Warum so schweigsam?
Die am 8. April in Schaumburg-Lippe vorgenommenen Kreis⸗ und Gemeindewahlen sind für die Sozialdemoratie sehr glünsiig ausgefallen. Sowobl in dem Kreistag des Landkreises Bückeburg, wie dem des Kreises Stadthagen hatten bisher die bürgerlichen Parteien die Mehcheit, sogar die absolute. Am Sonntag errang aber die Sozialdemokratie in beiden Kreisen die absolute Majorität. bach sich die 3
Es ist interessant zu beobachten wie sich zu diesem l- demokratssch⸗republikanischen Sieg das halbamtliche Wolfssche Telegraphenburean stellt, das die Pflicht hat, deutsche Interessen in der Oeffentlichkeit zu vertreten. Da Deutschland eine Republik ist und das Wolffsche Telegraphenbureau von dieser Republik finanziell stark umterstützt wird, sollte es seine erste Pflicht seln, auch im Sinne der Republik zu wirken. Daran wird aber nicht im geringsten gedacht. Wir haben schon oft Beschwerde darüber geführt daß das Wolffsche Telegraphenbureau wichtige, die Oeffentlichkeit interessterende Vorkommmisse entweder gar nicht oder böchst einseitsa mitgetent hat. Und so müssen wir auch heute sestnageln daß das genannte Telegraphenbu reau von den am 8. April in Schaumburg-Lippe stattgefsundenen Gemeinderats⸗ wahlen bis jetzt keine Mitteilung gemacht hat. Es schweigt sich in allen Sprachen der Welt beredt aus, während das gleiche Bureau sich übe reifert wenn volkspartelliche oder deutschnationale Wahl⸗ siege zu verzeichnen sind. 0
Warum so schweiasam? Nun, es waren ja„nur“ sozial⸗ demokratische Siege! 4
Preispolitik und Vorratsbildung.
Die lange Zeit der unausgesetzten Geldentwertung führte dazu, daß nicht nur die privaten Kreise, sondern auch die Industrie sich er⸗ höhte Vorräte an Rohstoffen, Maschinen usw. beschaffte. Diese Tat⸗ sache und zugleich der geringere Verbrauch an Rohstoffen, der mit der Stabilisierung der Mark einsetzte, haben fraglos während der Zeit der Ruhrbesetzung dazu beigetragen, die befürchtete Material⸗ knappheit zu vermeiden. So konnte kurz nach der Ruhrbesetzung be⸗ veits ein großer Teil der Industrie berichten, daß er ausreichend mit Kohle versehen set und selbst über Monate hinaus arbeiten könne. Aehnlich steht es mit der Erzversorgung der rheinisch⸗westfälischen
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Warenmarktes. Alle diese Rohstoffe waren zu einer Zeit eingekauft, wo die Mark noch besser stand und wo man auf steigende Rohstoff⸗ prise rechnete. Sie kommen jetzt erst allmählich zur Verarbeitung Umso auffallender ist, daß die Meßziffern der Preise auch auf dem Gebiete der industriellen Rohstoffe nicht heruntergehen wollen. Wenn man eine Stabilisie rungspolitik auf längere Zeit treiben will, so müßte man doch darauf dringen, daß die niedrigeren sten der Rohstoffe auch in den Warenpreisen zum Ausdruck kommen. Wenn die Verbraucher in der letzten Zeit durch die Herabsetzung einzelner Warenpreise und kommmaler Werktarife vereinzelt den Preisabbau zu spüren bekommen, so wird die Gesamtwirkung auf die Lebenshal⸗ tungskosten nirgends spürbar, eben deshalb, weil auf anderen Markt⸗ gebieten lebensnotwendiger Waren die Preise wieder steigen. Nun sind aber gerade industrielle Waren im Vergleich zu den niedrigen Löhnen fraglos übersteuert. Je länger dieser Zustand anhält, desto länger droht auch die Absatzstockung, die jetzt schon Hunderttausende von Arbeitern ganz oder teilweise um ihre Arbeitsmöglichkeit ge⸗ bracht hat, anzuhalten, weil zwischen Kaufkraft und Löhme eine Uebereinstimmung nicht besteht. Aus diesem Grunde wäre dringend zu fordern, daß die amtlichen Organe, die so viel vom Preis⸗ abbau reden, einmal die Gestehungskosten der Urproduk⸗ tion darauf nachprüfen, inwieweit jetzt noch Bestände, die früher billig eingekauft worden sind, zur Verarbeitung gelangen und in⸗ wieweit unter Berücksichtigung dieser Tatsachen noch ein Preis⸗ abbau möglich ist.
