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Hofraithe⸗Verſteigerung. 11461 Donnerſtag den 15. Oktober, Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die den Nicolaus Mplius'ſchen Eheleuten dabier ge⸗ börende Hofraithe meiſtbietend verſteigert, ale: O.⸗N. Fl. Nr. d. Groſt.[OIKlftr.
1 2 376 18,2 Hofraithe in der Stadt. Gibt abgelöſte Tilgungsrente U Ar, J½% hlr. Friedberg den 28. Auguſt 1857. In Auftrag
Großherzoglichen Landgerichts Friedberg
Großhberzogliches Ortsgericht Friedberg. Der dienſtälteſte Gerichtsmann Wal 3.
Grummetgras⸗ Verſteigerung. 11462 Donnerſtag den 3. September d. 8 Vormittags 10 Uhr, ſoll das der hieſigen Ge—⸗ meinde gehörende Grummetgras in der Behau⸗ ſung des Gaſtwirths Heil öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.
Oſſenheim den 26. Juni 1857.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſſenheim Kopp.
Aepfelverſteigerung. 11463] Freitag den 4. September d. J., Vor mittags 9 Uhr, ſollen die der hieſigen Gemeinde zuſtehenden Aepfel auf Ort und Stelle in ver⸗ ſchiedenen Abtheilungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang wird an der Wetterbrücke gemacht.
Oſſenbeim den 29. Auguſt 1857.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Oſſenheim
Ko pp.
von 90 Morgen.
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gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Credit bis Martini d. J. bewilligt werden, nämlich: I. In Nieder Mockſtadt:
Donnerſtag den 3. September d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Schöhl von 20 Morgen,
II. zu Bauernheim:
Freitag den 4. September d. J., Vormittags 8 Uhr, in der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Höres von 9 Morgen und
III. zu Nieder⸗Florſtadt:
an demſelben Tage, Nachmittags 1 Uhr, in
der Behauſung des Herrn Gaſtwirths Wagner
Florſtadt den 27. Auguſt 1857. Der Freiherrl. v. Löw'ſche Rentmeiſter Müller. 11466] Auf der Domaine Selgenhof bei Ul⸗ richſtein iſt ſchönes Schafvieh, Rhönrain, rei— nes Vieh, zu verkaufen. 56 Stück gelte junge Schafe, 178 Ä Mutterſchafe, 227„ Lämmer. Kaufliebhaber werden eingeladen. Selgenhof am 27. Auguſt 1857. Großherzogliche Gutsverwaltung Selgenhof Schuch ard.
Empfehlung. 11193] Unterzeichneter empfiehlt ſich im Ver⸗ fertigen von Feuerwerk, ſowie von beugaliſchen Flammen und verſpricht beſte Bedienung und gute Waare.
Ehr. E. Friedel, Feuerwerker, Frankfurt a. M., kleine Mainzergaſſe Nr. 1.
Arbeitsverſſeigerung. 41464] Die am 5. Auguſt l. J. in Bauern⸗ heim verſteigerten Arbeiten und Materialliefe- rungen haben die Genehmigung nicht erhalten.
Termin zur anderweiten Verſteigerung iſt auf Samſtag den 5. September, Vormittags 9 Uhr in loco Bauernheim anberaumt und kom— men nochmals zum Ausgebot:
die Materiallieferungen, die Pflaſterarbeit,
die Planir⸗ und Chauſſirarbeit, welches den Intereſſenten hiermit bekannt ge⸗ macht wird.
Friedberg den 28. Auguſt 1857.
Der Bezirks ⸗Bauaufſeher Schneider.
Grummetgras⸗ Verſteigerung. 11465] Das diesjährige Grummetgras von nachbenannten Freiherrl. v. Löw'ſchen Wieſen ſoll in Abtheilungen meiſtbietend verſteigert und
Guts ⸗ Verpachtung. 11469 Ein Oekonomiegut von 700 Morgen in hieſiger Gegend iſt zu verpachten und kann in dieſem Herbſt ſchon angetreten werden, auch Inventarſtüͤcke aller Art können mit übernom⸗
men werden. darüber bei
Näheres auf frankirte Anfrage G. Filß in Vilbel.
Zu vermiethen.
1470] Mein Haus mit Laden neben dem Gaſt⸗ hauſe zu den drei Schwertern, worin lange Jahre ein Putz und Mode⸗Geſchäft betrieben habe, ift mit annehmbaren Bedingungen zu vermiethen. G. Simon jun. in Offenbach.
Näheres hierüber ertheilt mein Bruder Sieg⸗
mund Simon in Friedberg.
N Große und kleine Schnellwagen,
113371] ſowie ſelbſt verfertigte Haus- und Zim⸗ merthürſchlöſſer find ſtets vorräthig bei Friedberg. A. Wohlfahrt, Schloſſermeiſter.
Zu ver fauf en. 114671 Mehrere gut und rein gehaltene Ohm⸗ faß, etliche gebrauchte ſandſteinerne Schweine⸗ tröge, 3 ſandſteinerne Backofenzüge und eine ganz große tannerne Waſchbütte mit eiſernen Reifen, noch ſehr gut, ſind aus freier Hand zu verkaufen. Friedberg. 3.
