Schultz⸗Lupitz(1831—1899) erwiesen worden, dem es gelang,
S e
Die Gründüngung.
Schon im Altertum kannte man den Nutzen des Unterpflügens gtümer Pflanzen für die Feldkultur. Von den Römern steht fest, daß ste dieses Düngungsverfahren angewandt haben. Auch die Chi⸗ nesen kennen es. Die erfahrungsmäßige Beobachtung genügte, um die verbessernde Emwirkung des Unterpflügens grüner Pflanzen auf die physikalische Bodenbeschaffenheit zu erkennen. Die umter⸗ gepflligte Pflanzensulbstanz trägt zur Feuchterhaltung des leichten und zur Auflockerung des schweren Bodens bei. Auch wird der Boden durch die startze Beschattung während des Wachstums der Grün⸗ dülmengspflanzen in unkrautfreiem, mürbem Zustand erhalten. Außerdem beeimflussen die Pflanzen die Verwitterung und Zer⸗
der Gesteinsreste.. 771 vollen Wert der Gründüngung erfaßte man jedoch erst mit der Entdeckung, daß man durch sie den Stickstoffgehalt des Bodens vermehren könne. Die Leguminosen besitzen die Fähigkeit, ihren Stickstofsbedarf ans der Luft zu decken, auf Grund lebensgemein⸗ cher Vorgänge an ihren Wurzeln. Reißt man eine dieser Pflanzen aus, so findet man zahlreiche Knötchen von Stecknadelkopf⸗ bis Erbsengröße an den Wurzelfasern hängen. Diese Erscheinung beruht auf dem Dasein von Bakterien, welche die Eigenschaft haben, Salpeter zu bilden. Diese Entdeckung bildet die wissenschaftliche Grundlage der modernen Gründüngungslehre. Ihre Nutzbarmachung für die land wirtschaflliche Praxis ist dann durch die Versuche 050 kalten, mageren Sandboden seines Gutes Lupitz(in der Altmark) durch die Gründüngung in Verbindung mit starker Nainit⸗Phosphat⸗ düngung sichere und reiche Ernten abzugewinnen. Das System Schultz⸗Lupitz ist dann bahnbrechend gewesen. 2 Böden, in denen es an den Bakterien fehlt, die dire Stick⸗ (toffettahrung der Leguminofen vermitteln, hat die Wifsenschaft das
Swppeln und Wurzeln als Dlingumg flir die folgende Frucht. 2. Man baut stickstoffmehrende Pflanzen als Hauptfrucht und
ee abzwerntende Hauptfrucht und hinterläßt dem Boden mur
die ganze Erntesubstanz zur Düngung für das im zweiten folgende Kul turgewächs. Hierbei opfert man eine volle Jah⸗ resernte, weshalb dieses Verfahren auch mir auf gang leichten, cockenen, armen Sendbäden oder klimatssch sehr umgülnstig gelegenen Bod en zur Amvendung gebracht wird.
3. Man sät Serradella oder Lupinen oder beides oder Kleearten in 7 als Haumptfrucht zu bauende e uud pflüigt die nach dem en des Getreides sich entwickelnden Pflanzen im Spät⸗ Hevöst, Winter ober zeitsgen Frühjahr in den Boden.
4. Man füt Lupinen zwischen die Kartoffelreihen und pflügt ste im Spätherbst, Winter oder Frühjahr in den Boden.
5. Man sät Lupinen oder Wicken oder Erbsen oder ein Gemenge von Erbsen, Wicken und Pferdebohnen im die nach dem Abernten der Hauefrucht gestürzte Styppel und pflügt die Pflanzen im Spät⸗ herbst, Winter oder Frühjahr in den Boden.
6. Man sät Jukarnatklee in die nach dem Abernten der Haupt⸗ 1 Stoppel, nimmt im Mai einen Futterschnitt, pflügt um und läßt die Stoppeln und Wurzeln zur Düngung von Kar⸗ toffeln oder Futterrüben dienen.
