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Anschlag dienen. Daß sich die Putschisten in Bremen solche Frechheiten herausnehmen können, ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß Bremen von einem rein bürger ⸗ t regiert wird, der den nationalistischen, gegen die Geietze verstoßenden Geheimorganisationen weit⸗ gehendes Entgegenkommen zeigt.
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Auch in Hamburg rühren sich die Fascisten. Im Mittagskleit des Hamburger Correspondent erschien am 19. Januar folgende Anzeige:
Aufruf! . Das deutsche Vaterland ist in Gefahr! „Deutsche aller Stände, ohne Unterschied der Parteien, Offiziere, Mannschaften aller Truppengattungen, Ingenieure, meldet euch sofort zum Deutschen Bund!
Parole: Für das deutsche Volk!
Mit der Regierung! Gegen den Feind! Meldungen vorläufig mit genauer Adressen- eventuell
Telephonangabe unter L. 191 an die Exp. d. Bl.
Dieser„Deutsche Bund“ ist natürlich nichts anderes als eine Verkleidung der Ehrhardt⸗Banden. Die Geheimver⸗ bände glauben, daß ihre Stunde gekommen ist. Die Herr⸗ schaften werden freilich keinen Erfolg zu verzeichnen haben.
Hessen und Nachbargebiete.
Gießen und umgebung.
. SE— Vaterländische Streikkasse.
Um die Bedrängten im Ruhrgebiet im Kampf für Recht und Freiheit zu unterstützen, fordern wir die Parteigenossen und die Bürgerschaft auf, nach besten Kräften an der von uns veranstalteten Sammlung sich zu beteiligen und die in unserer Geschäftsstelle aufliegende Sammelliste zu benutzen.
Ueber die gezeichneten Beträge wird in unserem Blatte quittiert.
Unterstützt die Kämpfenden!
Es gingen ein a Sberhessische Volkszeitung 9000, Arnold Schipkapaß 50 /, R. St. 200 J,, Zusammen 3250 4 J
Um Zuwendung weiterer Spenden wird gebeten.
Verlag der Oberhessischen Volkszeitung. z!!... ͤĩ XK Es geht um unser Leben!
Warum müsssen wir diesen Kampf führen, der ein Kampf auf Leben und Tod ist? Das ist die Frage, nach deren Beantwortung heute Millionen suchen. Soll das deutsche Volk die Kraft und Ausdauer zum moralischen Widerstand gegen den französischen Vernichtungswillen auf⸗ bringen, soll ein eisenharter Wille alle Not und wirtschaft⸗ lichen Schwierigkeiten überwinden, dann muß jeder Volksgenosse wissen, um was der Kampf geht. Dann muß jeder erkennen und überzeugt sein, daß ein anderer Weg, eine andere Politik für uns nicht möglich ist. Jede Kreatur hat den Instinkt des Selbsterhaltungs⸗ triebes, der sie zum Einsatz aller Kräfte treibt, wenn es ihr ans Leben geht. So wehrt sich heute das deutsche Volk.
Mit dem Vorstoß ins Ruhrgebiet holt Frankreich zu einem
tödlichen Schlage gegen Deutschland aus. Ein paar kurze Ueberlegungen lassen keinen Zweifel. a Was Frankreich im Ruhrgebiet unternimmt, geht auf Raub aus, auf den Raub des ganzen deutschen Westens. Es ist gleichgültig, ob das von der französi⸗ schen Regierung als ein„Zwangs- und Sanktionssystem zur Ausführung des Versailler Vertrages“ bezeichnet wird oder sonstwie. Die Maßnahmen, die Frankreich eben erzwingen will, sind in ihrer praktischen Auswirkung nichts anderes als die vollständige Loslösung und Abschnürung der Rhein⸗ und Ruhrgebiete von Deutschland. Es requiriert die Kohlen, beschlagnahmt Bergwerke, Schiffe, Eisenbahnen, es wird weiter die Zolleinnahmen, die Kohlenstener beschlag⸗ nahmen und bereitet eine Zollgrenze und die Erhebung aller Steuern vor. Mit anderen Worten: Frankreich legt die Hand auf die gesamte Wirtschaft und auf die Menschen, auf ihren Arbeitsertrag und auf die Arbeitskraft. Es legt Hand auf das Privat⸗ eigentum, es macht der persönlichen Freiheit der Besitzer, der Beamten und Arbeiter ein Ende. Es will das Land zu einer Ausbeutungskolonie machen und die Menschen zu Sklaven.
