränke, Tiſche, Commode, Schreibtiſche, vieles Bettwerk, Haarmatratzen, Küchenge⸗ räthe, Teppiche, Roßhaare, ein Flügel von
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6 Oktav, Glas⸗ und Porcellain, Cry⸗
ſtall, Lampen, filberplattirte Leuchter, der⸗ gleichen Thee- und Milchkannen, ſowie Zucker⸗
doſen und Kühlflaſchen ꝛc., Kleidungsffücke,
Weißzeug, Reiſe, und andere Koffer und der⸗
gleichen mehr. 5
Am erſten Tage kommen zur Verſteigerung: die Chaiſen, Ockonomiegeräthe und die bis zu den Möbeln verzeichneten Gegenſtände, ſow ie der 6 ½ octavige Flügel,
am zweiten und die folgenden Tage die Möbel, das Bettwerk, Küchengeräthe ꝛc.
Die Verſteigerung beginnt jeden Tag des Morgens um 9 Uhr.
Gießen am 8. November 1857. Die Verwaltung der Freiherren van der Hoop
auf der Schmitte.
Arbeits ⸗Verſteigerung. [1816] Donnerſtag den 12. d. M., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll dahier auf dem Bu⸗ reau des Unterzeichneten die Anfertigung einer hölzernen Pumpe in den Gemeindebrunnen, ſowie das Zulegen deſſelben mit Eichen⸗Bohlen an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden.
Wiſſelsheim am 7. November 1857. Der Großherzogliche Beigeordnete Nürnberger.
Braunſchweiger Flachs 1699] bei Wilhelm Fertſch.
Unentgeltlicher Rath und Beiſtand
für Bruchleidende.
[1753] Um dem ſchmählichen Treiben einer Anzahl Pfuſcher und Quackſalber ein Ende zu
machen, werde ich von jetzt an jedem Bruch⸗
leidenden meine Erfahrung mittheilen, wo⸗ durch Jeder geheilt werden kann. Ich werde dafür nichts verlangen, als daß man die Briefe an mich frankire, denn das Bewußlſein, Viele glücklich gemacht zu haben, iſt auch eines Opfers von meiner Seite werth.
Dr. med. Krüſy, auf dem Platz in Gais, Kant. Appenzell, in der Schweiz.
Ein Logis 11785] im mittleren Stocke meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann bis den 1. Februar bezogen werden. J. A. Menges.
Handlungs⸗Lehrling. [755] In ein frequent ſchönes Geſchäft in Frankfurt wird ein Lehrling von braven El⸗ tern geſucht, bei Verlangen kann Koſt und Logis A 200 fl. per Jahr gegeben werden. Näheres unter Angabe der Nummer dieſer Anzeige bei der Expedition d. Bl.
Pferdverkauf.
11771] Freitag den 13. November Nachmit⸗ tags zwei Uhr, ſoll in unſerer Behauſung ein gut gehaltenes noch junges Pferd, das ein-und zweiſpännig als Acker- und Chaiſenpferd be⸗ nutzt worden iſt, gegen gleich baare Bezahlung verſteigert werden. Die näheren Bedingungen werden bei der Verſteigerung bekannt gemacht. Friedberg den 28. Oktober 1857. Gebrüder Simon, zu den drei Schwertern.
Bekanntmachung. [1817] Bei der heutigen Verlooſung der Ge⸗ ſellſchaftsactien wurde die Actie Nr. 21 zur Rück⸗ zahlung auf den 1. Januar 1858 beſtimmt, von welchem Tage an die Verzinſung aufbört. Gleichzeitig wird zur Kenntniß der Mitglieder gebracht, daß der erſte Geſellſchaftsball Donnerſtag den 26. d. M., Abends 8 Uhr, ö ſtattfindet.
Friedberg den 7. November 1857. d Der Vorſtand der Caſinogeſellſchaft.
Ein Palentin 5 wurde gefunden. Näheres bei der Exp. d. Bl. 0
Ein junger, ſolider Mann 11819] wünſcht Koſt und Logis in einer an⸗ ſtändigen Familie. Näheres unter Angabe der Nummer dieſer Anzeige bei der Exp.
Zu vermiethen ein möblirtes Manſardenzimmer mit F. W. Reuß.
1820] Cabinet bei
Zu verkaufen. 1821] Schöne friſche Eicheln zum Pflanzen und Füttern à 2 fl. 54 kr, per Malter. Bei Abnahme von 40 bis 50 Malter verhältniß⸗ mäßig billiger bei A. Stahls Wittwe in Friedberg, wohnhaft bei Herrn Apotbeker Werner im Hinterhauſe.
lands, die ihm zuſagen, bei weitem die Ausdehnung nicht, als in ſpäteren Zeiten. Es wurde daher in den Klöſtern in jenen Zeiten ſehr viel auf ein gutes Glas Bier gehal⸗ ten und ein Biername aus jener Zeit lehrt uns, wie man dabei verfuhr. Man bereitete nämlich einen zweimaligen Aufguß auf das Malz; den erſten, ſtärkſten und beſten Aufguß behielten die Herren für ſich und der zweite, ſchwächere war für die Dienenden des Kloſters, den man Convent oder Covent nannte, was deutſch Zuſammenlauf, Zuſammenkunft, Verſammlung hieß. So nannte man aber auch alle zum Kloſter gehörigen Perſonen. Nun heißt heute noch ein matteres Halbbier Convent oder Covent ſpottweiſe. Manche Klöſter brauten auch ein Bier, das beſondere Kraft und daher Ruf hatte. So das Salva⸗ tor⸗Kloſter in München, wo noch das Salvator-Bier eines namhaften Beifalls ſich erfreut, Man hielt beim Brauen nicht überall daſſelbe Maaß und Verfahren ein; auch übt die Beſchaffenheit des Waſſers ſtarken Einfluß auf das Bier. So kam es, daß faſt jeder Ort ein beſonderes Bier hat, wie heute noch in Bayern, Sachſen und anderen Ländern; da man denn das Bier nach dem Orte benannte, wo es eigenthümlich gebraut wurde. Oft aber trug auch
das Bier, den Namen des Brauers und behielt ihn, oder den des Abzeichens der Brauerei, wie denn das Bier der Brauerei„zum faulen Pelz“ in Heidelberg weithin be— rühmt war. 10 51 114 2
Der Name des„Bocks, oder Bockbiers in Mün⸗ chen, der ſo ziemlich in aller Welt bekannt iſt, hat einen andern Urſprung. Es iſt dieſer g In der Stadt Einbeck wurde ſchon in früherer Zeit ein köſtlich Bier gebraut (ſchickte doch der Herzog von Braunſchweig Luther'n nach der berühmten Sitzung des Reichstages zu Worms einige Flaſchen oder Krüge Einbecker Bier zur Erquickung nach ſolcher Anſtrengung) und weithin ausgeführt. Dieß Ein⸗ becker Bier wurde nun auch in München ſtark ausgeſchenkt, und die Münchner nannten es„Einbeckle.“ Aus dem Verlangen:„a Einbeckle, wurde dann ſcherzweiſe a Beckle und a Böckle, und als man in München anhob, ein gleich ſtarkes und gutes Bier zu brauen, erhielt es denuſelben Namen, und aus dem a Böckle wurde a Bock. Der Name Bock iſt geblieben und wird bleiben. Während das Einbecker Bier an ſeiner Güte und an ſeinem Rufe viel einbüßte, lief ihm der Münchner Bock den Rang ab. Scherzweiſe konnte man ſagen: dieſer„Bock“ ſtoße ge⸗
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