Für die Bedrängten im Ruhrgebi
Zeichnungsliste liegt in der Geschäftsstelle der Oberhessischen Volkszeitung a
Ein st, der verheiratete Heizer Fritz von hier, Vater von 8 Kin. aus 5 Wagen geschleudert und lebensgefährlich verletzt, während der Wagenlenker mit dem Schrecken davon kam. Fritz wurde in das hiesige Krankenhaus verbracht. Die Unter⸗ suchung der Angelegenheit ist eingeleitet.
Kleine Nachrichten.
Frankfurt a. M., 25. Mai. Zu lebenslänglichem Zucht⸗ haus begnadigt. Der Artist Orth, der vor etwa Jahresfrist den hiesigen Zahnarzt Büttner ermordet und beraubte und des⸗ wegen zum Tode verurteilt wurde, ist jetzt zu lebens länglichem Zucht⸗ haus begnadigt worden. Der Hauptschuldige, der Reisende Falken⸗ vath, konnte noch immer nicht ergriffen werden.
Frankfurt a. M., 25. Mai. Milch im Ueberfluß! In ben letzten Tagen hat sich die Zufuhr von Milch derart gesteigert, daß die Versorgungsberechtigten voll beliefert werden können und Magermilch ohne Karten abgegeben werden kann.— Wie lange?
Frankfurt a. M., 25. Mai. Das gestohlene Brief⸗ markenalbum. Aus der Schauspielergarderobe des Neuen Theaters wurde einem Schauspieler ein Briefmarkenalbum im Werte von mehr als fünf Millionen Mark gestohlen— Hm! Hm!
Frankfurt a. M., 25. Mai. Der Mehlpreis steigt weiter. Die Süddeutsche Mühlen vereinigung hat heute die Richtpreise für Weizenmehl von 340 000 auf 345 000 Mark den Doppelzentner erhöht.
Noch einmal der„gefährlichste Einbrecher Deutschlands“. Zu der Festnahme des Einbrechers Karl Kinkel in Stuttgart äußert sich jetzt auch die Frankfurter Kriminalpolizei, Danach ist Kinkel schon früher wegen einer Unsumme von Einbrüchen— mehr als 70— vorbestraft worden. Als die Kunde von seiner Verhaftung in Stuttgart nach Frankfurt kam, nahm die dortige Polizei eine Durchluchung der Kinkelschen Wohnung vor, nachdem bereits Stuttgarter Beamten die Räume„gründlich“ durchsucht hatten. Der Erfolg der Frankfurter war überraschend. Denn die Stuttgarter Kollegen haten nur einen Bruchteil des Einbruchsgutes gefunden. Jetzt fanden sie u. a.: Brillantringe, Perserteppiche, Tischdecken ohne Zahl, Silbersachen, Bronzen, Schmuckftguren, Bettwäsche und viele andere Sachen. Diese jetzt aufgefundenen Sachen stammen zum größten Teile aus Frankfurter Einbrüchen und konnten teilweise ihren Besitzern wieder ausgehändigt werden. Von vielen anderen Gegenständen konnte jedoch der Eigentümer noch nicht ermittelt
werden. N
Kelsterbach, 25. Mai. Neue Explosion. In der Munitionsverwertungsfabrik ist abermals eine Explosion durch Ent⸗ ladung von Granaten erfolgt. Fünf Personen erlitten tödliche Ver⸗ letzungen, vier weitere wurden mit schweren Verletzungen ins Main⸗ zer Krankenhaus gebracht.
Reichelsheim i. Odw., 25. Mai. Schwere Einbrüche wurden in den letzten Tagen hier verübt und die ganze Bevölkerung in Aufregung gesetzt. Den Tätern fielen Lebensmittel, Fahrräder u. a. m. im Werte von mehreren Millionen Mark in die Hände. Bei einem Einbruchsversuch war es scheinbar auf neue Fahrräder abge⸗ sehen, doch sind die Täter gestört worden. Bei einer anderen Ge⸗ legenheit wurden 4 Personen verhaftet, doch scheinen diese mit den dee 5 11 1 zu stehen. Umfangreiche Unter⸗ f uchungen eingelei 3
Zwei Todesopfer.
