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hat am Samstag sämtliche Oberpräsidenten angewiesen, die
u ge mehrere rechtsradikale Hochverräter, die unter der Republik
lltebung bezweckten. bhat der preußische Minister des Innern dem deutschen Volke
minister auszuspielen.
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a Organ für die Intere wer der Provinz Oberhessen und der Nachbar
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5 2* 1 g Dur o le left berg. 5000.— Mk. einschl. Bestellgeld. Einzelnumm. 120.— Mt
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Gießen, Dienstag, den 27. März 1923
18. Jahrgang
Deer deutschvölkische Hochverrat.
Schupo alarmbereit.— Die zweifelhafte D. V.— Cunos Fehlgriff.
Cuno trotzdem am Sonntag die Führer des geplanten Hochverrats, die Graefe, Wulle und Henning, empfangen hat, um mit ihnen über die Auflös zu konferieren. Damit hat der Rei gerade keinen guten Die jenen Verrätern, bürgerlichen Redner zeichnet wurden, Handlungsweise wohnten Graefe, von den maßgebenden preußischen nicht empfangen werden, davon sind wir überzeugt.
Festnahmen in Breslau.
lau wurde eine Anzahl Personen im Zusammen⸗ sch⸗völkischen Putschabsichten fest ch Witt, der Ingenieur Heinz „ serner eine F
Der preußische Minister des Innern, Genosse Severing,
Polizei in Alarmbereitschaft zu halten. Gleichzeitig ist gegen die in Berlin in Polizeigewahrsam genommenen Deutschvölkischen Führer 5 10 richterlicher Haftbefehl 5 ergangen. Beide Tatsachen sprechen dafür, daß Gefahr im Verzuge war und die verhafteten rechtsradikalen Elemente micht so harmlos find, wie Graefe, Wulle und Henning es jetzt dank ihrer Immunität und dank der ihnen angeborenen Verlogenheit behaupten. Severing, dessen Zurückhaltung und Klugheit bei allen Koalitionsparteien, aber auch bei den Gegnern, geachtet wird, ist nicht der Mann, der vielleicht aus Mervofität die Polizei in Alarm versetzen könnte. Wenn er sschon handelt und die Staatsgewalt in Alarm versetzt, dann müssen, davon sind nicht allein wir überzeugt, triftige Gründe vorliegen. Die richterlichen Haftbefehle gegen
bereits zur Seltenheit wurden, bestätigen ebenfalls daß die weutschvölkische Turnerschaft, und wie die harmlosen Klubs dalle geheißen haben, mehr als körperliche und geistige
Durch die Vereitelung eines deutschvölkischen Putsches
einen großen Dienst erwiesen. Um die Abwehrfront an der Ruhr gegen den äußeren Feind vor dem endgültigen Zu⸗ ssammenbruch zu bewahren, mußte Severing so handeln, wie ter gehandelt hat. Man solste deshalb annehmen, daß ihm won allen Seiten Dank zuteil wird und sich insbesondere die Kreise auf seine Seite stellen würden, denen die Abwehr⸗ front an der Ruhr mit dem Mundwerk über alles geht. Stgtt dessen sagen jedoch die Deutschnationalen dem preußischen Minister des 5 Innern den Kampf. fan. Damit identifizieren sie sich mit den Hochverrätern um Wulle, Graefe und Henning. Es zeigt sich also in erfreu⸗ licher Klarheit, daß die Abwehrfront für die Deutschnatio⸗ nalen lediglich Kulisse zur Verwirklichung einer Rechts⸗ politik sein sollte, daß ihnen die Interessen, die an der Ruhr verfochten werden, gleichgültig sind, nachdem sie sich davon überzeugen mußten, daß sich die überwiegende Mehrheit des deutschen Volkes unter dem Vorwand der Stärkung der Ab⸗ wehr von der Rechten nicht mißbrauchen lassen will. Wir betonen deshalb heute nochmals, daß es für uns niemals eine Gemeinschaft mit jener Partei geben konn, die sich mit Hochverrätern identifiziert. Solchen„vaterlandslosen Ge⸗ sellen“ gebührt nur unser entschiedener Kampf. Ob auch die Volkspartei zu dieser Kategorie von Deutschen gehört, wird sich bald zeigen müssen. Im Preußischen Landtag ist der volksparteiliche Fraktionsredner aus Anlaß der sozial⸗ demokratischen Interpellation über die Selbstschutzorgani⸗ sationen erfreulicherweise von jenem Gesindel abgerückt, das die Not des Volkes benutzen will, um seinen Interessen mit Gewalt zum Ziele zu verhelfen. Dagegen hat ein Teil der Reichstagsfraktion der Volkspartei am Samstag bei der Ab⸗ stimmung über den Antrag Graefe den Eindruck erweckt, daß sie mit Graefe über die widerrechtliche Auflöfung seiner Putschorganisation eines Sinnes ist. Noch offener gebärdet sich das parteioffizielle Organ der Volkspartei, die Zeit. Dieses Blatt wendet sich nicht nur dagegen, daß der Name Ludendorff gemeinsam mit den Putschisten genannt wird, trotzdem Ludendorffs Beteiligung offiziell festgestellt
ist, sondern erkennt den Hochverratern noch eine„ehrliche Vaterlandsliebe“ zu und bemüht sich mit den Deutschnatio⸗ nalen, die Reichsregierung gegen den preußischen Innen⸗ Es wird Zeit, daß Herr Stresemann bald Heerschau hält und Klarheit darüber schafft. ob die Volkspartei ernsthaft auch das deutschvölkische Verbrecher⸗
tum deckt.