Verbandstag des Verbandes der Polizeibeamten Hessens.
Am 14. und 15. April hielt der Verband der Polizeibeamten Hessens in Frankfurt a. M., im Gasthaus zum„Storchen“, seinen 1. ordentlichen Verbandstag ab.
Die Tagung war von Vertretern der Polizeibeamten aller hesstschen Städte gut besucht. Selbst aus dem besetzten Gebiet waren die Vertreter dieser Beamtengruppe erschienen. treter der Polizeibeamtenschaft Württembergs, Preußens und der übrigen Staaten Norddeutschlands hatten der Einladung Folge geleistet.
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Der Batpffagung am Sömfrag Arne Fücgruppedeg ungen am Samstag nachmittag voraus, in denen die Ver einzelnen Fachgruppen ausgiebig die Gelegenheit benutzt Vorarbeit für die Haupttagung zu 4 7
Bei der Haupttagung traten von den zur Verh. den Punkten besonders hervot: Die Tätigkeit im abgelg Verbandsjahr und die Stellung der Verbandsmitglieder 3 Vorstand dazu die Beziehungen des Verbandes zur Reh 55 die Organisation des hess. Polizeiwesens, seine Mängel in Gedankengänge der Polizeibeamten zu einer wirklichen Ve lichung der Polizei; die Beschlußfassung über neue 2
satzungen und die Eintragung des Verbandes in das ese
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Betreffend: Einkommensteuer, Vermögenssteuer, Zwangsanleihe u. Körperschaftssteuer
Im Anschluß an die an dieser Stelle erlassene, öffent⸗ liche Aufforderung wird biermit bekanntgegeben, daß
die Fristen für die Abgabe einer Steuererklärung für Dr.
die Veranlagung zur Einkommen⸗ u. Kapitalertragssteuer für das Kalenderjahr 1922 sowie für die erste Veran⸗ lagung zur Vermögenssteuer und für die Veranlagung zur Zwangsanleihe mit Ende dieses Monats ablaufen. Die Steuererklärungen sind daher spätestens bis zum 30. April 1923 abzugeben. Wer zur Abgabe einer Steuer⸗ erklärung verpflichtet ist, ergibt sich aus der oben er⸗ wähnten Bekanntmachung. Für die Vermögenssteuer
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Dieustag, 24. April, abends 8 Uhr, im Grosten Hörsaal der Universität. Eintritt 500 Mk., für den 1. und 2. Abend zusammen 800 Mt. Schneider'schen Buchhandlung Neuen Bäue. Das neue Semester der Voltshochschule beginnt am Montag, 30. April. Näheres im Arbeits- plan für das 9. Semester, der in den durch Aus⸗ hang bezeichneten Geschäft. kostenlos zu haben ist. 1
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und Zwangsanleihe besteht jedoch eine Abweichung in⸗
sofern, ala zur Abgabe der Steuererklärung nur ver⸗ 4 pflichtet ist, wer am Stichtag(31. Dezbr. 1922) eiu Ver- mögen von mehr als 400 000.— Mk. besessen hat.
