bwile des Bahn- imd 8 idstraßenverkehrs, besonders für Mur mobile, durch. Sie scheinen vor allem nach durchreisenden dent⸗ hen Ministern zu fahnden, denn nach einer Besprechung ver⸗ schiedener Verwaltunmgsbehörden der Rheinprovinz, die in Barmen stattfand, konnten die Beamten die Kontrollstellen erst passieren, nachdem sie sich als Nichtminzster ausgewiesen hatten. Ein Re⸗ gierungsrat, der sich nicht genügend als Nichtminister ausweisen konnte, wurde festgehalten.. Was man den Eisenbahnern anbietet. 5 Während die französischen Militärs mit allen Droh- und Zwangsmitteln die Auszahlung von Geldern an die Eisen⸗ bahner zu verhindern suchen, versuchen sie nunmehr ihrer⸗ seits, deutsche Arbeiter und Angestellte für die von ihnen militarisierten Strecken zu gewinnen, die sie mit dem aus Frankreich und Belgien nachgezogenen Eisenbahnpersonal nicht in richtigen Gang bringen können. Die von den Fran⸗ zosen gestellten Arbeitsbedingungen lauten:„zehnstündige Arbeitszeit bei ortsüblichem Tagelohn“; dabei müssen die Arbeiter einen Revers unterzeichnen, daß sie bei Unfällen Ersatz⸗ oder Schadenansprüche irgendwelcher Art nicht stellen. Vor allem scheint den Franzosen daran gelegen zu sein, deutsche Lokomotiven wegzunehmen, denn französische Posten haben eine durch Niederlahnstein fahrende Lokomotive, die auf ihre Haltesignale nicht anhielt, beschossen und den Heizer durch einen Knieschuß schwer, den Lokomotivführer durch einen Handschuß leicht verletzt. Trotz der Verwundungen haben die pflichttreuen Beamten den Zug an seinen Be⸗ stimmungsort Chreubreitstein gefahren.
Weitere Ausdehnung der Besetzung. Jeder Tag bringt neue Gewaltmaßnahmen der Fran⸗ Zosen. Selbst der Sonntag bleibt hiervon nicht ausgeschlossen. Zunächst hat man gestern drei weitere Ortschaften und zwar Königswinter, Montabaur und Limburg a. L. willkürlich besetzt. Sowohl wirtschaftlich wie verkehrstechnisch ist die Besetzung dieser Städte den Franzosen kaum von großer Bedeutung. Schon daraus ist zu ersehen, daß dieser neueste Akt weniger einer militärischen Maßnahme, desto mehr aber einer willkürlichen Aktion gleichkommt.
Französische Verkehrs direktion.
Das Mal Kriegsministe rium veröffentlicht nunmehr die amtliche Mitteilung, daß es Befugnis erhalten habe, dem Komman⸗ danten der Besa⸗ uppen für den rr Neuorganisation der Post⸗ und Telegraphenverwaltung notwendigen Zeitraum Beamte, Hilfs⸗ beamte und Arbeiter zur Verfiigung zu stellen und diese Angestellte aus den Reihen der Freiwilligen zu nehmen, die sich zu dem ge⸗ namten Dient verpflichten oder sie nach dem Vorschlag des Unter⸗ staatssekretärs für Post⸗ und Telegraphenverwaltung einzuberufen⸗ Die im besetzten Gebiete angestellten Post⸗ und Telegraphenbeamten
werden als Angestellte außer der Reihe bezeichnet und so behandelt wie die zum Militärdienst einberufenen Soldaten. Ihre Enklohnung beläuft si älter zwischen 37 Franken für die leitenden
sich auf Tagesgehäl Direktoren 16 Franken fiir die Arbeiter.
