gediegenen Fachausbildung auch der landwirtschaftlichen
dem besten Willen gar nicht in der Lage, dem Wunsche des Bauern⸗
([Gesetz gestimmt. Feile
und London.. Der Kampf um die Sommerfortbildungsschule
auf dem Lande..
Der Hessische Bauernbund führt schon seit Bestehen des neuen Volksschulgesetzes einen heftigen Kampf, um die ländliche Sommer⸗ fortbildungsschule zu beseitigen. In diesem Kampfe' Landtagsfraktion des Bauernbundes in„kulturfördernder“ Weise
lle Minen springen, um ihrer„Förderung“ zum Siege zu verhel⸗ fen. Der Bauernbund ist offenbar von der eee 5— Arbeiter micht überzeugt. Als Hauptargument wird ins Feld geführt, daß ie Landwirtschaft bei der Durchführung der Sommerfortbildungs⸗ schule sehr geschädigt würde, da die jungen Hilfskräfte im Alter n 14 bis 17 Jahren durch die Teilnahme am Unterricht von der Arbeit ferngehalten werden. Im Landtag wurde es ja sogar so dargestellt, als hinge das Bestehen des landwirtschaftlichen Be⸗ riebes von der Mitarbeit dieser jungen— nebenbei gesagt schlecht 5— Hilfskräfte ab. Diese Beweisführung läßt auf die landwirtschaftlichen Betriebe selbst allerlei Schlüsse zu, die nicht ge⸗ rade zugunsten derselben sprechen. Interessant ist die Gegenüber⸗ llung, daß die Herren Landwirte ihre eigenen Kinder in höhere Schulen und landwirtschaftliche Fachschulen schicken, aber der un⸗ sbemittelten landwirtschaftlichen Bevölkerung und dem Kleinbauern ede Bildungsmöglichkeit nehmen, indem sie den Ausbau der Fort⸗ bildungsschule zu verhindern versuchen. Weiter wird behauptet, daß die Volksschullehrer nicht in der Lage seien, erfolgreich an der ländlichen Fortbildungsschule zu unterrichten. Es wäre traurig um unsere Lehrerschaft bestellt, wenn sie einem Jungen von 14 bis 17 Jahren nicht die Elementarkenntnisse der Landwirtschaft bei⸗ bringen könnte. Sind nicht die Lehrer in den Landgemeinden wielfach die Ratgeber und Vertrauensleute der Bauern; haben nicht te von Landlehrer in ihren Gemeinden durch Musterwirt⸗ sten segensreich gewirkt? Dazu kommt noch, daß die Lehrer irch besondere Kurse viele Anregungen zur Durchführung des nen ac er erhielten und von den Landwirt⸗ schaftslehrern vielfach erfolgreich unterstützt werden.
Aber trotz alledem ist das Landesamt für das Bildungswesen dem Drängen des Bauernbundes leider entgegengekommen und hat gestattet, daß nur ein Drittel der im Gesetz vorgesehenen Fort⸗
ldungsschulstunden im Sommer abgehalten zu werden brauchen. aer wären für das ganze Sommerhalbfahr 40 Stunden, oder bei ier Stunden am Halbtag zehn Halbtage. Auch diese zehn Halbtage gefährden, wie der Bauernbund behauptet, noch die land⸗ wirtschaftlichen Betriebe und deshalb stellte die Fraktion des ernbundes im Landtag den Antrag, der Landtag möge be⸗ schließen, die Regierung zu ersuchen, die Sommerfortbildungs⸗ 50 auf dem Lande aufzuheben. Dieser Antrag wurde leider durch eine kleine Zufallsmehrheit angenommen. Die Regierung wird aber diesem Ersuchen des Landtags nicht stattgeben können, da das Gesetz ausdrücklich besttimmt, daß der Fortbildungsschul⸗ unterricht auf das ganze Jahr auszudehnen ist. Sie ist also bet
bundes entgegenzukommen, so lange eine Gesetzesänderung nicht er⸗ folgt ist. Diese Gesetzesänderung wird aber in absehbarer Zeit nicht erfolgen, da sich das neue Schulgesetz in all seinen Bestim⸗ mu bis jetzt noch nicht restlos auswirken konnte. Bei der Ver⸗ abschtedung des Schulgesetzes hat der Bauernbund auch für das Das alles ist dem Bauernbund zur Genüge a und trotzdem erläßt er an seine Vertrauensleute nach⸗ folgendes Schreiben, das dem Verfasser durch Zufall in die 0 tel: Darmstadt, den 17. Mai 1923. Hess. Bauernbund Darmstadt. Obergasse 12(Hospiz.) „Sehr geehrter Herr Vertrauensmann!