Weniger befriedigend sind die Erfahrungen, die man auf frucht⸗ bauen Lehmböden oder gar auf schweren Tonböden mit der Grün⸗ dlin kultur gemacht hat. Hier ist die Zwischenkultur oft schwer in ordmingsmäßigen Gang der sonstigen Bestellungsarbeit ein⸗ Fuftigen. Verzögerungen und Störungen können aber großen Schaden bringen. Auch sauen, wie wir wissen, die Leguminosen keinen Stick⸗ stoff gus der Luft, wenn ihnen der Boden reichen Vorrat bietet. Wagner sagt hierüber:„Je rescher der Boden ist, je mehr er in
inem 11 Düngungszustand sich befindet, je größer der Fonds Gchalt an slichstoffreichem Humus ist, der sich durch langjährige e in ihm gesammelt hat, umso schwieriger ist es, durch Imsschenkultren von Gründiüngungsyflanzen viel eintosphävischer Stickstoff einzufangen.“ Er warnt daher vor vieh⸗ armer Gründüngungswirtschaft auf schwerem Boden und macht dar⸗ auf aufmerksam, daß man ja auch im Stallmist mit atmosuhärischem Stickstoff duunge, da die Futterfelder und zum großen Teil auch die Wiesen ebensosohr vom Stickstoff der atmosphärischen Luft zehren wie die Grlindüngungspflanzen: der Unterschied bestehe nur derin, baß man die Gr ügungssubstanz direkt in den Boden bringe, während das Grünm⸗ und Trockenfutter erst durch den Viehstall wan⸗ dere. Die billige Stiestoffguelle der Luft werde nicht nur Lurch Gründüngungskultur, sondern auch durch verstärkten Futterbau aus⸗ genutzt, und zwar umsomehr, je reichlicher man die Pflanzen mit Phosnhorsäure und Kali ernähre. Seine Ausfithrungen faßt er in den Rat zusammen: Möglichst viel von beiden—„Futterstickstoff“ und„Düngerstickstoff“— aus der Atmospbäre einzufangen suchen, das werde noch für die weitaus meisten Wirtschaften das empfehlens⸗ werteste sein.*
Dis Grlindüngung ist sonach im Rahmen des gemischten Be⸗ triebs in zweckmäßiger Verbindung mit der künstlichen und der Stall⸗ mistölingung ein überaus wertvolles Hilfsmittel zur Steigerung der Bodenausnutzung, ein Hilfsmittel, dessen sich der Kleine ebensogut bedienen kann wie der Große.
) Die Möglichkeit einer solchen Impfung hat findige Geschäfts⸗ leute veranlaßt, Vakterienimpfdlinger(U⸗Kulturen) und Bakterien⸗ dünger schlechtweg herz n. Sie rechnen damit, daß die Land⸗ wirte, soweit sie sich nicht eingehender mit theorettschen Fragen be⸗ schäftigen, die Fähigkeit der verschicdenen Baktlerienarten nicht aus⸗ etumder halten. Genauen Düngungsversuchen haben diese Erzeug⸗ nisse wicht standhalten können, mit Ausnahme vielleicht des Guanols (nit Torsmull vergorene Melasseschlempe). Ob aber die in einzelnen. Fällen hiermit erreichte Ertragssteigerung auf eine Eimwirkung auf die Vakterientätigkeit zurückzuführen ist, ist noch fraglich.
8
Keimfähigkeit, Keimkraft, Keimungsenergie.
Ein gesundes ausgereiftes Samenkorn ist bei richtiger Behand⸗ lung keimfähig. Dazu gehört eine dem Entwicklungsgang der Art entsprechende Menge Wärme, Feuchtigkeit, Luft und bei manchen Samen auch Licht. Die Dauer der Keimzeit ist bekanntlich bei allen Pflanzen verschieden. Manche Samen keimen schon nach einigen Stun⸗ den und Tagen, andere, z. B. Obstkerne, brauchen ein Jahr, auch zwei und mehr Jahre, bis sie aufgehen.
Eine mehr oder weniger lange Zeit zwischen der Erntereife und der Keimungsreife wird als Samenruhe bereichnet. Diese Ruhe⸗ zeit ist eine Notwendigkeit. Der Samen bedarf einer vorbereiten⸗ den, sehr langsam erfolgenden Umbildung der Samenbestandteile, ehe er zur Keimung veif und jähig wird.
Als Ursache der so häusig beobachteten Trägheit in der Keimung gilt der unentwickelte Zustang des Keimlings und der ungeeignete Wassergehalt des Samens oder die Unfähigkeit des Samens, das zur Einleitung des Keimungsvorganges notwendige Wasser in sich auf⸗ zunehmen.
der Samen schwer durchdringen kann.
