Da sst es erfreulich. daß nunmehr der preußssche Handels⸗ mfuister, Gen. Siering, die Aussichtsbehörden angewiesen hat, r Augenmerk auf diese unzulänglichen Kostgelder und Ent⸗ schädigungen zu richten. Die Aufsichtsbehörden sollen die Hand⸗ werkskammern veranlassen. darauf hinzuwirken, daß diese Miß⸗ stände beseitigt werden. Von den Kammern sollen Richtlinien aufgestellt werden die beim Abschluß der Lehrverträge als Grund⸗ lage für das Kostgeld dienen sollen. Soweit ähnliche Mißstände auch in industriellen Betrieben bestehen, beauftragt der Minister die Regierungspräsidenten. unter Mitwirkung der Handelskammern
und der Gewerbeaussichbsbeamten dort ähnlich zu verfahren.
Daß der preußische Handelsminister erfreulicherweise auch der Lehrlingszüchterei zuleibe gehen will, beweist eine Bo⸗ stimmung, die er mit Bezug aurf das Barbier⸗ Friseur⸗ und Perückenmachergewerbe erlassen hat. Gemäß§ 128 Absatz 2 der GO. hat der Minister bestimmt. daß in jedem Betriebe des Ge⸗ werbes unter den gesetzlichen Voraussetzungen nur ein Lehrling gehalten werden darf. In gemischten Betrieben darf ein zweiter
eingestellt werden wenn nach dem Lehrvertrag der eine ing oinschliesßlich im Herrenfristeren. der andere ausschließ⸗ im Damenfristeren ausgebildet wird. Die Einstellung eines iten Lehrlings in einem gemischten Betrieb darf nur erfolgen.
die ckskammer oder die Immung aus den Lehr⸗
4 e Handwe a 9 werträgen festgestollt hat daß die genannten Vorausetzungen vov⸗
Unterbezirkskonserenz des Unterbezirks Großen Buseck. Sonntag, den 25. März 1929 für die Orte: Altenbuseck, Trohe, Rödgen, Annerod, Gr.⸗Buseck, Beuern, Bersrod, Reiskirchen, Op⸗ penrod, Burlhardsfelden, Lindenstruht und Hattenrod. Tagesordnung: 1. Rechnungsablage. 2. Neuwahl des Vor⸗ standes. 3. Maifeier 1923. 4. Verschiedenes. Die Ortsvereine wollen zu dieser Versammlung mindestens je 3—5 Vertreter entsenden. Kein Ortsverein darf fehlen!
4 Der Vorstand: Herber.
Arbeiter⸗Jugend, Unterbezirk Gießen.
Am Sonntag, den 11. März fand in Gießen eine Unterbezirks⸗ führersitzung statt, die sich mit rein organtsatorischen Fragen be⸗ schäftigte. Erfreulich war, daß fast alle Vereine des Unterbezirks vertreten waren; so daß um 10 Uhr die Verhandlungen begonnen werden konnten. Leider war es dem Genossen Avemaria, Darm⸗ stadt, nicht möglich gewesen, an der Tagung teilzunehmen. Trotz⸗ dem wehte ein frischer Geist vom Beginn bis zum Schluß. Einen der wichtigsten 11 bildeten die Berichte der einzelnen Ortsver⸗ eine. In fast allen stand die Jugendheimfrage im Vordergrund. Leider wird in allen Vereinen die Arbeit durch diesen Nachteil stark beeinträchtigt, doch bewies die lebhafte Aussprache, daß man über⸗ all bemüht ist, die Bewegung über diese schwere Zeit mit Erfolg
uls welcher mur der vom Gericht als augemessen erachte 8
gefordert worden war, in der zweiten Instanz nicht zulässig
Umangenehmer Fahrga sst. Der aus der Unt . e porgeführte Arbeiter A. F. von Ober⸗Wöllstabt
November v. J. einem Hilfsschaffnor auf der Fahrt zwi Frankfurt und Groß⸗Karben erst nach mehrmaliger Aufforderu seine Arbeiterwochenfahrkarte zur Kontrolle vorgezeigt, ihm als dann, nachdem er die Karte zwecks Nachprüfung an sich genommen hatte diese auf dem Bahnbof Groß⸗Karben wieder entriffen. Da⸗ bet hat er dem Schaffner mehrere Schläge mit der Faust in das Gesicht versetzt sodaß er 14 Tage arbeitsunfähig war und ihn da⸗ bei mit groben Schimpfworten überhäuft. Unmittelbar Darauf hat er den Schaffner wiederum angepackt, ihn nach dem bepeits? im Anfahren begriffenen Zug hingegogen und dabei die Worte gebraucht:„jetzt flleg'st du drunter“. Nur dem Umstand, daß der Schaffner mit aller Kraft gegen den Randstein des 1 90 stemmte, war es zuzuschreiben, daß größeres Unglück verhüte! wurde. Der Angeklagte der behauptet daß er wegen der Weg. nahme der Fahrkarte gereizt gewesen sei und wegen eines w jüngeren Jahren erlittenen Herzschlages, sowie einer Mi operation an Erregungszuständen leide und manchmal micht wisse, was er tue wurde auf Grund des Gutachtens des Sachverständigen Für voll verantwortlich erachtet. Mit Nücksicht auf die Roheit und
