deen baße, was Gegenstand der Anklage sek. Er hahe sich
keiner Beleidigung schuldig gemacht, auch keine beabsichtigt und ersuchte deshalb um Freisprechung.— Das Urteil soll am Mittwoch, 11 Uhr vormittags verkündet werden. Wir werden dann später noch auf die Sache zurückkommen.
— Zuviel Sonntagsheiligung. Am Sonntag wurde die Abendvorstellung im Theater abgesagt, wie mitgeteilt wurde,„auf Verfügung der Regierung“. Es sollte Grabbes„Don Juan und Faust“ zum ersten Mal aufgeführt werden. Soviel wir uns er⸗ innern, haben noch im jeden Jahre am Palmensonntag Vor⸗ stellungon stattgefunden, wenn dieser Sonntag noch in die Spielzeit tel. Es ist auch kein Grund vorhanden, warum das nicht ge⸗ schehen soll. Die Verfügung bedeutet eine Schädügung der Theater,
e ohnehin gegenwärtig mit finanziellen Schwierigkeiten schwer zu kämpsen haben. Man geht wohl nicht fehl, wenn man vermutet, daß die Regie rung in diesem Falle dem Wunsche der Kirche nachge⸗ geben hat. Ist damit etwas Nützliches getan? Wir meinen, es wird niemand an seinem Seelenheil geschädigt, wenn am Palmen⸗ sonntagsabend Theater gespielt wird. Sogar frommen Leuten kauns nicht schaden, wenn sie an diesem Tage eine gute Vor⸗ stellung besuchen.
Was kostet die Ausrüstung der A⸗B⸗C⸗Schützen? Der Familien⸗ ter der in diesem Jahre einen Sprößling in die Schule schichen soll muß einen sehr, sehr tiefen Griff in seinen Geldbeutel tum.
schoner 100 Mk., ein Schulranzen wind, daß er aus Leder besteht. So kostet 1923 die Ausrüstung eines Schulanfängers eine Summe, für die man sich noch vor fünf Jahren eine Billa bauen lassem konnte samt Einrichtung.
Diebstähle. Entwendet wurde aus einer Schlosserei eine elektrisch Bohrmaschine Type G. J. 114 flir 200 Volt Gleich⸗ strom mit Oesenhandgriffen und Aluminium⸗Armatuxen mit Zu⸗ u e
.— Aus einer? mung e„ e bis 15 Pfund, ein Segeltuchreisekoffer, ein Paar Arbeitssschuhe, Größe 47, mehrere Bürsten und ein Haarbesen ohne Stiel. Vor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt dle Kriminalabteilung entgegen..
Für Warenprobensendungen wird vom 1. April ab im inneren deutschen Verkehr sowie im Verkehr mit Freie Stadt Danzig,
g. Memelgebiet und Oesterreich eine Vorstufe bis zum Gewicht von 100 Gr. zum Gebührensatz von 60 Mk. eingeführt. kreis Friedberg⸗Büdingen.
Butzbach. Kommunalisierung des Hebamme n⸗ weseus bezweckt ein Antrag, der im der Sitzung des Gemeinde⸗ rats in voriger Woche angenommen wurde. Zwei Hebammen, die jetzt schon amtieren, sollen von der Stadt angestellt und ent⸗ sprechend der Gruppe 3, Stufe 9 der Beamtenbesoldung bezahlt werden. Der Wohlfahrtsausschuß und der Finanzausschuß sollen die Angelegenheit beraten und dafür sorgen, daß dem Gemeinderat alsbald eine Vorlage zur Genehmigung vorgelegt wird.
Kreis Wetzlar.
nütz Unternehmungen sowie von wissenschaftlichen Arbeiten zur Förderung des Kleingarten⸗ů, Wohnungs⸗ und Siedlungs⸗ 1. zu erweitern, daraus den gemein⸗ nützigen eee ee ee kurzfristige
8 Maß⸗ nahmen zu treffen, die eine spekulative Verwertung der seit 1919 mit öffentlichen Mitteln errichteten Wohnungsbauten nach Rück⸗ zahlung dieser Zuschüsse, die beim gegenwärtigen Stand ber
Valuta leicht möglich ist, unter allen Umftänden unmöglich machen.