Unseren Vertretern im Landtag ist es gelungen, den An⸗ trag des Bauernbundes auf Einstellung des Fortbildungsschul⸗ unterrichts in Landgemeinden im Sommer durchzub ringen und wurde derselbe mit einer knappen Mehrheit angenommen. Es ist
dies schon lange ein Wunsch der gesamten Bauernschaft und 18155 wir uns ganz besonders dieses Erfolges. Es besteht aber e Gefahr, daß von unseren Gegnern und auch von der zustän⸗ digen Regierungsstelle alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, daß im Land Stimmung gemacht wird, daß einzelne Gemeinden die Beibehaltung des Fortbildungsschulunterrichts auch im Sommer wünschen. Wir bitten deshalb unsere Ver⸗ trauensmänner, sosort mit den betreffenden, Vertretern im ört⸗ lichen Schulvorstand Ricksprache zu nehmen, daß sie, falls von irgendeiner Seite derartige Gutachten von Ihnen gefordert oder Anträge gestellt werden, unbedingt unserer Forderung beipflich⸗ ten und in unserem Sinne ihre Gutachten abgeben. Es wird nun also der Fortbildungsschulunterricht in Zukunft nur noch auf die Wintermonate verteilt werden. Wir bitten, dies auch in den Ortsgruppen bekannt zu geben. Im Interesse staatsbürgerlicher und politischer Erziehung
ließ die
der Landjugend in unserem Sinne halten wir es für unbe⸗ 1——-w
Die Forderungen des Beamtenbundes.
Der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Beamten⸗ bundes hat gestern nach eingehenden Beratungen zur wirt⸗ schaftlichen Lage folgendes beschlossen:
1. Der seit Jahren vorhandenen und in letzter Zeit be⸗ sonders rapid wachsenden Geldentwertung und damit ver⸗ bundenen Preissteigerung ist das Beamteneinkommen zeit⸗ lich und quantitativ nicht genügend angepaßt; entsprechend ist daher der Reallohn des Einkommens ungeheuer ge⸗ sunken. Dieser hat z. Zt. einen derartigen Tiefstand, daß nicht nur eine ernste Gefahr für die Beamten, sondern auch für das Staatswohl dadurch besteht. Um die Hebung der Kaufkraft der Beamtenschaft herbeiführen zu können, ist ein sofortiger Schutz vor weiterem Herabgleiten des Real⸗ lohnes erforderlich..
2. Weite Kreise des Wirtschaftslebens sind schon lange dazu übergegangen, an Stelle der Papiermark mit be⸗ standigen Wertinessern zu rechnen. Diese einseitige Flucht aus der Mark mit ihren schlimmen Begleiterscheinungen und furchtbaren Folgen hat nicht nur das Elend der Lohn⸗ und Gehaltsempfänger beschleunigt, sondern auch die Finanz⸗ wirtschaft des Staates, der fast allein noch an der Papier⸗ mark als Wertmesser festhält, vollkommen zerrüttet. Abhilfe ist für beide Erscheinungen nur durch das gleiche Mittel möglich.