Mit dem Raub von Rheinland und Westfalen aber ist der Bestand des deutschen Staates, die Freiheit, das Leben des deutschen Volkes bedroht. Gelingen die französi⸗
Stadttheater Gießen.
Der russische Graf Leo Tolstoi ist durch seine Dichtungen und literarischen Werke in der ganzen Welt bekannt geworden.
Geboren im Jahre 1828 im Gouvernement Tula, lebte er auf seinem Gute Jasnaja⸗Poljana als einfacher Bauer, war jedoch dabei sehr fleißig mit literarischen Arbeiten beschästigt. Seine
Werke sind erfüllt von dem Streben nach sozialer Gerechtigkeit, er
geißelt rücksichtslos die Ausbeutung und Unterdrückung der Armen, wobei immer ein religibser Unterton hervortrat. In seinen Schriften beschäftigte er sich meistens mit religiösen
Problemen. Er starb am 3. Dezember 1910 im Kloster Astapowo. Sein Drama„Die Macht der Finsternis“ wurde am Dienstag im Stadttheater aufgeführt, das sich damit an eine schwierige Aufgabe heranwagte, die es aber, wie anerkannt werden muß, glücklich lösle. Ob das Stück selber bei dem Publi⸗ kum ungeteilte freundliche Aufnahme fand, ist fraglich, denn auch bei hervorragender künstlerischer Darstellung ist es lein erlesener Genuß, Zeuge dessen zu sein, wie menschliche Leidenschaften und rohe Instinkte Ausschreitungen begehen. Die Handlung ist kurz folgende: In einem großen Dorfe hat der reiche Bauer Peter die ste Frau Anifija. Er ist schon alt, schwächlich, sie dagegen „in der Blüte ihrer Jahre, kraftstrotzend. Sie sieht den Knecht kita gern und möchte sich den Alten vom Halse schafsen. Matljona, Nikitas Mutter, hilst ihr dabei und mit Hilse diverser Pulver bringen sie Peter langsam zu Tode. Nikita heiratet die junge Witwe, tyrannisiert sie aber und geht mit ihrem Neichtum wenig haushälterisch um. Auch sonst ist er ein schlechter Gatte, er werführt Peters Tochter aus erster Che, Akuling. Das daraus entspanzle Kind tötet ex auf Drängen seiner Grau und ber Mutter
schen Pläne, so wird Deutschland in Zukunft nur mehr ein geographischer Begriff sein. Die Millionen im Westen werden für Frankreich fronen müssen, der Re st von Deutschland wird einem unaufhaltbaren Verfall und Hungerelend zutreiben. Die Westdeutschen können sich keiner Täuschung hingeben: nicht als neutraler Rheinstaat, nicht bei Frankenlöhnung wird die rheinisch-westfälische Indu⸗ strie jemals die wirtschaftliche Bedeutung, den wirtschaft⸗ lichen Hochstand sich erhalten können wie im Deutschen Reiche. Die Frucht der Arbeit wird ein anderes Volk genießen.
Wir dürfen uns keinen Illusionen hingeben, Frankreich wird nicht vor Anwendung der äußersten Gewalt zurück⸗ schrecken. Es wird mit allen Mitteln den Widerstand der Werk- und Grubenbesitzer und der Beamten und Arbeiter zu brechen suchen. Die Bluttat in Bochum zeigt, daß die fran⸗ zösischen Truppen Maschinengewehre und Tanks nicht nur zu Dekorationszwecken mit sich führen.
Dieser Gewaltpolitik bis zum Aerßersten können wir nur moralischen Widerstand entgegensetzen. Wir find wehr⸗ und waffenlos. Aber dieser Widerstand muß auch bis zum Aeußersten getrieben werden, damit die Welt er⸗ kennt, daß wir nicht protestlos schreiendes Unrecht über uns ergehen lassen.
