Ausgabe 
24.2.1923
 
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die Stimmung im Ruhrgebiet sehr erbittert sei.

sedoch der Zug von den Franzosen mit Bajonetten auseinanderge⸗ arieben. Es entstand eine Panik, wobei einige Frauen leichtere Verletzungen erlitten haben. Die Franzosen haben zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Sämtliche Gewerkschaften haben am Abend nach der Beerdigung an General Degoutte Protestschreiben

gerichtet. Neue Tote.

Die Franzosen besetzten am Donnerstag mittag das Amtsge⸗ richt in Bochum. Ein des Weges kommendes junges Mädchen wurde von den Posten in rohester Weise unter Benutzung von Gewehrkolben vom Bürgersteig getrieben. Mehrere Passanten, die das beobachtet hatten, brachten ihre Entrüstung hierüber durch Pfuirufe zum Ausdruck. Hierauf schossen die Posten ohne weiteres in die Menge. Auf der Stelle blieb durch Bauchschuß der Arbeiter Robert Roß tot. Schwerverletzt wurde durch einen Kieferschuß ein Buchhalter und durch einen Oberschenkelschuß ein Oberstabtsekretär.

Abermals ein schweres Eisenbahnunglück.

Auf der militarisserten Strecke Düsseldorf⸗Wetter sind am Mittwoch zwei Personenzüge zusammengestoßen. Es gab acht Tote und fünf Schwerverletzte. 5 Die englischen Arbeiter⸗Delegierten im Ruhrgebiet. Ein Vorschlag zur Löfung der Ruhrfrage. Die vier Mitglieder der englischen Arbeiterpartei, die das Ruhrgebiet bereist hatten, sind nach London zurück⸗ gekehrt und erstatteten ihren Bericht, in dem es heißt, daß Die Deut⸗ schen seien entschlossen, den Besatzungstruppen große Ver⸗ legenheiten zu bereiten. Die französischen Soldaten seien sehr nervös. Insbesondere dil Bergarbeiter glauben an die Niederlage Frankreichs. Die Arbeiter seien überzeugt, daß Frankreich sich in drei Mongten aus dem Ruhrgebiet werde zurückziehen müssen. Aber in anderen Kreisen der Bevölke⸗ rung herrsche nicht dieselbe Ansicht. Die deutschen Kapi⸗ talisten täuschten ihre Arbeiter, die sie glauben machten, daß, sie die Reparationen nicht bezahlen könnten. Die französi⸗ schen Kapitalisten täuschten ihre Arbeiter, indem sie ihnen erklärten, daß sie Deutschland zum Zahlen bringen könnten.

Die Mitglieder der Arbeiterpartei schlagen eine Inter⸗ nationalisierung der deutschen Bergwerke durch Frankreich, England, Italien, Belgien und Deutschland vor. Die Ver⸗ waltung der Bergwerke würde von einem internationalen Direktorium besorgt werden. Die Kohlen würden auf den bisherigen Märkten weiter verkauft werden. In gleicher Wesse würden die Dividenden verteilt werden. Frankreich würde unter interalliierter Kontrolle zu seiner nationalen Sicherheit gelangen. England seinerseits würde Schutz gegen die Weltkonkurrenz genießen, der es ausgesetzt sei, wenn es zu einer Vereinigung des lothringischen Erzes mit der Ruhr⸗ kohle kommen würde. 5

Frankreichs Kohlenkrise.

Am Donnerstag ist in Paris ein Kohlenkongreß unter Vorsitz Le Troquers eröffnet worden. Mit der Bericht⸗ erstattung war Pulier beauftragt worden, doch lehnte er dies aus persönlichen Gründen ab. Er gab jedoch dem Vertreter des Echo de Paris sehr wichtige Erklärungen ab, in denen er sagte: Im Winter 1922/23 haben sich die Kohlen rar gemacht. Auch die französische Kohle wurde in den Monaten Oktober und November knapp. Seit der Ruhrbesetzung hörten die deutschen Kohlenlieferungen aus. Die Versorgung der Indu⸗ strie mit Heigmaterial wird immer schwieriger. Infolge dessen mußten die metallurgischen Werke ihre Tätigkeit um ein Drittel einschränken. Der englische Markt ist mit Auf⸗ trägen überhäuft. Von französischer, belgischer und deutscher Seite wird er mit Aufträgen geradezu überschwemmt. Die Folge ist eine Erhöhung des Kohlenpreises, die infolge der Steigerung des Pfundpreises sich noch steigern wird. Die französische Kohle deckt zwei Drittel der Bedürfnisse. 40 bis 60 Millionen Tonnen werden in Frankreich jährlich ge wonnen, die jedoch für den französischen Verbrauch voll⸗