Die Knebelung des Vereinsrechts. Der Oberkommandierende der französtschen Truppen, General „hat eine Verordnung erlassen, durch die das Vereinswesen
von Grund auf unter Aufsicht der französischen Mil itärbehö rden ge⸗
stellt wird. Jeder Verein muß nach diefer Verordnung seine Statuten einreichen und die Namen, sowie die Adresse der Vorsitzenden und Geschäftsführer angeben. Bei Gründung neuer Vereine sollen die Statuten der Besatzungsbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden. Die Gründung von Vereinen, die sich mit militärischen Dingen be⸗ schäftigen, wird untersagt. Auch die bestehenden Vereinigungen sollen kein Recht genießen. Ferner ist die Unterwelfung des Gebrauchs von Schußzwafsen streng untersagt.
England winkt ab.
Der gut unterrichtete diplomgtische Berichterstatter des Daily Telegraph schreibt, die britische Regierung habe keine offizielle Kenntnis von dem in einflußreschen Organen der französischen Presse vorgeschlagenen Plane, einen ständigen interalltierten Or⸗ ganismus zur Kontrolle der Rhein- und Ruhrsrage zu schaffen,
Der Deserteur. 10
Roman von Robert Buchanan.
„Das habe ich schon oft gehört; noch öfter habe ich de⸗ mütig mein Knie vor dem Herrn gebeugt, aber heute bringe ich es nicht über mich... Sie, Vater Rolland, sind ein guter Mensch und haben ein Herz für die Armen. Sagen Sie mir, ob es in Ordnung ist, daß diese vielen Kriege stattfinden? Ist es billig, eine halbe Million Menschen ums Leben zu bringen, wie es in Rußland geschah? Halten Sie es für recht, daß der Kaiser jetzt abermals viermalhunderttausend Menschen einberufen läßt? Und dann: sind die Menschen nicht Brüder? Dürfen Brüder einander morden und mar— tern, sich blutvergießend gegenübertreten? Wenn all dies in Ordnung ist, wenn Brüder dies dürfen, dann ist Christus im Unrecht und für Gott kein Raum mehr auf dieser Welt!“
„Lästere nicht, Rohan!“ rief der Pfarrer entsetzt.„Du verstehst nichts von diesen Dingen. In der Hauptsache bist Du ja im Recht, aber es hat immer Kriege gegeben. Die Menschen sind leider streitsüchtig und dasselbe gilt von den Völkern. Wenn Dich jemang schlüge, mein Sohn, würdest Du nicht zurückschlagen? Damit würdest Du nur Dein Recht verteidigen, und auch eine Nation hat Rechte.“
„So hat Christus nicht gesprochen. Er sagte vielmehr, man müsse wenn man auf die eine Wange geschlagen wird, die andere hinhalten— nicht wahr?“
Der Pfarrer war verwirrt und hustete verlegen; dann erwiderte er:„Das ist der Buchstabe, mein Sohn, wir müssen aber auf den Geist sehen. Wir sind jetzt unter vier Augen und ich will Dir offen bekennen, daß auch ich den Kaiser nicht liebe; er hat sich schlecht gegen den Heiligen Vater benommen und ist ein eitler Tyrann; aber er ist nur einmal Frankreichs Kaiser und wir müssen ihm gehorchen die Kirche sowohl wie die einzelnen Bürger. Auch heißt es:„Gebt Cäsar, was Cäsars ist, und Gott, was Gottes ist“. Deine Seele gehört Gott, Dein vergänglicher Leib dem Kaiser.“
Rohan antwortete nicht sogleich, sondern durchmaß, in
sicht seien.
Die Aeußerungen des der Regierung Bonar Laws nahe⸗ stehenden Blattes bedeuten eine scharfe Absage der amtlichen Kreise Englands an die von einflußreichen französischen Politikern geäußerten Pläne. In unzweideutiger Weise wird dadurch kundgetan, daß die englische Regierung weder für eine offene noch für eine versteckte Annexion der Rhein- lande zu haben ist. Ebenso entschieden wendet sie sich aber auch gegen jeden Versuch, den Versailler Vertrag durch einen neuen zu ersetzen, der die Hegemonie Frankreichs auf dem Kontinent sichern würde. Bemerkenswert ist hierbei die offiziös inspirierte Mitteilung, daß die italienische Regierung gegen die Ruhrbesetzung und die sranzösischen Annerions⸗ pläne sei und daß die Ereignisse der Ruhraktion Mussolini in seinem Widerstand gegen die Besetzung bestärkt haben. Auch der Hinweis auf die Haltung Belgiens ist beachtens⸗ wert, da er die in weiten politischen Kreisen herrschende Auf⸗ sassung bestätigt, daß die belgische Regierung nur aus inner⸗ politischen Gründen die französische Ruhraktion mitmacht.
