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Angriefe üder sich ergehen lassen; er schweigt, trotzdem in der Oeffentlichkeit durch den Protesteifer der Deutsch⸗ völtischen der Eindruck entstehen könnte, daß sein Material nicht ganz stichhaltig sei. Severing hat aus vaterländischen Interessen gehandelt. aus dem gleichen Grunde schweigt er! Aus vaterländischen Interesse erwarten wir von ihm weitere Taten.
Herr Graefe hat in öffentlicher Reichstagssitzung er⸗ klärt. daß seine Partei das Verbot des preußischen Innen- ministers nicht anerkennt. Das Entscheidende an der Maß- nahme des preußischen Ministers ist nicht, daß Herr Graefe ihr seine Anerkennung zollt, Staatsgewalt, ihr zur Durchführung verhilft. Dafür Sorge zu tragen ist Aufgabe des preußischen Ministers des Innern!
Generalappell und Parademars f.
Der Aufmarsch der Nationalsozialisten am Sonntag in München deutet darauf bin, daß zweifellos mehr geplant war, als ein Generalappell, daß aber das feste Zupacken der spreußischen Regierung gegen deutschvölkische und national sozialistsche Putschisten die bayerischen Hitlergarden davon ashielt, zur Tat zu schreiten. In der Frühe des Sonntags trafen nicht nur aus boyerischen Städten, wie Regensburg, Augsburg und Nürnberg, sondern auch weiter her, selbst aus Berlin. Abteilungen von Hakenkreuzlern, zum Teil mit 1 ein, sodaß die Stadt München zeitweise einem Feldlager glich. Neberall begegnete man größeren und kleineren Abteilungen, die ohne Rücksicht auf die Bannmeile des Landtags die Stadt durchzogen. An mindestens vier Stellen der Umgebung wurden Felddienstübungen abge· halten. Der Tagesbefehl für eine große Geländeübung im Forstenrieder Park lautete:„Abmarsch 8 Uhr. Beginn der Uebung 10 Uhr, Ende 4 Uhr, dann gemeinsamer Marsch durch die Stadt mit fünf Musikkorps.“ Diese Uebung fand ihren Abschluß mit einem Parademarsch vor Hitler und dem Regierungspräsidenten v. Kahr. Wie sehr man mit einer bevorstehenden putschistischen geht erneut daraus hervor, daß die in Nürnberg unter dem Decknamen
Betätigung rechnet, Nationalsozialisten „Treuschaft“ ein „Geiselkommando“
gebildet haben. Unter der Parole„Brechung des Wider⸗ standes“, wenn die Reichsregierung schwach wird, hat dieses Kommando die Aufgabe, Geiseln festzunehmen. Als solche sind die Gewerkschafts⸗ und die sozialdemokratischen Partei⸗ führer in Aussicht genommen. Auf diese Weise will man die Arbeiterbewegung mit Beginn des Rechtsputsches „köpfen“ und dann die Organisationen selbst sprengen. Die Mitglieder des Geiselkommandos sind vereidigt und logen⸗ mäßig in Meister, Gesellen und Lehrlinge eingeteilt. Der erste Vorsitzende der„Treuschaft“ ist ein Professor, der zweite ein politisch bisher nicht hervorgetretener Arzt.
Der deutschnationale Handlungsgehilfen⸗ 15 verband. Vor wenigen Tagen teilten wir mit, daß der„Blücherhund“, ein
Awleger der deutschvölkischen Bewegung, ein Attentat auf eine Syna⸗
goge in Fraulfurt a. M. geplant hat. Natürlich fehlen auch bei den fetzigen Machenschaften prominente D. H. V.⸗Mitglieder nicht. Der Kreisleiter des„Blücherbundes“, Herr Bau, ist nach einer Mitteilung der Frankf. Zig. Nr. 212 vom 21. März d. Js. Angestellter des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes, und zwar Privat⸗ sekretür des deutschnationalen Stadtverordneten Schellin, Ge⸗ schäftsführer des Deutschnationalen Handlungsgehilsenverbandes in Frankfurt a. M. Schellin, der erst vor wenigen Tagen auf einer vaterländischen Kundgebung in Offenbach geredet hat, gibt in einer
sondern daß die Polizei, die
Auschrist an die Frauchuszer Fig. zu, vnß Bau ber tym als Sleno. kypist“ beschastigt war. Sec oflperstäudlich will er von den Machen⸗ schaften des Bau nichts gemußt haben. Als im vergangenen Jahre Rathenau ermordet wurde, bestritt der Deutschnationale Handlungs⸗ gehilsenverband auch, daß er von der Hetze verschiedener maßgebender Mitglieder seiner Organfsation gegen die Republik und seine Reprä⸗ sentanten nicht unterrichtet war, um später zuzugeben, daß sich doch einzelne Angehörige altiv an der Verhetzung des Volkes beteillgten. Insofern besagt die Erklärung des deulschnatkonalen Herrn Schellin gar nichts, sie könnte im Vergleich zu dem Verhalten des Deutsch⸗ nationalen Handlungsgehilfenvevbandes höchstens bewaisen, daß er in der Tat von dem Attentat auf die Synagoge und der Beteiligung seines Stenotypisten gewußt hat. Verbot in Thüringen und Sachsen.