Westerwald und Unterlahn.
Zwei Schweine gestohlen. In Allendorf im Oberlahnkreis wurde vorige Woche, wie das W. T. berichtet, ein Einbruchsdiebstahl von unerhörter Dreistigkeit ausgeführt. Bei dem Landwirt Kurz wurden zwei Schweine im Gewicht von ca. 80 Pfd. im Stalle a b⸗ geschlachtet und gestohlen. Dabei stahlen die Einbrecher noch Leib wäsche für Erwachsene und hießen auch bei dem Gendarmen die Wäsche mitgehen. Die mit dem Polizeihund aufgenommene Spur führte gegen Limburg. Im nahen Walde fand man ein blutiges Beil, mit dem offenbar die Schweine abgeschlachtet worden waven. Die Besitzer der Tiere miissen einen sehr guten Schlaf gehabt haben, denn man kann doch kaum annehmen, daß die Schweine sich ganz lautlos abschlachten ließen. i
Kleine Nachrichten.
Frankfurt a. M. 23. März. Müllionen⸗Diebstähle und Riesen⸗Schiebereien. In der hiesigen Gold⸗ u. Silber⸗ scheideanstalt dam mam riesenhaften Diebstählen von Schmelzöfen, Schmelzticgeln und anderen Schmelzeinrichtungen auf die Spur. Die Diebstähle erstrecken sich auf einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren. Als Haupttäter kamen Angestellte in Frage, die schon länger als 30 Jahre bei der Firma tätig waren und großes Vertrauen genossen. In die Diebstahlsaffäre ist eine ganze Reihe kleinerer Schmelzen und Aufkaufsstellen verwickelt.— Für 15 Millionen Wäsche gestohlen. Aus dem Lager der Textilgroßhandlung von Rosenzweig u. Co. wurden in einer ber letzten Nächte Baumwoll⸗ waren und Hemden im Werte von 15 Millionen Mark gestohlen.— Riesenschiebungen mit Arzneimitteln. Viele Schieber⸗ hände zunschen sich erst in dem Gewinn, den Hehler aus großen
Mengen zestohlener Arzneimitteln erzielten. Als die Ware, die größle. aus Anti⸗Tetanus, Morphium und Tuberkulin und aus dem He Sanitätsdepot in Dresden stammte, hier ein Frankfurter
Schieberkreise kam, hatte sie bereits den fünffachen Preis erklettert. Frankfurt a. M., 24. März. Lausbubenphantasie. Ein elffähriger Schulbube brachte von einem Ausflug die Nachricht mit Hause, man habe im Biegwalde leinem kleinen Gehölz bei Frulffnrrt) einen abgeschnittenen Menschenlopf, einen Dolch und einen Topf mit Blu gefunden. Es mußte also unzweifelhaft eine grausige Mordtat vorliegen. Die Polizei wurde benachrichtigt, die sofort die Mordkommission in den Wald entsandte Es stellte sich heraus, daß der Bube die ganze Geschichte sich aus dem Finger ge⸗ sogen hatte. Dem Bürschchen wurde ein Kapitel aus dem„Klopstock“ auf einer geeigneten Körperstelle vorgelesen.