Was von Deutschland verlangt wird.
Der Brüsseler Korrespondent des Oeuvre hatte eine Unterredung mit einer hohen biplomalischen Persönlichkeit. Der Berichterstatter fragte, ob der Zeitpunkt gekommen sei, in großen Umeissen franzö⸗ sisch⸗belgische Vorschläge wegen Beilegung des Ruhr⸗ konflitts zu machen. Es wurde ihm erwidert, daß die belgische Re⸗ gierung entschlossen sei, in jeder Hinsicht nichts zu sagen, bevor Deutschland Vorschläge gemacht habe. Belgien wolle auch keine Vermittlung zulassen. Ein detaillierter Plan zur Lösung des Rührkonflitts bestehe nicht. Aber die Hauptpunkte seien bekannt. Man werde von Deutschland fordern, daß es seine Finanzen in Ord⸗ nung bringe und die Kontrolle des Garantiekomites oder eines anderen interalliierten Organismus zulasse. Wenn Deutsch⸗ land diese Kontrolle angenommen haben werde, solle es ein Mora⸗ torium für die Geldzahlungen bekommen. Dann sollten all⸗ mählich die Truppen aus dem Ruhrgebiet zursckgezogen werden. Vor⸗ bedingung sei außerdem die Durchführung deutscher Natural⸗ lieferungen. Den Plan habe Poincaré bereits dargelegt, ein an⸗ derer Plan bestehe nicht. Auf die Frage des Berichterstatters, ob Vel⸗ gien die Art der Naturallieserungen bekanntgeben wollte, die voll⸗ zogen werden müßten, damit sich die Alliierten aus der einen oder anderen Gegend zurückziehen, wurde erwidert, daß man die künftigen Naturallieferungen nicht bekanntgeben könne, weil Deutschland dies als Zeichen der Schwäche auslegen würde. Man sei aber entschlossen, nicht nachzugeben. Deutschland müsse die ersten Vorschläge machen.
Keine Interventson Amerikas.
Die Pariser Blätter bringen eine übereinstimmende Meldung aus Washington, wongch die amerikanische Re⸗ gierung erklärt hätte, eine Vermittlung in der Angelegenheit der Ruhrbesetzung im jetzigen Augenblick nicht vornehmen zu können.
r*.
mach. Um ihn zu beruhigen, schlug Vater Rolland vor: „Komm, mein Sohn, wir wollen beten.“
Rohan fuhr zusammen.
„Zu wem?“ fragte er mit hohler Stimme.
„Zum Vater im Himmel.“
„Dem meine Seele gehört?“
„Jawohl! Gesegnet sei sein Name!“ gab der Pfarrer feierlich zurück und schritt auf den kleinen Hausaltar zu.
„Aber nicht mein Körper, der Asche ist?“ fuhr Rohan fort.