3. Dies hat zu bestehen⸗ 1 8
a) Für die Beamtenbesoldung durch eine zeitlich und materiell rasche Anpassung der Einkommen an die Geld⸗ entwertung durch einen zuverlässigen, noch zu veröffent⸗ entwertung durch einen zuverlassigen, noch zu veröffent⸗ lichenden Preisindex;
b) für Reichs⸗ und Staatsfinanzen ebenfalls durch automatische Veranderung der Nominalhöhe der Besitz⸗ steuern, die sich der Geldentwertung anzupassen haben, wie die durch die Beamten und Arbeiter zu tragenden Steuern. Durch diese gleichmäßige Verteikung der Inflationssteuer, die heute ausschließlich von den Lohn⸗ und Gehalts⸗ empfängern getragen werden muß, wird dem Verfall der Staatsfinanzen und der Inflation gesteuert. 5 Der Vorstand des ADB. fordert die alsbaldige Durch⸗ führung der wirtschaftlichen Geldentwertungsanpassung und wird sich gemeinsam mit den Gewerkschaften der Arbeiter und Angestellten für den Schutz vor weiterer Geldentwertung einsetzen. Erst wenn der Schleier der Geldentwertung weg⸗ gezogen ist, wird der Kampf zur Hebung der sozialen und wirtschaftlichen Niveaus der Beamten erfolgen können.
Der Reichsarbeitsminister zur Lohnfrage.
Berlin, 21. Juni.(Eigne Drahtmeldung.) Ein Mit⸗ arbeiter des Berliner Tageblatts hat den Reichsarbeits⸗ minister Dr. Brauns über die Schaffung von Goldlöhnen befragt. Aus den Ausführungen des Ministers entnehmen wir, daß Dr. Brauns nach wie vor Bedenken gegen einen reinen Gleitlohn hat. Er fürchtet von einer bloßen auto⸗
3 2.— 2 92— 5 1 r 1 1— 5 5 i Geldentwertung und ihre Folgen. matischen Regelung ein Tempo der Preis beweg das bisherige noch bedeutend übertrifft, und das u ständen die Wirkungen der Lohnerhöhungen fü beiterschaft illusorisch machen würde.
samten Wirtschaft auf eine fiktive Wahrung zur Folge
reiner Gleitlohn ist abzulehnen. Man müsse vielmeh
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Außerdem sorgt, daß eine derartige Regelung eine Umstellung
könnte, die dann vielleicht eines Tages die Papiermark lich wertlos machen würde. Damit wäre aber der der zurzeit sein Defizit im wesentlichen nur durch die presse decken könne, möglicherweise nicht mehr in der seine Tätigkeit aufrechtzuerhalten.
Minister Brauns denkt sich die Entlohnung
fernerhin die Löhne im Verhandlungswege für be Zeiträume, vielleicht für einen Monat festsetzen, aber Abmachung eine Klausel aufnehmen, die für die Dau dieser Abmachung eine Anpassung je nach der Bewe Lebenshaltungskosten vorsieht. Am Ende des Monat dann erneut zu verhandeln. Man müßle dann einen besserten Index finden. In Betracht käm eine Nachprüfung der bisher in den Index einb Güterliste, zweitens ein beschleunigtes Er lungsverfahren und drittens eine häufigere, elm wöchentliche Veröffentlichung. Die Einzel heiten müßten noch genauer untersucht werden. Auch géwerkschaftlicher Seite seien Vorschläge in dieser Rich gemacht worden. Es handle sich im ganzen um einen such, sagte der Minister, dessen Gefahren er nach wie nicht unterschätzt, den man aber wagen müsse, wenn me wie er, ein weiteres Sinken des Realeinkommens der beiterschaft für untragbar halte und schwere wirtschaft und politische Erschütterungen verhüten wolle. 1
Marksturz und Ministerkrise in Polen
Der Rücktritt des i Finanzministers und des Ha ministers wegen des katastrophalen Sturzes der polnischen gilt als beschlossene Sache. Finanzminister soll der frühere mintster Milschalski werden, der sich zunächst noch verhält. 5 Vom Finanzministerium sind Verfügung über Verfügun troffen worden. Die Warschauer Börse⸗ wurde geschlossen, die anderen Börsen in Polen. Diese Maßuahme soll bis 3 andauern. Sämtliche Banken sollen bis dahin ihre Devise polnische Landesdarlehnskasse abgegeben haben. Gegen einige wird wegen Nichtangabe ihrer Deipsenvorräte gerichtlich 9 5 werden. Weitere einschneidende Verordnungen n geplant.. Hierzu wird uns noch telephoniert: Seit Dienstag sin Warschau alle polnischen Valutabörsen geschlossen word Banken und Exporteure müssen sämtliche Devisen an die Bank abgeben, die damit auf den Kurs des Dollars drücken 1 Am Donnerstag ist der Dollar infolge dieser Transaktfonen berei wieder mit 100 000 polnische Mark verkauft worden. Die Regt glaubt, den Kurs noch weiter Ficken zu können, sodaß in ser Maßnahmen die vielen kleinen Besitzer von Devisen p ihren gehamsterten Besitz verkaufen. Durch das Verbot der ausländischer Devisen ist eine gewaltige Einschränkung der pn Valutaspekulatton erreicht worden. Im Laufe der Mittwe wurden etwa 40 Mitglieder der„schwarzen Börse“ in Warscha haftet und 15 000 Dollar beschlagnahmt. a
E.
