Ausgabe 
27.1.1923
 
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Hebung der

Die Reichszentrale für Helmatdienst hat unter obigem Titel eine Sondernummer ihres Mitteilungsblattes, Der Heimatdienst, erscheinem lassen, die eine ganze Anzahl interessanter und anregen⸗ der Artikel zu diefer für die gesamie Volkswirtschaft brennend⸗ ten Frage der getztzeit enthält. Sind auch die meisten dieser Aufsäe im Tone ruhiger Sachlichkeit gehalten, so verdienen sie doch hier und da einige Randbemerkungen, die die eine oder die endere Aeußerung in etwas anderem und richtigerem Lichte er⸗ scheinen lasfen. Den Reigen eröffnet der Präsident des vor⸗ läufigen Reichswirtschaftsvates. Edler von Braun der wie schon öfter auch hier seine warnende Stimme erhebt und da meint daß lediglich durch Beseitiaung aller Zwangs vorschristen freie Bahn für die Hebung der landwirtschaftlichen Produktion geschaffen wer⸗ den kann. Edler von Braun hegeht dabei nur den kleinen Fehler, daß er an sein 1917 erschienenes SammelwerkArbeitsziele der deutschen Landwirtschaft nach dem Kriege erinnert und gerade in diesem Sammelwerk hat er selbst den Nachweis erbracht, daß es auf gewissen Gebieten nicht ohne Zwang geht. Denn dort

fordert Herr von Braun die zwangsweise Beliefe⸗ ru ng der landwirtschaftlichen Kleinbetriebe mit kün ftlichen Düngemitteln, mit einwandfreiem Saatgute und mit Pflanzen⸗ schutzmitteln, um sie zu höchstmöglicher Produktionssteigerung zu 1 Wir aber sind der Ansicht, daß der Landwirt sosern er 6 hierin dem Zwange unterwirft, es sich genau ebenso gefallen lassen kann daß ihm Anbauvorschriften usw. gemacht werden. Denn was nutzt die beste Düngung, wenn sie zu Früchten ver⸗ wendet wird, die für die Volksernährung wenig ober garnicht in Betracht kommen?

Erfreulich ist, daß sich der Staatssekretär Ramm vom preust⸗ schen Landwirtschaftsministexium in seinem Beitrage so energisch für den Vorschlag der preußischen Regierung einsetzt, als Gegen⸗ beistung für erfüllte Ablleferungspflicht verbilligten Stickstoff⸗ du im Form von Cpilesalveter zu liefern. Leider ist ja dieser

Vorschlag inzwischen abgelehnt worden, doch bleibt es zu begritßen, daß er hier von einem unparteiischen Fachmanne so warmherzig