kommen ungenügend sind. Frankreich muß also einführen. Der Koks aus dem Ruhrgebiet ist unbedingt notwendig, denn auf Belgien kann man nicht rechnen, weil es mehr Kohle braucht, als es selbst fördert. Trotz dem guten Willen der Belgier können sie die Aufträge, die sie entgegengenommen haben, nicht ausführen. f

Politische uebersicht.

KeinBurgfrieden.

In der bürgerlichen Provinzpresse wird eine Nachricht verbreitet, nach der mit der Reichsregierung und den Reichs⸗ tagsparteien vereinbart worden sei, vorläufig alle Gesetz⸗ entwürfe, die schärfere Gegensätze zwischen den Parteien hervorrufen werden, unerledigt zu lassen, bis sich die Ver⸗ hältnisse im Ruhrbezirk geklärt haben. Grunde sollen auch neue Gesetzentwürfe nicht vorgelegt werden, wie das Arbeitszeitgesetz, die Schlichtungsordnung und die Strafprozeßreform. Im Interesse einer deutschen Einheitsfront soll ferner das Republikschutzgesetz milde gehandhabt werden.

Wir stellen dazu fest, daß der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion von einer solchen Abmachung nichts be⸗ kannt ist. Mit der sozialdemokratischen Fraktion ist über eine solche Haltung nicht verhandelt worden. Daher er⸗ übrigen sich auch alle an diese Mitteilung geknüpften Schluß⸗ folgerungen.. g

Umlagegetreide und Brotpreis.

Am Donnerstag tagte der 20er Ausschuß des Reichs⸗ tags, um die Preise für das vierte und fünfte Sechstel des Umlagegetreides festzusetzen. Im Januar war beschlossen worden, die Preisfestsetzung für das vierte Sechstel im Hin⸗ blick auf die politische Lage zu vertagen. In der letzten Sitzung wurde von Vertretern der Landwirtschaft durch ihren Wortführer Abg. Schiele(Dtn.) vorgeschlagen, die Umlagepreise möglichst dem freien Weltmarktpreis, der für Roggen 950 000 Mk. beträgt, anzupassen. weil sonst eine schwere Krise der Landwirtschaft zu befürchten ses. Schiele berief sich auf den Reichsbankpräsidenten Havenstein, der er⸗ klärt habe, daß keine Bank den Landwirten Kredit gewähren könne, solange für das wichtigste Produkt die Preise zwangs⸗ mäßig bestimmt würden.

Daß die Vertreter der sozialdemokratischen Fraktion auf die Notlage der breiten Massen hinwiesen, besonders auf das fortwährende Fallen des Reallohnes, ist felbstverständlich. Vom Reichsernährungsminister waren bestimmte Vorschläge nicht gemacht. Die Verbrauchervertreter schlugen schließlich vor, die Preise in dem Maße zu erhöhen, wie in dem Zeit⸗ abschnitt vom Dezember bis jetzt die Löhne und Gehälter ge⸗ stiegen seien. Dieser Vorschlag wurde von der Mehrheit des Ausschusses abgelehnt, da damit die Produktionskosten nicht gedeckt würben. Nachdem die Mehrheit des Ausschusses eine längere Sonderberatung abgehalten hatte, wurde von ihr der Vorschlag gemacht, den Preis für das vierte und fünfte Sechstel auf 600 000 Mk. pro Tonne zu bestimmen. Die Produktionskosten auf der Grundlage der Inderzahlen be⸗ laufen sich auf 678 000 Mk. pro Tonne, während der freie Marktpreis, wie gesagt, 950 000 Mk. beträgt. Ein Vertreter der sächsischen Regierung schlug vor, nur eine Verdreifachung des bisherigen Preises von 165 000 Mk. zu bewilligen und den Preis mit 500 000 Mk. festzusetzen. Die Verbraucher⸗ vertreter schlossen sich diesem Vorschlag an. Trotzdem wurde mit 13 gegen 7 Stimmen der Preis auf 600 000 Mk. pro Tonne Roggen beschlossen. Der Weizenpreis schließt sich verhältnismäßig an. Jedoch ist bei der Brotversorgung der Roggen entscheidend. Wie sich künftig der Preis des Marken⸗ brotes stellen wird, läßt sich noch nicht genau sagen, jedoch