Frankfurt a. M., 25. März. Verhafteter Millionen- defraudant. Im Hauptbahnhof wurde der Sparkassenange⸗ stellte Heinrich Effertz aus Köln verhaftet, der einem Elber⸗ felder Herrn einen Kaffer gestohlen hatte. Bei feiner Festnahme
verschiedener Größe,
stellte sich schließlich heraus, daß er der wegen linterschlagung von neun Millionen Mark zum Nachteil der Kölner Sparkasse gesuchte Effertz war. Das Geld hatte der lebefreudige Mann bis auf einen unbedeutenden Rest durchgebracht. 5 Frankfurt a. M., 25. März. Scheckfälscher. Der Mon⸗ teur Heinrich Ferling ist nach Entwendung und Schecks über nahezu drei Millionen Mark flüchtig gegangen. 51 a. M., 25. März. Die Autoraserei. Frankfurter Auto überfuhr in Rüsselsheim ein zweijähriges Kind und tötete es auf der Stelle. 5 Daurmstadt, 24. März. Einem Herzschlag erlegen ist in einer hiesigen Wirtschaft ein aus Straßburg ausgewiesener 67⸗ jähriger Beamter. 0 Darmstadt, 24. März. Die Raubmörder von Ga⸗ dernhe im, die Gebrüder Roßmann, die vom Schwurgericht zu den höchst zulässigen Strafen von 15 Jahren Gefängnis, bezw. 15
kammer wegen verschiedenen Diebstählen(vor dem Raubmord) zu verantworten. Beide leugneten hartnäckig, wurden aber trotzdem für schuldig befunden und die Strafe in die bereits erwähnte ein⸗ bezogen, da eine Erhöhung nicht mehr möglich ist.
Groß⸗Gerau, 24. März. Schwer verunglückt jst auf der Straße von Mainz hierher ein Radfahrer, der sich an ein mit Anhänger festgehalten hatte. Er stürzte, wobei ihm ein Bein abgefahren wurde. 5
Die Homburger Phantasiegeschichte, 15
von der wir berichteten, ist tatsächlich der Phantasie des fungen Mannes ent gen, den man am Sonntag vormittag an einen Baum gebunden und„beraubt“ vorfand. Kein Franzose hat den Mann bis hierher geführt und ihn dann aus geplündert. Der Polizei hat der Mann, es ist der Metzger Hans Mösel aus Neu⸗ markt(Oberpfalz), gestanden, daß er die ganze Geschichde er⸗ funden hat. 0 f
Biebrich. Vergewaltigung einer Achtzehnfährd⸗ gen. Die Frankf. Ztg berichtet: Ein Fall scheußlichster Vergewal⸗ tigung eines achtzehnjährigen aus Bayern stammenden hiefigen Dienstmädchens durch französische Soldaten ist hier zur Anzeige ge⸗ langt. Das Mädchen befand sich auf dem Rückwege aus Mainz in der Nähe der Kaiserbrücke, als es plötzlich, es war am hellen Tage, von zwei Soldaten, einem Franzosen und einem Marokkaner, angehalten wurde. Es mußte zur„Paßkontrolle“ mit ihnen gehen, und in dem Wachzimmer im Turmhäuschen auf der Brücke wurde es von den beiden Unholden trotz heftigster Gegenwehr vergewaltigt. Die daten warfen dem Mädchen dann 1000 und 300 Mark hin, und es nahm in der Angst, sonst in den Rheim geworfen zu werden, das Geld und lief davon. Anzeige wurde sofort erstattet; das in bestem Ler⸗ mund stehende Mädchen wurde bereits von einem franmzöschen Arzt untersucht, und die Militärbehörde hat die eingehendste Untersuchung des Falles zugesagt.
Der Brand des Wiesbadener Staatstheaters.
Zu 9 Brande des 5 3 noch e 1 auch die stattung zu der 17 ron 7 große Prunkvorhang ein Raub der Flammen geworden sind. Die Oper kann also nicht mehr gegeben werden. i Mordversuch. 8 An einem Müdchen aus Damm wurde am Tage von einem i uch mit Not⸗
Vom Scherenklub.
Nach dem Besuch bei einem in Flammersfeld in Garnison liegenden Franzosen wurde ein deutsches? aus Siegburg von jungen Burschen auf dem Bahnhof Au ergriffen. Vor allem Volk schnitt man dem Frauenzimmer, trotzdem es jämmerlich heulte und winselnd um Guade bot, die Kopfhaare bis auf die Haarwurzeln ab. N
Flammentob.
Beim Anfachen des Herdfeuers mit Petroleum gerieten in Hangenmeilingen b. Hadamar die Kleider der 15jährigen Rosa Laßmann in Brand. Das junge Mädchen erlitt dabei derart schwere Brandwunden, daß es nach kurzer Zeit verschied.
