Ausgabe 
29.1.1923
 
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Die Ausweisung jollte offenbar schon am Donnerstag erfolgen und u

unterblieb zunächst nur, weil der Oberbürgermeister, der scho lange leidend ist, erkrankt, nicht transportfähig war. Die frapzö⸗ sische Vehörde erkundigte sich heute, wann die Wiederherstellung so⸗ weit gediehen sein werde, und nuf ärztliche Auskunft, daß dies unter Umständen nach zwei Tagen der Fal sein könne, wurde ent⸗ schieden, der Oberbürgermeister habe längstens innergalb von zwei Tagen das besetzte Gebiet zu verlassen; es ist ihm dazu die Ve⸗ nutzung eines Krantcrautos leines deutschen natürlich) freigestellt. Auch die Familie Külbs wurde ausgewiesen; für sie läust die Frist vier Tage nach der Abfahrt Dr. Külbs ab..

Die ausgewiesenen Beamten wurden, wie vorher Präsident Schlutius und Geheimrat Raiffeisen, in der Nacht an die Grenze des besetzten Gebietes gebracht und auf freiem Felde ausgesetzt. Man hatte sie, ohne ihnen die Absicht der Ausweisung mitzuteilen, auf das Bureau des französischen Delegierten bestellt und dann dort von 9 bis 12 Uhr festge⸗ halten, ohne ihnen zu gestatten, ihre Familien vor der Ab⸗ fahrt von der Tatsache der Ausweisung zu benachrichtigen.

In Trier wütet der Säbel.

Nachdem in der Nacht zum Freitag infolge der Ver⸗

hängung des Belagerungszustandes die Straßen von Trier mit französischem Militär besetzt worden sind, ist es Freitag vormittag verschiedentlich zu ernsten Zwischenfällen und kommen. Zahlreiche Personen, darunter Frauen und Kinder, sind verwundet worden, doch läßt sich die Zahl der Verletzten nicht feststellen, da ein Betreten der Straßen mit Lebensgefahr verbunden ist. Die französischen Spahis durchrasen die Stadt und hauen mit gezogenen Säbeln auf die friedlichsten Passanten ein. Der tägliche Verkehr ruht.

Die Trierische Landeszeitung ist für drei Tage verhoten wor⸗ den. Die nächst Ausgabe erscheint am Montag. Der Direktor ler Trierischen Lanbcszeitung wurde von Marakkanern angefallen und verpreigelt.

Ferner wird noch aus Trier gemeldet:

Obwohl der Proteststreik um 2 Uhr beendet sein sollte, ruhte (die Arheit am Nachmittag noch vollständig; nur einige Lebens⸗ mittelgeschäfte hatten geöffnet. Die Post wollte um 2 Uhr den [Dienst wieder aufnehmen, da aber das Gebäude von französischen Soldaten mit Maschinengewehren besetzt war, verließen die Be⸗ amten die Räume sogleich wieder und stellten die Bedingung, daß zunächst die Besatzung zurückgezogen werden müsse. Das geschah und unter dem Johlen der Bevölkerung zog die Besatzung ab. Die Franzosen versuchten im Laufe des Tages mehrfach, Eisenbahnzüge abzulassen; da aber Stellwerke und Weichen nicht bedient wurden, gelang ihr Versuch nicht. Im Laufe des Tages ers Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und den Be⸗ satzungsbehörden statt. Die Kommunisten verlangten, daß der Generalstreik erklärt werden soll, falls die Ausweisungen nicht rückgängig gemacht würden, Man einigte sich zunächst auf Wieder⸗ aufnahme der Arbeit bei Zurlückziehung der Besatzung von Eisen⸗ bahn und Post. Im Augenblick schweben noch Verhandlungen über

ie Forderung der Zurücknahme der Ausweisungen. Für den Fall der Ablehnung dieser Forderung soll der Generalstreik erklärt werden.

