18 kt.

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Friedberger Intelligenzblatt.

Allgemeiner Anzeiger für Oberheſſen, Amts- und Verkündigungsblatt für den Kreis Friedberg.

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N' 88.

Dienſtag, den 10. November.

1857.

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.

Oeffentliche Aufforderung. [1764] Jacob Stahl von Nieder⸗Wöllſtadt beſitzt nach dem Grundbuche dortiger Gemar⸗ kung folgende Grundſtücke:

Flur I. Nr. 167, 351, 363, 594, 620, 686, 870, 1022, 1396, 1508, 1525, 1628, 1638,

Flur II Nr. 179.

Flur III Nr. 6, 58, 64, 167, 198, 199, 232, 234, 235, 236, 310.

838 IV Nr. 159, 245, 248, 322, 523, 536.

Flur V Nr. 153,

Flur VI Nr. 19.

Flur VII Nr. 16, 63, 143, 286, 315,

Flur VIII Nr. 43, 132, 133.

Flur IX Nr. 169, 258, 306, 307, 406,

412, 468. Flur X Nr. 14, 91, 131, 151, 371, 446, 509,

167, 363.

Flur XI Nr. 172, 226, 231, 326. Flur XII Nr. 32, 212, 233, 416, 518. Flur XIII Nr. 231, 234, 273, 429, 489. Flur XIV Nr. 34, 86, 313. Flur XVI Nr. 41, 97. Flur XVII Nr. 137, 152, 192, 231, 243, 6, 244, 261, 261, 5. Flur XVIII Nr. 90, 242, 331, 339, 340,

342, 454, 455, 661, 673, 674.

Flur XIX Vr. 113, 136, 147, 360, 479, 224, 540, 566, 830, ohne das Eigenthum urkundlich nachweiſen zu können.

Da Jacob Stahl dieſe Grundſtücke theils veräußern, theils als ſein Eigenthum im gericht⸗ lichen Mutations⸗Verzeichniß eingetragen haben will, ſo werden Dritte, welche etwaige An⸗ ſprüche daran machen ſollten, aufgefordert, die⸗ ſelben binnen

ſe ches Wochen bei unterzeichncter Stelle zu begründen, widrigen⸗

falls die Beſtätigung der Kaufbriefe und der

Eintrag in das Mutatlonsverzeichniß verfügt werden würden. Gleiche Aufforderung ergeht bezüglich des auf

Conrad Stoll Erſter im Grundbuche von Nie⸗

Quantität getragener Montirungsſtücke, Maäutel,

der⸗Wöllſtadt ſtehenden und von den Stoll'ſchen Erben veräußerten Grundſtückes Nr. V 146. Friedberg den 27. Oktober 1857.

Großherzogliches Landgericht Friedberg. NN

eee Landgerichts-Aſſeſſor.

Vie x ſt e ige rung

getragener Montirungsſtücke, ſowie alten Eiſen⸗ werks.

L789] Montag den 16. d. M., des Vormit⸗ tags von 9 bis 12 und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr und an den folgenden Tagen zu derſelben Zeit ſollen in der Kloſtercaſerne dahier eine als: Röcke, Hoſen, Stiefel, Schuhe ꝛce., ferner Bettteppiche, blecherne Zündhütchenkap⸗ ſeln,(welch letztere ſich zur Aufbewahrung von Streichfeuerzeugen beſonders eignen) und end⸗ lich 4 eiſerne Fenſtergitter gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Friedberg den 3. November 1857. In Auftrag des Verwaltungsratbs: Nicola, Oberquartiermeiſter.

Oeffentliche Aufforderung. 11811] Zu dem Nachlaſſe des Nicolaus Ewald JI. zu Ockſtadt gehört u. A. eine Hofraithe 243/64 I. 703, die laut Looszettel vom 31. Dezember 1807 demſelben und ſeiner Schweſter Barbara Ewald, ſpäteren Ehe⸗ frau des Martin Thaler käuflich von der Lud⸗

machen,

wig Ewalds Wittwe angeſchlagen worden war, im Jahr 1814 aber in das alleinige Eigenthum des jetzigen Erblaſſers übergegangen ſein ſoll. Da dies jedoch urkundlich nicht nachgewieſen werden kann, werden Barbara Ewald oder deren Leibes⸗Erben, deren Aufenthaltsort nicht ermittelt werden kann, hierdurch aufgefordert, etwaige Anſprüche an jene Hofraithe ſogewiß binnen

6 W'̃o chen

dahier geltend zu machen, als ſonſt das alleinige Eigentbumsrecht des N. Ewald I. unterſtellt, die beabſichtigte Uebertragung auf den Sohn Martin beſtätigt und der betr. Eintrag in das gerichtliche Mutationsverzeichniß verfügt werden wird.