„Ganz recht, Dein Körper nicht, der Asche ist.“
Der Priester kniete nieder und schlug das Kreuz. Da legte Rohan seine kräftige Hand auf die Schulter des Geist⸗ lichen und sagte mit rauher Stimme:„Heute kann ich nicht beten, Vater Rolland! Ich habe genug gehört und weiß, daß Sie mir nicht helfen können.“
„Komm und bete mein Sohn, es wird Dein aufgeregtes Hirn beruhigen.“
„Ich kann nicht! Zürnen Sie mir nicht, Vater Rolland! Sie sind ein guter Mensch, aber Ihr Gott ist nicht für diese Welt, ich aber liebe diese Welt!“
„Das ist sündhaft!“
„Ich liebe mein Leben, meine Mutter, meine Braut und den Frieden. Sie nennen meinen Leib vergänglich, mir aber kommt er wertvoll vor, und da auch jeder andere Mensch sein Leben hochhält, habe ich geschworen, unter keinen Umständen und auf niemandes Befehl zu morden. Ich werde mich selbst verteidigen, das dürfte vor Gott kein Unrecht sein. Gute Nacht, Vater Rolland!“
Der Geistliche, der wirklich niemand leiden sehen konnte, empfand tiefes Mitleid mit Rohan und wollte ihn zurück⸗ halten:„Bleib', mein armer, armer Junge; ich will ver⸗ suchen, Dir zu helfen, wenn ich kann!“
„Sie können es nicht und auch Ihr Gott kann es nicht! Dieser ist längst gestorben und wird niemals wiederkehren. Nicht er, sondern Kaiser Napoleon beherrscht heute die Welt!“ Ehe der Pfarrer antworten konnte, war Rohan fortgestürzt. Der kleine Curs sank in seinen Stuhl zurück und wischte sich
tiefe Gedanken versunken, erst einige Male das kleine Ge⸗
den Angstschweiß von der Stirne. (Fortsetzung folgt.)
Das Ziel des Widerstandes. will u Vor ber Mitgliedern lung des Verba mitteldeutscher Zobuflrie E 00 Franlfurt tagte, hielt nach Er⸗ ästsberichts der Vorsitzende des Re sverbandes einen Vortrag über lems. Der Redner er Zeitung die beiden
die rein wirtschastlich
dieser eurspäischen Schicksalsfrage bringen können. Für einer Lösung in
assiv ohne Schwanen fort. An eine militkrische Aktion 5 8 land kein vernünftiger Mensch.. 9 Widerstandes sei, als Gleichberechtigter mit Frankreich über eine
vernünftige wirtschastliche Lösung des Reparationsprablems an
ver⸗ handeln, wobei wir uns darüber klar sein müßten, daß 1 1
sicherlich schwere wirtschaftliche Lasten auf sich
nehmen haben würde.
Politische Uebersicht.
Die Schatzanweisungsanleihe. In der am Samstag abgehaltenen Sitzung des Reich ⸗ kabinctts wurde der Entwurf über die Beschaffung von
Mitteln zur Bildung eines Devisenfonds angenommen.
soll cine Schatzanweisungsanleihe in Höhe von fünfzig Mil.
liouen Dollar zar Ausgabe gelangen, damit das Reich einen
jederzeit greifbaren Vorrat an Devisen gewinnt, dessen es Auf diese Weise sollen
zur Stützung der Währung bedarf. die in der Privatwirtschaft vorhandenen Devisen, soweit sie nicht für laufende Verpflichtungen gebraucht werden, dem allgemeinen Interesse dienstbar gemacht werden. Der In⸗ haber von Devisen erhält damit die Möglichkeit, die Devisen in ein gleichwertiges Papicr umzutauschen, Devisen den Vorteil hat, daß es beleihbar ist. Die Ein. zahlung soll in ausländischen Devisen oder ausländischen Noten erinlgen. Die Einzahlung in amerikanischen Dollars ist nicht zur Bedingung gemacht. Es werden unter ent⸗ sprechender Anrechnung auch andere hochwertige Valnten geleistet werden können. l
Wertbeständige Länderauleihen. 2
Gleich anderen Ländern— Oldenburg mit feiner Roggenanleihe, Baden und Sachsen mit ihrer Kohlenanleihe, Hessen mit der Holz⸗ anleihe— trägt sich nun auch Preußen mit dem Gedanken, eine auf Sachwerten beruhende wertbeständige Anleihe in nächster Zeit auf⸗ 4 zulegen. Zur Zeit schweben noch Verhandlungen darüber, ob zur Deckung der preußische Kaligrubenbesitz oder ein anderer Sachwert herangezogen werden soll. 2607
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Gegen die Geheimorganisationen. f
Am Samstag waren sämtliche Oberpräsidenten Preußens
in Berlin zu einer Sitzung unter persönlicher Leitung des preußischen Innenministers zusammengekommen. Severing hat den Oberpräsidenten die bestimmte Weisung erteilt, im ganzen preußischen Staatsgebiet jeden Versuch einer Bildung von Formationen oder Organisationen illegaler Art mit allen gesetzlichen Mitteln zu unterdrücken. Diese Anweisung zu wiederholen, war zurzeit umso dringender notwendig, als die Orgesch und andere Rechts⸗ verbände infolge des französisch-belgischen Einbruchs im Westen Deutschlonds die Zeit für gekommen erachteten, militärische Aus bildungsspielereeien zu inszenieren, wobei
einzelne Angeborige der Reichswehr allzu willig Helfers⸗ 1 N
denste leisteten.