Die Spahis erneuerten im Laufe des Nachmittogs ihre An⸗ gra auf die Zivilbevölkerung, indem sie mit gezogenem Säbel Durch die Straßen und über die Bürgersteige ritten und die Passanten, auch einzelne Personen, mit der Klinge bearbeiteten. Es werden zahlreiche Verletzungen gemeldet. Die Erregung unter

der Bevölkerung ist auf das Höchste gestiegen und man befürchtet Schlimmes, wenn die Franzosen nicht endlich einlenken. 0 Nach weiteren Verhandlungen wurde die Bestimmung, daß die Einwohner nach 8 Uhr abends sich nicht mehr auf der Stro ze Hin dürften, aufgehoben. Zusammenstöße mit französischem Militär sind auch am Abend wieder vorgekommen.

ausgewiesenen Oberbean⸗ten

Den Familien der aus Trier 5 eine Verlängerung der

wurde auf Grund der Verhandlungen Frist auf vierzehn Tagc zugestanden.

Auch die Belgier hauen ein.

Am Freitag vormitiag versammelten sich in Duisburg die Kom⸗ munalbeamten, die Eisenbahn⸗, Post⸗ und Hafenbeamten auf dem Königsplatz, um gegen die Verhaftung des Forstbeamten Berg zu protestieren. Von hier aus bildete sich ein Demonstrationszug, der sich zum Landgericht bewegte. wo Versuche des Bürgermeisters sowie

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der Abgeordneten verschiedener Stadtverordnetenfraktionen, den Ver⸗

hafteten frei zu bekommen, mißlangen. Der Demonstrationszug, der

aus mehreren 1000 durch die Straßen der Stadt unter Absingen patrotischer Lieder. Vor der Kommandantur wurden die Demonstranten durch belgische Kaval⸗ lerie auseinandergetrieben. Mehrere Personen wurden wahllos aus der Menge herausgegriffen und verhaftet. Ob es Tote gegeben hat, steht noch nicht fest. Die Belgier sind mit blanken Waffen vorgegan⸗ gen. Eine Anzahl Personen wurde durch Sübelhiebe verletzt.

Die Abwehr. Neue Arbeitsniederlegungen.

Die Arbeitsniederlegungen von Eisenbahnbeamten und Arbeitern infolge der Eingriffe der Franzosen haben sich vermehrt. Auf dem Telegraphenamt in Bochum ist eine französische Wache und zwei deutsche Schutzpolizisten unter⸗ gebracht. Die deutschen Beamten sind nun verhaftet wor⸗ den, als sie dem Telegrapheninspektor zu Hilfe kommen wollten, weil dieser sich der Wegnahme eines Telephon apparate. durch einen französischen Offizier widersetzte. Das gesamte Schutzpersonal Dortmunds hat beschlossen, die fran⸗ zösischen Offiziere trotz des ausdrücklichen Befehles nicht zu grüßen. 5 Streikandrohungen in Mainz.

Am Donnerstag haben die Franzosen das städtische Gaswerk besetzt. Die Arbeiter forderten Entfernung der Truppen bis Frei⸗ tag mittag 12 Uhr, wid rigenfalls man das Gas⸗ und bas Elek⸗ trizitätswerk stillegen würde. Da reasfhin zogen sich die F.onzosen

zurück. Die Verkehrslage.

Die Verkehrslage im Ruhrrevier wird von Tag zu Tag schwieriger. Zu den Stationen, die schon am Donnerstag infolge des Abwehrstreiks des Personals wegen der Ueber⸗ griffe der Besatzungstruppen stillagen, ist am Freitag auch der Bahnhof Kettwig getreten. Die zahlreichen Betriebs⸗ einstellungen beeinträchtigen auch in hohem Maße die Wagengestellung. Am Donnerstag wurden für den Kohlen⸗ versand 15 694 und für andere Güter 4444 Wagen gestellt, während 1708 Wagen für Kohlen und 667 für andere Güter fehlten. Der Bestand an leeren Wagen beträgt im Ruhr⸗ revier 15000, sodaß den heutigen Anforderungen von 16 795 Wagen für den Kohlenversand und 4487 für andere Güter wieder nicht genügt werden kann.

