Ausgabe 
31.1.1923
 
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gaedaktion: Gießen

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dangedroht. Ferner ist die Briefzensur

* Kommandierende General gab bekannt,

Oberhessische

Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.

Bahuhofstraße 23 Ferusprethet 2008.

lkazeitung

Expedition: Gießen Bahnhofstraße 23 Jerusprecher 2008.

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1 Die Oberb. Volkszeitung erscheint jeden Werktag vormittag in Gießen. Ser Abonnementspreis mit den Beilagen Das Blatt der Frau, undLand⸗ wirtschaftliche Beilage beträgt monatlich 780. Mk einschl. Bringerlohn.

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Für den Inseratenteil verantwortlich: R. Strohwig. Verlag von Hermann Neumann& Cie., sämtlich in Gießen.

Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt G. m. b. H. Offenbach a. M.

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Nr. 25

Gießen, Mittwoch, den 31. Januar 1923

183. Jahrgang

Ces geht aufs Ganze!

Verschärfter Belagerungszustand im besetzten Gebiet.

Ueber das Ruhrgebiet ist gestern der verschärfte Be⸗ lagerungszustand verhängt worden. Gegen die Sabotage bei Post⸗ und Eisenbahn wird nach der Verordnung mit Waffen⸗ gewalt vorgegangen werden. Alle Versammlungen bedürfen der besonderen Genehmigung der Besatzungsbehörden; ebenso stehen Zeitungen, Theater und Kinos unter Zensur. Für Zuwiderhandlungen sind hohe schwere Strafen, Gefängnis bis zu 5 Jahren oder Geldstrafen bis zu 10 Millionen Mark verhängt worden. Die Besatzungsbehörden begründen ihre Maßnahmen mit den Hindernissen, die ihrer Tätigkeit seitens der deutschen Be⸗ amten bereitet würden.

Aehnliche Bestimmungen sind von den Belgiern auch

für das Aachener Gebiet erlassen worden. Der belgische daß die deutschen Polizeibeamten von jetzt ab ihm allein unterständen. Die Truppen wären angewiesen, von der Waffe Gebrauch zu machen. Der seit Sonntag verhängte kleine Belagerungs zustand wurde durch die Früherlegung der nächtlichen Ver kehrssperre verschärft. Der Hauptbahnhof ist militärisch ab⸗ gesperrt, sodaß der Eisenbahnverkehr ruht.

In Mainz machte der französische Delegierte durch Plakatanschlag bekannt, daß bis auf weiteres keine Ver⸗ sammlungen, Zusammenrottungen oder Ansammlungen ge Huldet würden. Der Nachtverkehr soll ganz unterbunden werden. Mehr als fünf Personen dürfen auf der Straße nicht zusammenstehen. Durch das Verbot der Mainzer Zeitungen(nur das Zentrumsblatt erscheint) ist die städtische Berwaltung nicht in der Lage, ihre Bekanntmachungen über Ernährung, Brennstoffverteilung, Nentenauszahlungen

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wechtzeitig an die Einwohnerschaft zu bringen. Die Erregung st in ständigem Wachsen..

Die Erdrosselung der deutschen Verwaltung.

Pariser Meldungen besagen, daß die Alliierten, v. h. Frankreich und Belgien, infolge desoffenen und passiven Wiederstandes der deutschen Beamten peschlossen haben, im gesamten besetzten Gebiet alle hohen Beamten, die in ihrer bisherigen Haltung verharren, zu verhaften und auszuweisen. Diese Maßnahme hat bereits am Montag eingesetzt.

Dem Wiesbadener Regierungspräsidenten wurde von der stheinlandkommission eröffnet, daß die für die ausgewiesenen Zeamten in Aussicht genommenen Nachfolger nur dann zu⸗ gelassen werden könnten, wenn sie vorher schriftlich erklären, sie den Anordnungen der Besatzungsbehörden freiwillig Folge zu leisten bereit wären.

