Ausgabe 
8.5.1855
 
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Hier ſah er nun mit eigenen Augen das Wunder. Auf dem Bett lag noch immer unter Jammern und Aech zen Meiſter Hencke und auf dem Boden, vor dem Lager, ſtand die irdene Schüſſel, in welcher unter dem Unrath zwei weiße, blinde Hündchen herumkrochen. Das Einzige, welches die Gerichtsperſon von dem Kranken herauszu bringen vermochte, waren die Worte:Ach, ich verlorner,

160 5 ungluͤcklicher Mann! die alte Hartwich hat mich behext;

hörte zu erſtatten.

ſie hat mir den Teufelstrauk eingegeben. Rathsherr ſich von dem Stande der Dinge überzeugt, und ein Paar Gerichtsdiener zur Bewachung des Zimmers zu rückgelaſſen hatte, kehrte er nach dem Rathhauſe zurück, dem hohen Rathe Bericht über das Geſchehene und Ge

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Nachdem der

(Jortſetzung folgt.)

Bekanntmachungen von Behoͤrden und Privat⸗Anzeigen.

Oeffentliche Aufforderung. 1559] Unterm 15. Juni 1821 entlieh die Ge⸗ meinde Niederweiſel von dem damaligen Ge richtsſchöffen Johann Georg Haub J. ein verzinsliches Kapital von 300 fl. Dieſes Ka⸗ pital iſt zwar laut Quittung vom 30. Dezem- ber 1835 wieder abgetragen worden; der be treffende Schuldſchein aber kann nicht aufge⸗ funden werden.

Auf Antrag der Intereſſenten ſind deßhalb alle etwaigen Anſprüche aus dieſem Schuldſchein binnen einer Friſt von 6 Wochen bei dem un terzeichneten Gericht ſo gewiß anzumelden, als ſonſt derſelbe für erloſchen und mortifieirt er klärt werden wird.

Butzbach am 29. April 1855. Großherzoglich Heſſiſches Landgericht Butzbach Ebel,

Landrichter.

Oeffentliche Aufforderung. [535] Wilhelm Jung und Konrad Jung III. von Münzenberg wollen die nachverzeichneten von ihren Eltern ererbten Liegenſchaſten:

Gemarkung Münzenberg:

a) auf den Namen der Johannes Jung I.

Wittwe eingetragen:

Fl. 1 Nr. 578 27[◻Klafter Hofraithe ꝛc., be⸗ ſtehend in Wohnhaus, Scheuer, Stall und Schoppen,

761 40[◻Klftr. Acker und

X 155 23[◻+Klftr. und

XIV 123 64 Acker im Biengarten,

b) auf Wilhelm Jung eingetragen:

1 797 19[◻OKlafter, VI 346 36[OKlafter, VII 473 46 ◻Klafter, VII 516 50[◻Klftr., IX 514 50 UKfftr.

erblich theilen, find aber außer Stand ihr Ei⸗

genthum urkundlich und genügend nachzuweiſen.

Etwaige Anſprüche an dieſe Liegenſchaften ſind

deßhalb binnen einer Friſt von 6 Wochen bei

dem unterzeichneten Gericht ſogewiß anzumelden, als ſonſt die bereits vorgelegten Theilungsur kunden beſtätigt und der Eintrag ins Mutations⸗ verzeichniß verfügt werden werden wird. Butzbach den 15. April 1855. Veet Landgericht Butzbach 0 8

Landrichter.

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Ve ſt ei gerung. 1598] Montag den 21. Mai l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll das von dem Unterförſter Seitz zu Engelthal bewohnte zweiſtöckige, von Holz gebaute Wohnhaus, 45% Fuß lang, 28 Fuß breit, und mit Ziegeln gedeckt, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen, öffentlich meiſtbietend auf Ort und Stelle verſteigert werden. Laubach den 21. April 1855. Li ff lier Gräflicher Bauaufſeher.

Schaafpferche⸗Verſteigerung. [6301 Donnerſtag den 10. l. Mts., Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 510 Schaafpferche, welche den 16. l. Mts. ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet.

Friedberg am 5. Mai 1855.

Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg

Bender.

Arbeits ⸗Verſteigerung. [607] Die Reparaturarbeiten für 1855 an den Kameral-, Grundlaſten-, Forſt⸗ und Cen⸗ tralgebäuden im Baubezirk Friedberg, als: Maurer-, Steinhauer⸗, Zimmer-, Schreiner-, Schloſſer-, Glaſer-, Weißbinder-, Spengler⸗ und Pflaſterarbeiten, ſowie das Anliefern von Mauerſteinen, Kalk, Sand und Pflaſterſteinen, werden an nachſtehenden Tagen und Stunden an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert:

Montag den 14. Mai, Vormittags, 9 Uhr, zu Friedberg im Gaſthauſe zur Stadt Frank⸗ furt an den Gebäuden zu Friedberg, Ockſtädt, Obermörlen, Niedermörlen, Heldenbergen, desheim, Kaichen, Burggräfenrod und Rodheim.