Das thüringische Staatsministerium hat durch Verordnung vom 26. März ebenfalls die deulschvölkische Freiheitspurtei ver⸗ baten. Auch in Thüringen mußten die amtlichen Stellen auf Grund des auntlichen Molcrials der Auffassung werden, daß„Die deutsch⸗ völtische Freiheitspartei nichts anderes ist als das Firmenschild für eine ganze Reihe rechtsradikale Verbände, die bereits aufge⸗ löst waren. Jallreiche Personen, die der thüringischen 34. Hun⸗ derischaft angesbren, wurden festgenommen. 5
Es ist zu erwarten, daß für Baden ebenfalls in nächster Zeit die Auflösung der deutschvöllischen Freiheitspartei ausgesprochen wird, und sich vielleicht noch andere Länder zu der Maßnahme des preußischen Innenministers gezwungen sehen loerden. Wie wir erfahren lat sich der Reichs minister des Inneen nor Bekaynt⸗ werden des Sereringschen Auflöfungserlasses in der Oeffentlich eit bereit erklärt, dicsen Schritt des preußischen Innenministers den übrigen Landeszegferungen zur Nachahmung zu empfehlen.
Das Ministerium des Innern hat auf Grund des 8 14 Abs. 2 des Gesetzes zum Schutze ber Republik die Nationglioziolistische
eutsche Arbeitergortei mit sämtlichen Ortsgruppen für das Ge⸗ et des Freistaats Sachsen aufgelöst und verboten. f
Kein einziges Ziel erreicht.
Der Sonderberichterstatter unseres Amsterdamer Partei- blattes im Ruhrgebiet schreibt seinem Blatte:
„Die Besatzungsmacht hat kein einziges ihrer Ziele er⸗ reicht. Die Bevölkerung steht ihr ebenso fest entschlossen ab⸗ lehnend gegenüber, wie am ersten Tag des Einbruchs. Es ist der Besatzungsmacht nicht gelungen, Kohlen zu erhalten. Das einzige Ergebnis ist: Riesenschaden für Deutschland und Riesenschaden für Frankreich und Belgien und Unruhe auf der ganzen Welt.“ 5
Neues Eisenbahnunglück im Ruhrgebiet.
Wie heute bekannt wird, ist am Samstag ein Personen⸗ zug, der von Franzosen gefohren wurde, auf der Strecke Oberhausen⸗Duisburg, kurz vor der Einfahrt in den Duis⸗ burger Bahnhof, mit allen Achsen entgleist. Die Unfallstelle wurde sofort abgesperrt, jedoch hat man beobachten können, wie verletzte Zivilpersonen fortgetragen wurden. Näheres ließ fich wegen der Absperrung nicht feststellen. 5 Der Eisenbahn„verkehr“.