Die Abwehrbereitschaft der Gewerkschaften.

Am Montag faßte eine Konferenz von Vertretern der Arbeiter und Angestellten⸗Gewerkschasten aller Richtungen im Dortmund folgende Entschließung:

Die von den Besatzungstruppen vorgenommenen Ver 0 baftungen leitender Reichs⸗ und Staatsbeamter können die 0 gzewerkschaften in ihrem bisherigen Verhalten nicht irre nachen. Diese Maßnahmen sind vielmehr geeignet, den

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Widerstand bis zum äußersten zu steigern. Die Gewerk⸗ aften werden jedenfalls wie bisher alles aufbieten, daß ie Franzosen ihr Ziel nicht erreichen.

Eine Entschließung der Bergarbeiter.

Die Betriebsräte der Bergarbefter aus dem ganzen Rußr⸗ bezirk maren am Sonntag in Hamm versammelt, um zu der stegenwärtigen Lage Stellung zu nehmen. Vertreter der Afa, des Melallarbeiterverbandes und der Heizer und Maschinisten waren mmwesend. Genosse Husemann war mit dem Referat beauftragt. r lehnte nach wie vor jeden Generalstreik ab. Die bisher von ler Vergarbetterschaft eingenommene Abwehrstellung soll im ö leichen Maße beibehalten werden. Diese Auffassung wurde von hen Teilnehmern der Konferenz geteilt. Eine Entschließung sich gegen jeden Nationalismus aus und hebt hervor, daß tige t der Unternehmer in der Gegenwart besonders auf⸗ fam berfolgt werden muß. Eine Frankenwährung wird ent⸗ abgelehnt und ausdrückliche Treue zur dentschen Republik lobt. Von den Unternehmern und der Reichsregierung erwarte lie Bergarbeiter schaft bei der Regelung der Lohnsrage weitestes entgegenkommen.

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Die ischechischen Gewerkschaften für Anrufung

ö des Völkerbundes.

Der Zentralausschuß der tschechischen Gewerkschasten in der Ischechoslowakel beriet in seiner letzten Sitzung auch die durch die Vesetzung des Ruhrgebietes geschaffene Lage und sprach sich gegen ide gewaltsame Lösung des Konfliktes aus, die nur neue wirt⸗ shaftliche Schäden verursachen könnte, ohne zu einem günstigen gebnis zu führen. Die deutsche sozialistische Bevölkerung an

erkennt die Ansprsiche Frankreichs, soweit es sich um Wiedergut⸗ machung der Schäden in den zerstörten Gebieten handelt. Die militärische Besetzung stärkt mur jene Kräfte, die sich gegen jede Entschädigung stellen. Der Zentralausschuß der tschechtschen Ge⸗ werkschaften ist dafür, den Streit dem Völkerbund vorzulegen, damit dieser prüft, ob, in welchem Maße und in welcher Zeitdauer Deutschland fähig ist, die aus den Zerstörungen französischer Ge⸗ biete erwachsenen Verpflichtungen zu erfüllen. Der Zentralaus⸗ schuß ruft die gewerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft auf, dar⸗ auf zu achten, daß im Sinne des Internationalen Gewerkschafts⸗ kongresses jeder Gefahr eines kriegerischen Konfliktes entgegenge⸗ treten wird und die Aktionen unterstützt werden, zu denen die ge- werkschaftlichen Organisationen auffordern.

Französische Stimmungsmache gegen die Eisenbahner.