Steinhäußer.
Zu vermiethen
11468] iſt der obere Stock meines Hauſes.
G. Dieffenbach.
Kirchenbuchsauszug. Getraute. 23. Aug. Gottfried Andreas Schulze, hf.
B. u. Glaſermeiſter des weiland bſ. B. u. Glaſermeiſters Konrad Auguſt Schulze ehl. un⸗ verheir. S., u. Marig Katharina Klöppel, des Ortsb. u. Bäckermeiſters Joh. Georg Klöppel zu Petterweil ehl. unverh. T. Getaufte. 23. Dem hſ. B. u. Schneidermeiſter Hart⸗ mann Lang III. eine T., Jullane, geb 1. Aug. 23. Dem hſ. B. u. Metzgermeiſter Philipp Engel II. ein S., Georg, geb. 4. Aug. Beerdigte: 23. Heinrich Hilpert, S. der Kath. Hilpert von Michelbach, Kr. Schotten, alt 4 N 27. Eva Margaretha Kunkel, geb. Fort⸗ mann, Ehefrau des Ortsb. zu Glashütten, Kr. Nidda, u. Portiers in der Strafanſtalt zu Ma⸗ rienſchloß Karl Kunkel, alt 24 J., 7 M., e 28
29. Maria Eva Schreiber, ehl. T. des hf. B. u. Bäckermeiſters Georg Wilhelm Schrei⸗ ber, alt 2 J., 5 T., 1 28.
Nachtrag aus der kath. Gemeinde. Getaufte:
9. Juli. Dem hf. B. u. Schloſſermeiſter Heinrich Rumpf eine T., Anna Eliſabetha, geb. 1. Ju
Beerdigte:
11. Juli. Katharina Schreiber, geb. Mon⸗ digler, Ehefrau des hi. B. u. Bäckermeiſters
7. Aug. Anna Maria Jordis, ehl. T. des „B. u. Schreinermeiſters Heinrich Jordis II., alt 5 J., 9 M., T 6. Aug.
Wilbelm Schreiber, alt 24 e hs.
beſſerer Anſicht muß der geſunde und tüchtige Arbeiter bei dem harten Geſchäft des Ackerbaus an den Werktagen ſoviel verdienen, daß er die gewöhnlichen Bedürfniſſe deckt, er muß Nahrung, Kleidung und Brennmaterial fur ſeine Haushal— tung anſchaffen, den Sonntag ausruhen— ſich reinigen und Auch ſoll er den Sonn— tagnachmittag noch einige Kreuzer in Geſellſchaft verzehren
der Gottesverehrung beiwohnen.
können. Die Frau hat die verrichten, ſie muß die Lebensmittel die Kleider reinigen und ausbeſſern—
Familie durch wird, die dadurch herbeigeführten beſtreiten zu können.
Wenn aber die Unternehmer den Lohn der Arbeiter
zum Genuß zube⸗ reiten, die Pflege der Kinder ſorgfältig im Auge haben, men abſchließen, ſo und neben dieſen Der eine bedarf die Waare Verrichtungen einen Nothpfennig verdienen, um, wenn die Krankheit oder andere Unfälle heimgeſucht
dringendſten Ausgaben
wendet
falſch.
kaufen. So
Gegenden, wo dem Arbeiter ein
Theil iſt, die Zuchthäuſer einen beſſeren Aufenthalt ge⸗
währen.— Wendet man hiergegen
und Waare bei perſönlicher Freiheit der Arbeiter in einem
gewiſſen Verhältniſſe zuſammen ſtehen
für den ſich der Arbeiter verdingt,
man die the
Haushaltungsgeſchäfte zu zwar folgerecht an, allein das Ergebniß bleibt dennoch Wenn Käufer und Verkäufer ein Geſchäft zuſam⸗
ſo drückendes Loos zu ein, daß etwa Arbeit
und derjenige Lohn a b der richtige ſei, ſo bretiſche Lehre von Arbeit und Preis
ſtehen beide in gleichem Verhältniß.
und weiß, was ſie für ihn
werth iſt; der andere kennt den Werth, den ſie ihn koſtet und wenn ſie nicht einig werden, ſo unterbleibt der Han— del, beide Theile hoffen eine
günſtigere Gelegenheit zu
finden, der eine wohlfeiler ein-, der andere theurer zu ver— iſt es aber nicht zwiſchen den Unternehmern Die Unternehmer
laſſen und auf den Taglohn gehen muß, ihre ein-, zwei⸗ und dreijährigen Kinder und am Ende vielleicht auch noch einen Säugling, der Obhut eines ſechs- bis ſiebenjaͤhrigen Kindes überlaſſen muß,
um nur ihr kümmerliches Leben zu friſten, dann
darf man ſich nicht wundern, wenn in
ſo kärglich abmeſſen, daß die Frau ſtets das Haus ver— und Arbeitern. 1
können in der Regel die Zeit, wo die Arbeit verrichtet werden muß, beſſer ab— warten, als die Arbeiter, weil letztere jeden Tag eſſen und alſo verdienen muſſen, um eſſen zu können— und wenn auch der Accord für ſie nachtheilig geſchloſſen wer—
den muß.(Schluß folgt.)