Anf. 7 Uhr Ende 9“
5 0 Rücksichtslosigkeit. die er durch seine Handlungsweise gegenüber Diese Vorschristen finden zwar keine Anwendung auf Be⸗] hinwegzuführen.— An Stelle der provisorischen Bezirksleitung dem pflichtgemäß handelnden Eisenbahnbeamten an den Tag gelegt triebe in denen bereits vor dem 15. März 1923 mehrere Lehrlinge wurde ein Bezirksvorstand, bestehend aus 7 Personen, gewählt, an hat, die ernsten Folgen dhe leicht hätten erwachsen können, sowle 0 len wurden: docß dürfen Neueinstellungen auch hier erst er⸗ dessen Spitze Gen. Fleischer, Gießen, Riegelpfad 37, gestellt wurde. die Nolwendigkeit des Schutzes der leider vielfach beim reisenden 8 die bisher gehaltenen Lehrlinge ausgelernt haben.. Alle Anfragen sind an ihn zu richten. Von besonderer Wichtig Publikum bei Ausübung ihrer schweren Verufspflichten Wider. Mehrere Betriebe desseshen Unternehmers an einem 2 5 25 keit 9 5 0 e 4 W 8e e e 15 55 eine strenge 1. ö ane mit mehre weigstellen gelten im Sinne dieser An⸗ zu Gießen. Mit einem gemeinsamen Li iam Platze. gen Widerstandes gegen die tsgewalt rper- 5 8 115 8 8 9 155 1 5 laufene Tagung geschlossen. ö K. 0 und e 5 190 er N 1 dee. wollen hoffen daß diese Anordnungen des Mimisters au von 8 Monaten unter Anrechnung von ten ngs⸗ den betreffenden Behörden geachtet werden Münschenswert haft, sowie 10 000 Mark Geldstrafe wegen Beamtenbeleidigung N Went es uns allerbinge daß namentlich die letztere Vorschrist Strafkammer Gießen. Außeckem wurde ihn die Zahlung einer Buße an den Verletzeß auch auf gewisse andere Betriebe ausgedehnt wird. Sitzung vom 16. März. als Nebenkläger auserlegt. 3 8 1 b. 5 Verdächtige Dollars. Die Ehefrau A. K. von Fried. 5 5 Unberechtigter Titel. Der Naturheilkundige W. W. berg war angeklagt. während ihres Aufenthaltes im Krankenhaus 1 wenne. Kat anf Fend de Raeder en eres werbe wel er e ker 35 Boer enden un chen. de. Beat deen 6. Agitationsbezirk Gießen, Alsfeld, Lauterbach. ch den Titel„Pomagpall“, eine Bezccchnung. durch welche der urge daraus Regeln dan fie te Zeit, zu der der Verlut 5 Kursus fur Wohlfahrtspflege und Ingendfürsorge. Anschein erweckt werden konnte. daß er eine geprüfte Mediainal: des Geldes gemerkt wurde. größere Anschaffungen 5 1 ö An die Ortsereine! person sei. beigelegt hatte. Seine auf Freisprechung gerichtete Be⸗ ftlicken gemacht und dabei mit Dollars be 1 5 25 5 rufung hatte Erfolg, da das Gericht annahm, daß die Bezeichnung kurz vorher sich noch Geld geliehen „Zur Einführung in das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz findet Homöopath nicht als ein auf die Täuschung des Publkkums hin- daß sie das Geld in Spätsom 0 85 Sonntag, den 25. März, nachmittags 2½ Uhr e 1. Gleig fache F peu 1 5 A Amerikge bekrmmwer habe der l —„den 25.„ 2 Kein Beweis. Glei Freisprechung erziel er Ar⸗ wollen. Da tatsächlich 8 0 im Gewerkschaftshaus Gießen. 4 f 5 beiter K. W. von Gießen. der wegen Diebstahls eines Sackes 5 1 fee wieder 0 e ffn setzung, Tuligkeit und Verwaltung.. e Verdachtsgründe g die gegen ihn vorlagen, wurde auf 155 widerlegen e daher mangels ausreichendes Beweise* f 5 7. ß ²ͤùd! meẽé ̃ͥœ̃ N a d el berg e e f estimmt erwartet, ich unsere Gen nicht erbracht er ö 0 — 1. sozialen Fürsorge 8 9 500 e 1 1 Versammlungskalender. 10 1 Als eine Selbsterständlichteit sollte es gelten, daß Gemeinderäte Saaterwelsel Wee e zu Geldstrafen und Bußen Staufenberg. Freie Turnerschaft. Samstag, 24. März, 9 n 9 1 17 an 55 1 1 an den Verletzten den sie gemeinschaftlich gallen hatten. 