Ausgabe 
22.2.1923
 
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Auf der anderen Seite kann man viesigen Verbrauch beobachten. Noch

nie sind soviel Autos in der Welt herungefahren, wie jetzt. Und ein solcher Wagen kostet Unsummen. Cuno erklärte, es wilrden noch schwerere Zeiten kommen. Da müssen wir den Sachwerte⸗Besitzern zurufen: Abgabe für den Wirtschaftskcieg! Opfert ein Viertel von eurem Vermögen! Wir kämpfen als Sozialdemokraten gegen den Imperialismus und müssen uns selbstverständlich auch gegen den französischen wenden. Dabei müssen wir aber verlangen, daß alles getan wird, um eine baldige Verständigung herbeizuführen, denn auch die Arbeiterschaft des Ruhrgebiets hat unter der Ruhrbesetzung furchtbar zu leiden und die Folgen treffen auch die Arbeiterschaft des übrigen Deutschland. In der Diskusston machten die Genossen Baiersdorf, Degenhardt, Piefke und Ottilie kurze Ausführungen im Sinne des Referats. Auf eine Frage Ottilie's, ob es richtig sei, daß, wie mehrfach behauptet wurde, französische Kapitalisten die Regie⸗ rung Wirth gestürzt hätten, antwortete Genosse Quessel im Schluß⸗ wort, daß davon keine Rede sein könne.

Die Gießener Maschinenbauschule wird den Hessischen Land⸗ tag bei seiner nächsten Tagung beschäftigen, da die Regierung er⸗ sparnishalber die Aufhebung plant, alle Interessentenkreise aber die Aufrechterhaltung im Landtag beantragt haben. Nach dem Krieg wurde bei der hiesigen Gewerbeschule für das Metallgewerbe auch eine Maschinenabteilung gebildet. In diese Abteilung traten eine größere Anzahl älterer Leute ein, um die Maschinentechniker⸗ lausbahn zu ergreifen. Aus der Maschinenbauabteilung entwickelte ich mit Genehmigung des Hessischen Ministeriums eine vier⸗ semestrige Maschinenbauschule nach dem Lehrplan der preuß. mittleren Maschinenbauschulen. Da Schulgebäude und Lehrkräfte vorhanden waren, verursachte die Schule keine größeren Kosten, wie eine Gewerbeschulabteilung sie entwickelte sich unter der Leitung ühres Direktors, Dipl.⸗Ing. Bünnings, sehr gut und wurde von Schlilern aus weit und breit besucht. Leider kann aber der Beste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt. Der Direktor der Offenbacher technischen Lehranstalten fand in der Gießener Schule eine Konkurrenz und setzte in echt praktikularistt⸗ sscher Weise alle Hebel in Bewegung, um die Gießener Schule wie⸗ der verschwinden zu lassen. Leider hat sich auch die Zentralstelle fiir die Gewerbe und der Landesgewerbeverein vor den Wagen des Offenbacher Herren spannen lassen und nachdem sie erst der Gießener Schule Unterstützung zusagte, dem Ministerium für Arbeit und Wirtschaft die Schließung angesonnen. Viele münd⸗ liche und schriftliche Vorstellungen der Schüler und des Aufssichts⸗ rates der Schule sanden keine Berücksichtigung, die Zentralstelle für die Gewerbe gab zuletzt die Eingaben gar nicht mehr an das Ministerium weiter. Es scheinen hier reine Personenfragen eine häßliche Rolle zu spielen, währenddem offiziell behauptet wird, die Haltung der Darmstädter Behörden seien Sparmaßnahmen. Was hat nun die Allgemeinheit für ein Interesse an Aufrechterhaltung der Gießener Maschinenbauschule? In Gießen und Umgebung ist eine gewaltige Industrie teils vorhanden, teils in Entstehung und Entwickelung begriffen, sodaß eine Nachfrage nach gut ausgebilde⸗ ten Technikern und Ingenieuren, die aus der Praxis hervorge⸗ gangen find, vorhanden ist. Die Wohnungsnot und die ungeheure Teuerung bringen es mit sich, daß die Schüler heute nicht mehr

