80 el der Lehe an maßgebender Stelle die 9. April 1921 abends den Polizei⸗Inspektor
Kreis Friedberg⸗Büdingen. Bad ⸗Rauheim, 22. Aprfl. Der Besuch der Bäder hat In den letzten Tagen stark eingesetzt. die Zahl der Besucher ist bereits auf 2500 gestiegen. Kreis Wetzlar.
— Förderung des Kleingartenbaues. Der preußische Volks⸗ wohlfahrtsminister hat in einem Erlaß vom 6. Februar d. J. die nachgeordneten Stellen erneut auf die Förderung des Klein ⸗ gartenwesens, insbesondere in den mittleren und größeren Städten hingewiesen. Mit der Förderung des Kleingartenwesens könne, so wird in dem Erlaß ausgeführt, unmöglich gewartet werden. bis endgültige Zustände im Bebauungsplan der Städte eingetreten seien. Zwar seien die berechtigten landwirtschaftlichen Interessen nach Möglichkeit zu schonen, es sei hierbei aber zu berücksichtigen, daß auch ein tüchtiger Kleingärtner bedeutende Nährwerte erzielen kum. Freilich müßten die Kleingärtner auch wirklich Gutes leisten und sich, wo das Land knapp ist, auch mit kleinen Gärtchen begnügen. Vor allem aber müßte auch verlangt werden, daß die Kleingärtner der ung entsprechende Pachtpreise bezahlten. Unter Umständen seien die Pachtpreise amtlich des öfteren erneut festzustellen. Ist Durchführung der Zwangs pacht geboten, dann soll diese auch durchgreifend wirken. Auch sei die Erhaltung des alten Bestandes der Kleingärten wichtig. Im übrigen seien die Kleingärtner vor Entpachtung ihrer Parzellen, sofern nicht ein„wich⸗
tiger“ Grumb vorliegt, weitgehend zu schützen.
Familienstreit um die Kosten eines Festmahles. Aus Erda wird uns geschrieben: Offenbar von dem Stand⸗ punkt ausgehend, daß das, was man am ersten Tage im Jahre tue alle Jahre getan werde, beschloß der Landwirt und Zimmermann Heinrich Paulus von hier, den Geburtstag des neuen Jahres mit einem solennen Familienessen zu begehen. Der Schwiegersohn Wil⸗ helm Bernhard jr. wunde dazu ausersehen, die zu dem Festmahl er⸗ forderlichen Rohstoffe, namentlich das Fleisch, aus seiner Tasche u beschaffen, wozu er wewig Neigung zeigte. Die Folge war eine rührende Familienszene, in deren Verfolg der Schwiegersohn be⸗ schloß, seine Wohrung im Hause des Paulus aufzugeben und nach Frankenberg zu ziehen. Am 4. Jamuar follte der Umzug stattfinden. Bernhards Vater und seine zwei Brüder waren mit einem Fuhr⸗ werk zum Möbeltransport erschi wiegermutter
Gießen, gemäß, mit eklagten erwachsenen seßordnumg, da es sich der Ansicht schlie ßen zu miüissen glaubte, daß die von Paulus ausgegangene Anzeige mindestens eine grobfahrlässige, wenn nicht
gar eine wissentlich falsche sei. Der Erfolg wird die Familie Paulus lehren, daß auch unter Umständen einem Familienfestmahl, das gar nicht ftattgefueden
hat, ein grauer Katzenjammer folgen kann.
