Ausgabe 
23.4.1923
 
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Ker 1023 die Söhne um das Elgsache gegen den Vör⸗ 5 sertet tand gestiegen waren; die Ernährungskosten betrugen 0 über zu derselben Zeit das 1368fache. Schmidt sagte, daß Um bei solchen Zuständen die Unruhe der Arbeiterschaft inner⸗ Urmded lich berechtigt sei und man ihr nicht mit sachlichen Gründen N00 entgegentreten könne. In den ernstesten Worten warnte

a unser Redner die Reichsregierung, den kapitalistischen

n We e nicht noch weiter entgegenzukommen. L baude m einzelnen führte Genosse Schmidt u. d. folgendes aus: Offen und ehrlich muß hier dur Sprache gebcacht werden, was eine Gefahr für unser ganzes Wirtschaftsleben bildet. Die Steuer⸗ und Fimanzpolitix hängt eng mit der Wirtschaft zusammen. Darum dt en meiner Ministergeit immer an einem Kontakt der Steuer⸗ mit der Wirtschafts politik festgehalten worden. Gewisse Kreise drreuif aus, den Dollar auf einen Stand von min⸗ 30 000 zu bringen. Es wäre verhängnisvoll, wenn die Re⸗

155 in Pets zege rungen und neue Lehnserde wangen. Nn der Jorsetin 5 Stützungsaktion sind wir durchaus einverstanden. Bei den stehenden Verhältnissen Schluß wächst die Front des Proletariats ständig. Zu den Lohmarbeitern treten die Rentenbezieher, die Angehörigen 19 und andere. Der Gegensatz zwischen Arm und

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ber Speknlakion energisch zu Leibe gehen. Aus volkswirtschaftli 2 eee de eee Mee 10 dung e e die Spekulation gefordert. Härte man damals umsere ige beachtet, dann wäre dem deutschen Volke unendlich del Bend erfpart gerieben.(Sehr wahr! bei den Soz) Wegen der Devifenordmumg hatten sich die Banken und die Börsen ver⸗ und gesagt:Auf keinen Fall darf dieser Kerl(Schmidt)

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wir nicht unter normalen, sondern unter höchst anormalen Ver⸗ 0 eben. Die wertbeständigen Anleihen der Provinzen und ber Stüdte haben einen ungeheuren Markt gefunden. Man muß ö Sparkapital Gelegenheit zu wertbeständigen Anlagen geben, um es der Spekulatton zu entziehen. Ein freier Markt ist jetzt nicht möglich. Die Devisenordnung wird von den Banken vielfach sehr geschickt umgangen, indem sie jedem Privatmann ein Konto weiter für& in Fremden Werten geben. Aus dem eben bekanntgewordenen Ab⸗ schluß Berliner Handelsgesellschaft ergibt sich z. B., daß bei

ihr 50 arden in fremden Werten angelegt sind, während die

priche Papiermarkeinlagen bloß 2764 Milliarden betrugen. Der Reichs⸗ Fett. R. G. bank kann der Vorwurf nicht erspart bleiben, daß sie nicht einen es in sulchen g scharfen Eingriff durch die Kreditbeschränkung namentlich auch in 0 bezug auf die Beleihung von Devisen vorgenommen hat. Die

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nt. jesige Aktion kann nur dann Erfolg haben, wenn mit sehr scharsen U Schuß des 0 n eingegriffen wird. Dafür daß Industrie und Handel mit ihren Preisen weit über den Dollarstand hinausgegangen

ben e kd, abt es keine andere Erklarung ds wolene eräägscheslose Ausbeutung der Konjunktur durch die Profitwut. Die großen Industriekonzerne bestimmen einfach die Preise, ug. Wenn g Die die haben wolen und dichter sic mt in geringsten nach Markt⸗ gleichzeitg fh perhältnissen und Inderziffern. Die Stahlpreise 3. B. sind weit ae erde Enter un der Mark bürensgcdendee, And la blacen ben, daß man konkurrenafäbia gegenüber dem Auslande bleiben

ister 4 Die Herren können sich immer noch nicht damit abfinden, daß

Presseir eitdicht Hr. Heier prelßfschen Negrerimg gewom harten, unseren Landwirten Slick⸗