aufgegriffen und als besonders erfolgversprechender Weg zur

Produktionssteigerung anerkannt wird. Ueberhaupt ist in dieser Beziehung das Stickstoffpvroblem das wichtigste und deshalb hat zaman zu dieser Frage mit Recht dem Landesökonomierat Dr. Mickel in einem besonderen Artikel das Wort gegeben, an dem wir mur eines vermissen und das ist die eingehende Vehandlung der Frage nach der Verbilligung der Düngemittel. Denn gerade für die Klein⸗ und Mittelbetriebe muß die Parole nicht nur lauten: Mehr, sondern auch preiswerten Dünger! f Die praktische Aufklärungsarbeit zwischen Stadt und Land behandelt ein recht instruktiver Aufsatz von Dr. Steuber, dem Leiter der Landesabteilung Hessen der R. f. Erfolggekrönt wird diese Verständigungsarbeit aber nur dam sein wenn man am gleichen Tage Redner der Erzeuger und der Verbraucher zu Worte kommen läßt und hieran sich die Aussprache schließt. Erst wenn das Problem von ßeiden Seiten beleuchtet ist, kann sich jeder Zuhörer ein rechtes Bild von dem ganzen Fragenkomplex machen, und erst dann kann die Aussprache klärend und fördernd sein. Solche Kurse, wie sie im Hessischen begonnen wurden sind daher zu empfehlen, wenn sie wie hier vorgeschlagen gehandhabt werden. Eigentlich hätte im diesen Rahmen auch noch ein besonderer Artikel über die Landarbeiterfrage gehört, denn was darüber in den einzelnen Beiträgen so nebenher gesagt wird, ist doch sehr unvollständig und gibt insosern ein schiefes und einseltiges Bild, als zu sehr der Eindruck erweckt wird daß der Ausfall an aus⸗ ländischen Wanderarbeitern allein die Schuld an der teilwesse farben Arbeits⸗ und Arbeiterkalamität in der Landwirtschaft trägt. Und das ist nicht der Fall. Als Vorbedingungen für eine er⸗ giebige Landacbeit stellt Prof. Backhaus soeben in einem Aussatz im der Deutschen Tageszeitung folgende auf: 1. Entsprechendes Entgelt, 2. technische Vervollkommnung des Betriebes. 3. ange⸗ messene Arbeitszeit. Sind diese Faktoren erfüllt, so kann auch ure Russen und Polen genügend Arbeit in landwirtschaftlichen Betrieben geleitet werden. Und da möchten wir besonders auf den zweiten Punkt das Hauptgewicht legen. Das alte ökonomische Gesetz, mit möglichst geringen Mitteln einen stets steigenden Nutzen zu erzielen, muß in erster Linie auf die menschliche Ar⸗ beitskraft angewendet werden. Und es darf daher auch in der Laudwirtschaft nicht meer geduldet werden, daß mit dieser Arbeits⸗ kraft Raubbau getrfeben wird. Nun liegen aber, worauf wie uch einiger Zeit bereits hinwiesen neltere statistische Unter⸗ suchungen darüber vor in welchem Verhältnis das Produktions⸗ kostenkonto im landwirtschaftlichen Betriebe durch die Maschinen⸗ worheit im Vergleich zur Menschenarbeit belastet wird. Und diese Untersuchungen zeigen einwandfrei, daß im Jahre 1922 die Menschenarbeit ze hn mal so teuer war wie die Maschinenarbeit. Es kommt daher fir alle landwirtschaftlichen Betriebe heute vor allem darauf an durch Anschaffung von Maschinen die vorhan⸗

0 denen menschlichen Arbeitskräfte besser auszunutzen und auf diese

Weise die Landarbei d dami etrie! ble 3

ö 8 darheit und damit den Betrieb rentabler zu gestal⸗

ten. Jode Verbilligung des Betriebes muß letzten Endes er

1 Preisgestal tung für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse ihren Nies Herschlag finden und kann dazu ffihren, die Kluft zwischen Stadt und Land zu verringern und zu liberbrücken. So sehr wir daher die versuchte Ausklärungsarbeit der Reichszentrale sür Heimat⸗ dienst begrüßen, so sehr bedauern wir, daß sie diesem wichtigen Punkte in nicht geyligendem Maße ihre Aufmerksamkeit geschenkt Hat. Vielleicht läßt sich das bei anderer Gelegenheit oder bei 10 ortsetzung der Bemühungen die richtige Erkenntnis der Dinge und wirtschastlichen Zufammenhänge in alle Volksschichten zu tragen, noch nachholen! lp.

Sonderbesteuerung der Landwirtschaft?