** 7* Kleine Nachrichten. Dar instadt, 21. April. Ein aufsehenerregender Mord, der nun schon zwei Jahre zurlickliegt und der damals trotz aller Recherchen der Behörden unaufgeklärt blieb, ist jetzt auf⸗ geklärt worden und hält seiner besonderen Umstände wegen die Bevöllerur— rmstadts in steter Erregung. Am 16. April wurde im Wo“ dohrbrunn im Spessart die Leiche einer weiblichen 5 die Strangulationsmerkmale aufwies und deren Der Mech trotz der größten Anstrengungen der Staats⸗ 157 5 Vächafsenburg nicht ermitteln ließ. Die Leiche wurde und die unbekannten Toten begraben. Wegen verschiedener eine jene Amt wurde vor einiger Zeit der Leiter der Darm— schimperminalpolizei Weber von seinem Amt suspendiert und chte am vergangenen Freitag der hiesige Kraftdroschken⸗ Mitteilung, daß er am Weber nebst dem Händler Hofmann und eine unbekannte Frau fiber Aschaffenburg in die Gegend von Rohrbrunn in den Spessart gefahren habe. Weber habe mit ihm über die Fahrt persönlich verhandelt und ge⸗ sagt, die bei ihnen befindliche Fremde sei eine französische Spionin 180 Gründe der Staatssicherheit hätten die Behörden bewogen, sie au i
5 hessischen Gebiet auszuweisen und an einsamer Stelle möglichst weit vom besetzten Gebiet entfernt auszufetzen. Die Sache sei ihm damals etwas sonderbar vorgekommen, er habe aber die Fahrt ausgeführt. Mitten im Walde habe man dann das Auto angehalten und die beiden Männer seien mit der Fremden in den Wald gegangen und nach einiger Zeit allein zurückgekommen und nach Darmstadt zurückgefahren. Es ist nun festgestellt worden, daß die vier Tage später an jener Stelle aufgefundene Tote die Ehefran des Händlers Hofmann ist, die, nach den Aussagen des Kraft⸗ wagenführers und der staatsanwaltlichen Untersuchung zu urteilen, von dem Ehemann Hofmann und dem Polizeibeamten erdrosselt worden ist. Beide wurden verhaftet. Das Fahndungsschreiben der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg kam hier dem Weber in die Hände, der es versteckte. Hofmann aber hatte erst nach Monalen der hiesigen Kriminalpolizei Mitteilung vom Verschwinden seiner Frau gemacht und Weber nahm die Mitteilung lediglich zu Proto⸗ koll, ohne weitere Schritte zu unternehmen. Weber führte hier einen sehr unmoralischen Lebenswandel und soll sich häufig mit weiblichen Personen, auch mit solchen, mit denen er in amtlicher Eigenschaft zu tun hatte, in sehr anstößige Beziehungen eingelassen N 8 Auch die bis heute noch nicht aufgeklärte Ermordung des N anns Günther scheint auf Webers Schuldkonto zu fallen, da Günther in einer solchen Angelegenheit gegen Weber als Be⸗ lastungszeuge auftreten sollte. Weber befindet sich in der Straf⸗ anstalt Butzbach, während der Händler Hofmann im hiesigen Land⸗ gerichtsgefängnis untergebracht ist. Aus dem besetzten Gebiet.
Eine neue Schandtat wird der Fr. Ztg. aus Bingen ge⸗ meldet. Am 10. April. zwischen 9 und 10 Uhr überfiel im Walde ein Marokkaner des 17. Regiments eine in Heides⸗ heim wohnhafte Frau, die mit ihrem 14jährigen Sohn Holz las und vergewaltigte ste in der rohesten Weise, trotzdem die Frau mit ihrem Kinde auf den Knien den Soldaten um Schonung bat. Sie setzte sich gegen den Wüstling zur Wehr und der Junge wollte weglaufen. Da setzte der Marokkaner ihr das Messer an den Hals, warf sie hin und schlug das geladene Gewehr auf den Jungen an, der dann mit dem Seitengewehr geschlagen und ge⸗ 0 wurde, sich niederzusetzen und Zeuge der Gewalttat zu ein. 1
Der Ehemann erstattete sofort Anzeige und bei einer Gegen⸗.
überstellung wurde der Schurke von der geschändeten Frau auch W und festgenommen. Von der hesstschen Regierung wurden die entsprechenden Schritte veranlaßt.
Deutschvölkische Verleumder. Das Deutschvölkische Abendblatt hat vor einiger Zeit behauptet, der kommunistische Reichstags⸗ abgeordnete Reich habe unter Mißbrauch seiner Immunität und unter Umgehung gesetzlicher Vorschriften einen Nachtbetrieb in Berlin organisiert und persönliche Vorteile daraus gezogen. Reich hat das Wulle⸗Blatt verklagt mit dem Erfolg, daß es alle Behauptungen zurückgenommen, sich zur Tragung der Gerichtskosten und zur Veröffentlichung der Abbitte bereit er⸗ klärt hat. Der beleidigte Abgeordnete hat den Vergleich im Reichs⸗ tag auf den Tisch des Hauses niedergelegt.