Der Reichsregierung wird nichts anderes übrig bleiben, als sich der Auffassung des preußischen Innenministers an⸗ zuschließen. Das ergibt sich schon daraus, daß Severing seine Aktion in Uebereinstimmung mit maßgebenden Persön⸗ lichkeiten des Reiches eingeleitet hat, nachdem auch diese Persoönlichkeiten der Auffasfung waren, daß die Pläne der gemeingefährlichen Hochverrat hinausliefen. Das dürfte auch dem Reichskanzler bekannt Verwunderung darüber
Deutschoölkischen auf einen
sein. Wir müssen deshalb unsere
nst erwiesen.
die Tür zu weisen.
Auch in Bres hang mit den deut der Ingenieur Eri Kaufmann Haus Werner Stirius, aus Breslau und ein ehemaliger lin. Die Verhaftungen liegen zum Tei 0 Reichswehrossiziere als Roßbächer⸗
Von unterrichteter Seite wird uns mitgeteilt: An der von Roßbach am Samstag in Waunsee abgehaltenen Kon⸗ ferenz haben insgesamt drei Reichswehroffiziere teilgeno Reichswehroffiziere des Reichswehrministeriums in der Versammlung zu infor⸗ chtgemäß über den Verlauf der rgesetzte Behörde berichtet. Außerdem daß die Reichswehr und insbesondere auch Geueral v. Seeckt bereits lange Zeit vor der Verhaftung Roßbachs auf das schärfste vor diesem gefährlichen politischen Abenteurer gewarnt und sein gemeingefährliches Treiben auf das schärfste verurteilt hat.
Hochverräterisches Treiben in Baden.
rbotenen Organisatio⸗ lten in den letzten Wochen an „ Ne u⸗ Es fehlt richtunggebende
war
dieser drei anwesend,
offizieller Mission um sich über die Vorgänge mieren und hat auch pfli Versammlung seine vo können wir feststellen,
Auch in Baden versuchen die ver nen Anhänger zu gewinnen. Sie hie verschiedenen Orten Versammlungen ab, so in Karlsruh Viel Erfolg hatten sie nicht. und Bayern vielfach
stadt und Bonndorf.
hier das in Norddeutschland oggressive antisemitische Element. In der Karlsruher Ver⸗ an der etwa 300 Personen teilnahmen, wurden von Red⸗ nern, die sich als Arbeiter bezeichneten, sprachen gehalten. Die Versammlung in Bonndorf sah in der Haupt⸗ Der badische Minister des Innern ie in dieser Zeit mehr denn je ge⸗ Gefühlspolitiker für die Zu⸗
sache ländliche Besucher. hat Vorsorge getroffen, daß d fährlichen Bestrebungen einsichtsloser kunft unterbunden werden.
Thüringen packt scharf zu. umfangreiches Beweis material.
Dem Berliner Tageblatt wird aus Weimar gemeldet: Die gleichzeitig mit den preußischen Ermittelungsverfahren über die Methode rechtsradikaler Kreise in Thüringen ein⸗ geleiteten Untersuchungen haben außerordentlich belastendes Danach kann es keinem Zweifel unter- liegen, daß die deutschvölkische Freiheitspartei nach Taktik und Ziel mit der nationalsozialistischen Arbeiterpartei ohne weiteres identifiziert werden kann. gierung hat umfangreiches Beweismaterial in ihren Händen. der rechtsradikalen Bewegung ver⸗ über zahlreiche festorganisterte ihre Organisation den(Bataillon Die Ermittelungen daß die Rechts⸗ f nahe Sicht
Material ergeben.
