Ausgabe 
5.5.1857
 
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Bekanntmachung.: Holzverſteigerung in den Domanjalwaldungen der Oberförſterei Hochweiſel.

737] Freitag den 8. Mai d. J., des Morgens 9 Uhr, werden in den Diſtrikten Mainzerboden, Thierberg, vorderer, mittler und hinterer Köp⸗

pel verſteigert: 3 Stecken Buchen Scheitholz,

% Prüͤgelholz, 20Stockholz, 16 Birken-Prügelholz,

15700 Buchen-⸗Durchforſtungswellen, 100 Nadel-Wellen, 13 Stück Eichen- und 13 Stück Buchen⸗ Stangen, 142 Stück Nadel⸗Stangen, 2 Eichen⸗Stämmchen.

Zuſammenkunft auf dem Vicinalweg von Bodenrod nach Uſingen am Eingange des Wal⸗ des am alten Pflanzgarten.

Bodenrod den 29. April 1857.

Großherzogliche Oberförſterei Hochweiſel Binde wald.

Bekanntmachung.

[738] Montag den 18. Mai, Vormittags 9 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe dahier die dritte Abtheilung der 18561. Domanialfrüchte, be⸗ ſtehend in:

115 Malter 95,9 Liter Korn,

M in 81,9, Gexſte,

5 45, Hafer, öffentlich verſteigert werden, wozu man Steig⸗ luſtige einladet.

Reichelsheim den 30. April 1857. Herzogl. Naſſ. Receptur v. Preuſchen.

Holzverſteigerung. 1739] Freitag den 8. l. M., Vormittags 9 Ubr anfangend, wird in hieſigem Stadtwalde im Diſtrikt Zipfen folgendes Gehölze meiſtbie⸗ tend verſteigert:

77 ½ Stecken Eichen⸗Stockholz,

2685 Wellen Eichen⸗Reisholz. Die Zuſammenkunft iſt im Schrenzerweg. Butzbach den 1. Mai 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Butzbach Seip pel.

Holzverſteige rung. 1730] Montag den 18. Mai l. J., Vormittags 11 Uhr, und nöthigen Falls den folgenden Tag kommen in dem Domanialwalddiſtrikt Sank hardt c, Oberförſterei Brandoberndorf, Ge⸗ markung Haſſelborn, zur Verſteigerung:

152

126 Stämme Eichen-Holz zu 6400 Cbf., 6 14 Buchen- zu 395 Cbf., 29 Klafter Eichen⸗Scheitholz, 5 274 Prügelholz,

5 Buchen-Scheitholz, 1150 Stück Eichen-Wellen,

175 Buchen⸗

385% Klafter Stockholz und

8 Karren Abraum. Uſingen den 30. April 1857.

Herzogl. Naſſ. Receptur Reichmann.

Holzverſteigerung. 741] Dienſtag den 12. Mar 1857, Morgens 10 Übr anfangend, werden in hieſigem Ge meindewald, Diſtrikt Schlink,

117 Eichen⸗Bauſtämme,

23 Klafter⸗Eichen, 69½ gemiſchte, 12 diefen,

5000 Stück gemiſchte Wellen und

33½ Klafter Eichen⸗Stockholz öffentlich verſteigert.

Wehrheim den 1. Mai 1857.

Der Bürgermeiſter ien

Avertiſſement.

742] Auf Antrag des Großherzoglichen Rab⸗ biners Herrn Dr. Levy zu Gieſſſen, iſt mir von Großherzoglicher Regierungsbehörde, unter dem 18. d. M. die Erlaubniß zur Vornahme von israelitiſchen Trauungen gnädigſt geworden, was ich hiermit zu veröffentlichen mich beehre und zugleich einem verehrten israelitiſchen Pu⸗ blicum zur Vornahme dieſes Acts in vorkommen⸗ den- Fällen beſtens empfehlen wollte.

Altenſtadt den 28. April 1857.

Leopold Harris, Iſraelitiſcher Religionslehrer,

Aufforderung. 1743] Alle Diejenigen, welche noch Forderungen an den Nachlaß des Dr. Gorth dahier zu machen haben, wollen ihre Rechnungen bei dem Unterzeichneten, alv Bevollmächtigten der Erben, baldigſt einreichen, ſowie Diejenigen, welche noch an den Nachlaß ſchuldig find, an denſelben Zahlung leiſten.

Friedberg den 30. April 1857. G. Trapp II., Hofgerichts advocat.

Eine Scheuer, [744] von 40 50 Fuß Länge und ungefähr 30 Fuß Breite iſt auf Abbruch zu verkaufen.

Das Nähere ſagt die Expedition.

N 2 Anzeige. 1745 Einem verehrten Publikum mache ich hiermit die Anzeige, daß ich gegenwärtig bei Herrn Feiling zunächſt der Burgkirche wohne. Zugleich empfehle ich mich biermit, daß ich mich fortwährend bemühen werde, nach den neueſten Journalen alle in mein Fach einſchlagende Ar⸗

beiten zu liefern. Friedberg. Chriſtian Berg, Damenkleidermacher.

Mehrere Malter Kartoffeln

[746] hat zu verkaufen Friedberg. Kath. Hanſtein.

Photographien,

747] auf Glas und Papier, für deren Aehn⸗ lichkeit garantirt, verfertigt zu den billigſten Preiſen Th. Hoffmann,

bei Herrn Zimmermeiſter Bender.

