Ausgabe 
31.1.1923
 
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SS

Beilage zur Oberhessischen Volkszeitun

Gießen, Wittwoch, den 31. Januar 1923.

Hessen und Nachbargebiete.

Gießen und Umgebung. Geschichtskalender.

31. Januar. 1797 Komponist Franz Schubert in Lichtental bei Wien geboren. 1909 Wahlrechtsdemonstrationen in Preußen. 5 1911 Soz. Reichstagsabg. und Parteivorsitzender, Paul Singer, in Berlin gestorben. T 1022 Walter Rathenau wird Reichsminister des Aeußern.

Vaterländische Streikrtasse.

Es gingen weiter bei uns ein:

W. Becker 2000. Mk., Sammlung der Arbeiter⸗Jugend Gießen 350. Mark, Schoppen⸗Schmidt 1000. Mark, G. und J. MRosenthal 10 000. Mark. Zusammen 13 350. Mark. Bereits quittiert 139 000. Mark. Zusammen Summa 152 350. Mark.

Den Gebern herzlichen Dank. Weitere Spenden werden gerne entgegengenommen. 3 5 Verlag der Oberhessischen Volkszeitung.

Finanzielles der Stadt Gießen.

5(Forsetzung.) 5 Von den hauptsächlichsten Titeln des Rechnungs⸗ sabschlusses von 1920 seien im Anschluß an die in gestriger Nummer wiedergegebenen Ziffern noch die folgenden an⸗

geführt. Friedhöfe: Einnahmen 98 657,42%(72 287,50 Ausgaben 261 488,29%(320 506,43 4) 1 Zuschuß 162 880,87 Volks⸗ und Fortbildungsschule: Einnahmen 1026 190,22%(1 222 030,02 /) 15 Ausgaben 1 742 497,86 K(1 390 863,27) 8 Zuschuß 716 307,4 0

Auf Grund des Landessteuergesetzes werden die persön⸗ 1 lichen Kosten der Volksschule aus der Staatskasse ersetzt. 0 Der Zuschuß befteht daher in den Aufwendungen für die 105 sachlichen Kosten. . Höhere und erweiterte Mädchenschule: Einnahmen.. N Ausgaben 422 781,86,(885 725,71 14 Es wird unter diesem Titel der Zuschuß zur Aus⸗ 1 gleichung der besonderen Rechnung der höheren und er 15 weiterten Mädchenschule verausgabt. Die Stadt erhält für die höhere Mädchenschule gemäß der Artikel 6 und 7 des Gesetzes über die Kosten der höheren Schulen aus der Staats⸗ N. kasse einen Zuschuß in Höhe von ein Drittel der durch die 0 Schulgeldeinnahmen nicht gedeckt werdenden persönlichen . Koften. Die fachlichen Kosten, sowie die Kosten für die . Unterhaltung des Gebäudes usw. hat die Stadt ganz zu

a tragen. Gymnasium, Realgymnasium und Oberrealschule: 5 Einnahmen 5 7 Ausgaben 742 105,84%(614 546,)

Der Ausgabeposten stellt den Zuschuß der Stadt 1 5 zu den Kosten dieser Schulen dar. Die Stadt hat auf Grund 606 des Gesetzes über die Kosten der höheren Schulen zu be⸗ 0 streiten: a 1 0 1.. Die sachlichen Ausgaben, 2. 3550 Prozent, je nach ö dem Verhältnis der einheimischen Schülerzahl zur Gesamt⸗ schülerzahl, der durch die Schulgeldeinnahmen nicht gedeckten persönlichen Ausgaben.

Außerdem bei dem Realgymnasium und der Oberreal⸗ schule die Kosten der Unterhaltung der Schulgebäude, da diese stadtisches Eigentum sind. Das Gymnasialgebäude ist

Staatseigentum. Gemeinnützige Zwecke: Einnahmen 91,79 M( 60. 41) Ausgaben 99 315,86 4%(70 31510% Zuschuß 99 22407 a

Es werden hier die Beiträge und Zuschüsse an Vereine usw. auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege, der Gesund⸗ heitspflege usw., die Zuschüsse an den Lesehalleperein, an das Stadttheater, an das Volksbad usw. verrechnet.