Visttator teilte Zettel aus, auf denen einige Rechenaufgaben gelöst werden und ein Diktat zur Niederschrift kommen sollte. Er bat die anwesenden Dorfväter, ihn zu unterstützen und mit zu rechnen und zu schreiben. Am Schlusse sammelte er die Bogen wieder ein, auch die der Väter, um sie einer Prüfung zu unterwerfen. Dabei zeigte sich, daß die Kinder besser gerechnet und weniger orthographische Fehler gemacht hatten, als ihre Eltern. Diese konnten mi nach diesem, flür sie nicht gerade schmeschelhaften Resultat ihre Beschwerde nicht mehr aufrecht erhalten und zogen wie die begossenen Pudel ab.
Geistlicher Sittlichkeitsverbrecher. Nach einer Meldung der Pfälzischen Post wurde der katholische Geistliche Rasenhaß in Neustadt a. H.(Pfalz) wegen schwerer Stttlichkeitsverb rechen, die er an Kindern vorgenommen hatte, dieser Tage verhaftet.
Ein Frauenmörder. Aus Durlach bei Karlsruhe wird ge⸗ meldet: In der vergangenen Nacht wurde von Schutzleuten die Leiche der etwa 27 Jahre alten Kriegerwitwe Hedwig Kurtz in einem Sack eingepackt in ihrer Wohnung in der Lammstraße auf⸗ gefunden. Als Mörder ist ihr Geliebter, der Fabrikarbeiter Wilhelm, verhaftet worden. Er hat die Tat bereits einge⸗ shanden. Auch soll er zugegeben haben, daß er an einem zwe i⸗ ten Morde zusammen mit einem anderen beteiligt gewesen ist, der in Berlin⸗Wilmersdorf ausgeführt wurde. Nach seiner Aus⸗ sage soll der andere Täter aber inzwischen gestorben sein.
Ein blutiges Familiendrama ereignete sich in Leipzig⸗Stötteritz. Dort wurde eine 53jährige Frau und ihr 22jähriger Sohn von dem Schwiegersohn, der mit seiner Frau in Scheidung liegt, durch mehrere Revolverschüsse getötet. Polizeibeamte fanden in der Woh⸗ nung der Ermordeten alle Möbel kurz und klein geschlagen und am Boden liegend die Leichen der Frau und ihres Sohnes. Der Täter wurde sestgenommen.
Der Krokodilsmagen als Schatzgrube. Eine merkwürdige Menge von Gegenständen häufte bei der letzten mee e Sitzung der Londonex Zoologischen Gesellschaft einer r Vor⸗ tragenden auf einen Tisch auf. Es war ein Zoologe aus dem Tonganfika⸗Gebiet, C. F. Swynerton, der allerlei von der Nah⸗ rung der Krokodile erzählte. So berichtete er von einem riestgen Kvokodil, das ein Eingeborener erlegte und in dessen Magen sich eine Börse mit 60 goldenen Sovereigns befand. Es war dies augenscheinlich der Besitz eines Viehhändlers, der nach dem Ver⸗ auf seiner Tiere auf einem Boot zurückruderte und mit feinem Schatz dem gefräßigen Tier zun Opfer fiel. Als andere„Deli⸗ katessen“ der Krokodile wurden von Swynnerton vorgelegt, 11 Ichwere messingene Armringe, 3 breite Drahtarmbänder, eine Hals⸗ lette aus Glasperlen, große Stücke schwere Taue, 18 Steine von einige Schwänze von Stachelschweinen.
0
verwefgerke Essertz sede Mitskunft iber seine Perfonfichkeft. f außerdem
Fäl schung eines Ein
Jahren Zuchthaus verurteilt wurden, hatten sich vor der Straf⸗
an Ait, und Befnkrochen ver r Nen. Thi nknochen verschebener.
Gegenstände waren in den Mägen der Krofobfle den, die sich mit diesem unverdaulichen Inhalt a recht wohl gefühlt hatten, bis sie eine Kugel erlegte.