Websseden, die af fff Pen feen sser wo die deulschen Preise böber stehen schreit man sofort, man müsse stoff zur Verfügung stellen und damit die beutsche Getreidepro⸗

Subventionen haben. um konkurrenzfähig bleiben zu können. duktion erhöhen, führen wir nunmehr deutschen Stickstoff aus Die deutsche verarbeitenge Industrie ist es, die micht kon⸗ und müssen, weil es uns an Bwot fehlt, zu Weltmarktspreisen das kurrengfähig ist, wenn diese Preise bestehon bleiben. Aber gerade mit deutschem Stickstoff erzeugte Getreide aus dem Ausland kaufen diese Industrie ist viel zu abhängig von den mächtigen Wirt⸗ und einführen. Der frühere bayerische Landwirtschaftsminister schaftsdruppen, um opponieren dt deinen. Im Verhältnis zu den Wutzelhofer hat einmal in einer interessanten Denkschrift diese reisen ist die Aussuhrabgabe viel zu gering. Gerade die großen Ernährungspolitik alsWahnsinn bezeichnet. Aber Wirtschaftsgruppen haben keinen Anspruch auf die Beseitigumg der darüber hinaus ift sie noch eine Verfündigung an der Brotver⸗ Ausfuhrabgabe. Es ist durchaus falsch, Haß die Löhne höher ge⸗ sorgung unseres Volkes. fliegen sind als die Preise. Ganz planlos werden die Preise in die

Höhe getrieben, sodaß. B. auf der Leipziger Messe eine ungeheure 5

bee dee ba e 1c Wer gleiaser ene neden Deutschland und Frankreich.

gegen diese Preistreiberei nicht mit aller Energie eingeschritten Ein Traum vieler guter Enropäer

wird i meine Senkung der Lebenshalt 1 i 1 5 1

ae eee eee i Der deutsche Winister des Auswärkigen von Rosenberg pat gegenüber dem Plane eines deutschen Angebots zur Lösung des Ruhr⸗

Stürmischer Beifall unserer Fraktion dankte unserem ftreits eine zi f

Genossen. Die bürgerlichen Parteien, die die Rede mit großer sere 3 Sau

Aufmerksamleit angehört hatten, verhielten sich schweigend. Führer der Deutschen Volkspartei Stresemaun sind für ein solches

Man darf annehmen, daß am Montag, wenn die Aus⸗ Angebot eingetreten. Die Schlußworte der Rede Rosenbergs stehen

sprache fortgesetzt wird, der Minister auf die Schmidtsche jedoch auf einer so hohen Warte geschichtlichen Ausblicks, daß wir sie uns gern zu eigen machen. Sie mögen hier folgen:

Rede antwortet. Am Samstag wird sich der Reichstag mit n 1 dem Gesetzentwurf gegen Versamunlungssprengungen be⸗ n ö 8 2 Bec schäftigen. der geschichtlichen Geschehnisse und der Kämpfe, die auch uns diese

J tiefen 5 1 1 5 bald das das 242 andere Volk den Vorsprung. Es mag sein, daß es ir jenigen, Politische Uebersicht. den die Welle des Schicksals gerade nach oben getragen hatte, schwerer 3 ist als für dessen der unterlag, Maß, Besonnenheit und Ver⸗ nunft walten zu lassen.