Wer die agrarische Presse im Laufe der letzten beiden Jahre ver⸗ folgt hat, der wird beobachtet haben, wie die gleiche 9809 9 5 jeder sich bietenden Gelegenheit wiederkehrte. Denn sobald die Sprache auf die Getreideumlage kommt, dann ertönt es sogleich in der Runde won den Herren v. Richthofen, Dr. Roesicke, Paul Bäcker und anderen, daß die Umlage nicht nur unerfüllbar, sondern auch unerträglich un⸗ gerecht sei, weil sie eine gewaltigeSonderbesteuerung der Land⸗ ubirtschaft bedeute, wie sie keinem anderen Erwerbsstande zugemutet werde. Neuerdings ist nun den Herren Landbundftihrern großes Heil widerfahren, denn derDeutsche Landwirtschaftsrat hat in einer Denkschrift in das gleiche Horn gestoßei und den Beweis versucht, daß die Getreideumlage zum Ruin vieler landwirtschaftlicker Betriebe führen müsse. Nur schade, daß man von diesem Ruin so garnichts du spitren bekommt, daß im Gegenteil die Herrenvon und zu noch immer in der Lage sind, große Badereisen zu machen und sich auch zonst ganz wohl befinden. Besonders schade aber, daß dem Deutschen Landwirtschaftsrat bei dieser Gelegenheit das für seine agrarischen Freunde so unangenehme Eingeständnis entschlüpft, daß die letzt⸗ jährige Getreideernte doch wesentlich besser ausgefallen ist, als es nach der Berechnung der Herren von Richthofen und Konsorten eigentlich der Fall sein darf. Denn dieser edle Schlesier hat mehr als einmal in der Deutschen Tageszeitung den Nachweis zu führen gesucht, daß 1922 höchstens 7,5 Millionen Tonnen Getreide geerntet wurden, und daß nach Abzug der Umlage, des Selbstverbrauches der

Land wirtschaft, des Saat⸗ und Deputatgetreides zum freien Verkauf nichts mehr übrig bleibt. Und min kommt der Deutsche Landwirt- schaftsrat und stellt in dem aleichen Agrarierblatt fest, daß die Ge⸗

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Landwirischaffsiches und Gartenbau

sprechen könnte!

Erleichterung der Düngemittelnot.

Für die Landwirtschaft in der Nähe solcher Städte, welche eine Gasanstalt besitzen, kann eine ganz erhebliche Erleichterung der Düngemittelnot durch Verwendung des im Gaswerk bei der Steinkohlengasbereitung anfallenden Gaswassers eintreten. Die zur Herstellung des Leuchtgases verwendete Steinkohle enthält durchschnittlich etwa Proz. Stickstoff, der zum Teil in Form von Ammoniak frei wird und sich im Gaswasser vorfindet. In den neuzeitlich eingerichteten Gaswerken wird das im Gaswasser enthaltene Ammoniak zumeist auf schwefelsaures Ammoniack ver⸗ arbeitet. Die zu diesem Zwecke erforderliche Schwefelsäure ist aber sehr teuer, ebenso der in größeren Mengen benutzte Dampf. Die Folge davon ist, daß auch das schwefelsaure Ammonsak ver⸗ hältnismäßig teuer zu stehen kommt, während das anfallende Gaswasser zu einem geringen Preise abgegeben werden kann. Für die Landwirtschaft ist es nun von außerordentlicher Bedeutung, daß auch dieses rohe Gaswasser unmittelbar zur Düngung benutzt werden kann und seit 20 bis 30 Jahren auch schon benutzt wird.

Ueber die Erfahrungen mit der Düngung durch Rohgaswasser liegen eine Reihe von Gutachten aus landwirtschaftlichen Kreisen vor. Ein Gutachten aus dem Freistaat Sachsen besagt über die Düngung mit Rohgaswasser:.

1. Es kann jede Bodenart mit Rohgoswasser gedüngt werden. 2. Das Ammoniakwasser kann in jeder Stärke von 1,5 bis 2 Grad zu jeder Jahreszeit angewendet werden. 3. Die Düngung erfolgt in derselben Weise wie mit Land⸗ dünger(Jauche) mit einer Grädigkeit von 15 bis 2 Gr..

Es wird für alle Fruchtarten gleichmäßig angewendet.

4. Der Ernteertrag ist ein bei weitem höherer als mit Land⸗ dünger. Das tritt bei Wiesendüngung besonders in Er⸗ scheinung.

