Vormittags 10 Uhr, ſollen die der hieſigen Ge⸗
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Verſteigerung. 11459] Donnerſtag den 10. September, Mor⸗ gens- um 10 Uhr, läßt Frau Georg Göring's Wittwe nachſtehende ihr eigenthümlich zuſtehende Immobilien einer freiwilligen meiſtbietenden Verſteigerung in hieſigem Rathhauſe ausſetzen,
O bſtverſteigerung. 114771 Die diesjährige Obſternte, beſtehend in Aepfel, Birnen und Zwetſchen, ſoll Dienſtag den 8. September, Morgens 10 Uhr, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden.
Nieder⸗Ros bach am 1. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterel Nieder⸗Rosbach 3 0
5 Edictalla dung. 114821 Ueber den mit 2188 fl. 32 kr. über⸗ ſchuldeten Nachlaß des dahier verſtorbenen is⸗ raelitiſchen Handelsmanns Salomon Butzbach iſt der förmliche Concursprozeß erkannt worden. Es werden deshalb alle diejenigen, welche einen Anſpruch an dieſen Nachlaß erheben zu können ſt. glauben, aufgefordert, ſolchen
als: O.⸗N. Fl. Nr. d. Grdſt. UIiKlftr.. 132 328 12,5 Hofraithe in der Stadt,
Gras ⸗Verſteigerung. 11478] Montag den 7. d. M., Morgens 10
Mittwoch den 14. Oktober, Morgens präcis 10 Uhr, dahier, bei Meidung Ausſchluſſes von der Maſſe,
291 77 193 Grabgarten an Uhr, wird auf hieſigem Rathhauſe das Gras f 5 b der Skt. Leon⸗ von der Bleiche und der Pfingſtweide, eirea 25 geltend zu machen. Nicht perſönlich erſchienene bardskirche, Morgen haltend, in einzelnen Abtheilungen ver⸗ oder nicht gehörig vertretene Gläubiger werden 3 1 78 35 daſelbſt. ſteigert. als den etwaigen, von der Mehrzahl der er⸗ Friedberg den 28. Aüguſt 1857. Nieder⸗Wöllſtadt den 1. September 1857. ane Creditoren gefaßt werdenden, Be⸗ In Auftrag i Großherzogliche Bürgermeiſterei Nieder⸗ ſchlüſſen beigetreten auge en 5 Großberzogliches Ortsgericht Friedberg Wöllſtadt Friedberg am 20. Auguft 1857. Der Vorſteher S in. Großherzogliches Landgericht Friedberg. B 8 883——ͤ—ê— O bſtverſteigerun g. 5 v. Pre uſchen, Grummetgras Verſteigerung.[1479] Freitag den 11. d. M., Morgens 10 Landgerichts ⸗Aſſeſſor.
11473] Samſtag den 5. September, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Grummeternte von der Sauweide meiſtbietend verſteigert werden. 5 Friedberg den 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Bender.
Ockſtadt.
Aepfelverſteige rung.
Uhr, ſoll das diesjährige Gemeindeobſt, abge-“— ſchätzt zu 290 Malter Aepfel Birnen, auf Ort und Stelle abtheilungsweiſe meistbietend verſteigert werden. Die Zuſammen⸗ kunft iſt in der ſog. Zwiſchendorfergaſſe nächſt
Ockſtadt den 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ockſtadt Gröninger.
und 4 Malter Verſtei gerung. 11483] Freitag den 11. September l. J., Vor⸗ mittags, ſollen auf freiwilliges Anſtehen des Gottfried Haas eine Kelter, ſowie 300 Ohm weingrüne Fäſſer, beſtehend in Stückfäſſern, Zu⸗ laſt, 2 Ohm⸗ und Ohmfäſſern, öffentlich meiſt⸗ bietend dahier verſteigert werden.
Ilbenſtadt am 29. Auguſt 1857.
[1474] Montag den 7. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden die hiefigen Gemeindeäpfel auf Ort und Stelle öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert. Ober⸗Wöllſtadt den 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober⸗Wöllſtadt Feuerbach.
O beſt⸗Verſteigerung. [1475] Dienſtag den 15. September d. J.,
Großherzogliche Bürge Sch w
meinde zuſtehenden Aepfel, ca. 180 Malter, in Abtheilungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Ober⸗Rosbach am 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober⸗Rosbach Rahn, Beigeordneter.
Grummetgras⸗Verſteigerung. [1476] Montag den 7. September d. J., des Vormittags 10 Uhr, ſoll das Grummetgras von 3 Morgen Gemeindewieſen, 4—5 Morgen Pfarrwieſen und 4½ Morgen herrſchaftlichen Schäfereiwieſen auf dem Rathhaus zu Ober- Rosbach öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.
Ober⸗Rosbach am 2. September 1857. Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober⸗Rosbach
Rahn, Beigeordneter. 2 88
bietend verſteigert.
Jagdverpachtung.
L.480] Montag den 7. September l. J., Mit⸗ tags um 2 Uhr, ſoll die der hieſigen Gemeinde zuſtehende Wald- und Feldjagd, welche bei der am 27. d. M. ſtattgehabten Verſteigerung die Genehmigung nicht erhalten hat, auf hieſigem Rathbauſe nochmals verpachtet werden.