Parteinachrichten. Sozialistischer Studententag. 10
auf der so zial istischen deutschen österreichischen Universitäten und der 3 Staats⸗ und Wirtschaftswissenschaften vertreten waren. Kassen⸗ und Tätigkeitsbericht des Verbandes geht hewor, daß f Tätigteit der eingelnen Ortsgruppen in jeder Beziehung eine w rege war. Die Zahl der Mitglieder und Ortsgruppen ist gewo 2 Die Politik des Sozialistischen Studentenverbandes be Kartell republikanischer Studenten wurde gebilligt. osse Pw. Dr. Sinzheimer, der die Delegiertenwersammlung in Namen Parteivorstandes begrüßt hatte, referierte später iwer die Aufgaß 900 eee. ice Been zu W Partei.& en, mi rmischem unen debe in l einer Broschüre herausgegeben werden. Den Nen folgte eine ausführliche Debatte. 10
2
Arbeitsrecht, Gewerkschaftliches, Arbeiterbewegung
Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen in Gießen.
Sitzung vom 23. März. 1
Die Gießener Wein und Spirttnosenhand⸗
lungen sollen vom 12. März 1923 an die Arbeiterinnen 50 P,
zent der Löhne der Küferhilfsarbeiter zahlen.
Die Oberhessische Maschinenfabrik in Alsfeld g eee
gun 221 zwar, mie fee behaplet im Einverständnis mit den Arbei Deutsche b ruch dagegen.
d. pruch von 20 Arbestern 1 vom 12. 2. 20 wies der Schlichtungsausschuß ab denn
Antragsteller blieben den Beweis für die falsche Aus. wahl der Kündigungen f Jedoch erklärte er das Arbeitz⸗ verhältnis eines Betriebs ratsmitglledes für noch bestehend, we m datt gert. G nac 8 9 des 0 Die Damenschnederei A. i
Gießen hat wegen Arbeitsmangel 3
hergehende Arbeitsstreckung gekündigt. Der
gab ihr die Wiederei Den Klündi
Kramer Nachfolger Arbeite rinnen ohne
1 8
Ve. der Einspruchsfrist ab.. r p 8 — 0 allen Schiedsswrlichen erhielten die Streütteile Erruummtz
1*
1 Versammlungs kalender.
Gießen. Freie Turnerschaft. Am 0„ Tun. gang an e e ber Aebi Abmarsch 77 Uhr un
lich von der Lahnbrücke. Dollarstand unverändert: ca. 20 900 Mark.
Othördliche Bekanntmachungen Bekanntmachung.
Die Stabtverordneten⸗Versammlung hat durch Be⸗ schluß vom 15. März 1923 für die Schloßgasse einen Baufluchtlinienplan aufgestellt. Der Plan liegt bis zum 7. April d. Is. bei dem Stadtbauamt Asterweg 9 zur Einficht offen. Einwendungen gegen den 1—
find während der Offenlegungsfrist, dei Meidung Aus schlusses, bei mir vorzubringen.
Gießen, den 21. März 1923.
Der Oberbürgermeister: J. V.: Krenzlen.
Bekanntmachung.
Vom 1. Abril 1923 ab werden Beerdigungen grundsätzlich nur an Nachmittagen vorgenommen. Für die ausnahmsweise Zulassung einer Beerdigung am Vormittag ist ein Gebührenzuschlag, der auf dem je⸗ weiligen Arbeitslohn beruht und zusammen mit den übrigen Gebühren entsprechend zu verändern ist, zu erheben. Die Höhe desselben beträgt bis auf weiteres im Sommer 2000 M. und im Winter 6000 M.
Gießen, den 21. März 1923.
Der Oberbürgermeister. J. V.: Krenzin.
Für die 1445⁵
Festtage:
Feines Blütenmehl aß der 850.—
94 Auszusönest A M. 920.— Kartofelnehl wind w. heb.— Feeiufte Tafelmargarine 2800.—
1 Pfund⸗Würfel Mk.
55 Kokosfett.. Pfund Mt 3000.— anal; Wand wer. 3000.— lere“ Rot- 1. Peiß⸗Weine
besonders Dreiswert.
Schade& Füllgrabe.
Filialen in allen Stadtteilen.
* 3
Agltierf für die Ober
CC T.. ˙- ̃˙—Ln——.