Der Betrieb bei der Eisenbahndirektion in Essen wird täglich schwieriger. Jetzt haben die Franzosen von den Fernsprechleitungen der Eisenbahndirektion sieben für sich mit Beschlag belegt, sodaß der Telephonverkehr der Eisen⸗ bahndirektion in hohem Maße behindert wird. Im übrigen läßt sich aus verschiedenen Maßnahmen der Eisenbahn⸗ abteilung der Besatzungstruppen schließen, daß die Fran⸗ zosen die Absicht haben, die Köln Mindener Eisenbahn⸗ strecke von Recklinghausen fiber Bottrop, Oberhausen, Duis⸗ burg und Weddau nach Düsseldorf, auf der bekanntlich der Betrieb vollständig eingestellt ist, mit eigenem Personal für ihre Zwecke in Betrieb zu bringen. Außerdem beabsichtigen sie anscheinend, von Kettwig aus eine Nebenlinie nach Essen und Mülheim einzurichten.

In Oberstein an der Nahe ruht der Post⸗ und Eisen⸗ bahnverkehr vollständig.

Koblenz unter der Trikolore. Ueber die Stadt Koblenz ist nach dem Abzug der Amerikaner

der Belagerungszustand erhängt worden mecen der Menschen⸗ ansammlungen, zu denen es bei der Durchfahrt der Ruhr⸗ industriellen gekommen ist, obwohl dabei keinerlei Ausschreit⸗

ungen vorgekommen ß'ud⸗

Teilnehmern bestand, bewegte sich dann weiter

die zweite Etappe ihrer Ruhraktion mit dem Versuch ei

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Neger Notkenwechsel. 8

Anläßlich der durch die interalliierte Rheinlandk sion erfolgten Ausweisungen deutscher Beamten und Familien aus dem besetzten Gebiet haben die deutschen treter in Paris, London und Brüssel den dortigen Re gen weisungsgemäß eine Note überreicht, in der dag energisch protestiert wird. Alle in der letzten Zeit vorge menen Verhaftungen sind darin namentlich verzeichnet. besondere wird auf die rücksichtslose Brutalität hingewi mit der dabei vorgegangen worden ist. Eine Abschrift Note ist gleichfalls der interalliierten Kommission in Kob übergeben worden.

Bisher hat Poinars auf die vorhergegangenen deut Proteste in einer aufreizend überheblichen und verle⸗ Tonart geantwortet.

Die Durchführung der Zollinie?

Allem Anschein nach soll heute nacht 12 die Zollinie durchgeführt werden. An den Gre des Ruhrgebiets sind große Truppenmassen in wegung In nördlicher Richtung geht die Li über Großenbaum nach Duisburg⸗Oberhar Bottrop⸗Gladbeck⸗West⸗Recklinghausen. Die 3. linie ist bereits gezogen im Süden über Waltr Lünen nach Dortmund⸗Hörde auf Hagen⸗Vorhall

Bewahrheitet sich diese Meldung, dann bedeutet 5 höchste Gefahr für Deutschland. Damit wäre die Reichs heit in Stücke gegangen. Welche Folgen die Durchfüh der Zollinie auf die Haltung der Arbeiterschaft haben würd läßt sich gar nicht ausdenken. B

Ergänzend fügen wir noch hinzu, daß nach einer M dung des Petit Parisien aus Düsseldorf, der französi Wirtschaftsminister Le Trocquer fest entschlossen sein den Weisungen der französischen Regierung gemäß jed Widerstand Deutschlands so schnell wie möglich zu bre um jede Kohlenausfuhr in das unbesetzte Gebiet zu hindern. Le Trocquer und Weygand haben sich nach begeben, wo sie eine Konfzrenz im Gebäude des Kohle syndikats hatten. Coste und eine Anzahl der maßge französischen Ingenieure wohnten der Konferenz bei.

Coste bei den Arbeiterführern.

in denen Graf Verhandlungen begrüßen würde. 1

Gegen maßregeln der Reichsregierung. Der Tag berichtet: Das Reichskabinett hat gestern nach, mittag während der Etatsberatung im Reichstag Sitzung abgehalten, die sich mit der Vorbereitung Maßnahmen gegn die Aktion der Franzosen im Ruh beschäftigte. Man erwartet, daß die französische Reg

Der Deserteur. 0

Roman von Robert Buchanan.