.
5 22 Den 8 1
oder enmigen Werde b auch das 0 zustande
A„
noch ungefähr 30 Prozent Keimkraft besitzt.
1 und Keimumgsenergie sind denmach zwei verschiedene Begriffe, die man beim Anfauf wohl unterscheiden muß. Eine Samenart kann 95 Prozent Keimkraft besitzen, d. h. ste keimt beim richtigen Versuch mit 95 von 100 Samenkörnern, aber damtt ist noch nicht bewiesen, daß sie bei der Aussant ins freie Land die richtige Keinwungsenergie besitzt. Die Keimungsenergie einer Samenprobe wird nach einer bestümmten Zeitdauer festgesetzt, z. B. flir Kohlarten, Erbe, Kresse, Linse, Rettich, Sofabohne 3 Tage, für Bohne, Gurke, Klirbis, Spinat 4 Tage, für die Salatrübe 5 Tage, für Kerbel, Möhre, Fenchel 6 Tage usw. Diese Zeiten sind allerdings ermittelt durch Versuche mit einem Keimapparat bei ständiger Wärme von 20 Grad Celsius und Vorquellen des Samens. 0 5 1
Erst die beiden Erschesmungen Keimkraft und ie lassen einen bestimmten Schluß auf den Wert des Samens zu. Die Versuchsstationen rechnen mit dieser Tatsache. Der Samenkäufer ist aber meistens nicht über diese Dinge unterrichtet. Er beachtet also nicht, daß ein Samen sehr gut keimfähig sein kamn, aber trotzdem in⸗ folge mangelnder Keimungsenergie ein schlechtes Ergebnis liefern kann, weil die verzögerte Keimung im Boden gewöhnlich die erste Veranlassung zu 55 W oder zu einem bleibenden Nachteil der werdenden Pflanzen wird.
Deshalb ist es notwendig, alle Sämereien vor der Aussaat nicht mir auf Keimfähigkeit, sondern auch Keimkraft und Keimungsenergie zu prüfen. 5
Die Mittel zur Steigerung der Keimkraft.
Feuchtigkeit und Wärme regen die Keimkraft des Samens an. Deshalb werden schwer keimende Samen und solche, die möglichst schnell keimen sollen, diefen beiden Einflüssen einige Zeit lang ausgesetzt.
Das Vorquellen oder Ein weichen der Samen in lauwarmem Wasser ist ein bekanntes Verfahren. Die wissenschast⸗ lichen Versuche haben ergeben, daß Keimkraft und Keimungs⸗ energie durch das Vorquellen beträchtlich gesteigert werden. Die Wärme des Wassers und die Zeitdauer des Quellens sind natürlich dgbei von großem Einfluß. Das Portoplasma(Grundsubstanz der pflanzlichen Zelle) im Samen ist bei der Keimung gewissen Ver⸗ änderungen unterworfen, die nicht wieder rückgängig gemacht werden können, selbst wenn entgegengesetzte Verhältnisse einwirken. Man kann demnach vorgequollenen Samen nicht wieder stark oder dauernd trocknen, ohne befürchten müssen, daß die Keim⸗ kraft ernstlich gefährdet wird. Für die Praxis besteht deshalb die Frage, welcher Zustand des Einweichens und Vor⸗ keimens bei 10—15 Grad C. Wasserwürme und 12—36 Stunden e am glinstigsten ist. Man kann 3 Grade unter⸗
iden: 0
1. Die Samen find ausschließlich mit Wasser gesättigt, olso lediglich gequollen.
2. Die Wurzel löft sich aurs dem Samenkorn.
3. Sie steht straff ab und zeigt Wärzchen, die bei großen
Samen mit dem bloßen Auge, sonst mit einer Lupe sichtbar
sind. i i
Dieser letztere Zustand ist der beste. Gewöhnlich ist es die richtige Zeit, mit dem Einweichen aufzithören, wenn das über⸗ stehende Wasser speichelartige Schaumstellen zu bilden beginnt. Das ist ein Anzeichen, daß im Samen die für das Keimen wichtige Umsetzung der Stärke in Zucker beginnt. Dann aber sollte man den Samen noch nicht gleich verwenden, sondern in flacher Schicht abtrocknen lassen. Das befördert nicht nur seine Keim⸗ kraft, sondern erleichtert bei feinen Sämereien auch die Saat.