Beim leichtfertigen Umgehen mit einem Revolver erschoß in Ri ein junger Bauernbursche ein junges Mädchen. Als er sah, was er angerichtet hatte, tötete er sich selbst.
Worms, 25. Mai. Ein eigenartiger Totschlag. Im Verlauf eines Streites schlug ein 15jähriger Kürschnerlehrlüng einem 16jährigen Schreinerlehrling mit der Jaust auf den Kopf. Ded Schreinerlehrling brach tot zusammen. Die Untersuchung, ob der
Tod infolge des Schlages oder durch einen Zufall eingetreten ist, wurde sofort eingeleitet. Bluttat. In Reichensachsen bei Eschwege gab ein junger verheirateter Mann auf ein junges Mädchen, das seine Begleitung ablehnte, führte Schuß ab, der den sofortigen Tod der Unglücklichen herbei⸗
Eine Feuerwerkskörper⸗Fabrik zerstört. In der chemischen Fabrik in den Zeppelin⸗Werken in Staaken bei Spandau brach ein Brand aus, der die großen Räume mit wertvollem Ausfuhr⸗ gut vernichtete. Der Brand ist durch Selbstentzündung von Pulver in der Pulvermühle entstanden. Die in dex Fabrik hergestellten Feuerwerkskörper, die zum Export nach Indien bestimmt waren, boten dem verheerenden Element reiche Nahrung. Die chemische Fabrik war nicht mehr zu retten. Bei der Pulverexplostion erlitten fünf Arbeiter Verletzungen; einer von ihnen wurde an Kopf und Händen schwer verbrannt.
Mit dem Beil erschlagen. Unter dem Verdacht des Gatten⸗ mordes wurde die in der Boyenstraße 11 in Berlin wohnende Frau Siemann verhaftet. Ste erschien kurz nach 10 Uhr in der Polizeiwache und teilte mit, daß ihr Mann soeben, als er betrunken nach Hause kam, die Treppe hinabgestürzt sei und sich so schwer verletzt habe daß er, als er sich mit Mühe und Not in die Wohnung geschleppt hatte, gleich verstorben sei. Beamte wurden nach der Wohnung entsandt und fanden dort die Leiche des Stemann in einer großen Blutlache liegen. Ein Arzt stellte fest, daß der Tod wahr⸗ scheinlich durch Beilhiebe herbeigeführt worden ist. Trotzdem sie bestritt, den Tod ihres Mannes verschuldet zu haben, wurde die Frau verhaftet.
Sprengattentat nahe der Wartburg. In der Nähe der Wart⸗ burg hatte der frühere Werkmeister Rothe eine Gastwirtschaft er⸗ öffnet, die kürzlich aus verschiedenen Gründen unter Entziehung der Konzession polizeilich gesperrt wurde. Das thüringische Ministerium des Innern hob jedoch die Konzessionsentziehung wieder auf und Rothe eröffnete eine neue Gastwirtschaft außerhalb der Bannmeile Eisenach auf fiskalischem Gebiet. In einer der letzten Nächte wurde nun die Gastwirtschaft von unbekaunten Tätern in die Luft gesprengt.
Arbeitsrecht, Gewerkschastliches, Arbeiterbewegung.
Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen in Gießen. Sitzumg vom 25. Mai.
Dem Zuschneiderverband und der Ortsgruppe Gießen des Allgemeinen Deutschen Arbeitgeberverbandes für das Schneidergewerbe schlug der Schlichtungsausschuß durch Schiedsspruch vor, für den April die Märztarifgehälter der Zuschneider um 15 Prozent zu erhöhen. 5
Die Vereinigten Fuhrwerksbesützer von Gießen sollen den Wochenlohn der Fuhrleute vom 14. Mat an auf 78 000 Mark und vom 28. Mai an auf 85 000 Mark erhöhen und vom 21. Mai an das Zehrgeld bei Ueberlandfahrten bis über 2 Uhr nachmittags auf 2000 Mark und bei Fahrten mit Uebenachtung auf 6000 Mark erhöhen.