Arbeitsrecht, Gewerkschaftliches, Arbeiterbewegung. Mitwirkung von Gewerkschaftsbeamten im Schlichtungsverfahren.
Ter preußische Minister für Handel und Gewerbe hat neuerdings einen Erlaß über die Mitwirkung der Gewerkschafts⸗ beamten im Schlichtungsverfahren herausgegeben. Hierin emp⸗ siehlt er eine Betasligung von Gewerkschaftsvertretern aus Rechts⸗ und Zweckmäßigkeitsgründen. Unter anderem heißt es in dem Erlaß: 0 8 2 25
„Es ist ein dringendes staatliches Interesse, in Tarifstreitig⸗ keiten sowohl die Oeganisationsangehörigen der Organisatlonem, um deren Tarifvertrag es sich handelt, als auch vor allem deren Gewerkschastsangestellte nicht vom Schlichtungsausschuß ausgur⸗ schließen, und namentlich nicht etwa die unständigen Beisitzer die dem eaun Streit beteiligten Berufskreis zu entnehmen find, aus den Kreisen der unorganisierten Arbeitnehmer zu zentnehmen. Diese Auffassung würde geradezu gewerkschaftsfeindlich wirken und die Gewerkschaftsangestellten deren Tätigkeit im Staats⸗ interesse in jeder Weise gefördert werden muß, zugunsten orgaut⸗ sationsseindlicher, undisziplinierter und den Wirtschaftsfrieden oft gesährdender Elemente zurücksetzen oder dazu führen, daß die un⸗ ständigen Beisiter immer dem Personenkreis außerhalb des Be⸗ zirks des Streirfalles zu entnehmen sind, also nicht die notwendige Kenntnis der tatsächlichen Verhältussse des Streitfalles besitzen. Die Tätigleit der Schl ichtungsausschüsse ist. wie immer wieder bo⸗ tont werden muß, nicht mit der Tätigkeit des Rich⸗ ters zu verglelchen, sondern stellt nur die vom E
ge⸗ förderte Fortsetzung der Parteiverhandlungen dar für die es nicht
nur unschädlich, sondern geradezu förderlich ist wenn Mitglieder der Interessentengruhpen im Schlichtungsausschuß mitsitzen; an⸗ ders hatte auch die gesetzliche Vorschrift über die Zuziehung der un⸗ ständigen Beisitzer keinen Sinn. Von diesen Gesichtspunkten aus⸗ gehend. bin ich bereits in meinem früheren an Sie gerichteten Er⸗ laß vom 3. Januar 1923— III 12 500— dazu gekommen. als elngige Ausnahme von der grundsätzlich statthasten Zuztehung der Gewerkschaftsvertreter zum Schlichtungsausschuß den Fall angu⸗ führen, daß es sich um den Verhandlungsfühver der Gewerkschaft selbst(entsprechend um den Syndikus des Arbeitgeberverbandes) in dem konkreten Falle handelt. Ebenso würde ich es, was ich da⸗ mals nicht hervorgehoben habe allerdings für unzulässia balten, daß der Arbeitgeber mit dem die Gewerkschast einen rif abschließen möchte selbst gleichzeitig als Beisitzer im Schlichtungs⸗ ausschuß tätig ist.“ Achtstundentag und Arbeitsleistung.
Inn März d. J. hielt der Wirtschaftliche Ausschuß des Vor⸗ läufigen Reichswirtschaftsrats eine Sitzung ab, in der die Frage der Ausfuhrabgabe behandelt wurde. Unter anderem wurde als Sachverständiger auch ein Herr Dr. Dronke gehört, der, wie er selbst erklärte, Leiter des Seehafens Bremen ist und nachwies, daß die Erledigung der Arbeiten im Seehafen— das Be⸗ laden der Schiffe usw.— unter den Formalitäten der Ausfuhr⸗ abgabe ganz erheblich leidet. Nach dem in dieser Sitzung aufge⸗ nommenen stenographischen Bericht sagte Herr Dr. Dronke unter anderem folgendes: 1 15905
„Wenn man den Seehafenbetrieb— ich leite den Seehafen Bremen— statistisch beobachtet, dann findet man, daß der wirk⸗ liche Grad der Leistungen auf etwa zwei Drittel bis drei Viertel dessen zurückgegangen ist, was wir vor dem Kriege leisten konnten. Man kann das sehen, wenn man sich einmal die Zahl der bewegten Tonnen auf den Kopf des einzelnen Arbeiters bw. Betriebsbeamten und die Zahl der bewegten Tonnen auf den einzelnen Uferkran berechnet. Daraus ersieht man sofort, wie die Leistung zurückgegangen ist.