Die Franzosen haben nach eigenen Angaben 20 000 Kilometer der deulschen Reichsbahn besetzt und lassen darauf täglich 137 Per⸗ sonenzüge verkehren. Zum Beweis flür die sich ständig steigernde Be⸗ mutzung dieser Militärzüge durch die deutsche Bevölkerung führten sie jetzt als Beispiel an, daß die framzösische Mil itärbahn im besetzten Gebiet innerhalb 5 Tagen 22 Millionen Mark an Fahrgeldern ein⸗ genommen habe. Diese Zahlen, die die Franzosen selbst angeben, er⸗ möglichen folgende Berechnung: Von der Eimahme von 22 Millionen Mark entfallen bei 20 000 Kilometer 1100 Mk. auf 1 Klm. bei 137 Zügen und in 5 Tagen; auf einen Zug also der 137ste Teil= 8,02 Mark und auf einen Tag 1,60 Mark. Legt man den Fahrpreis 4. Klasse mit 16 Mark für den Kilometer zugrunde, so ergibt sich, daß die Frangosen nach ihren eigenen Behauptungen in den als besondere Leisning erwähnten 5 Tagen an einem Tag auf je einen Kilometer
I Wer Gumwbse zucken maler, zer brese Berechne age
s%½ Person befördert haben. Daß das etwas wenig ist, wird selbst
kann. 137 Züge zur Bewältigung dieses„Verkehrs“ i zu lassen, steht nach reichlicher Verschwendung aus, gang a davon, daß bis heute weder die genannte Zahl an Zügen fährt, noch die genannten Einnahmen erzielt sinb. 97
Die ersten Versuche der Belgier.
Am Sonntag morgen um 6 Uhr rickte auf der Zeche„ baben“ bei Gladbeck ein Bataillon Belgier an und besetzte sämlise Anlagen. Damit machen die Belgier zum ersten Mal selbst den Bi such, sich auf diese Weise Koks und Kohle unmittelbar von den Zechen zu beschaffen. n Sonntag haben sie vermutlich des halb gewã weil sie an diesem Tage mit keinem großen Widerstand der.. schaft rechneten. Der Betriebsrat erklärte jedoch sosort, daß die beiterschaft die Arbeit niederlegen und uur die Nolstandsarbeiten 2g. richten werbe, solange belgisches Militär die Zeche besetzt halte. Ti sächlich ruhte die Arbeit am Montag morgen vollständig. Der Vo sitzende des Betriebsrates ist Kommunist! Die Zeche„Rheinbaben beschäftigt iusgesamt 6000 Aebeiter und förderte durchschnite Tonnen täglich; sie 12 die größte staatliche Zeche im Gebiet ve
linghausen. A Franzosen sind am Sonntag zur B. weiterer Zechen, so„Schlägel und Eisen“ bei Westerholt ge Auf der Zeche„Concordia“ haben sie am Samstag mit dem port von Kohle begonnen. a„
List und Gewalt. 0 9
Um die Schu ierigkeiten, die den Franzosen und Belgiern dun Erhebungen der 10prozentigen Aus fuhrabgabe aus dem 9000 10 Gebiet mit England erwachsen sind, zu behoben, faben sie zwischen Venrath und Düsseldorf⸗Reichholz eine neutrale Zone von hunde Metern geschaffen. Dadurch gelangt die Ware aus dem englischin Gebiet zunächst in unbesetztes deutsches Land, woraus Franzosey und Belgiern dann die Ermächtigung zur Erhebung der Abgah herleiten. 9
5
„2
storben sind. a Raub. 143
In Offenburg ist die französische Besatzung dazu Eber Reparaturarbeiten dienen, nach Straßburg abzutransportieren. dies auch mit den großen Masschinen machen zu können, hab oͤrei schwere Kräne aus Straßburg herbeigebracht. Beschlagnahme sämtlicher Waren im besetzt
Gebiet.
f Das Ministerium der befreiten Gebiete gibt folgende Note Die Hohe Interalliterte Kommisston in Koblenz und der Ob
fehlshaber der Rheinarmee haben durch Verordnung vom 15.
und einen Erlaß von. 23. März die Beschlagnahme säumt
0 .
auf Grund
ten zu schaffen. Die Besteller werden demnach die Waren, die bestellt haben, unter den von ihnen vereinbarten Bedin komen. Ste können sich an die Aemter in Wiesbaden wen um alle Auskünfte über den Stand der Bestellung und den punkt, zu dem sie die Lieferungen erwarten dürfen, zu bekommen Die gesschädigten Franzosen, die Lieferungsverträge mit Deutsche außerhalb des besetzten Gebietes geschlossen haben und die dau Kenntnis haben sollten, daß sich Wanen wie die von ihnen stellten im besetzten Gebiet befinden, können sich gleichfalls a Wiedergutmachungsämter in Wesdaden wenden, um ihnen tilung darüber zufzmmen zu lassen und gegebenenfalls die Be schlagnahme er Waren zu ermögli Die genannte Behörde u besetzten Gebket hat anderseits die chlagnahme aller G. stande und Erzeugnisse verfügt, die von Franzosen bei D l auf dem gewöhnlschen Geschäftswege bestellt worden sind ui für die volle Bezahlung geleistet wurde oder für die der 125 zösische Vesteller bereit ist, die im Augenblick der Lieferung daf
Zelt
Der Deserteur.