Binnen gleicher Friſt find auch von Seiten Dritter, etwaige Eigentbums rechte an IV/402, VII/425, V/ 218 in Ockſtädter Gemar⸗ kung, von denen erſteres Stück noch im Grund⸗ buche auf den Namen des nach Amerika aus⸗ gewanderten Nicolaus Ewald II. ſteht und an Fl. III, IV, Nr. 3, 4, Klafter 867 und 1445,7(Eichenniederwald der Straßheimer Hübner), in der Gemarkung Straßheim, welche ſämmtlich, gleichfalls zum Nachlaſſe des Nicolaus Ewald I. gehören, geltend zu widrigenfalls der deabſichtigten Ver⸗ theilung derſelben, unter Eintrag des Erwerb titels der Erben in das Mutationsverzeichniß, von Gerichtswegen die Beſtätigung ertheilt wird.

Friedberg den 1. November 1857. Großherzogliches Landgericht Friedberg. In Verhinderung des Landrichters:

v. Preuſchen, v. Lepel, Landgericht⸗Aſſeſſor. Landgerichts⸗Aſſeſſor.

Etwas vom

welches Ceria heiße.

angenehm berührt worden ſein. das nichts, 0 Reinlichkeit und Appetitlichkeit in

trifff.

Der deutſche Name des GetränkesBier hat Denen,

Bier. g (Aus der Spinnſtube.) (Fortſetzung und Schluß.)

Ein gelehrter Römer Namens Plinius, welcher etwa um das Jahr 70 vor Ehriſti Geburt lebte, erzählt, man auch in Spanien ein Getränke aus Gerſte bereite, Dieß ſoll indeſſen einen übeln Ge⸗ ruch gehabt haben, warum auch der römiſche Kaiſer Ju lianus es durch ein Gedicht verſpottet habe. indeſſen, wenn die Spanier anders damals auch ſchon die Sitten und Gewohnheiten hatten wie heute, damit zu- ſammengehangen haben, daß ſie ihre Fluͤſſigkeiten in Schläu⸗ chen aufhoben, welche aus der feſtzuſammengenähten, ge gerbten Haut der Ziegen und Böcke gemacht ſind. oder liegt da eine ſolche Flüſſigkeit lange drin, ſo mag ſie leicht etwas muckſeln, wie wir am Rheine ſagen, und die feine Naſe des verwöhnten Römers mag davon un⸗ Einem denn er nimmt's nicht ger iu, auch was die anderen Dingen

chen gemacht.

daß

Dieß durfte der Gelehrten.

Steht ihnen gut war.

Spanier thut

be⸗

auf den Namen gekommen ſind. ſie das Bier gefunden hatten.

Soviel ſteht feſt, lich Bier zu brauen, auch ohne Brauhäuſer und die künſt⸗ lichen Einrichtungen, wie man ſie jetzt hat. es nicht lauge liegen, ſondern tranken davon mehr, als Denn da dieß an Kraft und Muth un⸗ bändige Volk auch unbändig in ſeinen Leidenſchaften, roh und wild war, ſo liebte es die Trunkenheit.

Durch das ganze Mittelalter war das Bier das vorherrſchende Getränke, beſonders in denjenigen Gegen⸗ den Deutſchlands, wo der Wein nicht mehr gedieh.

Weinbau hatte aber auch in denjenigen Gegenden Deutſch

welche überall gern auf den Grund gehen, viel Kopfbre Bei den Augelſachſen habe Bior und Bear ſoviel bedeutet als Meth, Gerſtenſaft und Honig hergeſtellt wurde. das Wort komme vonBeere, was eine Frucht bedeute, z. B. Erdbeere, Himbeere; es heiße darum auch Gerſte und anderes Getreide: Namen Frucht überhaupt bezeichnen.

der, bemerkt, aus

Andere meinen,

wie ſchon

Beere, wie wir ſie noch mit dem Das find Sachen

Uns kann's gleich gelten, wie die Leute

Der fand ſich bald, als die Deutſchen verſtanden ein köoͤſt

Sie ließen

Der