Das Vorkeimen ist eine besonders bei verspäteter Aus⸗ saat im Frühjahr wichtige Erleichterung. Die Vorteile sind mannigfach.
Man holt bei verspäteter Saat noch Zett ein. In trockenen Böden(und in feuchten im Falle von dürren Zeiten) sichert man der Saat durch die mitgegebene Wassermenge die Keimung. Gurken, Bohnen, die wegen Frostgefahr erst Ende Mai gelegt werden, holen die früheren Aussaaten ein. Allerdings muß bei trockener Witterung gegossen werden, und es darf die Wärme zur Ent⸗ wicklung nicht fehlen. Sonst bringt das Vorkeimen keinen Vorteil, sondern Schaden, weil bei nachfolgender trockener Witterung der Samen vermälzt und bei feuchter Witterung leicht verfault. Wo aber alle Vedingungen gegeben sind, diese Gefahren zu um⸗ gehen, ist das Ankeimen ein vorzügliches Mittel, manche Samen mit langsamer Entwicklung schnell vorwärts zu bringen, wie z. B. Sellerie⸗, Möhrensamen usw. Nach 24⸗ bis 30stündigem Einquellen in Wasser mischt man solche Samen mit feuchtem Sand, etwa 5 Liter Sand zu 7 Kllo Samen. Das Gemenge wird in einer 5 Zentimeter hohen Schicht an einem warmen Orte ausgebrestet und bleibt solange liegen, bis sich die Keimspitzen zeigen, worauf der Samen ausgestreut wird. Während der Liegezeit wird er täglich einmal umgersihrt und mit der Hand durchgerieben, damit sich die einzelnen Samenkörner von einander trennen.
Das Vorkeimen empfiehlt sich im Freien nur bei vorgerückter Jahreszeit und ferner, wenn man so vorgekeimtem Samen einige Aufmerksamkeit schenken kann. Dem gekeimten Samen darf es nie an der nötigen Feuchtigkeit fehlen, sonst vertrockenen die Keime und der Samen geht nicht auf. Begießt man aber den Samen bei zu großer Trockenheit recht oft, dann schwimmt die begossene Erde leicht zusammen und wird bei trockener Lust so fest und hart, daß 8 Man kann aber diesem Uebelstand vorbeugen, wenn die Saatbeete nach dem Begießen leicht mit Komposterde überdeckt werden.
Gartenarbeit im April.
Das Aussäen der verschiedenartigsten Sämereien nimmt einen großen Anteil an den Aprilarbeiten. Es scheint ganz leicht und ein⸗ sach zu sein, das Aussäen, nud doch will es verstanden sein, soll der Erfolg nicht in Frage gestellt werden. Schon die Zeit der Aussaat will richrig abgepaßt sein. Darüber geben nun zwar die den Samen zumeist beigegebenen Kylturanweisungen Ausschlüsse, allein es wollen much die Boden⸗ und klimatischen Verhältniffe berücksichtigt sein. In kaltem, festem Boden liegt die Saat länger als in warmem, locke rm Boden, bis sie keimt. Zu frlihe Aussaat in schwerem Boden bann leicht zum Faulen führen; in lockerm, leicht erwärmtem Boden können die aufgelaufenen, zu früh gesäten Sämlinge unter Um⸗ ständen Opfer von Nachtfrösten werden. Ueber all diese Erscheinungen muß man Beobachtungen sammeln und danach verfahren. Aber auch die reine technische Handhabung der Aussfaat will geübt sein. Für gewöhnlich sät der Kleingärtner viel zu dicht; er treibt große Verschwendung mit dem Saalgut. Diese Verschwendung fällt bei den heutigen Preisen für Samen ganz besonders ins Gewicht; sie wiegt doppelt schwer bei der in diesem Jahre in manchen Sämereien herr⸗ schenden Knappheit. Am übelsten ist das dichte Aussäen bei den feinen und feinsten Sämereien. Da helfen selbst die sonst ganz prak⸗
Barfenbau
tischen Aussaatapparate, die unter dem Namen„Samensparer“ im
Handel sind, nicht. Das beste Mittel, das zudem nichts kostet, besteht!