Den Deutschen an der Ruhr drohen Verhaftung, Aus⸗ weisung und Maschinengewehre, dem übrigen Deutschland droht schwerste Not. Nur festeste innere Geschlossen⸗ heit, nur gemeinsamer Opfergeist. dem sich keiner ent⸗ ziehen darf, können unserem Widerstand die Kraft geben, die zum Erfolg führt. Die Teuerungs zahlen in Hessen.
Die Teuernngszahlen sind berechnet auf Grund der Preise vom 20. Dezember 1922, für den Vormonat(im Klammern bei⸗ gefligt) vom 22. November 1922: Mainz 60 450(41 925), Darm⸗ stadt 39 784(41687), einschließlich Bekleidung 83 620(55 129); Offenbach 58 737(30 211), Worms 61 745(42 572), einschließlich Bekleidung 84 956(57 939); Gießen 56 353(39 157), einschließlich Bekleidung 74978(52 417); Durchschnitt der fünf größten Städte 59 414(40 910), einschließlich Bekleidung 81307(54 923): Neu⸗ Isenburg 57 903(39 726), Friedberg 57950(41 007), Lampert⸗ heim 59 274(4821), Bad⸗Nauheim 61 565(40 193), Viernheim 64931(43 504) Bensheim 64 235(39 939), Bingen 60 662(41085), Alzey 51684(38 896), Rüsselsheim 55 683(39 585), Heppenbeim 60 357(38 070), Dieburg 58 262(38 852), Groß⸗ Gerau 26 972 (40 383), Alsseld 56 264(35 413), Butzbach 58 995(40 819), Lanter⸗ bach 51419(34 747), Oppenheim 59 327(41 80), Büdingen 52 304 60 dg), Erbach 58 143(42 194), Schotten 53 310(35030, Durch⸗ schnitt der 24 Gemeinden ausschließlich Bekleidung 58 196(29 879), einschließlich Bekleidung 80 089(53902). Die Teuerung aus⸗ schließlich Bekleidung ist vom November auf Dezember um 45,9 Frozent und einschließlich Bekleidung um 48,6 Proz. gestiegen.
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Das Staatserbrecht
Um aus dem heutigen deutschen Finanzelend heraus und in absehbarer Zeit zum Sozialismus zu kommen, sind bereits vielfache Vorschläge gemacht worden, die entweder für sich allein oder in Verbindung mit andern der Erreichung jenes Zieles dienen sollen. Einer der aussichtsreichsten Vor⸗ schläge— sofern das Volk in seiner Mehrheit, vertreten auch durch eine gesicherte Mehrheit in den gesetzgebenden Körper- schaften, sich damit befreundet hat— ist sicher die durch Gesetz ausgesprochene Identifizierung von Staats- und Volks- vermögen. Sie hat als Konsequenz den Anfall aller Hinter- lassenschaften an den Staat, das Staatserbrecht. Selbst⸗ verständlich wären die kleinen Hinterlassenschaften, die allein dem Privatgebrauch dienten, nicht als Kapital verwendet und nicht in solches umgewandelt werden können, hiervon, mindestens auf längere Zeit, ausgenommen.
Solches Staatserbrecht würde, ganz automatisch funktio⸗ nierend, binnen einer oder zweier Generationen einen Ver⸗ mögensausgleich herbeiführen, bei dem niemand, selbst im heutigen juristischen Sinne, Unrecht getan wiede. Dem absterbenden Geschlecht nicht, weil es ja mit dem Tode alle, nicht nur die Besitzrechte, verliert; dem lebenden nicht, weil diesem von Staats wegen Gelegenheit gegeben würde, alle seine Talente zu entwickeln und zu verwerten.
Durch die nach und nach eintretenden Vermögensanfälle an den Staat würde die Grundlage geschaffen, die Soziali⸗ sierungsideen der Rathenau, Horten und andrer in Wirk⸗ lichkeit umzusetzen, es würden damit auch Werte frei, um die uns von unsern Vesiegern im Weltkriege auferlegten Lasten ohne Auflegung neuer Steuern auf die Millionen darbender Kopf- und Handarbeiter abzuzahlen.