Es liegt nun nahe, das auf dem Achtstundentag oder auf den mangelhaften Arbeitswillen zurückzuführen. Beides wäre verfehlt. Ich kann Ihnen dadurch be⸗ wefsen, daß wir in den Fällen, in denen wir unbeirrt und un⸗ beschränkt durch staatliche Vorschriften unsere Betriebe führen, trotz des Achtstundentages gegenüber der früheren neun⸗ und zehnstündigen Arbeit die Friedensleistung nicht nur erreicht, son⸗ dern sogar in vielen Fälsen übertroffen haben.(Hört, hört!) Also das beweist, daß nicht der Achtstundentag und nicht der mangelhafte Arbeitswille der Arbeiterschaft die Ursache ber Minderleistung ist.“
Da haben wir also ein sachliches Urteil, das sicher schwerer wiegt als die vielen Urteile, die wir aus interessierten Kreisen, besonders der Industrie, häufig hören und die dahin gehen, daß an allen Uebeln, unter denen die deutsche Wirtschaft leidet, fast aus⸗ schließlich und nur der Achtstundentag schuld sei.
Wirtschaft, Handel, Soziales.
Dollarhausse und Warenpreise.
Die Reichsregierung beharrt auf ihrer Mitteilung, daß die neue Klersverschlechterung der Mark nur eine neue Methode der Mark⸗ stützung soi. Gesetzt den Fall, es träfe zu, so muß man sich doch fragen, welche Vorbereitungen sie getroffen hat, um ein Uebergreifen der Devisenkurse uuf die Warenpreise zu verhindern. Durch immer wiederholte Ankündigungen des Preisabbaues, der dann nicht eintrat, hat man die Arbeiterschaft zu überzeugen versucht, daß nun auch nicht die Löhne erhöht werden dürften. Auf diese Weise sind die Arbeitslöhne auf einem Stand gehalten worden, der hinter der Geldentwertung weit zurückbleibt. Jetzt aber ziehen die Preise mit dem Dollar an, obwohl die Regierung erklärt, daß die Stützungsaktion unvermindert andauers— sodaß diejenigen, die zu erhöhten Preisen Ware kaufen, Gefahr lanfen, damit Verluste zu erleiden. Natürlich wurde mit an erster Stelle sofort der freie Getreidemarkt von der Preistreiberei erfaßt. So kosteten im Mittel:
19. April 17. April
50 Kilo Roggen 52 500 44 000 50 Kilo Weizen 62 250 51 500 50 Kilo Mais 56 500 46 000 100 Kilo Roggenmehl 150 000 126 000 100 Kilo Weizenmehl 165 000 142 000
Also Preissteigerungen von 20 Prozent und mehr in zwei Tagen! Freilich sind die Getreidepreise dem Dollar, der sich um 40 Proz. erhöht hat. damit nicht ganz gefolgt. Aber je länger die Dollerrhausse andauert, um so eher werden die erhöhten Weltmarkt⸗ preise erreicht sein, um so schärfer muß die Preiswelle auch dem Verbraucher des Brotes spürbar werden.
Daß am Markt der industriellen Rohstoffe, die sich nach der Valuta richten, ebenfalls gewaltige Preiserhöhungen zu verzeichnen sind, ist selbstverständlich. So kosteten am Berliner Metallmarkt im Mittel pro Kilogramm:
19. April 17. April Raffinadekupfer 9 950 7150 Blei 3 700 2875 Zink(roh) 4600 3 475 30 250 21 700
Zinn Metalle sind also ebenfalls trotz dem Dollar im Preise dicht gefolgt. Es steht nun zu befürchten, daß im Anschluß an diese Preis⸗ erhähungen des freien Marktes auch die Industrie zu Preis⸗
der Warnung der Regierung
das Blatt.