Leer, 9 2

arε.

* Der Deserteur. 5 Roman von Robert Buchanan.

Sieh mal, Rohan, was ich Dir mitgebracht habe, sagte Marcelle endlich, eine Kokarde mit langen Schleifen in die Höhe haltend.

Alle Konskribierten trugen eine solche Kokarde an die Brust geheftet, sogar der Exkorporal hatte sich sie in seiner

Begeisterung für die gute Sache anheften lassen. Laute Hochrufe für Marcelle ertönten. Hinweg! Rühr' mich nicht an! schrie Rohan außer

sich. NDer Junge ist übergeschnappt! brüllte der Korporal.

Rohan, begreifst Du denn nicht? jammerte Marcelle, durch den wilden Blick ihres Verlobten eingeschüchtert.Ich zog, wie Du mich geheißen, statt Deiner. Gott, zu dem ich in meiner Angst um Hilfe gefleht, hat meine Hand geleitet,

4 jetzt wirst Du, wie Gildas und alle anderen jungen Leute, dem guten Kaiser dienen. Du bist doch nicht böse, Vetter, daß dem so ist? Ich habe auf Deinen Wunsch für Dich gezogen es ist mir sauer genug geworden, das kannst Du mir glauben, und jetzt bist Du der König der Konskri bierten und dies ist Deine Kokarde. Laß mich Dir sie an stecken, bat sie, ihrer Schürzentasche Nadel und Zwirn ent⸗ nehmend. Er rührte sich nicht, nur um seine Lippe zuckte es verräterisch und seine Augen sprühten Blitze. Ehe er sich's versah, hatte Marcelle die Kokarde an seine Jacke ge heftet.

Hochrufe erfüllten die Küche.So ist's recht! brummte. der Korporal.Und jetzt vorwärts, Jungens, wir wollen auf sein Wohl trinken!

Wieder drängten alle zur Türe; plötzlich erwachte Rohan aus seiner Erstarrung, reckte sich zu seiner vollen Höhe auf und schrie mit Donnerstimme:Halt!

Alle blieben stehen; Mutter Gwenfern schlich sich zu ihrem Sohne hin und faßte seine Hand.

Ihr seid alle toll und ich bin auf dem Wege, es eben falls zu werden. Was schwatzt Ihr da von der Konskription und dem guten Kaiser? Ich verstehe Euch nicht. Ich weiß nur, daß Ihr verrückt seid und daß mein Onkel der Ver⸗ rückteste von allen ist. Ihr sagt, mein Name sei gezogen und ich müsse einrücken, um mich töten zu lassen oder um andere

eee eee eee eee.

zu töten? Und ich sage Euch, daß nur Gott im Himmel meinen Namen ziehen kann und ich keinen Fuß rühren werde nie, nie! Die Sölle verschlinge Euren Kaiser und seine Konskription! Ich überantworte ihn der Hölle, wie ich dieses Abzeichen, das Ihr mir gegeben, den Flammen überantworte!

In wütendem Zorn riß er die Kokarde von der Brust und warf sie ins Feuer, wo sie hellauflodernd sofort zu Asche verbrannte. Ein Murren ging durch die Küche, Mutter Gwenfern schluchzte laut auf.

Still, Mutter! gebot Rohan und wandte sich dann wieder zu den Konskribierten und dem Korporal:Euer Kaiser kann mich töten, aber er kann mich nicht zwingen, ein Soldat zu sein! Vor Gott bestreite ich ihm das Recht, mich unter die Waffen zu rufen, denn er ist ein Teufel. Wenn jeder Mann Frankreichs mein Herz besäße, würde er auch nicht einen Tag mehr regieren, denn er hätte keine Armeen, keine Schafe, die er zur Schlachtbank führen könnte! Geht zu Eurem Kaiser und tuet seine Blutarbeit ich bleibe zu Hause.