Hast Du meine Mutter noch nicht von den großen Steinen in der Ebene erzählen hören? Das sollen eben⸗ falls verzauberte Menschen sein, die in gewissen Nächten lebendig werden, im Fluß baden und ihren Durst löschen.

Ach, das ist zu albern!

Ist es auch albern, zu behaupten, daß all die Stein⸗ gesichter an unseren Kirchenwänden einst Teufeln ange⸗ hörten, die den Versuch gemacht, in den geheiligten Raum einzudringen, während die erste Messe gelesen werden sollte, von Gottes Engeln aber daran verhindert und zu Stein verwandelt wurden? Ich habe das den Pfarrer oft erzählen (hören.

Das mag vielleicht wahr sein bemerkte Marcelle, (saber wir vermögen diese Dinge nicht zu verstehen. Glaubst Du? Meister Arfoll sagt, daß auch das (albern sei.

Meister Arfoll ist ein eigentümlicher Mensch! ent⸗ gegnete Marcelle nach kurzem Schweigen.Manche be (haupten sogar, daß er nicht an Gott glaubt.

Höre nicht darauf! Er ist ein guter Mensch.

Ich selbst habe ihn schon schlechte Dinge sagen gehört Onkel meinte sogar, es seien Gotteslästerungen gewesen. Es ist schmachvoll er wünschte dem Kaiser Böses, ja sogar den Tod! sprudelte Marcelle mit zorngeröteten Wangen hervor; ihre Stimme zitterte förmlich vor Entrüstung.

Sagte er das? fragte Rohan nachdenklich.

1Ja; ich habe es mit meinen eigenen Ohren gehört! ([Himmlischer Vater, daß ein lebender Mensch dem guten großen Kaiser Böses wünschen kann! Wenn mein Onkel ihn gehört hätte, wäre sicherlich Blut geflossen. Mein Herz stockte, als ich ihn so sprechen hörte.

ü Rohan antwortete nicht gleich: er war sich bewußt, auf gefährlichem Boden zu stehen; daher hielt er, als er endlich sprach, seine Augen krampfhaft aufs Gras geheftet: Marcelle, es gibt viele, die so denken wie Meister Arfoll.

Wie meinst Du dos, Rohan?

Daß der Kaiser zu weit gegangen ist, und daß es für Brest besser wäre, wenn er tot wöre!

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Mehr als das: besser, wenn er nie das Licht der Welt erblickt hätte! f

Marcelles Gesicht drückte Zorn und Angst aus. Kein Wunder, denn es ist fürchterlich, wenn man einen Glauben, an dem man mit Leib und Seele hängt, angreifen hört, namentlich wenn dieser Glaube eine an Wahnsinn grenzende Anbetung ist. Sie zitterte und ballte die Fauste.

Denkst auch Du so, Rohan? sagte sie flüsternd und trat einen Schritt zurück.

Du bist zu voreilig, Marcelle, entgegnete Rohan ein⸗ lenkend;ich sagte nicht, daß Meister Arfoll recht habe.

Er ist ein Teufel! wetterte das Mädchen mit einer Heftigkeit, die ihr Soldatenblut verriet.Schon oft haben solche Feiglinge und Teufel dem großen Kaiser beinahe das Herz gebrochen. Sie lieben weder Frankreich noch den Kaiser; Gott wird sie in der anderen Welt für ihren Un⸗ glauben bestrafen.

Vielleicht werden sie schon in dieser Welt bestraft, sagte Rohan mit leichtem Sarkasmus, der aber von dem er⸗ zürnten Mädchen nicht beachtet wurde.

Es ist schändlich, den guten Kaiser zu ärgern, fuhr sie unbeirrt fortder sein Volk als seine Kinder liebt, der nicht stolz ist, der meinem Onkel die Hand gedrückt und ihn Kamerad genannt hat, der für Frankreich sterben würde, dessen Namen er in der ganzen Welt berühmt gemacht hat. Er wird von allen guten Franzosen angebetet. Er ist der Nächste nach Gott, der Heiligen Jungfrau und ihrem Sohn, er ist ein Heiliger und erhaben! Ich bete jede Nacht, bevor ich einschlafe, zuerst für ihn und dann erst für meinen Onkel. Wenn ich ein Mann wäre, würde ich für ihn kämpfen. Mein Onkel hat sein armes Bein für ihn geopfert ich würde mein Herz und meine Seele opfern!