dingt notwendig, daß die im Entstehen begriffene Jun g⸗ bauernbewegung nach Kräften unterstützt und gefördert
wird. usw. gez.: Die Geschäftsstelle. Weber
Die Landwirte, die eventuell doch noch anders denken sollten als die Zentralleitung, werden aufgefordert, sich ebenfalls gegen die Sommerfortbildungsschule auszusprechen. Die Geschäfts stelle hat, wie es scheint, Angst vor der eigenen Courage und glaubt selbst nscht an die aufgestellten Behauptungen, sonst wäre dieses Schreiben überflüssig. Der diktatorische Satz, daß die Fortbildungsschule auf die Wintermonate verteilt wird, ist sehr bezeichnend. Seit wann hat die bauernbündlerische Geschäftsstelle Vollzugsge⸗ walt? Der Hinweis auf die im Entstehen begriffene Jung⸗
bauernbewegung im Schlußfotz zeigt, wohin geht. So macht der Hessische Bauernbund Politik. eine sonderbare Politik! g
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Der verlorene Sohn.
5 Roman von Hall Caine.
„So frage also“, sagte Oskar. N
„Ernstlich wünsche ich zu wissen, ob Du. wenn ich Thora pon ihrem Versprechen entbinde, sie heiraten wirst?“
„Gewiß, ja— wenn sie mich haben will— ja!“
„Du sagtest gestern, wie Du Dich erinnern wirst, daß Liebe gegenseitige Liebe die einzige Grundlage einer wahren Ehe sei. Vielleicht vergaß ich dies in meinem Falle, ich darf das jetzt indes nicht wieder tun. Es ist also nicht genügend, daß Thora Dich lieben sollte, es ist notwendig, daß auch Du Thora liebst— tust Du das?“
„Allerdings tue ich das!“
„Deine Zuneigung ist erst eine sehr kurze, bist Du sicher, daß sie keine vorübergehende ist?“
„Ganz sicher!“
„Es ist eine ernste Sache, wenn zwei Menschen, wie Thora sagt, sich für Glück und Unglück, bis der Tod sie einst scheidet, miteinander verbinden— Du fürchtest Dich nicht davor?“ b
„Nein!“
„Du willst sie immer lieben?“
„Immer!“ sagte Oskar.
1„Du hast Dir alle Verantwortungen, alle Folgen wohl überlegt?“
„Ich weiß nichts von Verantwortungen und Folgen, Magnus. Ich weiß nur, daß ich Thora von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebe, und daß ich, wenn Du sie auf⸗ geben willst und sie mich zu heiraten einwilligt, mein ganzes Leben der Aufgabe widmen will, sie glücklich zu machen.“
5 Magnus rückte auf seinem Stuhl hin und her, räusperte lich und begann von neuem:„Thora ist ein herziges, gutes Mädchen, das beste und herzigste Mädchen von der Welt, sie ist aber ein einfaches Kind Islands und nie aus ihrem Lande heraus gewesen. Sie ist ganz anders, wie Du es bist, und wenn Du sie mit nach England nimmst, wird sie grund⸗ verschieden von Deinen dortigen Freunden sein. Hast Du das bedacht? Wirst Du es vermögen, ihr stets ihre Erziehung
*
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genug sein, den Rückschlag einer derartigen Ehe zu er⸗ tragen?“
Die Reihe war nun an Oskar, unruhig auf seinem Stuhl hin und her zu rücken.„Weshalb solltest Du mir dergleichen Fragen vorlegen, Magnus?“
„Wird sie das?“ wiederholte Magnus strenger als vorher.