Der Werkzeugmaschinenfabrik Heyligenstaedt u. Cie. gab der Schlichtungsausschuß auf, vom 28. Mai an ihren Kontorputz⸗ frauen 800 Mark Stundenlohn zu zahlen.
Ded Deutschen Holzarbeiterverband, dem Zentralver⸗ band der Zimmerer und dem Arbeitgeberverband für Lahngau und Oberhessen schlug er durch Schiedsspruch fol⸗ gende Urlaubsregelung für die Sägewerksarbeiter vor: 1. Die Ar⸗ beiter und Arbeiterinnen über 18 Jahren erhalten jährlich bezahlten Urlaub nach einem Jahr Beschäftigung in demselben Betrieb 3 Tage, (Werktage), nach 2 Jahren 4 Tage, nach 3 Jahren 5 Tage, nach 4 Jahren 6 Tage und nach 7 Jahren 7 Tage.f 2. Die Arbeiter und Ar⸗ beiterinnen unter 18 Jahren erhalten nach jähriger Betriebszuge⸗ hörigkeit 2 Tage bezahlten Urlaub(Werktage). 3. Ueber die übrigen
Urlaubsbestimmungen haben die Parteien binnen 14 Tagen zu ver⸗
Internationale Köpfe.
Inm kleinen Weinzimmer drunten im Gewerkschaftshaus tagt der Generalstab der neden Internationale. Das„Organisationskomitee für den internationalen sozialistischen Arbeiterkongreß“, der am Pfingstmontag eröffnet wird, sitzt schon den ganzen Tag. Am „ muß alles fix und fertig sein, und die Delegterten, die schon stündlich eintreffen, werden einen gut vorbereiteten Kongreß finden. Das Komitee ist die erste Organisation, in der die Vertreter Wiens und Londons sich gemeinsam befinden. Hier wird der große Zu⸗ sammenschluß der beiden Internationalen.
8
Es präsidiert heute Henderson, der englische Vorsitzende der 2. Internationale. Er tut das mit einer großen Ruhe, mit einer Ruhe, die man fast deutsch nennen könnte. Kurz sagt er den Namen des nächsten Redners heraus und sieht dann wieder, ich möchte sagen bewegungslos geradeaus. Dabei hat man das Empfinden, daß dieser Mann dennoch haarscharf aufpaßt. Da er nicht nur englisch versteht, braucht er kaum die Dolmetscher und schließt bei den Wiederholungen wohlig die Augen. Neben ihm Tom Shaw, der internationale Sekretär, Mitglied des Unterhauses und ein sehr jovialer Redner. Hier zeigt sich offenkundig ein Organisator, der die Sorgfalt selbst ist. Lebhaft verfolgt er die Debatten, spricht deutsch, englisch und frangösisch dazwischen und— hat er das Wort— mit einer überaus deutlichen Artillutation eindringlich zu dem Vorredner, deutlich sast für den, der seine Sprache nicht versteht. Der rote Kopf ist immer in Bewegung, aber in einer, die die Würde des Engländers nie vergißt. Man hat das Gefühl, daß, was dieser Mann anfaßt, Hand und Fuß hat. Auf der andern Seite Friedrich Adler. Das Mitglied des Bureaus der Wiener Arbeitsgemeinschaft, des Parteivorstandes der österreichischen Sozialdemokratie und des Nationalrats macht einen außerordentlichen sympathischen Eindruck. Daß dieser Mann mit den weichen, ja beinahe sentimentalen Zügen zwei Jahre im Gefängnis gesessen hat, weil er einen Feind des Weltfriedens erschoß und sich dann— anders als die nationalistischen Meuchler— mutig zu seiner Tat bekannte, mag man kaum glauben. Man ahnt etwas von einem Geist der Unbedingtheit, und das nimmt gefangen. Henderson ist der Mann des Ausgleichs, langsam, mit Pausen, Wort für Wort spricht er den Wunsch aus, möglichst alle Parteien, die den guten Willen zum Sozialismus haben, auf dem Kongreß und in der Internatio⸗ nale zu vereinen. Tom Shaw erläutert deren Programme und Schreiben sachlich und erklärend, und temperamentvoll spricht Adler fir die Reinheit der Idee.