Straßen unterhaltung: Einnahmen 80 795,84%(162 510.% Ausgaben 990 397,06%(1 243 868 33%

Auschuß 909 601,22% Straßenreinigung: Einnahmen 9 164,14,(7 950, Ausgaben 548 197,65%(681 800.) Zuschuß 589 038,81% Straßenbeleuchtung: Einnahmen e Ausgaben 67 952,66 1(80 00% Zuschuß 67 952,66% f Oeffentliche Anlagen: Einnahmen 3 814,80(1 650,.% Ausgaben 150 929,99%(120 200,. /) Zuschuß 147 115⁵ 19 Kanäle: Einnahmen 204 343,65,(277 807,25 0 Ausgaben 456 069,77%(658 414,50% Zuschuß 161 728.12%

Während in früheren Jahren bei diesem Titel ein Ueberschuß zu verzeichnen war, der zur Schuldentilgung ver⸗ wandt wurde, erfordert der Abschluß des Jahres 1920 in⸗ folge der gesteigerten Betriebskosten einen Zuschuß.

Elektrische Straßenbahn: Einnahmen. Ausgaben 237 225,54.(156 471,92 Der Betrieb der Straßenbahn erforderte hiernach einen Zuschuß von 237 225,54 Mk. Der Betrag wird zur Aus- gleichung der besonderen Rechnung der Straßenbahn hier in Ausgobe gestellt. Feuerlöschanstalten:

Einnahmen 12 140%( 1800

Ausgaben 114 526,60C(95 725.

Zuschuß 102 386,60% Wohlfahrtspflege:

Einnahmen 117 061,88/(103 350. K

Ausgaben 899 728,40,(571 660,94%

Zuschuß 782 666,52

Hierunter ist ein Zuschuß von 664 183,97 Mk. zur Aus⸗ gleichung der besonders geführten Rechnung des Wohlfahrts- amtes enthalten. Auch die auf die Stadt entfallenden An⸗ teile an den Kosten der Fürsorgestelle für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene, der Flüchtlingsfürsorge, der Für⸗ sorge für Lungenkranke sind hier verrechnet.

Zwecke des Kreises und der Provinz:

Einnahmen 8 Ausgaben 1720 511,61 6(1050 000,.. Zuschuß 1720 511761

Der Betrag stellt den auf die Stadt entfallen an den Kreisumlagen dar. Die Stadt hat ung Hälfte der Kreisumlagen aufzubringen.

Mietrecht der Gegenwart.

Ueber den ersten Bildungsvortrag, der am Donnerstag 6 Woche stattfand, berichteten wir in vorgestriger N r 0 einigen kurzen Sätzen. Wie dort mitgeteilt, sprach Just 0 Schröder über dasMietrecht der Gegenwart. Die Zuhe 15 hatte sich sehr zahlreich eingefunden. Die für den Lasen unübersichtlich gewordenen und vielfach geänderten Gesetze Verordnungen hatte der Redner in gemeinverständlicher seinen Vortrag verflochten, indem er diesen in folgende N zerlegte: 1) der Mietvertrag, 2) die Kündigung, 3) die weise Räumung und anschließend 4) das Mieteinigun seine Zuständigkeit, sowie 5) die Mietzinsbildung(Re gesetz). Er schloß seinen Vortrag mit der Bemerkung, d setzlichen Maßnahmen bis jetzt nicht vermocht hätten, de nungsmangel wirksam zu steuern, insbesondere neue Wo zu schaffen. Die Mietzuschläge könnten die Erhaltung handenen Wohnraums nicht garantieren, da weite Kresse völkerung(Sozial⸗ und Kleinrentner, Witwen und der die Miete nicht aufbringen werden; bei diesen muß die 8 Hilfe eingreifen. Das gleiche gilt für die Wohnungsba Wer aber ist letzten Endes diese öffentliche Hilfe? Den und Ländern fließen keine Steuerquellen. Also muß das