Zur Verbreitung dieser, auch für die finanziell aufs höchste mitgenommenen„Sieger“-Staaten gewiß frucht⸗ baren Idee hat sich bereits eine„Internationale Staats- erbrechts-Propaganda“ begründet, dis auch eine Monats- schrift herausgibt. Unser Cenosse Dr. Emil Kraus, Mit⸗ glied des Badischen Landtages, hat in einer kleinen Schrift
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und vergräbt es im Keller. War er schon vorher dem Alkohol
nicht abgeneigt, so ergibt er sich setzt ganz dem Trunke, aus Gram über seine Untaten. Am Hochzeitstage Akulina's beschuldigt er sich selber und gesteht vor der ganzen Hochgeitsgesellschaft sein Ver⸗ brechen ein und läßt sich abführen.
Die Vorstellung stand unter der bewährten Leitung von Adolf Teleky, der den alten Peter meisterhaft spielte. Besonders gut und natürlich war die Szene, als der alte, dem Tode geweihte Mann, sich auf der Treppe unter der Wirkung des ihm beige⸗ brachten Giftes windet. Groß in seiner Hilflosigkeit und groß in seinen letzten Worten, die erschütternd wirkten. Uebrigens gaben sich alle Darsteller die größte Mühe und wuchsen in das düstere, fremdländische Milieu hinein. Rose Rubner wußte das ver⸗ brecherische, von den wildesten Leidenschaften hin⸗ und herge⸗ rissene Weib in künstlerischer Weise dazustellen. Hinter der Derb⸗ heit der Bäuerin zuckte die Leidenschaft für den viel jüngeren Mann; ihre Wutausbrüche hatten etwas Dämonisch⸗Zwingendes. — Georg Heding gelang es vortrefflich, die Leichtsinnigkeit, Roheit und wiederum die Gutmütigkeit dieses jungen rufsischen Bauern zu verkörpern.(Daß seine Reue und seine Selbstanklage sast etwas peinliches hatten, ist nicht seine Schuld, sondern die des Dichlers.)] Karl Volk zeigte sich in der Rolle des alten Vaters von Nikita, des frommen Bauern Akim, dem der Dichter seine eigene Meinungen in den Mund legt, wieder als hervorragen⸗ der Künstler.— Sehr gut war serner Auguste Marx, als Matrfona, die eigentlich den bösen Geist der Aniftla darstellt.— Hervorzuheben ist serner die Leistung von Heinz Vechstein, in der Rolle des Knechtes Mitritsch. noch Lore Schatte und Karla Keller zu nennen füllten ihre Aufgabe aufs beste.
wären, er
Alle Mitwirkenden, von denen
(Die Bedeutung des Staatserbrechtsystems für das gegen⸗ wärtige Deutschland. Unter besonderer Berücksichtigung der Wiedergutmachung. 48 S., Preis 2,30 Mk. Heidelberg, Unterbadische Verlagsanstalt) den Hauptgedanken dieser, Propaganda dargelegt, und wir können deren Studium und Diskussion allen unsern Genossen nur empfehlen. Man wird in dem Schriftchen auch die umfangreichen Werke, die den Gedanken ausführlicher vortragen, verzeichnet finden.
Inwiefern das zugleich vom Verfasser vorgetragene und verfochtene Scheckobligatorium(das fast den gesamten Ver⸗ kehr bargeldlos, das Geld nicht allein als Kapital, sondern auch als einfaches Austauschmittel im Kleinverkauf über⸗ flüssig machen soll) schon in den Anfängen der Soziali⸗ sierung durchführbar ist ohne zu umständlich und arbeit⸗ vermehrend, also teuer zu sein, soll hier nicht erörtert wer⸗ den, da es mit dem guten Hauptgedanken nicht organisch zusammenhängt.