Das in Düsseldorf stationierte Generalkommando der Besatzung hat dem Regierungspräsidenten auf die inzwischen mündlich beantwortete Frage, ob an eine Hungerblockade ernsthaft gedacht sei, jetzt auch eine schriftliche Mit⸗ teilung zugehen lassen. In dem Schreiben wird festgestellt, daß nicht daran gedacht sei, die für die deutsche Bevölkerung reservierten Lebensmittel zu beschlagnahmen und die Lebensmittelzufuhr abzuschneiden. Wenn in der Lebens- mittelversorgung Schwierigkeiten eintreten würden, so sei es die Schuld der Eisenbahner, die seit einigen Tagen das Eisenbahnnetz lahmlegten. 0

Der Versuch, die Eisenbahner gegen die Bevölkerung des Ruhrgebietes auszuspielen, wird mißlingen. Auch die Bewohner des Industriebezirkes wissen, aus welchem Grunde die Eisenbahnerschaft vassiue Rosistenz übt und sie stimmen mit ihr überein in der Auffassung, daß die Französierung deutscher Eisenbahnstrecken verhindert werden muß. Wir geben auf die Zusicherung, daß die Lebensmittelzufuhr nicht abgeschnitten werden soll, gar nichts. Es steht einwandfrei fest, daß die Franzosen die Ruhrtalbahn, ebenso die Strecke DuisburgOberhausenLünen von eigenem Personal be dienen lassen wollen und jede Benubung für deutsche Trans⸗ porte auszuschalten gedenken. Damit sind zwei Strecken für die Lebensmittelzufuhr lahmgelegt.

Ein Bravourstückchen Koblenzer Eisenbahner

Auf dem Bahnhof sollten 13 Lokomotiven von den Franzosen weggeführt werden. Die Eisenbahner aber setzten plötzlich die Maschi⸗ nen gegen das unbesetzte Gebiet in Fahrt und durchfuhren den Bahn⸗ hof Diez, wo sie von französischen Patroufllen aufgehalten werden sollten mit D-Zuggeschwindigkeit. Sie konnten unbehelligt das un⸗ besetzte Gebiet erreichen. Die Franzosen haben darauf die Eilsenbahn⸗ linie in der Gegend von Diez auf eine Strecke von 300 Metern auf⸗ gerissen, sodaß der Zugverkehr vollkommen stilliegt.

Ein Zurückzieher.

Am Montag Nachmittag wurde der Mainzer Bahnhof durch eine Abteilung französischer Eisenbahner besetzt. Die Beamten erhoben sofort Protest und erklärten, den Betrieb einzustellen, wenn die Be⸗ setzung, die sich auch auf sämtliche Stellwerke erstreckt, nicht zurück⸗ gezogen wird. Aehnlich war es auf dem Wiesbadener Bahnhof. Als dort die Eisenbahner Ernst machten, wurde das Militär mit dem Be⸗ merken zurückgezogen, die Besatzung sei ein Mißverständnis gewesen.

Kein Eisenbahnverkehr nach Holland mehr?

Nach Meldungen aus Amsterdam ist der Eisenbahnverkehr zwischen Deutschland und Holland aufgehoben worden.

Keine Reparationskohle durch das englische Gebiet.

Der Eisenbahnverkehr im Direktionsbezirk Köln ist nach wie vor höchst unregelmäßig, da die Eisenbahner bei jedem Eingreifen der Franzosen die Arbeit niederlegen. Da die Franzosen beabsichtigen, Züge mit Reparationskohlen durch das englische besetzte Gebiet zu leiten. har die Eisen⸗

2*12** bahndirektion der britischen Besatzungsbehörde! mitgeteilt, daß die Eisenbahner sich weigern würden, solche Züge zu fahren. Sonst versucht man, den Verkehr im britischen Be⸗ satzungsgebiet nach Möglichkeit aufrecht zu erhalten.

An die Mauer mit den Saboteuren!