Noman von Robert Buchanan.
Mutter Derval bekreuzigte sich, stöhnte vor Entsetzen auf und kniete nieder, um das Totengebet zu sprechen; Marcelle stand wie festgewurzelt, kein Laut entrang sich ihrem ge⸗ quälten Herzen, ihren Augen enkquoll keine erlösende Träne. Der alte Korporal erbleichte und schien von Ge⸗ wissensbissen gequält, während der Geistliche die Hände rang und aufschrie:„Furchtbar! Er hat sich in den Ab- grund gestürzt!“
Ja, es war ein furchtbarer Augenblick,“ bestätigte Pipriac zähneklappernd.„Unten war's pechschwarz und wir konnten nichts sehen. Mit anhaltendem Atem lauschten wir, aber wir vernahmen nur ein leichtes Geräusch, wie wenn man ein Ei aufschlägt— dann war es wieder still—“ Hat er etwas gesprochen? Hat er geschrieen?“ fragten die Jungens. „Kein Laut kam während der ganzen Zeit von seinen Lippen. Er ist geradeaus wie ein Stein in die Tiefe ge⸗ sunken und wenn er seinen Schadel nicht an den Felsen zerschellt hat, dann ist er im Meer ertrunken. Korporal Derval, alter Kamerad, sag' nicht, daß der alte Piprige ihn in den Tod gejagt hat! Ich wollte ihn retten, so wahr ich vor Dir stehe, aber er wollte nicht gerettet werden! In dem Kampfe habe ich wohl mit meinem Bajonette seinen rechten Arm gestreift, aber es geschah er, um ihn kampfunfähig zu machen. Pierre, zeig' mal die Jacke. Siehst Du, Korporal, ich habe den ganzen Aermel aufgeschlitzt, hier ist er ein wenig feucht, wahrscheinlich von seinem Blute——“
„Herr des Himmels, erbarme Dich, mein armer, armer
Rohan!“ schrie der Geistliche schrockensbleich auf. „Warum hat sich der Dummkopf nicht ergeben?“ grollte Pipriac.„Niemand darf mich beschuldigen, ihn getötet zu haben. Er wollte sich aus dem Leben schaffen— und viel⸗ leicht auch uns. Trotz alledem tut es mir aufrichtig leid, ihn verwundet zu haben. André, laß mich Dein Bajonett sehen.“
Der Gendarm trat ror und reichte seinem Vorgesetzten stumm die verlangte Waffe. Alle Anwesenden, bis auf Mutter Derval, die noch immer vor dem Madonnenbilde betend kniete, scharten sich um den Sergeant. Marcelle hatte sich vorgedrängt und starrte mit weitaufgerissenen Augen, wie gebannt, auf die im Lampenschein glitzernde Klinge.
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„Kein Zweifel, das ist Blut! Es ist das letzte, was wir in dieser Welt von Rohan Gwenfern sehen werden!“ bemerkte Pipriac, seinen Zeigefinger an den Lippen netzend und dann mit demselben über die blanke Klinge fahrend. Er hielt ihn gegen das Licht und alle stimmten darin überein, daß er von Blut feucht sei. Ein Gemurmel des Entsetzens ging durch das Gemach, Marcelle sank, wie vom Blitz getroffen, ohn⸗ mächtig zu Boden.
Früh am nächsten Morgen— es war stille See— ver- sammelten sich unter der großen Klippe, auf deren Gipfel der Menhir emporragte, zahlreiche Dorfbewohner. Auf- blickend, gewahrten sie eine steile Wand, an der nur eine Ziege emporzuklettern vermochte. Tatsächlich bewegte sich die uns bereits bekannte Jannedik zwischen dem zerklüfteten Gestein, nach saftigen Grashälmchen suchend. Hie und da blickte sie von ihrer schwindeligen Höhe auf die plaudernde Menge hinab, um dann ihren Weg gemächlich weiter zu ver⸗ folgen.