Aus dem Stadttheater. In Vorbereitung steht, wie schon bekannt⸗ gegeben, Millöckers bekannte Operette„Gaspavone“. Die Auf⸗ führung dieser Operette wird nur ermöglicht durch die dankenswerte Mitwirkung der Chorvereinigung„Arminus“(Leiter Herr Würzburger). Die Aufführung gerade dieser Operette dürfte sich umso wirkungsvoller gestalten, als sich auch die Solopartien mit umseren Kräften ganz vorzüglich besetzen lassen.— Im Schauspiel steht in Vorberestung Ibsens Schauspiel„John Gabriel Borkman.“
— Diebstähle. In der Nacht zum 23. Januar 1929 wurde aus einem Fabriknenbau ein provisorisch aufgestellter Elektromotor ent⸗ wendet. Motor A. E. G. 110 Volt, 1 P. S., Tourenzahl 1400, Ge⸗ wicht 125 Kilo.— Entwendet wurde ferner ein Fahrrad Marke „Opel“ und ein Fahrrad Marke„Esperansa“. Vox Ankauf wird g⸗⸗ warnt. Sachdienliche Mitteilung nimmt die Kri ⸗Ableiluug ent⸗ gegen.— Zu dem am 22. Januar gemeldeten K llereinbruch, wobei die Diebe 48 Flaschen Kognak erbeuteten, konnten die Täter ermittelt und hinter Schloß und Niegel gebracht werden. Natürlich sehlte es, wie bei allen Diebstählen, an den nötigen Hehlern nicht, welche das Diebesgut kauften. Auch diese wurden in Untersuchungs⸗ haft genommen, was leichtgläubigen Käufern zur Warnung dienen mag f
— Einfrieren der Wasserleitunsröhren verhüten! Vom Kreisamt wird um Veröffentlichung des Folgenden ersucht: Da der Eintritt von Frost möglich ist, erinnern wir alle Vermieter und Mieter daran, daß sie das Nötige zur Sicherung der Leitungsanlagen gegen Frostschäden vorsehen.
— Saasen. Im Lokale von Schepp veranstaltet am Samstag abend, den 27. d. Mts. der hiesige Ortsverein einen Lichtbilder⸗ Abend. Um 6 Uhr findet ein Märchen⸗Abend für die Schul jugend statt, dem sich ein Lichtbilder⸗Vortrag für Erwachsene über das Thema„Volk in Not“ anschließt. Der Vortrag behandelt in 3 Ab⸗ schnitten: 1. Deutschlands Verarmung und Ursachen. 2. Der Zu⸗ sammenbruch unserer Währung. J. Ter Umfang und Ursache der deutschen Not. Das Thema ist recht zeitgemäß gewählt und darf wohl auf starken Besuch gerechnet werden.
— Staufenberg. Der Volksverein Staufenberg veranstaltet am Samstag, den 27. d. Mts. einen Lichtbilder⸗Abend im Lokale von Geißler. Um 6 Uhr beginnt ein Märchen⸗Abend für Kinder und um 8 Uhr ein Vortrag mit Lichtbildern für Erwachsene. Die Vorträge werden manches Lehrreiche und Interessante bieten und ist jedermann dazu freundlichst eingeladen.
Kreis Alsfeld⸗Lauterbach.
n. Alsfeld. Konsum verein. Am Sonntag. deu 21. Jan. sand hier eine außerordentliche General⸗Versammlung des Konsumvereins statt. die sich mit verschiedenen, durch die Zeit⸗
recht gut besucht und wurde durch den Aufsichts ratsvorsitzenden. Amtsgerichts rat Encel eröffnet und geleitet. Zunächst wurde das recht gut befucht und wurde durch den Aussichtsratsvorsitzenden Weiteren wurde da der Verein fetzt eine Mitgliederzahl von rund 800 erreicht hat, die Jabl der Aussichtsratsmitglieder von 9 auf 12 erhöht. Neu in den Aufsichtsrat wurden gewählt die Genosson. Böck und Laub aus NMeder⸗Ohmen sowie L. Schlosser⸗ Merlau. Der Geschäftsanteil der Genossen wurde den Wirtschafts⸗ verhältnissen entfprechend von seither 1200 Mark auf 10 000 Mark erhöht und zwar auf Antrag aus der Mitte der Versammlung. liche Aussprache voraus; die
Füsse selbst wurden fast einstimmig gefaßt. Die notwendigen drhe hungen wurden jeweils durch den Ge⸗
schäftsführer Braun afl hig und an Hind von Beispeelen näher erläutert. Sache der Mitglieder ist es nun dafür zu sorgen. daß die Neueinz gen auf den Geschäftsanteil möglichst schnell wird auch in Nieder⸗Ohmen eine Als Lagerhalter ist Karl Hahn. Nieder⸗
Dieser Tage elle eröffnet. stimmt worden.