Die Urteile der französischen Zeitungen über die Lage im Ruhrgebiet gehen ohne jeden Unterschied dahin, einen Mißerfolg in den ersten Wochen zu sehen. Es set unnütz mit Worten zu spielen. Die vorläufige Bilanz sei passiv. Blättern wird der Regierung mehr als ein Fehler in dem psycho⸗ lͤgischen Widerstand der Deutschen und in der angewandten Methode vorgeworfen. Deutschland halte besser aus, als man er- wartet habe. Die Enttäuschung ist also groß. Aber die Er⸗ bitterung über den Widerstand scheint in manchen Zeitungen noch größer zu sein.An die Mauer mit den Saboteuren! verlangt eine sonst gemäßigte Zeitung.

Die Zgermürbung der deutschen Industrie als

5 Endziel.

Sunday Expreß berichtet, die sranzösische Regierung habe beschlossen, Großbritannien gegenüber nachdrücklich die Notwendigkeit hervorzuheben, ein Verbot auf die Ausfuhr britischer Kohlen nach dem unbesetzten deutschen Gebiet zu

In verschiedenen

erlassen. Dem Blatte zufolge sehen die Franzosen einen entscheidenden und verhängnisvollen Zug in dem Spiel, das die Zermürbung der deutschen Industrie durch Vorent⸗ haltung der Ruhrkohle bezweckt. Wenn die britische Kohle an den Platz der Ruhrkohle trete, so könne der französische Plan scheitern. Wie das Blatt weiter schreibt, werde die britische Regierung einem solchen Ersuchen nicht stattgeben.

Ein Abwehrmantelgesetz gegen die Ruhr⸗ f besetzung. f

Wie die Telunion erfahren hat, haben in den letzten

Tagen in Berlin wichtige Verhandlungen zwischen der Regierung und den maßgebenden Vertretern der deutschen Industrie stattgefunden, an denen vor allem Mitglieder der Ruhrkonzerne teilgenommen haben. Man hat sich dabei über einen Gesetzentwurf unterhalten, der von der Reichs- regierung ausgearbeitet worden ist. Dieser Gesetzentwurf stellt gewissermaßen ein Mantelgesetz dar, das die gesamten Maßnahmen umschließt, die zur Abwehr der Besetzung des Ruhrgebiets getroffen sind. Man hatte zunächst vor, diesen Maßnahmen auf dem Wege der Verordnung des Reichs präsidenten gesetzgeberische Kraft zu geben, ist dann aber wieder von diesem Plan abgekommen. Das neue Gesetz soll bereits am Mittwoch im Reichswirtschaftsrat beschlossen

werden. Verzweiflungskämpfe.

Aus Duisburg wird uns geschrieben:

Unter dem Vorwande, die Kohlenverteilung im Ruhrgebiet neu zu regeln, und die von Deutschland rückständigen a an Kohle sicher zu stellen, hat Poincars nach Bruch des Völker: rechtes große deutsche Gebietsteile neu besetzen lassen. Bisher hat er keine Kohle erhalten, ebenso mußte er auf die durch den Friedensvertrag von Verfailles sicher gestellten anderen Lieferungen verzichten, und nur der Wahrheit würde der französische Ministerpräsident die Ehre geben, bis er das einge⸗ steht. Dazwischen aber greift er zu neuen Zwangsmaßnahmen, zu einer Taktik, die auf eine entschiedene Französterung des Ruhr⸗ gebietes hinausläuft. Seine Militärs haben beim Einmarsch in das Ruhrgebiet Freiheit und Sicherheit der Person und ebenso die Rechtsmäßigkeit deutscher Gesetze garantiert. Wo bleiben diese Sicherheiten? Verhaftung von Beamten folgt auf Verhaftung, eine Ausweisung jagt die andere. Jetzt folgt der Versuch, zunächst wichtige Eisenbahnstrecken in Betrieb zu setzen. Wir sind uns klar darüber, daß es den Franzosen möglich sein wird, mehrere Eisen⸗ bahnstrecken notwendig für ihren Bedarf sicherzustellen. Aber was haben sie dann? Neue Kosten für die Unterhaltung ihrer Truppen, für die Aufrechterhaltung der Bahnlinie und noch lange keine Kohle! Darüber muß man sich doch endlich klar sein, daß der deutsche Bergarbeiter nur für Deutschland Kohle fördert, oder will man neben jeden Bergarbeiter in der Grube einen Soldaten mit aufgepflanztem Seitengewehr stellen? Für derart schlechte Kenner der Pfsychologie unserer Westfalen halten wir die Franzosen nicht. Selbst die Zolleinnahmen, die bei Schaffung einer Zoll⸗ grenge in Frage kommen würden, können bei höchster Schätzung nicht einmal genügen, zur Bereitstellung von 38 Kohlenzügen, wie sie Deutschland infolge des Spager Abkommens gratis und franko liefern mußte und geliefert hat.