Mittel geben. Nun steht aber fest, daß infolge des de der Besitzenden das Reichseinkommen zum größten Teil von Ia und Gehaltsempfängern aufgebracht wird. Also müßten die en deren einziges Gut ihre Arbeitskraft ist, die Mittel aushrf l um den Hausbesitz in Privathand zu erhalten. Es d. allen Kräften auf die Sozialisierung des Haus n (d. h. des Miet hausbesitzes) kingearbeitet werden. W l liche eVrbände, in denen doch viele Gegner der Sozialister. 00 allein vermögen das nickt; das kann nur eine große polst 10 Partei, nämlich die Soßaldemokratie, die die Sozialisterung i 00 Programm aufgenommen hat. 73 t

Auch dem Reiche könne der Besitz von goldwertigen lu nur von Nutzen sein. 5 1 r

In der an den Vortrag sich anschließenden Ausspr 1 sich, mit welchem Verständnis und welch' großer Aufm 11 die Zuhörer den Ausführungen gefolgt waren. Der R al

sichert uns, daß gerade diese verständnisvolle Aufmerk;f der schönste Lohn sei. Wohnungsbauten. Um die Wohnungsnot zu beabsichtigt die Stadt trotz der äußerst ungünstigen nisse und der großen Schwierigkeiten, den Wohnn wieder aufzunehmen. Es ist beabsichtigt, vorläufig richtung von einigen sechzig Wohnungen in Angriff men, die vielleicht bis zum Sommer erstellt werden Wir haben vor kurzem auf Grund der statistischen weisungn des Wohnungsamtes mitgeteilt, daß die Wohnungslosen in Gießen noch eine ganz beden im November vorigen Jahres waren von den Wo suchenden mehr als tausend ohne Wohnungl Not ist eben nicht anders abzuhelfen, als daß neue N gen geschaffen werden, daß gebaut wird. Denn das einzige Mittel, die Wohnungsnot zu beseitigen, alles ist wirkungslose Salbe. 2 Vergnügter Tag mit fremdem Gelde. Ein Fuhr, Butzbach wurde von seinem Arbeitgeber mit einem Geldbetrag nach Lich geschickt, um Ferkeln zu holen. fein Fuhrwerk in Lich stehen, begab sich zur Bahn und Gießen, fand hier genügend Freunde, mit welchen er den Teil des Geldes verjubelte, bis daß er sinnlos betrun genommen wurde, wo sich dann die Unterschlagung he Einbruch in ein Lebensmittelgeschäft. In der 28. Januar 1923 wurde in ein Lebensmittelgeschäft in den weg ein Einbruch verübt und Butter und Käse entwend dienliche Mitteilungen nimmt die Kriminal⸗Abteilung entge Vorsicht bei der Elektrischen! Am Sonntag abend ½7 Uhr geriet ein Fräulein in der Marburgerstraße unt Wagen der Elektrischen und wurde ein Stück geschleift. Verletzungen davon und wurde in das Krankenhaus ii Die Ursache des Unfalles steht noch nicht fest.

Bilder aus dem Ruhrgebiet. Diese Skizzen sendet dem Hamburger Echo ein junger prolearischer Dichter aus dem neube⸗ setzten Bergbaurevier. Hier spricht ein Augen⸗ zeuge und dennoch Pazifist.

Die Franzosen haben das Gebiet rechts und links der Ruhr nun Bald vollständig besetzt.

In Dortmund, Herne, Witten, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Duisburg, Hamborn, alles Städte, die nie Kasernen und stationiertes Militär kannten, sind fast alle größeren öffentlichen Gebäude, die meisten Schulen, Gasthöfse und Tausende von Privathäusern von den fvanzösischen Soldaten besetzt.

Man hat also recht, wenn man behauptet, der französische Mili⸗ tarismus habe die gewaltsamen Machtmittel des preußisch⸗deutschen Militarismus der Kriegs⸗ und Vorkriegszeit noch übertroffen.