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. Warenpreise en, v 0 in den letzten Wochen wieder erfuhr, daß sie nicht in gleichem dn wie der Dollar wieder heruntergingen. Die Regierumg hätte sich gegen die zu erwartende Preishausse zur Wehr setzen mütsen, sie auf die Dollarhausse vorbereitet war. Davon ift bis jetzt zu spüren. 5 5 0 Geschieht das aber nicht, so wird die Arbeiterschaft auch Liohn politik erhöhte Forderungen anmelden miissen, das Spiel mit dem Dollarkurs auf ihrem Rücken ausgetragen Kertoffeln im Ueberfluß. Die außerordentlich günstige aden e reichend Kartoffeln für den Bedar dern euch die Preise dieses wichtigen Nahrungsmittels gestieren sind als die anderen Waren. Der Ueberfluß an tosseln, der sich jetzt zeiat bat schon zu verschiedenen ceftihrt. So wurde die Ausfuhr von Saatkartoffeln in Maße freigegeben außerdem beab sichtigt man, Kartoffeln im land gegen den drsungend benötigten Roggen auszuttauschen. hat das Reichsernährungsministerium auch das Kartoffeln auf seine volle Höhe heraufgesetzt das die Sicherstellung der Ernährung am Anfang des uf 20, später auf 60 Prozent festgesetzt worden war. Soweit Maf amen dazu beitragen die Verwertung der Kartoffeln nö glichen, um sie nicht der Fäulnis preiszugeben, werden billigen fein. Sache der Vehörden bleibt es allerdings zu wachen, daß nicht die Erleichterungen der gewerblichen foffelberwertung und der Ausfuhr zu einer erheblichen der Preise für dasjensae Nahrungsmittel führen das nach katastrophelen Minderung des Reallohnes mehr als je das behrliche Brot der armen Leute 5* eden ist. 2 5 Eine Ursache der Kartoffelverteuerung l Darüber schreibt ein Pfälzer Winzer(Abstinent) dem O Deutschen Vereins gegen den Alkoholismus, Auf der Bremer„Daß viele Tausende von Zentnern Nartoffeln i nnereien wanderten und so trotz herrschender Knappheit Lebensmittel dem Volke als Nahrungsmittel entzogen m traurin und mancherorts piel zu wenig bekannt. Noch wiel aber weiß die Allgemeinheit daß in den Weinbaugebieten in den letzten Jaheen gerade die besten Aecker vielfach in verge umgewandelt würden. Hier in der Pfalz hat sich die baufläche in den letzten 50 Jahren verstebenfacht! Die ließen sich leider durch die hohen Weinpreise zu solcher lung verleiten Viele Tausende von Morgen dez Ackerlandes sind in den 0 e zeugung von Nahrumgs mitte! en 0 5 Juteresse der Volksernäbruma und Volksgesundheit sehr dn Mei waren ganz Lagen, z. B. Aecker auf der Höhe oder in der Niederung. veist die Traube in geringen. ja selbst mittleren Jahren nicht Um nun die sehlende Süße zu erzielen muß denn aus Trauben gewonmenen Most im HerbstZucker zugesetzt werden wäre nicht nötig, wenn mam sich beim Weinbau auf die dafl eigneten Lagen beschränkte.“ Es wird dann noch weiter führt, daß eine Menge von Hefe⸗ und Tresterweinen erzeugt den, die ebenfalls eine Menge Zucker erfordern. Der ber roünscht ein Verbot der Herstellung solcher Weine, m Uebermaß genossen werden und dadurch viel Unglück ber Familien briwden Sein Wuusd wird feellich, so fürchten chen cu„frommer“ Wumsch bleiben. Leider!.
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Hamburg⸗Nordamerika: D. Reliance 17. 4. ab Cuxhaven Southampton. D. Hessen 15. 4. ab Baltimore nach Savannah, D. Reliance 18. 4 ab Sou. D. Reltnace 18. 4. ab baurg, Ausr., D. Emden 19. 4. Lizard pass. Heimr., D. Hess Mount Carwell 19. 4. Cuxhaven pass., Ausr. Westküste⸗ amerika: D. Montfcello 18. 4. Cuxhaven pass., Ausr. Cuba⸗Mexiko⸗Westindien: D. Amassia 19. 4. ab Vliffingen D. Toleda 17. 4. in Verra Cruz Ausr., D. Amassta 19. 4. pass. Ausr., D. Antios 10. 4. ab Colon nach Port Als r., D. Schwarzwald 19. 4. Cuxhaven Ausr. Hamburg⸗ Südamerika: D. Sachsen 15 4. ab Bs. Aires D Liguria 16. 4. ab Bs. Aires nach Rosario Ausr., D. 17. 4. ab Bs. Aires Heimr., D. Niederwald 17. 4. Kap F
Ausr., D. Galicia 19. 4. Cuxhaven. Ausr., D.