8 SSS//
2—
in der Vermischung der feinen Saat mit einer Handvoll Sand oder trockener, krümeliger Erde. Sar und! Erde werden auf einem Zeitungsblatt tüchtig du inander gen sodaß man annehmen darf, die Samenkörner hätten sich gleich lutter. 1 5 2 10 815 1 gesät. Will man breitwürfig äen, mp e Sand zur Mischung zu nehmen; man kaum damm bei der. deutlich sehen, wo schon gesät wurde, es läßt sich doppeltes ua auf dem gleichen Erdsleck vermeiden. Benutzt man keinen streuapparat, so kniffe man eine alte Postkarte der Länge nach 1 ein umgekehrtes Dach entsteht. Daunen und Mittelfinger der 6 Hand legt mam von außen an die Seiten, der Zeigefinger 0 in die Rinne zu liegen. Nun schüttet man mit der linken dan Samen auf das und das Aussäen kann vor sich gehen. dei Schütteln läßt die Samen herabgleiten. Feinen Samen darf 10 Freien nur bei Windstille aussäen, sonst trägt der Wind den G davon. Ob breitwürsig oder in Reihen ausgesät werden soll, f hängig vom Zweck der Aussaat. Sollen die Sämlinge vom später versetzt werden, so kann man breitwürfig aussäen. die Sämlinge jedoch an Ort und Stelle, so ist Nee saat vorzuziehen, weil man später zwischen den Reihen lockern kann. Größere Samen werden in einzelne Löcher kleinere werden in Rillen gesät. Der Samen darf nicht zu die Erde kommen. Ganz feiner Samen wird auf die Erde gestr. nach der Aussaat wird das Saatbeet mit einem flachen Bre und gleichmäßig angedrückt. Dies und das dann e 1 brausen mit Wasser öringt den Samen tief genug in die erde, gröbere Samen dürfen höchstens von je einer Erdschicht bedeckt den, die doppelt so hoch ist, als die Samen dick sind. Gang Samen, wie Bohnen umd dergleichen können schon etwas tiefer Boden kommen. Die Erde der Saatbeete soll möglichst Nach dem Besäen folgt das Andrücken, dann ein leichtes Uebe bin mit ganz feinlöchertger Brause. Bei Aussaat in Rillen werden Rillen nach der Aussgat mit dem Rechen zugezogen. And rücken bleibt, wenn der Boden nicht ganz leicht ist. Bei se m 85 sollte man in die Rillen lockere, leichte Erde tun. der hn trocken, so wird auch bei Reihensaat leicht angebraust, sonst m bleibt die Bewässerung. Saatbeete, von denen die Sämlinge ü verstopft werden, sollen an leicht beschatteter Stelle liegen: auh falls muß man durch beigesteckte Reiser den Schatten er möcht Alle Saatbeete sind regelmäßig feucht zu halten; ein mal Versehen kann die ganze Aussaat verderben. Ebenso können die linge, oder gar die Aussaat schon, verdorben werden, wen Ueberbrausen zu stark ist; die zarten Sämlinge vertragen starken Wasserstrahl.
*
* 1
Haus und Garten.