5 1 10100 Uhr: Mitgliederversammlung. Vollzähliges Erscheinen 1 ir weisen nochmals daraufhin, en weiblichen Mit⸗ urteilt worden n., hatte der Verletzte als Nebenklä rwün a 0 gltedern entfernt gelegener Ortsvereine, die an dem Kursus teil⸗ rufung i bobere. erzielen. Sele Be⸗ Altenbuseck. Wahlverein. Samstag, den 24. März, abends f nehmen, das Fahrgeld vergütet wird. rufung wurde zurückgewiesen. da er es unterlassen hatte, in der 87 Uhr findet im Vereinslokal eine Mitgliederversammlung statt. 5 6 Mit Parteigruß! FJ. A.: H. Häuser. ersten Instanz die geforderte Buße ziffernnäßig anzugeben und Es müssen alle Mitglieder pünktlich und vollzählig erscheinen.— le 10* eine Erhöhung des in der erstem Imstanz gestellten Bußspruchs, Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gegeben. 5 90 0 5 5 3 5 55 7 10 f f 90 fe eee 1 alte Ness rette. n f 5 9 1 0 Et äNEH,& Cie., BUSSE M N— 5 1 10 5 7 7777 1 5 5 4 der N d Ne de be. 17 N Di . 1 335 1 Gemesnnützige a 5 8— 9 7 b kaufen Sie am hilligsten la Oslenbacher lederwaren ein] eberversorgung ir des Rhein, Ben., Seryifs merke ssch ein sedeg 1 ö 5 4 ee eee 50er die Schuh- erhòst des Lede, m0 5 1 Im EI a gengesc 541* 1416 Gern Hesl lob mhle C cm N d. 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Mirz, abet 8 Ur lige, — g Betr.: Die ee 97795 land⸗ und forst⸗ 5 5 110 130 8 115 hr pünkt ich 5 3 5 5 d wirtschaftlichen Betrieben beschästigten Personen; im Gewerkschaftshaus zu Gießen(Schanzenstraße) 1 Bekanntmachung. hier: Beitragsleistung für 921. 0 2 e 9 0 8 1 5 0 0 1 1 Betr.: Das Landgestüt; hier: den Abgang der Land⸗ 0 0 We 1255 10 1 e K ursus für Betriebs obleute L 0 5 1 e ee nach 1 Deckorten. 1921 ln von Pee 05 er e 78 Auch die Vorsitzenden der Organisationen sind zu diesem Kursus freundl. eingeladen. fl kl k— a itteilung der Landgestütsdirektion sind die[Versicherungsamt der Stadt Gießen während der Zeit S 3 5 2„ Landgestütsbeschäler für die Deckorte Berst dt, Butzbach, von kermittags 8 bs nachm ttags 1 Uhr zur Einsicht Sonntag, den 25. März, vormittags 9 Uhr Srgitag, den 23. 0 1 ö Lich und Grünberg von Darmstadt abgegangen offen. Innerhalb einer weile en Frist von zwei Wochen, im Gewarkschaftshaus zu Gießen(Schanzenstraße) Selig on 9 g Gießen, den 13. März 1923. nach 119 0 der Offentegungsfrist,* 5 iu der K 8 8 fü B t 2 0 Die f 1 0 1 9 5 roll Beis ragspflia in 2 0 1 2 5 d Sirkuneeer d. Er gr ne lenberg gf e bes e e geeei Kursus für Betriebsratsmit⸗ euere land⸗ und forstwirtschaftlichen Berufs genossenschaft 5 3 A 7 Ende 9/ Uhr Bekanntmachung. 0 erheben(. 8 1021 1023 Reichsversicherungs⸗ 9 1 1 E d E U aller Judustrien W 950 0 4 g ordnung). 7 2 5 Die l dichen Tennisplätze auf der Liebigs Gießen, den 19. März 1823. Am gleichen Tage nachmittags um 3 Uhr in Nidda Don Juan 9 Faust 00 Ziaglahrige Spieth eee eee VBersicherungsam! der Sladt Gießen. a im Lokale Rings haufen: Tragödie von Grabbe. 1 ind unter Angabe der gewünschten Tage und Dr. Frey. 0 8 S 5 3 Anf.7 Ende geg. 10 Uhr. Zeiten beim Stadthaus, e e ein⸗ Weiter. Kur s f. alle Indu trien Montaa, den 26. März 10 zureichen. Die vorjährigen Mieter erhalten ihre alten für Säuglinge, altere kinder, Referent für alle drei Vorträ Einmalige Auffübrung 1 Plätze wieder zugeteilt, falls sie bis zum 5. Abril kranke u. schwache Erwachsene alle drei Vorträge: 1412 Außer Abonnement 13 d 5 Is. entsprechende Nachricht dorthin gelangen 9 die unubertroftene, krättigende Gen. Dr. Lorch Frankfurt a. M. u ber den 78 assen. und leicht verdauliche Nahrung. Aullseiti 11 eber den Wasse 1 Gießen, den 20. März 1923. Nufelde Fordern Sie in Apotheken und in enn Wünscht. Drama in 3 Akte Der Oberbürgermeister. J. V.: Dr. Seih. oOrogerien das, Kufeke“. Kochbuch. von Engel b i a5
Die Betriebsräte⸗Zentrale. J. A.: Moosdorf.
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