Ober⸗Mörlen am 31. Auguſt 1857. rmeiſterei Ober-Mörlen ei t e ve
Güter ⸗Verſteigerung. [1481] Donnerſtag den 10. September d. J., Vormittags 10 Ubr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe auf abermaligen freiwilligen Antrag der Kinder erſter Ehe des hiefigen Bürgers Philipp Söllner die denſelben in Friedberger und Fauer⸗ bacher Gemarkung zuſtehenden Güterſtücke, wie ſolche im Intelligenzblatt Nr. 65 und 67 ſpe⸗ clell bezeichnet find, nochmals öffentlich meiſt⸗
Friedberg den 2. September 1857.
Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Vorſteher
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ilbenſtadt 3 wier.
Gras ⸗Verſteigerung. [1484] Donnerſtag den 10. September, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das diesjährige Grummet⸗ gras auf den hieſigen Gemeindewieſen in meh⸗ reren Abtheilungen und Looſen, im Geſammt⸗ gehalte ca. 130 Morgen, öffentlich zur Verſtei⸗ gerung gebracht werden.
Die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien wer⸗ den erſucht dieſes in Ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. a
Ütpbe am 31. Auguſt 1857. 2
Großherzogliche Bürgermeiſterei Utphe Böcher.
Arbeits verſtei gerung. 1485] Montag den 7. September, Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehauſe zu Obermörlen nachfolgende Arbeiten an den We⸗ nigſtnehmenden verſteigert werden:
0 1) Schreinerarbeit, veranſchl. zu 23 fl. In Auftrag 2) Weißbinderarbeit,„„ 36 fl. 3 Glaſerarbeit, 1 7 43 fl.
Gambach den 31. Auguſt 1857.
3 0 Schneider, Bezirksbauaufſeher.
der ſchlimmſte Einfluß, nämlich der, den die Armuth auch auf die Moralität dieſer Meuſchen hat. Die Verhältniſſe dieſer Menſchen ſind überhaupt ſo, daß ſie mißmuthig werden, was ſehr leicht bei harter Arbeit und knappem Lohn geſchehen kann und die fortwährende Sorge wegen der Anſchaffung der Bedürfniſſe bringen in der Familie eine übele Stimmung hervor, es gibt Zank und verlieren ſich dabei für den bedrängten Hausvater die letzten Freuden, die er früher in den wenigen Stunden ſeines Zuſammen— lebens mit ſeiner Familie hatte. Der Unglückliche ſucht nun Zerſtreuung im Wirthshaus, einen Theil ſeines geringen Lohnes gibt er für Bier oder Brantwein aus. Die Be⸗ dürfniſſe der Familie wachſen und die Mittel vermindern ſich, weil Branntwein und Bier mehr Geld koſten, als ein ſolcher Mann entbehren kann. Von nun an geht die ſchlimmſte Zeit an, es werden Schulden gemacht; die Noth vergrößert ſich, ſie macht den ſonſt braven Mann zum Trunkenbold.
Wie geht es aber nun mit Frau und Kindern. Es iſt bekannt, daß ſich in der Noth alles erlaubt wird; die Kinder betteln, ſie ſtehlen Kartoffeln und andere Victua⸗ lien; die Schule können ſie nicht beſuchen, weil ſie keine
Kleider haben und man kann alſo hier ohne Scheu fragen, „was ſoll aus einer ſolchen Menſchenſaat werden, die unter dieſen mißlichen Verhältniſſen das Leben beginnt?“—
In einer Gegend oder in einem Lande, wo ſich ſolche Familien mehren, da ſteht es ſehr ſchlimm, weil ſolche Menſchen von allen Laſtern ergriffen werden. Das Eigen⸗ thum der Begüterten kann nicht mehr geſchützt werden, noch weniger kann, umgeben von ſolchen Menſchen, der Reichthum einen Genuß gewähren. Zum Glück haben wir in unſerer Wetterau dieſe traurigen Familienbilder nur vereinzelt vor uns ſtehen— allein ſie koͤnnen vervielfältigt werden, wie es ſchon in gewiſſen Gegenden der Fall iſt und erſcheint es daher als wahrer Vortheil eines jeden Landwirths, der an Grund und Boden mehr als jeder andere gebunden iſt, daß er ſoviel es möglich, die Verar⸗ mung und Demoraliſation der Arbeiter zu verhindern ſucht.
Es bandelt ſich hier um höhere Intereſſen als um den Vortheil, der gar nicht zur Betrachtung kommen und
die Handlungsweiſe regeln ſollte. Es kann gewiſſermaßen
für Denjenigen ein Glück genannt werden, der im Beſſtz von Vermögen iſt, er
ſoll ſich aber auch dieſes Glücks
Su Qin bezgaggels Buchhandlung iſt ſoeben angekommen:
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werden. Florſtadt U Der Fre 8. 1 C489] Monte tags! Ubr, ſo Aepfel und eit und Nüſſe, au bietend verftelg Bönftadt! Großer
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tags 10 Ubr, das Grummet Nachmittags! und Stelle be
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würdig zei, gut bezahle Das weil es Fa niger nach nach Gew dadurch ih Bei wirthſchaff anlaßt, aufmerkſa bewährter wodurch d fertigung „Wei über dieses lichen und nahme nie