Gleich neben den N ästeien et einer der lebhaftesten Teil⸗ nehmer an den Verhandlungen einer der aufmerksamsten Zuhörer und häufigsten Redner: der Belgier Vandervelde. Das Profil im Schattenriß könnte man für das unseres C. A. Hellmann halten, aber es gibt da doch Unterschiede in Menge. Vandervelde ist Staats⸗ mann und nicht nur sozialistischer Politiker— das läßt sich nicht verkennen. In seinem Gesicht kann man— ein gewagtes Bild, aber ein unvermeidliches— die Geschicke Europas und die wechselreicheren seiner Arbeiterklasse lesen. Wenn Vandervelde, nachdem er, weit vorgelehnt, aufgemerkt hat, in singendem Tonfall und akzentuiertem Französisch zeigt, daß er, als Vertreter der Arbeiterpartei eines Siegerlandes zu manchem eine gemäßigtere Stellung einnimmt als die andern, so sieht man ihn gleichsam von einer Parlamentstribüne
oder Regierungsbank dozieren. Der mächtige de Broucke re macht dagegen einen germanischen Eindruck. Diese beiden Belgier scheinen den Charakter eines Mischvolkes zu verkörpern. Hier die Ruhe, dort die Beweglichkeit, hier eine grundsatzfeste Vierschrötigkeit, dort eime geschickte Dialektik. Stauning, der Däne, und Broucksre haben viel Aehnliches. Der größere Däne mit eben dem Barbarossa⸗ bart, hält sich in einer leisen Passivität. *
Ihm gegenüber der Engländer Buxton, der in so recht eigent⸗ lichem Sinne in diesem Kreis das englische Element vertritt, ist nicht Mitglied des Organisationskomitees. Aber man hört seine Stimme oft, weil er die deutschen Reden in seine Muttersprache überträgt. Dieser korrekte Dolmetscher mit dem scharfgeschnittenen Engländer⸗ kopf und der Brille gewinnt schnell die Sympathien. Links von ihm den Franzosen Bracke und den Russen Abramowitsch hält man für Deutsche, bis man sie sprechen hört. Bracke spricht fließend deutsch, hat ja auch manches Verdienst durch Uebersetzungen theore⸗ tischer Literatur, aber sein Französisch klingt doch überzeugend. Hier ist einer der ältesten französischen Sozialisten, ein Mitglied der Kam⸗ mer Poincarés, einer der ersten Mitkämpfer in der Internationale. Heut' tritt er weniger hervor, als sein Nachfolger Abramowitsch, der als Vertreter der in der Heimat terrorisierten Menschewiki durch⸗ aus nicht glaubhaft macht, was die bolschewistischen Pamphletisten über diese„Sozialverräter“ sagen. Vielleicht ist seine Wachsamkeit und Intransigenz gegen in ihrer Praxis nicht einwandfreie Parteien des Ostens und Südostens etwas Russisches. Wels und Crispien sind hier meist nur Beobachter. Es organisiert sich auf deutschem Boden wohl alles von selbst und etwas leichter als anderswo. Greift Wels ein— einmal geht's um den Versailler Vertrag und die Stel⸗ lung mancher Partejen dazu— dann schlägt er in diesem friedlichen Redeturnier die belehnte frische Fechterklinge.