Dienſtag den 15. Mai, Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhauſe zu Vilbel an den dortigen fisk. Gebäuden.

Mittwoch den 16. Mai, Vormittags 9 Uhr auf dem Rathhauſe zu Butzbach an den Ge bäuden zu Butzbach, Griedel, Rockenberg, Op⸗ pershofen und Münzenberg.

Friedberg den 2. Mai 1855.

Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg Suffer k.

Bekanntmachung. [631] Eingetretener Hinderniſſe zufolge wird die auf den 14. l. Mts, anberaumte Verpach tung der Begraſungen der ſtädtiſchen Allmeien, Freitag den 18. Mai, Morgens 9 Uhr, in hie⸗ ſigem Rathhauſe abgehalten. Friedberg den 5. Mai 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Been de n

Fruchtmarkt e [632] Folge höchſter Verfügung Großherzog⸗ lichen Miniſteriums des Innern wird der ſeit⸗ her am Dienſtag abgehaltene zweite wöchent⸗ liche Fruchtmarkt nicht mehr ſtattfinden, welches im Intereſſe des handelnden Publikums hier⸗ mit zur Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 7. Mai 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Friedberg Ben de r.

Freu ch teve r ſtelge run g. L633] Von den Früchten der Kugelhaus- und Armenfonds⸗Speicher werden in folgenden Ter⸗ minen:

Freitag den 11. Mai d. J. 1 8. Juni 1 1 6. Juli, jedesmal des Vormittags um 11 Uhr, ohngefähr 50 Malter Korn und 60 Gerſte auf dem Bürgermeiſterei-Büreau dahier an die Meiſtbietenden verſteigert, Butzbach den 4. Mai 1855. Großherzogliche Bürgermeiſterei Butzbach Seippel.

40 0 Gulden [634] liegen in der Kirchenkaſſe dahier gegen gerichtliche Sicherheit zum Ausleihen bereit. O berwöllſtadt den 27. April 1855. Veith, Kirchenrechner.

Main ⸗Weſer⸗Eiſen bahn. 1635] Die Verſteigerung der diesjährigen Gras⸗ und Kleeerndte auf den Böſchungen der Bahn findet ſtatt:

Im Bahnmeiſterbezirk Butzbach-Nauheim, Montag den 14. d. M., beginnt des Morgens um 7 Ubr an der Grenze bei Nauheim.

Im Bahnmeiſterbezirk Langgöns-Butzbach, denſelben Tag, beginnt des Nachmittags um 2 Uhr am Bahnhofe zu Butzbach.

Im Bahnmeiſterbezirk Gießen⸗Langgöns, Dienſtag den 15. d. M., beginnt des Morgens um 7 Uhr am Bahnhofe zu Langgöns.

Im Bahnmeiſterbezirk Gießen⸗Lollar, denſelben Tag, beginnt des Nachmittags um 2 Uhr am Bahnhofe zu Gießen.

Im Bahnmeiſterbezirk Lollar⸗Friedelhauſen, Mittwoch den 16. d. M., beginnt des Morgens um 7 Uhr am Bahnhofe zu Lollar.

Die Bedingungen werden bei der Verſteige⸗ rung bekannt gmacht.

Gießen am 3. Mai 1855.

Der Großherzogliche Bahningenieur des Bahnbezirks Gießen Eicke meyer.

Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 1636] Samſtag den 12. d. M., des Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſoll auf dem Bureau des Un⸗ terzeichneten die zu 400 Gulden veranſchlagte Erneuerung des Oelfarbanſtrichs der Barrieren an den Wegübergängen im Ingenieurbezirk Gie⸗ ßen durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Gießen am 4. Mai 1855. Der Großherzogliche Bahningenieur des Bahnbezirks Gießen Eicke meyer.

Main ⸗Weſer⸗ Bahn. [637] In dem Geſchäftszimmer des Unterzeich. neten ſollen Dienſtag den 22. Mai 1855 Vor⸗ mittags 9 Uhr, der Anſtrich der Barrieren auf der Strecke von Friedberg bis Vilbel mit ab⸗ wechſeld rothen und weißen rautenförmigen Feldern an den Wenigfinehmenden veraccordirt werden.

Die Voranſchlagsſumme beträgt 303 fl. 6 kr. Friedberg am 2. Mai 1855. Der Großherzogliche Bahn⸗Ingenieur des Bahnbezirks Friedberg »Hochgeſand.

Main ⸗Weſer⸗ Bahn. [638 Steinhauerarbeiten zu Perron⸗Stütz⸗ mauern ſollen Donnerſtag den 24. Mai l. J., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Geſchäftszimmer des Unterzeichneten verakkordirt werden. Sie ſind veranſchlagt: 1) Zu dem Perron in Friedberg

zuunn 695 fl. 10 kr. 2) Zu dem Perron in Nieder⸗

wöllſtadt zuuu 411% 18 3) Zu dem Perron in Vilbel 372 1478 fl. 28 kr.

Friedberg den 4. Mai 1855. Der Großherzogliche Sektions⸗Ingenieur der Sektionen Friedberg und Vilbel Hochgeſand.

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