„Ich glaube ganz sicher.“
„Aber wird sie das?“ fragte Magnus noch strenger.
„Ja, sie wird es,“ sagte Oskar.
Es entstand eine kurze Pause und darauf sagte Magnus ruhig:„Ich habe noch zwei oder drei andere Fragen an Dich zu stellen, eben so wohl um Deinet⸗ als um Thoras willen.“
„Frage also.“
„Thora ist sozusagen ihres Vaters einzige Tochter jetzt, und er ist ein alter Mann und hängt sehr an ihr. Würdest Du auf seinen Wunsch hin, sie nach ihrer Verheiratung in Island zu behalten, einwilligen, den Rest Deines Lebens hier auf Island zu verbringen?“
„Wenn er es als Bedingung aufstellte— ja.“
„Natürlich hat der Gouverneur, nachdem er so viel an Deine Erziehung gewandt hat, gewisse Pläne für Dich im Sinn, und ebenso hast Du Deine eigenen Ziele und Dein eigenes Streben. Wenn diese je in Widerstreit mit Deiner Liebe für Thora gerieten, wenn sie Dich von ihr fortlocken sollten, würdest Du stets bereit sein, dieselben ihr zu opfern?“
„Gewiß würde ich das.“
„Du bist dessen ganz gewiß?“
„Ich bin dessen gewiß— das heißt— es wäre natür⸗ lich hart= die Ziele und das Streben eines ganzen Lebens aufgeben zu sollen— wenn sie jedoch, wie Du sagst, je mit meiner Liebe zu ihr in Widerspruch geraten— oder mich verlocken würden, sie zu verlassen, zum Beispiel nach Eng⸗ land zu gehen—“
„Oder nach irgend einem anderen Lande— oder zu irgend einer anderen Frau?“ 8 5
„Das wäre unmöglich, Magnus!“
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und Bildung zugute zu halten? Wird Deine Liebe stark
„Wenn es aber möglich wäre?“
„So würde ich nicht gehen.“. „So daß also, wenn ich Thora aufgebe und sie heiraten einwilligt, nichts und niemand imstande sei ihr Glück zu stören?“ N„Nichts und niemand,“ sagte Oskar. 5
„Donn schreibe es nieder,“ sagte Magnus, das au Pulte liegende Blatt Papier berührend. ö
„Es niederschreiben?“
„Für sie, nicht für mich. Wenn Du alles dess sicher bist, brauchst Du Dich nicht zu scheuen, es schwat weiß nieder zu schreiben.“ 6
„Ich scheue mich nicht, es hat aber keinen Zweck alles an Thora zu schreiben.“ a
„Weshalb nicht?“ a
„Weil sie, nachdem Du uns gestern abend be hattest, mir sagte, daß, wenn auch ihr Herz mir gehö Dir ihr Wort gegeben habe und es zu halten gezwunge
„Das hat sie Dir gesagt?“
„Ja, das hat sie.“ 1
Magnus zögerte einen Moment, ehe er in d heiseren Stimme wie gestern sagte:„Schreibe es dem nieder und laß mich selbst den Brief überbrin
„Ist das wirklich Dein Ernst, Magnus?“
„Ja.“
ihr sprechen willst?“ N „Schreibe Deinen Brief,“ sagte Magnus mit Stimme. 5 8 „Welch prächtiger Bursche Du bist! Du erweck Gefühl in mir, als ob ich mich Dir gegenüber schandb nommen hätte und alles d'rum geben möchte, nie von land zurückgekommen zu sein. Und doch kann ich d wünschen, denn Thoras Liebe ist mir nun alles auf und dieselbe mir zu erhalten, würde ich kein Opfer ft Wenn ich Dir jedoch Unrecht zugefügt habe, weiß ich besseren Weg meinen Kummer darüber auszudrücke meine teuersten Interessen in Deine Hände zu les will sofort den Brief schreiben, Magnus. Ich ha zwanzigmal versucht, ihn zu schreiben und ko jetzt aber kann ich es und will ich es.“ a (Fortsetzung folgt.)