Zu verkaufen. 1748] Ein erſt Jahre gebautes Reiſechais⸗ chen nebſt Pferd(Grauſchimmel) zum Fahren und Reiten geeignet, ſowie ein neues Fahr- und Reitgeſchirr iſt zu verkaufen. Das Nähere bei der Expedition.

Gutsverkauf in Heegheim bei Altenſtadt in der Wetterau. 7491 Der Unterzeichnete beabſichtigt ſein An⸗ weſen in der Gemarkung Heegheim, beſtehend aus geſchloſſener Hofraithe,(ſchönem Wohnhauſe, neu erbauten Scheuern und ſonſtigen Oeconomie⸗ gebäuden, 2 Kellern, Brunnen im Hofe) daran floßendem mit Mauer eingefriedigten Gemüſe⸗ garten, 21 Morgen des beſten Ackerlands und Morgen Waldung, Ueberzugsbalber aus der Hand zu verkaufen und ladet Luſttragende

zur Einſichtsnahme hiermit ein. Heegheim den 30. April 1857. Peter Eich.

Essence magiqdue de Morrel. Das ſicherſte Mittel, Flecken von Fett und dergleichen aus jedem Stoffe zu entfernen, à Fl. 18 kr. empfiehlt P. F. Schmittner in Friedberg. 3441

Die hieſige Theater⸗Direktion 750] wird erſucht, das am vergangenen Frei⸗ tag aufgeführte Drama:Der Fechter von Ravenna in Bälde zu wiederholen.

Mehrere Theaterfreunde.

dung der Augenlieder, Flügelfell, Einlegung künſtlicher Augen(4 Fälle), Regenbogenhautvorfälle ꝛc. finden anderwärts nähere Beachtung. 8) Von Geſchwülſten aller Art durch Ausrottung geheilt 25 Fälle, als: Geſchwülſte der Augenhöhle 4, Gefäßgeſchwülſte 4, Cyſtoſarkome 3, tiefliegende Drüſengeſchwülſte 2, Fleiſchbruch 1, ſonſt Balggeſchwülſte, Hagelkörner, Knorpelgeſchwulſt u. ſ. w. 9) Durch Sehnen⸗ ſchnitt entfernt vom Auge geheilt 8 Fälle. 10) Durch Reſection des Ferſenbeins geheilt 1 Fall. 11) Andere Operationen wurden ausgeführt, an geſpaltener Lippe(3 Fälle), geſpaltenem Gau⸗ men, Polypen an verſchiedenen Gegenden des Körpers, ſchwerer Ver⸗ wundung, Knochenbrand(3 Fälle). 12) In der mit der Anſtalt ver⸗ bundenen ophthalmologiſchen Klinik wurden außerdem, ſoweit die Hauptbücher durch Führung genauer Krankengeſchichten nachweiſen, gegen 600 Fälle behandelt und der großen Mehrzahl nach geheilt.

Dr. Küchler. NB. Die Perſonalcontrole über alle dieſe Fälle ſteht jedem,

den es intereſſirt, zur Einſicht offen, und iſt unabhängig von derjenigen für das Landkrankenhaus.

Theater in Friedberg.

N Seit ungefähr zehn Tagen haben wir Gelegenheit, den theatra⸗ liſchen. Vorſtellungen der Weiſer'ſchen Geſellſchaft zu folgen und können dem Urtheile der öffentlichen Blätter: daß unter ähnlichen Verhältniſſen ſo Tüchtiges noch nie von einer Theatergeſellſchaft geleiſtet worden, nur

beiſtimmen. Die Geſellſchaft bewegte ſich bis jetzt in den verſchiedenſten Branchen und zeigte in jeder, ſowohl in Schauſpiel, Luſtſpiel, als Poſſe ihre Tüchtigkeit und überraſchte uns namentlich das bei kleinen Bühnen ſo ſehr ſeltene gerundete Zuſammenſpiel. Die Aufführung desFechter von Ravenna zeigte, daß die Geſellſchaft auch vollſtändig berufen iſt, ſich an das höhere Drama zu wagen und erregte dieſe Vorſtellung bei den hieſigen Kunſtkennern ein von Akt zu Akt ſteigendes Intereſſe und Bewunderung. Die Hauptrollen: Thusnelda(Frl. Rüthling), Tbume⸗ licus(Herr Weiſer), Merowig(Herr Rüthling jun.) und Caligula (Herr Thies) waren vorzüglich repräſentirt und überraſchte uns Letzterer um ſo mehr, da wir ihn nur in komiſchen Rollen geſehen und der⸗ ſelbe, wie uns berichtet war, die Rolle für den erkrankten Herrn Bull⸗ mann ſchnell übernommen hatte. Auch die übrigen minder bedeutenden Rollen waren gut vertreten. Noch muſſen wir des glänzenden Coſtüms erwähnen, welches bei einer reiſenden Geſellſchaft etwas ſehr Seltenes iſt, und bedauern nur, daß das Theaterlocal Herrn Weiſer die Benuz⸗ zung ſeines größeren Theaters und der namentlich für den Fechter von Ravenna ansgezeichneten Decorationen, wie wir ſolche in Gießen zu ſehen Gelegenheit hatten, nicht geſtattet. Wir machen übrigens jeden Freund der Kunſt und der deutſchen Geſchichte aufmerkſam, dieſe Vor⸗ ſtellung, die wir recht bald wiederholt wünſchen, ja nicht zu verſäumen.

L. R.

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