* Es bleibt bei 40% Kahlenstener.
Der Reichsrat beschäftigte sich am Samstag mit dem Gesetz zur Verlängerung der Kohlensteuer. Das bestehende Kohlensteuer⸗ gosetz läuft Ende März ab. Die Reichsregierung glaubt nicht darauf verzichten zu können und hat deshalb einen neuen Eutwurf aus⸗ 5
arbeiten lassen. Die Reichsratsausschüsse haben der Verlängerung 8
ohne Befristung zugestimmt und auch die Höhe der Steuer im allge⸗ meinen mit 40 Prozent des Wertes der Kohle beibehalten. Ebenss sind bei den übrigen Kohlenrevieren, in denen nur Teilbeträge den Steuer zur Erhebung kommen, keine Aenderungen vorgenommen morden, mit Ausnahme des rheinischen Braunkohlenreviers, wo iu Zukunft statt der bisherigen 111,5 Prozent nur noch 100 Prozent erhoben werden sollen. Nach läagerer Erörterung über eine Er⸗ mäßigung der Steuer zugunsten des Hausbrands haben die Aus⸗ schüsse mit Mehrheit folgende Entschließung vorgeschlagen:„Der Reichsrat wolle beschließen, die Reichsregierung zu ersuchen, alsbg 1 Maßnahmen in die Wege zu leiten, die dazu dienen, den Bezug des Hausbrandes für bedürftige Volkskreise, gemeinnützige Anstalten N öffentliche Schulen zu verbilligen und zu erleichtern.“ Die Vollver⸗ sammlung stimmte dem Gesetz und der Entschließung zu. *
. Freigabe der Zuckerwirtschaft!
Der Ausschuß für Landwirtschaft und Ernährung des Reichs⸗ wirtschaftsrates beschloß in seiner letzten Sitzung gegen die Stimmen der Arbeitnehmer, der Reichsregierung die Freigabe der Zuckerwirt⸗ schaft zu empfehlen. In der zu diesem Zweck angenommenen Ent⸗ schließung wird gesagt, daß dle bisherigen Erfahrungen bei der 7
*
wirtschaftung des Zuckers das Bestreben nach Einführung der hesen
Zuckerwirtschaft für das kommende Wirctschaftsjahr rechtfertigen. Es wird empfohlen, zur Sicherung des Mundzuckerbedarfs für die letzte Hälfte des Zuckerwirtschaftssahres eine genügende Reserve bei der Zuckerindustrie zu schaffen, die nach Weifungen der Regierung ver⸗ wendet werden foll. Die Regierung soll ferner die Wiederholung von Auswlichsen der kartellierten Zuckerwirtschaft verhindern und dafin sorgen, daß die Genossenschaften nicht wieder planmäßig beim gut bezug benachteiligt oder gar ausgeschlossen werden. Für die 3.
wirtschaft des laufenden Wirtschaftsjsahres wird die Regierung er⸗ sucht, die Zuckerwirtschaftsstelle bald zu berufen, die Preise für den Zucker jeweils af Grund der Wirtsckaftslage festzusetzen und für den Monat März die doppelte Zuckermenge freizugeben.— Nun wird der Zucker bald auf 1000 Mk. das Pfund stehen. 9
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Zur Regierungsbildung in Sachsen. Die sächsischen Sozialdemokraten haben jetzt ihre Be. dingungen für die Regierungsbildung aufgestellt, die 5 gleichzeitig den Demokraten und Kommunisten zuges
das vor den
Minister