Ihr Gesicht glühte vor Begeisterung, sie hatte die Hände wie zum Gebet gefaltet. Rohan blickte stumm vor sich nieder. Plötzlich blieb sie stehen, blitzte ihn mit einem mehr zornigen als liebevollen Blick an und fragte mit harter Stimme:Sprich, Rohan, bist auch Du gegen ihn? Hassest Du ihn?

Gott behüte! Ich hasse überhaupt niemanden. Aber weshalb fragst Du? entgegnete Rohan zitternd und den Augenblick verwünschend, da er dies heikle Thema ange⸗ schlagen.

5Weil ich dann Dich hassen würde, wie ich alle Feinde Gottes und des großen Kaisers hasse! rief sie erblassend.

g Rohan war unter ihren heftig hervorgestoßenen Worten wie unter Peitschenhieben zusammengezuckt und einen Augenblick keiner Antwort mächtig. Sie standen im Schatten des Menhir. Kaum einige Schritte von ihnen entfernt,

mannt worden.

dicht am Rande einer Klippe, stand eine Gestalt, die in d klaren, fast durchsichtigen Luft übermenschlich groß erschie Unheimlich mager, fast wie ein Skelett, mit vorgeben Schultern, schneeweißem, wallendem Haupthaarx, dün langen Beinen und Armen stand sie bewegungslos, wie Stein erstarrt, da. ö Sieh doch, Marcelle, flüsterte Rohan, endlich se Sprache mächtig,da steht Meister Arfoll in eigener Perf Das Mädchen wich zurück. In ihrem Antlitz spieg sich noch immer die Entrüstung, von der sie vorhin i Rohan nahm ihren Arm und zog sie n sich fort, ihr Liebesworte ins Ohr flüsternd. Sie gab nach, vermochte aber nicht, ihren Mißmut ganz zu unterdrüc Ihre Fußtritte veranlaßten den in tiefe Gedanken sunkenen Mann aufzublicken und ihnen sein Antlitz zuzu⸗ wenden. Sah schon seine Gestalt geisterhaft genug aus, wie erst sein Gesicht mit dem langen Oval, den zahllosen Runzeln, der mächtigen gebogenen Nase, den schmalen, blut leeren Lippen und Wangen! Nur die großen, schwarzen Augen mit dem unheimlichen, unrubigen Ausdruck und dem wilden Feuer verliehen diesem Gesicht Leben. Der Mann machte den Eindruck, als ob er eben von den Toten auf⸗ erstanden wäre. ö 8 3 Als er Rohan erkannte, verklärte ein glückseliges Lac sein Gesicht und verschönte es förmlich, aber so rasch wie gekommen, verschwand es auch wieder und machte dem gespannten Ausdruck Platz. Rohan! rief er mit meine hübsche Marcelle! 5 Rohan lüftete seinen Hut ehrerbietig wie vor ei Höhergestellten, während Marcelle noch immer ihre Zurü haltung bewahrte, schuldbewußt errötete und sich nicht rührte. 3 Von diesem Manne ging etwas aus, das sie wie alle anderen mit Scheu erfüllte. In seiner Abwesenheit miß er ihr entschieden, sie mochte ihn nicht leiden; befand sie aber in seiner Nähe, so übte er auf sie, wie auf alle Mensch einen unwiderstehlichen Zauber aus, dem sie sich nicht ziehen konnte. Meister Arfoll war das zeigte schon f zerschlissene Kleidung arm wie eine Kirchenmaus, d sehr unbeleibt, und doch besaß er jene magnetische dämonische Macht, die Goethe an Bonaparte entdeckt haben glaubte und die er als ob gut oder schlecht wandt für alle machtvollen Individualitäten char ö stisch bezeichnete. 5

klarer, melodischer Stimme.Und

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(FTortsetzung folat.)