Bergriesen unter Wasser. Durch die Kabellegungen und die Ausbesserung von Kabeln ist unsere Kenntnis von der Geographie des Ozeans in letzter Zeit immer größer geworden. Es ist aber wenigen bekannt, daß es Gebirge unter der Oberfläche des Meeres ebenso gut gibt wie auf dem Festland, und daß einige dieser unter⸗ seeischen Bergketten so boch sind wie die Alpen und die Anden. Eimer der höchsten Berge unter Wasser ist Laura Ethel, der in der Mitte des Atlantischen Ozeans liegt. Dieser Bergriese ist über 12 000 Fuß hoch: der Gipfel befindet sich weniger als 200 Fuß unter der Meeresoberfläche. Dieser Berg ist von den Ozeano⸗ graphen mit Hilfe von Lotungen so oft erforscht worden, daß er ebenso gut bekannt ist wie der Mont Blanc, obgleich ihn noch niemals jemand gesehen hat. In derselben Gegend befsndet sich ein anderer unterseeischer Berg, der Mount Chamoer, der vor etwa 70 Jahren entdeckt wurde. Sein Gipfel ist etwas über 100 Fuß unter der Wasserfläche, während seine Höhe mit 10 000 Fuß angegeben wird. Der Gipfel eines anderen Mescberges, des Mout Placentia, liegt nur 30 Fuß unter dem Meoresspiegel. In einem anderen Teil des Atlantischen Ozeans ist eine Bergkette bekannt, deren verschiedene hobe Gipfel nach den Mitgliedern der englischen Königsfamilie benannt sind. Diese unterseeischen Bergriesen können, wenn sie nicht bekannt sind, den Schiffen gefährlich wer⸗ den. So gibt es im Süden des Atlantischen Ozeans eine unter⸗ seeische Gebirgskette, deren höchster Gipfel Sainthill haßt. Am Fuße dreses Berges sollen nicht weniger als 5000 Wracks liegen, die hier im Laufe der Zeit gescheitect find.
folgende endgültige Regelung getreten: Vom 6. Ma
Beachtung zu widmen, denn noch immer finden hier dude
handeln. Bei Scheitern dieser Verhandlung bleib Schlichtungsausschusses anheimgegeben. 1 frif Zu diesen Schiedssprüchen erhielten die Partesen Erk ist. Die Butzbach⸗Licher Eisenbahn f triebseinschränkung einen Streckenarbeiter, ohne von zu strecken. Der Schlichtungsausschuß erkannte 0 stellung. Der Betriebsrat erkannte den Schiedsf Bahnwerwaltung erhielt Erklärungsfrist. 0 Die Hessische Bergwerksdirektion ersuchte den schuß gemäß§ 97 des Betriebsrätegesetzes um Erset sagten Zustimung des Betriebsrats des Kraftw zur Kündigung des Dienstverhältnisses eines dieses Betriebsrates. Der Schlichtungsausschuß erh unzuständig. Die Ersatzmitglieder, die noch nicht vertretung nachgerückt sind, haben den besonderen Schntz und 97 des Betriebsrätegesetzes nicht. l Zum Bericht vom 24. Mai 1923. 1055 Durch Entscheidung des Staatskommissars für d— liche Demobilmachung in Hessen ist an die Stelle der! 0 vom 4. Mai und 24. Mai über die Lohnregelung bei! Tonwerken und den Tonwerken Abendstern 10
die Betriebsarbeiter über 21 Jahren 1500 Mark Im vom 20. Mai bis 2. Juni 1670 Mark. Die Handwe ker erf 5 Proßent der jeweiligen Betriebsarbeiterlöhne aß