Bei der Körperschaftssteuer haben Betriebe, bei deuen
regelmäßige jährliche Abschlüsse stattfinden und die den HA 84 Abschluß des letzten Wirtschaftsjahres für die Vermögens⸗
feststellung zu Grunde legen, sofern der Abschluß bis dahin noch nicht festgestellt ist, die Steuererklärung spätestens binnen zwei Monaten nach Feststellung des Abschlusses abzugeben. Hierdurch wird die Verpflichtung ö 25 des geschuldeten Zwangsanleihebetrages bis zum 30. Appil 1923 im voraus zu zeichnen, nicht berührt.“
Die Vordrucke für die Einkommensteu er, Ver⸗ mögenssteuer und Zwangsanleihe sind nunmehr eingegangen und werden den in Frage kommenden Steuerpflichtigen von den Finanzämtern übersandt werden. Wer zur Abgabe der Steuererklärung verpflichtet ist, aber bis zum 24. ds. Mts. einen Vordruck nicht erhalten
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hat, ist angehalten, denselben vom Finanzamt abzuholen. Bei den Landgemeinden sind die Vordrucke auf den Bürgermeistereien erhältllich.
0 Sobald* e zur Köͤrperschaftssteuer er⸗. ienen sind, erfolgt besondere Bekanntmachung. 18. April. Feuerstei Hilfsweichenft Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, 20. April 1923 ieee 5
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Gestorbene.
3 Jahre alt, Am Riegelpfad 32. 5 Beerdigung: 23. April, 8¼ Uhr nachm. 2 19. April. Marie Hilgardt, geb. Zoll Ww., 68 Jahre alt, Keplerstr. 11. l Beerdigung: 28. April, 2 Uhr nachm.
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register. 5 ö i ausgedehnte Aussprache über den ersten Pu 11 einstmides Guchelhen ber gelerßelen Arbei. Diese W 1 10 fand auch in der einstimmigen Wiederwahl der bisherickg f standsmitglieder ihren Ausdruck. Ded Vorstand wurde für 1 Arbeiten höchste Anerkennung gezollt. Sie wurden als 0 n ordentlich schwierig anerkannt und besonders von den Versen aus dem besetzten Gebiet wurde bedauert, daß ihnen unter den heutigen Verhältnissen so wenig Erfolg beschieden war. 90 1 Zu dem oben an zweiter Selle angeführten Punkt warn a interessante Ausführungen zu hören. Sie ließen erkennen, dad 115 Polizeibeamtenschaft in der Lage ist für die Vereinf un— Verbilligung der Staatsverwaltung sehr brauchbare Vorf, 11 machen. Die auswärtigen Beamtenvertreter„ sämiiseh 5 Nr. Ziele der heft, Poltzelbeamtenschaft zu diesen Punft für mch ee d it wenigen Aenderung 185 Satzungen wurden m an; ee e 9 5 in das e 10 f t das Ergebnis der Tagung für d 6. 0 8 e Dies festzustellen war bes werwoll, weil gerade in diesen Tagen der Vorstand des dit Polizeibeamtenbundes eine Tagung zur Besprechung gem 15 licher Ziele in Dresden abhält, an der auch ein Vertreter der dale Polizeibeamten teilnimmt. Der Vorsttzende schloß den wltic Die Ver⸗ tag mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die built und die Deutsche Republik.. 10 6 1 gie T. Dollarstand Samstag mittag 12 Uhr: ca. 26 000 1603 10 10 28 vir litt bu 5 5 agen se 8 I lng! 1 Algogen 4 gur, 1 dier 0 25 6 i fu a 1 Uli Gießen, Bahnhoistr. 30(neben Schade& Füllgrape n K — 72 ang 1 noch b 9 u deut 1 dz t 1 tut di die 4 40 90 72 2 0 dethe! Prüfen Sie meine Waren in d * 2 5 2 falt da Vergleichen Sie meine Preise. a a„en 2 2. sind bis zur a leine Preile gt herabgelefzl a l Mögli chkeit u r
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