Die Politik des Wahnsinns. Die Völker Deutschlands 3 5 nur eine Vahl: Vor wenigen Tagen wurde in der Oeffentlichkeit darauf hin⸗ entweder miteinander zu leben nander zu vergehen. Wenn gewiesen, daß die Reichsregierung neuerdings im His blick auf die Frankreich sich dazu enkschließt, Deutschlands Recht auf Freiheit und augenblickliche Absatzstockung der Stickstoffindustrie die Eristenz seines Gebietes und seine Hoheitsrechte zu achten und auf Erlaubnis erteilt haben soll, 30 000 Tonnen Reinstickstoff aus in⸗ Demütigung seines Nachbarn ebenso zu verzichten, wie dieser Nach⸗ ländischer Erzeugung nach dem Auslande auszuführen. Der bar nicht daran denkt, Frankreichs Ehrgefühl zn verletzen, so wäre Reichsernährungsminister hat zu der anfänglich kaum glaublich er⸗ das Eis gebrochen. Dann könnte sich der Traum vieler guter Euro⸗ scheinenden Nachricht geschwiegen, so daß jetzt die Tatsache der päer erfüllen, die sich von dem wirtschaftlichen Zusammenarbeiten

Ausfuhrerlaubnis für einen so großen Posten deutschen Stickstoff der beiden Völker einen neuen Aufschwung Europas erhoffen.

als 8 l enn u, e 8 2 B 9 6 5 2 atzsto im and, auf die ie Herren vom

Stickstoffsyndikat Nene ist, wie jeder Landwirt weiß, nicht da- Militarismus.

durch hervorgerufen, daß der heimische Bedarf an Stickstoff be⸗ Die schroffe Ab sage. die der deutsche Außenminister

friedigt ist, vielmehr reicht die heimische Erzeugung für den großen* 5 8 a umd lebenswichtigen Bedarf nicht aus. Aber der Profithunger des en Rosenbero an d fvanzösischen und damit an den Stickstoffsyndikats hat den Preis so heraufgeschraubt, daß das Militarismus überhaupt gerichtet hat, ist beachtenswert. Gros der heimischen Landwirte sich weigert, diese Preise zu be⸗ Wir wiederholen hier seins guten Worte: Der Ausgang des zahlen. Die Herren vom Stickstosssyndikat aber, die immer mit ungleichen Kampfes im Ruhrgebiet und im den en 1 ge mit 2j. Rheinland wird von weltgeschlchtlicher Trag gegen die von der preußischen ierung beantrag eichs⸗ i 5 i 15 kontrolle und Reichserfassung der heimischen Stickstosferzeugung 5 5 8 ee 1 87 nicht 3 gewehrt haben, haben jetzt wieder einmal erreicht, was sie wollten wird, die waffenlose kerne 2 Kue zn ben Bol

und können dank der Nachgiebigkeit der Reichsregierung auf wäre der Militarismus für alle Zeiten Trumpf. und für g Kosten des deutschen Ackers ihren deutschen Stickstoff zu der Weltpolitik wäre künftia mur noch die Zahl der Bajonette ent⸗ Wel tmarktpreisen losschlagen. Mit welchem Rechte das Stickstoff⸗ scheidend Erweist sich aber der Waffenlose als unüberwindlich, so syndikat diese Weltmarktpreise und die hohen Inlandpreise ver⸗ ist der Beweis erbracht. daß die Macht kriegerischer Rüstung und 1 5 5 7 8 1 ee 1 e e b militärisher Gewalt ihre Grenzen hat und daß ein auf Vernunft eiter bez es keineswegs etwa mit Weltmar nen, und seine 50 f a 5

Methode, Stickstoff aus der Luft zu fabrizieren, hat es bisher noch 1 i 1 8 0 e, Ae ee 15 nicht dazu bewogen, ausländische Luft gegen Devisenhergabe einzu⸗ 1 1 1 sonde t

führen. Es verwendet immer noch gute deutsche Luft dazu, die ihm der Ruhr würd nicht um Kohle und bolz sondern um Fort vom Reiche kostenlos geliefert wird. schritt oder Rückgang des Rechts⸗ und Friedens⸗

K 6 5 will. Anfang des Jahres sind die Roheisenpreise im Deutschland kdebriger gewesen als in England. Wo sind die Riesengewimne

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Das Endresultat ist: Anstatt daß wir zu einigermaßen gebdankens gerungen. erschwinglichen Preisen, wie es die Vorsthläge der*

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