5* p 19. 4. in Hamburg an. Westküste Südamerika: M. S.
mit dem Tollar in die Höhe gehen, und was maß
nur Verb uene erde 6
8 17
Schiffsnachrichten der Hamburg ⸗Amerika⸗Linie. f
10. 4. Ushant pass. Ausr. Hamburg⸗Ostasien: D. Preußen 17.
Cuxhaven pass. Ausr., D. Preußen 18. 4. in Vlissingen D. Preußen 18. 4. ab Vlissingen nach Antwerpen Ausr., M. Rheinlend 18. 4. 5 Shanghar nach Hongkong Heimr., D. P 18. 4. in Antwerpen Ausr., M. S. Ermland 19. 4. in Manila, Nord⸗ und Ostsee⸗Dienst: D. Straßburg 17. 4. in 5 D. Karlsruhe 17. 4. ub Hamburg nach Hull, D. Coblenz 16. Hull, D. Frankfurt 14. 4. in Seaham an. 1
Nächste Abfahrten der Hamburg⸗Amerika⸗Linie.
Hamburg⸗Nordamerala. Nach New York: D. Hansa 25. D. Mount Clinton 3. 5., D. Bayern 10. 5., D. Reliance 15. D. Mount Clay 17. 5., D. Thüringia 24. 5. Nach Boston⸗Bal.
Norfolk: D. Kermit 27. J., D. Hessen 22. 5. Nach i 0
Baltimore⸗Norfolk: D. Emden 8. 5. Hamburg Weslküste 0 amerika: D. Alaskan 12. 3. Hamburg⸗Südamerila: Nach Nis aneiro, Montevideo, Bs. Aires: rnambuco leptl. Bahia und Viktoria), Rio de Janeiro, 0 . Altwenk 5. 5. Nach Montevideo, Bs. Aires und RN D. Frankenwald 15. 5. Nach Rio de Janeiro und Bs. Aireb: Teutonia 24. 5. Hamburg⸗Cuba⸗Mexiko: D. Holsatta 5. 1 Westerwald 23. 5. Hamburg⸗Ostasien: Engl. chester 25. 4., D. Göttingen 5.5., Engl. D. Laomedon 16. 5., M. Münsterland 26. 5. 1
D. Württemberg 28. 4. J
D. City of Maß
Aus den amtlichen Bekanntmachungen.
Das Amtsverkündigungsblatt für das Kreisamt Gießen Nr. 31 pom 20. April enthält: Tagegelder und Reisekosten Ortsvorstandspersonen in den Landgemeinden.— Pflegegeld für Watsenkinder.— Kleinrentnerfürsorge.— Ausführung Landesfeuerlöschordnung.— Bildung einer öffentlichen Wasst genossenschaft zur Entwässerung von Grundstlitken in der Ge kung Lindenstruth.— Aenderung der Ortssatzung über die nutzung der Gemeindeviehwage zu Stangen
Briefkasten.
Einige Leser. Die Ueberschrift der„Plauderei“ in Sams tagsnummer sollte„Plaudereichen“ heißen, um damit
deuten, daß sie sehr kurz sein sollte, worauf im Text auch h. wiesen ist. Infolge Satzsehlers kam die falsche Ueberschrift
Dollarkurs Montag mittag 12 Uhr: ca. 27 000 Mk.
S Volkshochschnle Gießen. Nad 7 Bech Löbestr. 28, 2. 0 f 1 Veainn des nenen Semesters: a uontag, den 30. April Alles Nähere über Kurse, Gebühren, Anmeldung usw. im Arbeitsplan des 9. Semesters, der
in den durch Aushang bezeichneten Geschäften und auf der Geschäftsstelle des Vorstandes zu haben ist.
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