Die thüringische!
Ueber den Charakter daß sie nicht nur Hundertschaften verfügt,
bereits zu ausgesprochen militärischen Verbän und Regimenter) durchorganisiert ist. haben schon jetzt radikalen auf einen Bürgerkrieg und zwar au hinarbeiten. Die Untersuchungen werden von der thüringi⸗ schen Regierung mit Nachdruck fortgesetzt.
Drei Hitlerkuriere abgefangen. d drei Kuriere Hitlers abgefangen ür die„Stoßtruppen“
gender Bericht drei Kuriere verhaftet worden, in daß sich sich
sondern daß
einwandfrei
In Thüringen sin
die mit Marschbefehlen f Dem Berl. Tagbl. ist darüber fo der Samstag nacht sind in Gera deren Besitz sich geheime die Mitglieder der Hundertschaft auf thüringischen Weida, sich bis h Von dort aus erhielt Die drei Kuriere kamen von Plauen her im Auto die Plauer Hundertschaft
ussagen der Kuriere sind in der vergangenen weitere Automobile mit Kurieren mit augen. Sämtliche Offiziere trugen die offiziellen
Befehle befanden. Darauf hieß es, in Hof Bayern), soweit sie
Boden befinden, also vor allem die Truppen in eute mittag um 12 Uhr in Hof einzufinden hätten. en sie weitere Marschziele, die geheim zu hal- mobil, hatten. Nacht noch abge⸗
bereits alarmiert
ähnlichen Aufträgen Armbinden ver
aussprechen, daß
stationglsozialisten.
ung der Freiheitspartei chskanzler der Sache Er hätte besser getan, m Preußischen Landtag von einem u. a. als politische Hochstapler be⸗ Nur eine derartige an Kadavergehorsam ge⸗ Wulle und Henning wirken können. Instanzen Hochverräter
Daß
genommen, nämlich Wistinghausen, der rau von Reichenau Leutnant von Tettenborn aus Ber⸗ l bereits einige Tage zursick.
die üblichen konfusen An⸗
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worden, waren. zugegangen. In
pieren sich alle die grö organisationen: Exkr d. h. weiß⸗blau großl Auf Seiten Rupprechts steh
allem Herr v. Kahr, Esche rich, Pittinger, Prof. Bauer, der Bund Bayern und Reich und ein Teil der sogenannten Vereinigten Vaterländischen Verbände. auf die eigentliche des Bundes Ober
seitigen Werkzeuge de ziemlich unverblümt m⸗ in
nicht gebilligt werden und unter den Führern
Hitler ans Ruder käme.
Bürgern der
Bayernhetze“ nennen, durch Bayern und nicht rechtfertigt ist. Augenblicklich droht Ludendorff, gegen den da er Bayern nicht durch einen Putsch versauen solle.
Wie Hitler hetzt.
Die sozialdemokratische einer neuen Rede Hitlers, d Beschimpfung des deutschen Proletariats geleistet hat.„Die Deutschen verdienen, als Sklaven behandelt zu werden, da sie ein erniedrigtes Volk sind. Das deutsche Volk ist ein verlumptes und charakterloses Volk, das zu feige ist, einen andern als passiven Widerstand zu Hitler verspricht weiter den Putsch für die nächste Zeit, den die Landesverräter Fuchs, Machaus, Berger trotz des stürmischen Ver⸗ 3 Oberstleutnants Richert nicht durchführen konnten:„Der Kampf ist noch nicht zu Ende, die Erlösung wird von der Seite kom⸗ men, von der sie kommen muß. Es darf nicht heißen, daß wir nach dem Norden sehen müissen, marschieren, um dem deutschen Volk zu zeigen, was„deutsch“ heißt.“ t die übliche Hetze gegen den. Reichspräsidenten Ebert gar nicht daran, national zu sein, jetzt uschein, weil es mal nicht anders geht. Er hört sich Vaterlandsliebe an und hatte die„Gnade“, das Deutschlandlied zur Nationalhymne zu erheben!“
Um die sittliche Unreife Adolf Hiklers vollständig deutlich zu machen, zitiert die Münchener Post noch einen Ausspruch, den Hitler im Jannar angesichts des tat:„Ich bedauere, d ins Ruhrgebiet eingerü
Deutschnationale Unverschämtheit.