Zulage. Betriebsratsmitglieder im Auffichts 0 Bisher war die Frage hart umstritten, ob die von in den Aufsichtsrat entsandten Arbeitnehmervertrese haben, an der Gene ralversammlung des Unternehmens Jetzt liegt die Entscheidung einer Beschwerdei 1 die Rechtslage wesentlich geklärt wird. Der Gen b burg hat unter dem 4. Januar folgende Entscheidung in den Aufsichtsrat der Flensburger Schiffs baugesellschsft ense Betriebs ratsmitglieder haben das Recht, an der Gene rid teilzunehmen. Der Flensburger Gewerberat begründ scheidung u. a.:„Nach S 3 des Gesetzes über die G Betriebsratsmitgliedern in den Aufsichtsrat vom 15 (Reichsgesetzblatt S. 209) haben die in den Aussich Betriebsratsmitglieder gleiche Rechte mit den übrig mitgliedern, soweit nicht im Betriebsrätegesetz und i gesetz etwas anderes bestimmt ist. Hinsichtlich der Teisahme Generalversammlung ist in den beiden genannten G. a nir direkt noch indirekt etwas anderes bestimmt. Demnuh sspeh Aufsichtsrat als Mitglieder angehörenden Betriebs Smitglied 11 das Recht der Teilnahme an den Generalversammlunten h zu, sofern die übrigen Aufsichtsratsmitglieder dieses. Unterbringung Erwerbsloser in landwirtschaftlichen e Der Umfang der Arbeitslosigkeit zwingt allgemezm daz m0 Ueberführung städtischer Arbeitskräfte in die Landwirtzchaft g
ausländische Arbeiter Beschäftigung. Eine restlose Er Ausländer durch deutsche Arbeiter wird aus einer Rei den zunächst nicht möglich sein; aber es sollte nichts mv lassen werden, um planmäßig erhebliche Teile der ff werbslosen für ländliche Arbeiten zu gewinnen. minister hat in einem neueren Erlaß die Länderregt⸗ diese Aufgabe hingewiesen und größere Mittel bereitge Landesämtern zu ermöglichen, großzügiger und plan
sem Gebiete zu arbeiten. Es wird auch Aufgabe der sewe in den Fürsorgeausschüssen und Landesämtern sein Ausgleich der Arbeitskräfte zwischen Stadt und Land Kräften zu umterstützen. Selbstverständlich kann solche ie nur erfolgen nach sorgfältiger Prüfung der Eignung kräfte und nur dorthin, wo Gewähr für entsprechende Unte und Verpflegungsverhältnisse gegeben ist. 1 0
0
Aus den amtlichen Bekanutmachun 1 Das Amtsverkündigungsblatt für den Kreis 8 1
25. Mai enthält: Warnung vor Preistreiberei. Bierdruckapparate.— Erwerbslosenfürsorge.— Un Ausgewiesenen.— Sitzung des Provinzialtags.— der Lehrer.— Osterferien 1924.— Pflegegelder in 0 „Alicestift“ bei Darmstadt.— Die Gebühren der Schorssteinseger 0 Zuweisung von Nadelstammholz.— Dienstnachrichten.— Ortssa ö über die Benutzung der Gemeindeviehwage zu Hungen
Lollar. Ver. Soz. Wahlverein. findet in der alten Schule eine Mitgliederversammlung ordnung:„Die Bezirkskonferenz am 10. 6.“— Wir atten die 9 nossen, vollzählig zu erscheinen! 14 0
Bekanntmachung.
Betr.: Festsetzung des Wertes der Sachbezüge. Der Wert der Sachbezüge, die der Versicherlessstatt des Lohnes oder Gehalts von dem Arbeitgeber eshält, wird mit Wirkung vom 1. Juni 1923 für den! Gießen-Stadt neu festgesetzt. 1 Auf die Bekanntmachung an den Anschlagi wird hingewiesen. 1 Gießen, den 23. Mai 1923. 1
7 1
Versicherungsamt der Stadt Gleßt, 1 Dr. Frey. 1 0
Hans Mangelsdorff ö
Dentist
wohnt jetzt ö
10 Wilhelmstrasse 10
Telefon 881
e
e
Pens. Lehrer sucht möbl. einfaches