Die Wtiesendsüngung ist bei triibem Wetter am günstigsten. Bei Sonnenschein(größerer Wärme) besteht die Gefahr der Verbrennung der Grasnarben. Den günstigsten Dünge⸗ erfolg erzielt man auf Aeckern(Stoppelfeld) durch sofortiges Um⸗ bezw. Einackern der gedüngten Fläche.

Das Rohwasser wird von den Gaswerken in Jauchefässern

oder Wagen abgeholt oder den Landwirten durch die städtischen

Autos zugestellt. Falls es nicht sofort zur Düngung benutzt wer⸗

den soll, lassen es die Landwirte zur Verstärkung der Jauche in

die Düngegrube laufen. Andere Landwirte begteßen damit zu⸗ nächst die Komposthaufen. Unverdünntes Wasser darf nur auf

Brachland gebracht werden und zwar am besten beim warmem

und sonnigem Wetter, damit vorhandenes Unkraut zerstört wird.

In allen anderen Fällen ist eine Verdünnung des Rohgaswassers

mit Jauche oder klarem Wasser zweckmäßiger. Am sichersten ist der

Erfolg bei Regenwetter. Die Düngung soll immer einige Wochen

vor der Aussaat vorgenommen und zwischen Düngung und Aus⸗

saat ein Regen abgewartet werden.

Die Verwendung des Gaswassers zum Düngen hat sich bis jetzt am meisten in Mitteldeutschland und Süddeutschland einge⸗ bürgert. In Württemberg ist die Nachfrage nach Gaswasser so stark, daß sie nicht vollständig gedeckt werden kann und die Land⸗ wirte deswegen sschon morgens um 4 Uhr mit ihrem Fuhrwerk vor dem Gaswerk stehen, um Gaswasser zu holen.

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Die landwirtschaftlichen Genossenschaften 1922.

Das vom Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Ge⸗ nossenschaften vorgelegte Jahrbuch für 1922 zeigt, daß die Zahl der landwirtschaftlichen Genossenschaften im Betriebsjahr sich um 2591 Genossenschaften erhöht hat, so daß sich eine Gesamtzahl von 36234 landwirtschaftlichen Genossenschaften am 1. Juli 1922 ergibt. Hand in Hand mit dieser Erhöhung der Zahl der Genossenschaften ist eine erhebliche Ausdehnung des Geschäftsumfanges der genossen⸗ schaftlichen Betätigung erfolgt. Das Warenbezugsgeschäft, ins⸗ besondere Kunstdüngemittelbezirk, daneben aber auch der Maschi⸗ nenbezirk, weist eine erhebliche Steigerung auf. Das Absatzgeschäft hat durch die Aufhebung der Zwangswirtschaft eine beträchtliche Steigerung erfahren. Die Kreditgenossenschafsten sind bemüht, ihr Betriebskapital zur Erfüllung der durch die Geldentwertung rapide wachsenden Ausgaben zu verstärken.

Haus⸗ und Gartenwirtschaft.

Der Kartoffelkrebs. Die Bekämpfung des Kartoffelkrebses ist eine Angelegenheit aller Kreise die sich mit der Volksernähcung besassen. Die Bekämpfung kann nach zwei Richtungen hin ein⸗ setzen, einmal durch die Belehrung und die Aufklärung der Be⸗ völkerung über den Kartofselkrebs und zum anderen durch die

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die gewählte Sorte auch an der

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Schulen und durch geeianete t 5

von krebs festem Sag ist nach Möglichkeit darauf zu achten daß n ee Sbelle ihrer Verwendung ertra reich ist und dem örtlichen Geschmacke entspricht. Hier bestebt noch ein gewisser Maugel weil in vielen Gegenden eis

toffeln bevorzugt werden: bei den krebsfesten Sorten ha sich aber hauptfächlich um weiße Kartoffeln. Im dies seitigen zirk ist der Kartofselkrebs noch nicht aufgetreten. Vorbeugu maßvegeln sind aber auch bier ratsam. 5