Freilich, wie ein siegreicher preußischer Militarismus in der Nachkriegszeit ausgesehen hätte, wissen wir nicht.

*

Die Franzosen rückten kriegsmäßig ein. Sie stießen wie bei einem militärischen Vormarsch in das Herz, in die Blut- und Wärme⸗ pumpe Deutschlands.

Spitze, rechts und links Seitenpatrouillen, Haupttrupp. Erst Kavallerie, dann Radfahrer, Panzerautos, Maschinengewehrabteilun⸗ gen, die Infanterie, zuletzt unübersehbare Bagage.

Wir Proleten haben herzlich gelacht, als wir ihre entsicherten Gewehre, ihre Handgranaten, sogar die unvergeßlichen Gasmasken sahen. Natürlich auch Stahlhelme.

5 Aber die Soldaten sahen menschlicher aus als ihre Waffen. Sie W bli verlegen beiseite, hatten bedrückte, vergrämte oder zornige

vor sich hin, gaben ihre Kommandos gezwungen und hockten auf

1 ihren Pferden, als wären sie gewaltsam hinaufgesetzt worden. 1 a Brutale Gesichter, rohe, gewalttätige, waren natürlich auch dabei. 1 Ueberall gibt es menschliche Tiere, aber man sah sie selten.

Nein, dieser Einmarsch war nicht der Einzug eines siegberauschten haßerfüllten Volkes, mehr ein Trauermarsch gequälter, unterdrückter N. Menschen. 8

0 Bahnhöfe, Postämter, das Rathaus, auch jetzt die Banken sind a militärisch besetzt. Posten mit aufgepflanzten Seitengewehren gehen 1520 auf und ab, schnell, hastig, französisches Marschtempo.

a In den Straßen sind viele Soldaten. Junge 19⸗ und 20jährige mit bartlosen, kindlich⸗neugierigen Gesichtern. Alte mit dicken, un⸗ förmigen Schädeln und französischen Schnauzbärten.

Gesi er, marschierten gezwungen. Keiner sang. Man spürte, sie schämten sich dieses Gewaltaktes. Sogar die Offiziere sahen verbissen

Sie gehen eilig durch die Menschen, weichen diesen Massen vor⸗

sichtig aus, vermeiden alles, um roh und gewalttätig zu erscheinen. Viele Elsässer sind dabei. Karl! schreit einer.

Der Karl dreht sich erstaunt um.

Je, Mensch, erkennst Du mich denn nicht? Wir haben doch in Straßburg zusammen gedient und dann in den Vogesen. Je, fe, erst 0 Jahre Soldat bei den Preußen und nun schon das dritte Jahr in diesen Lumpen!

Eigentümliches Wiedersehen. Sie schüttelten sich die Hände.

Aber Paul, was wollt Ihr denn hier? fragte der Karl.

Was wir wollen?! Wir Soldaten wollen auch nichts. Jeder hat es satt. Jeder will heim. Viele sind schon davongelaufen. Die Strafen sind nur so schwer. 5

Das sind die ersten Brücken zwischen den Soldaten und der Be⸗ völkerung. Noch mehr anderer Brücken werden geschlagen.

Die Westfalen haben harte Schädel, sehr harte, sie sind aber qut. Erst machten sie nur knurrige Gesichter, als die Besatzung einrückte, jetzt werden sie schon wieder haller.

Nein, diese mit blauen und schuwarzen Lappen und mit Waffen umhängten Gestalten sind nicht die triumphierenden, noch immer mit Rachegedanken angefüllten Soldaten dergroßen Nation, sie sind armselige Menschen, die man in Uniformen zwang wie früher uns.

8

Warum soll man nicht auch von den Menschlichkeften der Fran⸗ zosen, wenigstens von denen der Soldaten, sprechen, besonders, wenn die gesamte bürgerliche Presse gegen sie Gift und Galle spuckt?