Von Nah und Fern.
Frankfurt a. M., 24. Jan. Frankfurter Getreide⸗ börse. Bei fester Geschäftslage wurden bezahlt für se 100 Kilo Weizen 89 000—82 000 Me., Roggen 72 000—75 000 Mk., Gerste 60 00065 000 Mk., Hafer inländ. 40 00048 000 Mk., Mais(La Plata und Mixed) 80 00082 000 Mk., Weizenmehl füdd. 105 000 135 000 Mk., Roggenmehl 95 000 105 000 Mk., Kleie 34 500— 36 000 Mk. Die Preise sind gegen die letzte Notierung wenig ver⸗ ändert, nur Weizenmehl stieg um 5000 Mark.
Frankfurt a. M., 24. Jan. Schwerer Zusammenstoß. In der Börnerstraße stieß ein Lastauto mit einem Straßenbahnzug zusammen, wobei der Wagenführer, lebensgefährlich verletzt wurde. Beide Wagen wurden erheblich beschädigt.
Frankfurt a. M., 24. Jan. Die„Erfassung“ der Sach⸗ werte. Die Polizei nahm in den letzten Tagen zahlreiche Ver⸗ haftungen von solchen Personen vor, die Metallgegenstände, Haus⸗ schilder, Dachrinnen, Torgitter, gußeiserne Deckel usw. gestohlen hatten. So verhaftete sie heute früh am Oftbahnhof zwei Personen, die in der vergangenen Nacht bedeutende Mengen von Dachrinnen ge⸗ stohlen hatten. Hausnummernschilderdiebe wurden ihrer sieben fest⸗ genommen.
Frankfurt a. M., 24. Jan. Theorse und Praxis. Die Stadtverordnetenversammlung nahm am Dienstag einstimmig einen Antrag an, der die Redezeit der einzelnen Fraktionsredner auf 15 Minuten beschränkt. Das war die Theorie. In der gleichen Sczung gestaltete sich die Praxis aber wesentlich anders. Denn die Sitzung dauerte von 5 bis 10 Uhr, also geschlagene 5 Stunden, und gar mancher Redner überschritt die ihm sestgesetzte Zeit in das mehr⸗ fache. Dabei wurden in der Sitzung ganz belanglose Sachen behan⸗ delt. Die Drucklegung eines Stadtverordnetenberichtes erfordert jetzt etwa eine halde Million Mark. In Zukunft werden die Sitzungs⸗ berichte nicht mehr gedruckt, sondern durch Schreibmaschine verviel⸗ fältigt.
Frankfurt a. M., 24. Jan. Die für nächsten Samstag in Aussicht genommene ausschusses des Nassauischen Stadttages in Hochheim a. worden.
Darmstadt, 25. Jan. Die Gehälter der 28 An- gestellten sind nunmehr vor dem Demobilmachungs ummissat für Monat Januar geregelt worden. Det Schledsspruch des Schlichtungsausschusses wurde dahin geändert, daß sißt alle Ange stellten 50 Proz. Erhöhung auf die Dezembergehälter kommen, die errechneten Tatze werden auf 300 bezw. 1000 Mark aufge⸗ rundet Die sozialen Zulagen betragen: Verheiratetenzulage 50% Mi., Kinderzulage 1000 Mk.(bis zu 3 Kindern)], für Ledige,
„tel 2000 r. wetoliwe Lngeste ent- erhalt 4 10 Proz.
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erfolgen. Verteilungs Ohmen, be
Nasfauischer Städtetag. Sitzung des Haupt⸗ M. ist vertagt
verhältuisse notwendig gewordenen Satzungsände rungen befaßte. Die Versammlung war unter Bersicksichtigung der Zeitumstände
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