Die Krankheiten der Kaninchen rassen jährlich Tausende Tiere, zum großen Teile Jungtiere hinweg. Die Arzneien sonstigen Mittel sind mebr oder weniger wirkungslos und dem Züchter nur das Geld aus der Tasche. Jeder Züchter schon irgend einHausmittel bet Krankheitsfällen angewe haben; aber mit ehrlichem Gewissen behaupten zu wollen es m wirklich gut es hat die Krankheit geheilt werden nur die aller⸗ wenigsten können. Einige Winke resp. Mittel, womit teil 4 Erfolge erzielt sind lassen wir folgen: Bei Schnupsen träufele man einige Tropfen aus gleichen Teilen zusammengesetzten, reinen Terpentin und Eudaluptuzöl in die Nasenlöcher auch feiner unge⸗ löschter Kalk in den Käsia geblasen, soll zur Heilung führen. Der Käsig muß. da der Schnupsen sehr gefährlich ist, gut gereinigt, desinfiziert werden Durchfall wird mit Weidenrinde bekä Tränende Augen kühle man mit essigsaurer Tonerde oder wafe mit Kamillentee. Wunde Läufe wasche man mit Seifenwasser, d man etwas Lysol zugesent hat. bestreiche die Wunde mit Land und verbinde sie. Ohrenräude ist schnell zu beseitigen. Stall d infizieren und in die Obren dreimal, mit je einem Tage u brechung Schwefelblüt⸗ streuen. Gegen die Trommelsucht w verschledene Mittel angewandt jedoch gelingt es in den sel Fällen den Patienten zu retten. Ein Radi kalmittel bei Krankheitsfällen ist ein kräftiger Aderlaß mit vorheriger 50 ständiger Betäubung. Zu raten ist dem Kaninchenzüchter d folgende: Kaufe oder tausche nie Tiere welche ein struß Fell oder trübe Augen haben. aus einem unsauberen stammen oder vollsbändig unterernährt sind. Ein guter Zi sieht auf peinlichste Sauberkeit seiner Käfige, züchtet n gefunden rassereinen Tieren Die beste Bekänpfung der heiten ist die Verhittung derselben. Neben reichlichem und Stroh gebe man zu dem Rauffutter allerlei Kräuter, welche getrocknet werden könmen. Einige dieser Kräuter sind: garbe, Bärenklau. Klettenblätter, Kamille und Wege rich. 1 den Külchenkräutern weoden Petersilie, Porree und Sellerie gern frisch und getrocknet genommen und tragen wesentlich zur Gesund⸗ heit der Tiere bei.

Magen⸗ und Darmlatarrh bei Schweinen. Diese Krat kommt häufiger vor, als angenommen wird. Die Ursachen f schlechtes, verdorbenes, sehr schwer verdauliches Futter, Ueb ladung des Magens, Erkältungen und sonstige Umstände, Störungen und Reizungen der Verdauungsorgane herr können. Diese Uebelstände muß man daher, soll eine Heilung finden, zuerst abstellen. Gibt man dazu eine leicht verdaul Krankenkost und gewährt Aufenthalt in einem gesunden luftigen Raume, so wird dadurch in den meisten Fällen die Krank⸗ heit überwunden werden. In schweren Fällen sollte man stetz den Tierarzt herbeiholen. N Mittel gegen die Läuse der Haustiere. Auf Grund eigene Erfahrungen empfiehlt Herr Dr. Becher⸗Brebstedt folgendes Mit tel zur Vertreibung der Läuse bei Haustteren. Man nehme dillsamen, Stephanskörner und weiße Nieswurzel je ein 2 Teile Anissamen und zerreibe dieses Pulver. Nach sorgfä Mischung dieser Teile reibe man trocken damit ein. Von vor nannten Vegetabilien ist Anis wohl allbekannt gegen Läuse, dürften die übrigen das Mittel sicher verschärfen. Die Wir soll eine zweifellose sein, und nicht nur leicht ist dfese Mise herzustellen und bequem anzuwenden, sondern auch da möglich Waschungen untunlich sind. b 0