Was tun uns diese Menschen? Daß sie unsere Schulen, die Wohnungen, die Gasthöfe besetzen, ist hart, sogar augenblicklich fehr hart; daß sie unsere Lebensmittel aufkaufen, unsern Verkehr, bald auch umsere Arbeit zum Sterben bringen, ist noch härter.

Wir stehen unter dem Zwang des Kapitals, sie stehen noch unter der Gewalt der Militärdiktatur. Wir müssen uns gegenseitig helfen. Das einzige, was sie noch mehr und bis ins Tiefste erschüttern kann, ist unsere Menschlichkeit. Spüren sie sie nicht schon? Jede andere Waffe ist machtlos.

Sie haben erstaumt aufgehorcht, als Arbeiter ihnen entgegen⸗ rfefen:Ihr französischen Soldaten seid unsere Brüder. Legt die Waffen nieder. Es lebe die Internationale!

8 Aber ich wollte von Menschlichkeit sprechen. Kommt da ein fran⸗ zöstscher Infanterist auf den Bahnsteig an, sieht eine deutscheDame, 1 5 mit zwei Koffern abmüht, faßt nach dem einen und will ihr

en.

Sie kreischt entsetzt auf, sieht ihn zornfunkelnd an, spuckt zuletzt aus und geht mit erhobenem Kopf weiter.

In der Straße fährt ein alter Trainsoldat mit seiner langsam daher. Miid stolpert der Gaul. Da holt er eine al ein, die hastend mit einer Handkarre vorwärts keucht.

Leise klopft er ihr auf den Rücken nimmt der erstaunt sehnden Frau die Deichsel der Karre aus der Hand und bind an den Wagen. Die Alte glaubt, es geschieht ein Wunder!

Was sagt doch ihr Pfaffe in der Kirche:Die Franzosen ft schlimmer als der Teufel, betet, betet, damit Gott seine Hand wied auf uns legt.

An noch din, sogar ergreifendes Bild, denke ich. Ein franzö Regiment marschiert durch die Straße. Ein Leichenwagen ve sie zu kreuzen. Der französische Oberst springt vom Pferd, blank, salutzert, der ganze erste Zug präsentiert. Sogar deutsch Gymnasiasten nahmen da ihre Kappen ab. 45

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Die ersten Staatszechen streiken. Der Kumpel schreitet zur 6 1 wehraktion. Er ist etwas vorsichtig vom Kapp⸗Putsch her. 1 Regierung die Streiktage bezahlen? Sorgt sie für Nahrung 1E.

Der Franzose garantiert Bezahlung und Brot. Aber sie ja nicht, weil man ihren Zechendirektor einsperrte, der richtet sich gegen die Gewalt, die auch sie trifft.

Auch der Bahnverkehr ruht teilweise. Gestern machten ersten Stockungen bemerkbar. Es gab keine Milch für die K

Heute sieht es schon wieder besser aus. Die Franzosen 1 Kommandos aus Zechen und örtlichen Verw zurück. Fürchtet er sich? Wartet er mur auf Verstärkungen? Une 1

lich marschieren wieder die Truppen. Will man die G. N stärken? Nun, der Westfale ist zäh. Zäh durch seine Arbest. 00 Aber was wird? 1 8 Die Patrioten werben für bewaffneten Widerstand. Anget rum b. wanken sie durch die Straßen, singen ihr Deutschlandlied, o, sie st 0 mutig. 2 Der Arbeiter wird immer ernster, schweigsamer. Militane 1

mus und Nationalismus Beides entläd sich über ihm.

Was habon dieAndern auch zu verlieren? In Autos Möbelwagen haben sie ihr Geld, ihr Silber ihren ein Ihre letzte Arbeit ist die Verhetzung. Dann sie selher.

Nun: wir westfälischen Arbeiter glaub den Sieg der Menschlichkeit. Ob wir noch geop den müssen, Ob man dieses unser Land noch zerschießt, vernichtet? 5

Was sollen wir dagegen tun? Unsere einzige Waffe Niederlegung der Arbeit.

Bochum, 23. Januar.