Während er sprach, wandte er sein Auge nicht von Mar⸗

celle ab. Jetzt näherte sie sich ihm schluchzend:Um des Himmels willen, sei still, Rohan! Deine Worte sind ja frevelhaft!

Er antwortete ihr nicht und vermied ihren Blick. Gildas Derval stieß einen derben Fluch aus und rief:Mir scheint, als ob es für meinen Vetter Rohan nur ein bezeichnendes Wort gäbe er ist ein Feigling!

Rohan zuckte zusammen, doch beherrschte er sich sofort und blickte seinem Beleidiger ruhig ins Auge. Mittlerweise hatte sich auch der wie vom Schlage gerührte Korporal von seinem Erstaunen und seiner Entrüstung soweit erholt, daß er wieder sprechen konnte. Aufgepaßt! schrie er, rot vor Zorn.Gildas hat recht, Rohan Gwenfern ist ein Feigling, ja, noch mehr ein Chouan und ein Gotteslästerer! Ihr anderen Jungens geht für Euer Vaterland ins Feuer, Rohan jedoch ist ein Feigling, ein Chouan, ein Gotteslästerer! Mutter Gwenfern, Dein Sohn sei fortan verflucht! Marcelle, Dein Vetter ist ein feiger Hund! Ein Hochverräter, der den heiligen Namen unseres Vaters, des Kaisers verflucht hat! Gottes Strafe treffe ihn!

(Fortfetzung folgt.]

muß mik cinem Preis von ungefähr 1800 M.

Aus dem gleichen

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Markenbrot gerechnet werden. Die Regierung hat 8 darüber zu beraten, wie sie sich mit dieser neuen Schwierig⸗ keit abzufinden gedenkt und wie sie den Beschluß mit ihrem Bestreben nach der Stabilisierung der Mark in Einklang bringen will. Die Lohn und Gehaltsempfänger werden alle Anstrengungen machen müssen, um ihre Einnahmen dem ge⸗

steigerten Brotpreis anzugleichen. 5

Delcassé gestorben. In Nizza ist der frühere französische Minister der auswärtigen Angelegenheiten Delcasse plötzlich gestorben.

Zuchthaus für Wucherer.

Im Rechtsausschuß des Reichstages wurde das Not⸗ gesetz beraten. Angenommen wurde die Regierungsvorlage, wonach bei vorsätzlicher Zuwiderhandlung gegen die Straf- vorschriften betr. Preiswucher, Schleichhandel, Ausfuhr lebenswichtiger Gegenstände auf Freiheitsstrafen von drei Monaten und mehr oder auf Geldstrafen von 100 000 Mk. oder mehr erkannt wird. Neben der Strafe soll stets die Bekanntmachung der Verurteklung durch eine Tageszeitung sowie öffentlichen Anschlag auf Kosten des Schuldigen an⸗ geordnet werden. Angenommen wurde ferner ein Antrag des Abgeordneten Emminger(Bayerische Volkspartei), wo. nach derjenige, der es unternimmt, Gegenstände, die der Reichswirtschaftsminster als lebenswichtig bezeichnet hat, ohne die erforderliche Genehmigung aus dem Reich auszu⸗ e mit Zuchthaus bis zu 5 Jahren, bei mildernden imständen mit Gefängnis nicht unter 1 Monat bestraft wird. Neben der Freiheitsstrafe soll auch auf Geldstrafe 9 von mindestens 50 000 Mk. erkannt werden. Das Höchstmaß der Geldstrafe soll unbeschränkt bleiben. Es wurde folgende Verschärfung der Strafen gegen den Schleichhandel ange- nommen: Wer sich des Schleichhandels, einer vorsätzlichen Preistreiberei oder einer vorsätzlichen Ausfuhr lebens-. wichtiger Gegenstände schuldig macht, wird in e schweren Fällen mit Zuchthaus bis zu 15 Jahren und m Geldstrafe von mindestens 100 000 Mk. bestraft.