Am Fuße der Klippe lagen losgelöste Erd⸗ und Fels⸗ stücke, aber von Rohan Gwenferns sterblichen Resten ver⸗ mochte man keine Spur zu entdecken. Die Hochflut freilich stieg beträchtlich über den Fuß der Klippe und war“gewöhn⸗ lich recht bewegt und tief, so daß man allgemein zu der Ueberzeugung gelangte, Rohan müsse mit der Ebbe ins Meer gespüt worden sein.
Pipriac und feine Satelliten, von Korporal Derval be⸗ gleitet, durchsuchten jede Spalte und Nische des Strandes; mit Stöcken und Bajonetten wurden die unglaublichsten Stellen und Winkel durchstöbert, wehklagend und seufzend
unglückten zu. Die männliche Jugend des Dorfes, mit Mikel Grallon, Alain und Jannick an der Spitze, stand ab⸗ seits in einer Gruppe und stellte allerlei Vermutungen auf. Einige Fischer waren in ihren Booten aufs Meer hinaus⸗ gesegelt, um nach dem Leichnam zu fahnden.*
Mutig und voll Selbstbeherrschung, wie Marcelle von Natur war, ließ sie sich nicht abhalten, ebenfalls an der Suche teilzunehmen. Von jenem Augenblick an, da sie ohn⸗ mächtig zu Boden gesunken war, hatte sie weder eine Träne vergessen, noch auch mit jemandem eine Silbe gesprochen.
Es 5 Seelenqualen, mit denen man allein fertig werden muß.
sah eine Menge von Weibern dieser Suche nach dem Ver⸗
Körper sei aller Wahrscheinlichkeit nach gefunken und lan sam von den Wellen ins offene Meer gespült worden. würde einige Tage dauern, ehe sein Leichnam sich an die Oberfläche erheben würde, wenn dies überhaupt je der del sein werde. 2 Aunter uns gesagt,“ meinte Pipriac.„Ihm ist woll wo er ist! Besser, von den mitleidigen Wellen. Se als erschossen. Man hätte ihn wie einen kyllen Hund nfede
geknallt und er wußte das! Pflicht ist Pflicht— da gibt!
nichts!“ f
Mikel Grallon, an den diese Worte gerichtet waren nickte zustimmend. Der brave Junge war in jeder B. ziehung unermüdlich, sowohl in den Späherdiensten, die dem Sergeant leistete, wie auch in den Trostsprüchen, die.. Mareelle erteilte. Er wurde nicht müde, ihr zu versichern daß ihr Vetter seinem Schicksal nicht hätte entrinnen können In Anbetracht des schweren Unglücks, das die Familie be troffen, trug er eine allzu fröhliche Miene zur Schau.
Marcelle konnte das Gesckwätz der Leute nicht la ertragen und lenkte ihre Schritte langsam in die Rick von Tante Luises Hütte. Die Sonne schien ihr ins Gesitll aber sie beachtete es nicht, wie sie jetzt überhaupt niche anderes beachtete als ihren namenlosen Schmerz. öffnete leise die Tür und fand die Witwe an ihrem g wohnten Platz aufrecht vor dem Feuer sitzend und mit ihren abgehärmten Gesicht tränenlosen Auges in die Glut starren) Dicht neben ihr stand Jan Goron, der in leisem Ton zu il sprach, aber innehielt, als Marcelle eintrat.„ Merkwürdigerweise zeigte die Witwe keinerlei See eines überwältigenden Schmerzes. Die Nachricht von di furchtbaren Katastrophe schien sie nicht niedergeschmetterk? haben; vielleicht war es gerade der ungeheuere Schm. sie aufrecht hielt. g
Slill wie ein Gespenst huschte Marcelle durch da mach und setzte sich neben die Tanke:„Alle behaupten, 10 ö gebe keine Hoffnung mehr, Tante Luise!“ haucht sie 10 vernehmbar. 1 e
Kein Klagelaut drang über die Lippen der Goron, dessen Haltung eine nervöse Erregung ver Marcelle scharf an, während er sagte:„Ich war heute vor Ihnen dort und konnte keine Spur finden. Das
Die allgemeine Meinung ging dahin, daß Rohan zer⸗ schmettert worden sein müsse, ehe er ins Meer fiel; sein
furchtbares Ende!“ (Jortsetzung folgt.)