Gegen die Mäuseplage. Die Feldmäuse sind infolge Witterungsverhältnisse in diesem Jahre in ihrem Bestande all stark zurlickgegangen. Nur vereinzelte Mäuseherde sind f geblieben. Von ihnen aus aßer kann unter günstigen Witte verhältnissen die Ausbreitung rasch wieder vor sich gehen. geringe Bestand füberwinternder Muttertiere bietet eine besonde günstige Gelegenheit der kommonden Mäuseplage vorzuf Die Bekämpfung wird im kommenden Jahre weniger Milf Kosten verursachen und dabei besonders nachhaltig sein Zu diesem Zwecke ist folgendes Verfahren zu empfehlen: schiebt in jedes nach erfolatem Zutreten sich von neuem öffn. 5 Loch je zwei bis drei spanmlang geschnittene mit dem u Ende 5 bis 6 Zentimeter tief in Phosphorlatwerge ein Strohhalme. Dieses Verfahren wirkt bei allen Feldmäusea

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Lokale Parteina richten. 5. Agitationsbezirk Friedberg⸗Büdingen⸗Schotten. Gemeindevertreter⸗Kurse. Am Sonntag, den 28. Januar finden in folgenden Orten Kurse statt: Für den Bezirk Vilbel und Groß⸗Karben in: 5 Vilbel, vorm. 9 Uhr, Gastw. Stern, Ref.: Gen. Schaub⸗Büdes heim, Echzell, vorm. 9 Uhr, Gastw. Alt, Ref.: Gen. Wittig⸗Butzbach. g Laubach, vorm. 11 Uhr, Vereinslokal, Ref.: Gen. Rechtien⸗Vilbel. Die Kurse waren in den meisten Orten sehr gut besucht und muß erwartet werden, daß auch die folgenden von den Genossen, zahlreich besucht werden. Mit Parteigruß! J. A.: Bruno Wittig, Sekretär.

Alus den amtlichen Bekanntmachungen.

Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 7 vom 23. Januar 23 enthält: Wahlen zum Provinzialtag. Verlängerung der Schußzeit Hasen. Schulausflüge. Tagegelder und Reisfekosten der Ortsvor⸗ standspersonen in den Landgemeinden. Aufstellung der Gemeinde

ge für 1923. Aufstellung der Gemeinde voranschläge; hier Grenzverhältnisse. Aenderung des Reichseinkommensteuergefetzes. Bildung und Zusammensetzung der Schulvorstände. Abänderung des Hundesteuergesetzes. Neufestsetzung der Dienstwohnungsvergi⸗ tungen. Zahltage der Kreiskasse. Einsendung der Kirchenrech⸗ nungen., Wahlen zum Provinzialtag. Die Provinzialwahlkommission hat in ihrer Sitzung vom 19. ds. Mts. festgestellt, daß der Friedrich Freitag zu Butzbach an Stelle des ausge Baurats Otto Hauck zu Fricdberg in den Provinzialtag der Oberhessen berufen ist. g Zahltage der Kreiskasse. Die Zahltage der Kreiskasse werden b auf weiteres wie folgt festgesetzt: für Hungen auf den letz Montag jeden Monats, von nachmittags Uhr bis 6 Uhr, in WirtschaftZur guten Quelle von August Vogt, N für Lich auf den letzten Mittwoch jeden Monats, von tags Uhr nachmittags im Rathaus. für Grünberg auf den letzten Freitag jeden Monats, von vormittags Uhr bis 1 Uhr nachmittags im Rathaus. Die seitherigen Zahltage am Aufang jeden Monats fallen dagegen aus.

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