Der Torfmull, früher unbeachtet, ist dem modernen Gin inzwischen ein ganz hervorragendes Kulturhilfs mittel genen Früher wurde er nur in gewissen Spezialkulturen mit gutem 1 verwendet. Nunmehr aber hat er sich auch fitr alle ade Zwecke als außerordentlich nützlich erwiesen. Nach Gärme Fachblatt, dem vortrefflich orientterten Fachorgan des Verba 1 Gärtner und Gärtnereßarbefter, dem wir diese Darlegung entuen dient er vor allem als Ausgleich gewisser phystkalischer Eigensch des Bodens. Schwerer Lehm⸗ und Letteboden ist meist sehr 0 stoffreich, doch vermag er vielfach diesen Reichtum nicht f geben, weil er zu bindig ist. Die zarten Wurzeln der Ki turn die der Nährstoffe bedürftig sind, vermögen micht in den Bode züd ringen. Dem kann durch Torfmull abgeholfen werden. Elm Boden wird beim Ackern oder Umgraben entsprechend mit fe Torfmull durchsetzt, hiermit durchlässig und infolgedessen zur der meisten Pflanzen geeignet. Im Gegensatz hierzu wird f sandiger Boden durch Torfmull bindiger gemacht und dau gleiche obige Zweck erreicht. Ganz besonders aber wird das 0 wurzelvermögen aller Pflanzen. der krautartigen so wohl 0 Holzartigen, durch Torfmull außerordentlich gefördert und diet! durch lebens⸗ und wide rstandsfähiger gemacht. Als weiterer des Torfmulls kommt sodann noch in Betracht, daß er die 8 besitzt, außerordentlich viel Feuchtigkeit aufzunehmen und diese g sehr lange zu halten vermag, gleich einem Se lIso a. Schutz gegen Trockenheit sowohl wie gegen übermäßige Nässe.* die Kapillarität(Wasserversorgungssähigkeit) der Böden wird Torfmull wesentlich gefördert. An sich ist der Torfmull 51 nährstoffarm, doch kann man nicht nur zwei, sondern sogar FIlfegen mit einer Klappe schlagen, wenn man in folgender verfährt: Man zerkleinert den in gepreßten Ballen gelieferten 0 mull so fein wie möglich und streut ihn alsdann in die Klosetiee Hier wirkt er zunächst als sehr gutes Mittel zur Geruchs binn Ferner saugt 0 nach und nach voll Dungstoff. Nach einsger wieder aus der Grube geholt und auf Kulturland gebracht, bessert er die Böden sowohl in mechanischer Hinsicht, wie er deren Nährstoffgehalt entsprechend erhöht. Als Einstreu für Gessh ställe ist der Torfmull gleichfalls sehr zu empfehlen, wie bere der vorletzten Beilage(Die Nutzung des Geflügeldungs) darge wur 7
de.
Für Frühkartoffelpflanzung empfiehlt sich das Vorkeimen Knollen. Das gibt zeitjgere Ernte Als beim gewöhnlichen Au der Knollen in das freie Land. Zum Vorkeimen sind mtr due gesunde Knollen verwendbar, die etwa die Größe eines Hühner haben. Kleinere sind für diesen Zweck wenig geeignet. Ganz g Knollen zerschneidet man in diesen teuren Zeiten am besten di daß man das spitze Knollenende, an dem die meisten Augen b pflegen, für das Antreiben bemttzt, während der andere T u Küche wandert. Die Knollen werden in kleine, flache Kästen gl dicht nebeneinander. Die glästen stellt man darauf, wo eine möst gleichmäßige Wärme von etwa 10 Grad Celsius herrscht und Licht hinkommt. Die Knollen treiben nun aus und können Ait April in den Boden gelegt werden. Man muß vorgekeimte Kuß etwas kfefer legen als andere. Der Boden muß leicht sein. S Boden durchwärmt sich nicht genügend ssir diese Kultur. Ein A von 30 Zentimeter von Knolle zu Knolle genügt in der Reihe Reihen können 40 Zentimeter auseinander liegen.
Selbstgezüchteter Zwiebelsamen. Wer seinen* 4 Zwiebelsamen selbst ziehen will, muß jetzt schon für nächstes vorsorgen, indem er seine Saatzwiebeln sichert. Bei der n werden die Zwiebeln herausgenommen und zum Abtrocknen e Tage auf dem Felde oder in einer luftigen Halle dünn an breitet. Später speichert man sie auf einem luftigen Boden Im Herbst oder Winter kann man dann die Knollen a 9 Man unterscheidet dabei Zwiebeln, die für die Küche geeignel dann die kleinen und kleinsten, die als Steckzwiebeln dienen schließlich die schönsten und kräftigsten, die man als Sam tr besonders sorgfältig aufbewahrt. Sie sind frostfrei und lu aber nicht zu warm zu überwintern, damit sie nicht vorzeltig
treiben. Im Frühjahr werden sie bei 20 bis 30 Zentimeter fernung im Verband gepflanzt und zwar auf ein mögli 1
krautfreies Feld, weil das Jäten später schwer wird. Im J schießen die Zwiebeln in Blüte, Ende August tritt mit dem e het werden der Körner die Samenreife ein. Dann schneidet man) Fruchtstände ab, breitet sie auf einem luftigen Boden dünn wendet sie täglich, damit sie gut trocknen können. Späte Samen ausgedroschen und nochmals zum Trocknen all Pflamt man mehrere Sorten zur Samenzucht, so muß man weiten Abstand forgen, weil sonst durch Frembbefruchtung
arten entstehen.