Deshalb jetzt die Französierungstaktik, deshalb die fort⸗ währenden Ausweisungen der höchsten Beamten und die fortge⸗ setzten Verhaftungen der Köpfe der Behörden Durch ihre Er⸗ ledigung glaubt man schließlich die Bevölkerung führerlos zu machen. In Dlisseldorf, Essen, Duisburg, man kann ruhig sagen, in fast allen Städten, wo maßgebende Persönlichkeiten in verant⸗ wortlicher Stellung den Maßnahmen der Franzosen und Belgier entschiedenen Widerstand entgegengesetzt haben, wurden sie Mon⸗ tag und Dienstag ausgewiesen. Selbst vor Verhaftungen gesetz⸗ licher Vertretungen der Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenschaft schreckt man nicht mehr zurück. Am Montag in den ersten Nach⸗ mittagsstunden war der Beamtenbeirat der Hauptpost in Essen zusammengetreten, um über die Lage zu beraten. Am Beratungs- tisch wurden sämtliche Vertreter der Beamtenschaft verhaftet, wie das Vieh in ein Lastauto gepfercht und unter starker Bedeckung mit fremdem Ziel abtransportiert. Als sie ein Hurra der vor dem Postamt wartenden Bevölkerung an deutschen innerte, machten die Eindringlinge noch Anstalt Mehrere der festgenommenen Beamtenräle waren genossen. Ihre Festnahme beantwortete die gesamte Beamten⸗ schaft mit dem sofortigen Streik. Sie liegt, neben dem Postamt in Bochum jetzt auch in Essen der Postbetrieb vollkommen still. Außerdem ruht die Eisenbahn im Zentrum des Industriegebietes auf wichtigen Strecken zum Teil durch neue Eingriffe der Fran⸗ zosen, sodaß für die weiterverarbeitende Industrie die Roh⸗ materialien ausbleiben. Wir befürchten, daß die Verhaftung des Beamtenrates in Essen vorgenommen wurde, um die Beamten⸗ schaft zum Aufstand zu provozieren und um einen weiteren wich⸗ tigen Knotenpunkt des Postverkehrs lahm zu legen.

Die Arbeiterschaft, ebenso aber die Beamten und Angestellten haben allen Anlaß, die Entwicklung der Lage mit offenen Augen zu betrachten. Wir betonen noch einmal: Maßhalten mit der Abwehrkraft!

Eine Voraussetzung hierzu ist die überaus schwierigen Abwehrkampfes. Es erscheint unbedingt not⸗ wendig, daß an der Peripherie des neubesetzten Gebietes sowohl von behördlicher, wie von gewerkschaftlicher Seite eine Instanz ge⸗ schaffen wird, die vollkommen selbständig die Abwehr übernimmt. Die besten Männer aus dem Volke sind hierzu gut genug.

Eine Warnung vor der nationalistischen Stimmungsmache. Der Frankfurter Ztg. wird aus Essen geschrieben: Der Ausklang, den die gestrigen Kundgebungen in Essen gefunden haben, veranlaßt die hiesige Arbeiterzeitung,

zum Schießen. treue Partei⸗

einheitliche Leitung des

Sympathien er⸗