Die Reichstagsfraktion der Deutschnationalen Volks⸗ hat eine Interpellation im Reichstag eingebracht. die die Reichsregierung fragt, was sie gegen den„Ueber- griff“ des preußischen Ministers des Innern in Sachen Selbstschutzorganisationen zu tun gedenkt. Ferner hat die Fraktion folgenden Antrag eingereicht: Der Reichstag wolle die Reichsregierung aufzufordern, dahin zu wirken, daß den landesverräterischen und zum Umsturz auf- hetzenden Aeußerungen der kommunistischen Presse, ins: besondere Roten Fahne, den militärischen Vorbereitungen und dem gewaltsamen öffentlichen Vorgehen linksradikaler Organisationen mit allen strafrechtlichen und polizeilichen Mitteln entgegengetreten wird.
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Natürlich fehlt nich „Frliher dachte gibt er sich den A sogar bisweilen
Die Hochspannung in Bayern.
Mag man die Gefahr eines Rechtsputsches in Preußen durch
das energische Zugreifen des preußtischen Innenministeys Genossen
Severing als vorläufig gebannt ansehen, so ist in ayern die politische Situation gegenwärtig noch als höchst kririsch zu be⸗
Nur die Uneinigkeit der beiden rechtsradikalen Macht⸗ d das Fehlen einer Putschparole halten bisher den schwebenden Zustand aufrecht. 3 Um zwei gegensätzliche Persönlichkeiten, die sich zur Erreichung
ihrer ehrgeizigen Ziele gegensätzlicher Prinzipten bedienen, grup⸗
ßeren und kleineren Putsch⸗ und Kampf⸗
onprinz Rupprecht gegen General Ludendorff, bayerisch gegen schwarz⸗weiß⸗rot großdeutsch.
bt die stärkste Partei Bayerns,
stehen, von bekannten Namen vor
General Ludendorff stützt sich dagegen
n Kampforganisationen der Nationalsozialisten, land, der Reichsflagge usw. und ist deshalb Rupprecht militärisch weit überlegen Die g steht zwischen diesen beiden Macht⸗ Wirkungsmöglichkeit sehr stark beein⸗ Verseuchung ihres Beamten⸗ und Polizei⸗
llerdings noch nicht gegenseitig e beschimpft,
ein„
lauchtes Haupt“ genannt: aber umso hitziger führen die beider⸗ n Kampf. Ludendorff warf den Weißblauen Neigung zu Landesverrat und Zusammen⸗ Franzosen vor und mußte sich dafür von der volksparteilichen Presse mit einer ganzen Serie von Schimpf⸗ namen belegen lassen. Nun Herrn v. Soden über die nehmen und erscheint in bengalischer Beleuchtung treudeuts 5 Gesinnung und heftiger Franzosenfeindschaft. Mit dieser„Reini⸗ ur“ verbindet Rupprecht jedoch noch einen Hieb auf Schildknappen Hitler und Kylander, deren Opposition Politik passiven Widerstandes in diesem Augenblick könne. Hitlers Programm sei ganz negativ, 7 der Nationalsozialisten seien zu viele Fana⸗ tiker und ehrgeizige Leute, die hoffen, Minister zu werden, wenn Kurz, es handle sich um Leute, denen die zur Leitung von Staatsgeschäften nötige politische Vorbereitung ab⸗ Man dürfe heute um keinen Preis den Eindruck erwecken, daß Frankreich für die Verwirklichung seiner Pläne auf die inneren Parteikämpfe in Deutschland zählen dürfe. Heute handle es sich um die Existenz Deutschlands!
Diese schönen W. Herr Rupprecht von Wittel
läßt sich auch Rupprecht durch einen schwebenden politischen Fragen 2
orte sind so lange politisch wertlos, bis nicht sbach einen klaren und bündigen Thron⸗ verzicht ausspricht und sich in Reih und Glied mit allen anderen Deutschen Republik stellt. Bis zum Tage dieses Ver⸗ zichtes wird sich Erkronprinz Rupprecht durch die republikanische und insbesondere sozialdemokratische Presse der liebevollen Auf⸗ merksamkeit erfreuen müssen, die seine Anhänger„vergiftende die jedoch durch die Gefahren, die ständig zuletzt Rupprecht selbst drohen, voll ge⸗
die größere akute Gefahr von General s Wort des Dr. Heim gemünzt war, daß
Münchener Post bringt Auszüge aus ie alles übertreffen, was Hitler bisher an
sondern wir müssen gegen den Norden
Einbruchs der Franzosen ins Ruhrgebiet
aß die Fronzosen nicht schon vor vier Jahren ickt sind, denn dann würde Auer schon längst
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