Aus dem Finanzausschuß des Landtags.

Landtages stimmte am Dienstag der Teuerungszuschläg? flir

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Ein⸗ 5 us 1 Als af

ab. a Der Rest der Sitzung war ausgefüllt mit der Aussprache über die zu gründende Hessische Staatsbank. An das Refere 8 Berichterstatters schlossen sich längere Ausfühsungen de Finanzministers und einiger Abgeordneter. Grundsätzlich er⸗ klärte sich der Ausschuß mit der Gründung des neuen Instituts, das vor allen Dingen der Kreditbeschaffung für Staat und meinden dienen soll, einwerstanden. In der Mittwochssitzung wird zunächst die sozialdemokratische Fraktlon die Regierung über die augenblickliche Ernährungslage interpellieren. Alsdann wird auf Antrag des Zentrums über die Abfindung des Großherzoas verhandelt werden. Darauf soll der Rest der Tagesordnung seine Erledigung finden. 1 Vermutlich wird in der nächsten Woche mit der Beratung des Staatsvoranschlags für 1023 begonnen werden können. 1 2

Deutschnationale und Nationalsozialisten. In der f 7 letzten Partei-Versammlung der Darmstädter Frauen⸗ gruppe der Deutschnationalen(Gessischen) Volkspartei 1 1 man sich in Anwesenheit des Landesvorsitzenden der Partei, des Abg. Kindt einen Bericht vom Münchener Parteitag der scationalsozialisten von einer Dame erstatten, die offenbar als Delegierte an der Hitlerparade teilgenommen hat. Wie kommt eine Parteiversammlung der Deutschnationalen zu einer Berichterstattung über den natlonalsozialistischen Parteitag, wenn zwischen der Hergt-Helfferich-Kindt⸗Partei and der Hitler-Fascisten kein Zusammenhang besteht? l

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Eine Vertrauensmänner-Versammlung der Partei für de Bezirk Gießen⸗Alsfeld beschästigte sich am Donnerstag abend mik der gegenwärtigen politischen Lage und der Besetzung des Ruhr⸗ gebiets. Nach eingehender sachlicher Aussprache machte man sich die ien d, zu be am 11. Februar von den Partefkör 1 schaften Thüringens beschlossen wurde. Diese Re a genden Wortlaut: f g est Resanten e l

Nach fünf Wochen Ruhrbesetzung, angesichts des sich unaufhalt⸗ sam verschärfenden Wirtschaftskrieges wird es immer klarer, daß die weitere, schier unbegrenzte Fortdauer dieses Zustands zur wirk⸗ schaftlichen und politischen Katastrophe führen muß. So notwend der organisierte Abwehrkampf im Ruhrgebiet ist, zu den gewünsch⸗ ten Erfolgen wird die passive Resistenz nicht führen, wenn der Kampf nicht gleichzeitig durch eine entsprechende zielklare 90

politik der Reichsregierung abgekürzt und beende i der reg' zt un ndet wird. Das R 8 eine Rückkehr zur Erfüllungspolitit der wich en Voraussetzung für den Veginn erfolgr Zekständi g ae 0 Folgreicher Verständigungs⸗ Deshalb ist es die vornehmste Auf 7= n 3 0 di rnehr gabe de; BSD. und in besonderen der Reichstagsfraktion, ihren ganzen Einf auf 1 . Se e Einfluß der e. Sinne der Fortsetzung der Erfüllungspolftik um Hrli r handlungsbereitschaft geltend zu machen. un ee en 1

Jede Konzession an den Nationalismus ist mi 0 des Sozialismus und den Lebensinteressen W e 0 4 Augestellten und Beamten unvereinbar: sie hat unter allen 5 ständen zu unterbleiben Die neue Dolchstoßlegende ist mit Entlarvung und rücsichtssosen Bekämpfung der nationalislisch kapitalistischen Katastrophenpolitiker energisch abzuwehren Deu unzweifelhaft vorhandenen Vertrustungsbestrebunt den der deutscken und französischen Sckwerindustrie zum e f Meere 15 Proletariats ist der Grundfatz zen Wied machur d Soziali 2 Ae ing und der Soziglisterung der

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