die Kosten für Unterkunft an weitentfernten Orten bestreiten können. Es ist erklärlich, daß ein Schüler oder dessen Eltern keine hunderttausend Mark monatlich 2 polle Jahre hindurch dafür auf⸗ bringen können. Anstatt nun den Schülern den Besuch der Schule zumfreien Aufstieg dem Tüchtigen auf billigste Weise zu er⸗ ichl ießen, will man sie zwingen, entweder ganz Abstand zu nehmen oder das Studium denjenigen 90 überlassen, die über einen großen Geldsack verfügen. Die etwa Schüler der Gießener Maschinen⸗ bauschule hätten ihre sauerverdienten Groschen für den bisherigen besuch vergeblich aufgewandt, denn es fehlt ihnen an den Mitteln,(100 000. Mark monatlich), um ihr Studium in Offen⸗ bach pp. zu vollenden. Trotzdem nun eine diesbezügliche Vorstellung von allen interessierten Kreisen an den Landtag gerichtet wurde, müimlich gemeinschaftlich von Schfilern, Aufsichtsrat, Arbeiter⸗ und Angestelltenorganisationen Gießens und des Landes, Arbeitgeber- verband der Industrie in Oberhessen, Oberbürgermeister, Handels⸗ kammer, sowie ein sehr warmbefürwortender Bericht des Provin⸗ zialdtrektors abgegangen ist und diese Maßnahmen noch keine Er⸗ ledigung gefunden haben, greift die Zentralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbeverein in geradezu gewaltmäßiger Weise ein und verlangt sofortige Schließung der Schule. Diese Zentral⸗ stelle, die doch das Allgemeininteresse vertreten soll und nicht die⸗ jenigen einer Offenbacher Person allein, nimmt hier eine sonder⸗ bare Stellung ein und beweist immer mehr, daß diese Zentral- stelle von oben und unten als überflüssig angesehen, bezw. ihr Aufgabenkreis einer durchgreifenden Aenderung bedürftig ist. Dem Land entstehen durch die Erhaltung der Gießener 4semestrigen Maschinenbauschule keine Mehrkosten, denn die Gewerbeschule, der sie angeschlossen ist, bliebe mit einer Maschinenabteilung doch be⸗ stehen, die Speziallehrkräfte würden aber fernerhin ungenügend beschäftigt sein. Der in dieser Schulangelegenheit gezeigte Parti⸗ kularismus ist um so bezeichneter, als in der Provinz Starkenburg 2 Maschinenbauschulen bestehen, Oberhessen aber in der stets zu tagtretenden stiefmütterlichen Behandlung beiseitegeschoben werden soll. Hoffentlich zeigt der Hessische Landtag ein größeres Verständ⸗ nis für die Schule Oberhessens, hauptsächlich aber für die jetzigen und künftigen Schlkler, die fast durchweg Metallarbeiterkreisen ent⸗ stammen und nicht derart bemittelt sind, Anstalten zu besuchen, die monatlich 100 000. Mark Aufwand ersordern. G.

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Handarbeiten⸗Ausstellung. In den Räumen des Kunstver⸗ eins im Turmhause am Brand wird gegenwärtig eine Ausstellung eingeräumt, welche Arbeiten des Handarbeitsseminars und Fröbel⸗

seminars, der Aliceschule aufweist. Das Handarbeitsseminar bringt

Verzierungsarbeiten und Zeichnungen und das Fröbelseminar Ar⸗ beiten des Werkunterrichts und weibl. Handarbeiten zur Ausstellung. Am kommenden Sonntag wird diese Ausstellung eröffnet.

Gestohlene Hasen. Hier wurden zwei wertvolle Zucht⸗ kaninchen entwendet, ein silbergraues und ein weißes mit grauen Abzeichen. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalabteilung entgegen.

2 Erwischte Diebe. Festgenommen und in Untersuchungs⸗ haft abgeführt wurden 3 Burschen von auswärts, welche in Gries⸗

heim bei Darmstadt einen schweren Einhruchsdiebstahl ausgeführt

und für 1 Million Mark Waren entwendet hatten. Die Beute konnte ihnen zum größten Teil wieder abgenommen 1

Ruhrhilfe. Von dem Personal der beiden Gießener Postämter wurden 165 250 Mk. als erste Rate für die Ruhr⸗ hilfe gespendet. Der Betrag wird dem PostscheckkontoDeutsches Volksopfer in Berlin zugeführt. N

br. Wieseck. Die diesen Winter vom Wahlverein begonnenen Vortragsabende finden in den nächsten Wochen ihre Fort⸗ setzung. Am kommenden Samstag abend Uhr wird zunächst Prof. Hüter über dieEntwicklung des Menschen sprechen, am Samstag, den 3. März ist ein Lichtbilder vortrag vorgesehen mit dem Thema:Ein Volk in Not und Parteisekretär Häuser als Referent, und sckließlich soll am folgenden Samstag, 10. März, die Fortsetzung des Vortrags des Prof. Hüter stattfinden. Sämt⸗ liche Vorträge finden, um den Besuchern möglich Kosten zu ersparen, im Rathaussaale statt. Für die Deckung der entstehenden Unkosten, fülr Heizung und Beleuchtung, wird ein geringer Eintritt erhoben. Der Besuch der Vorträge ist allen Freunden und Anhängern unserer Partei mit ihren Angehörigen aufs wärmste zu empfehlen.

RNüddingshausen. Diebstähle mehren sich in letzter Zeit in auffälliger Weise. Nachdem kürzlich mehrere Gänse und Enten ver⸗ schwanden, ohne daß man die Diebe ermitteln konnte, wurden in einer der letzten Nächte einer Arbeiterfrau, die eine zahlreiche Kinder⸗ schar hat und deren Mann im Rhemland arbeitet, fast sämtliche Kartoffel aus dem Keller gestohlen. Eine von der Gendarmerie mit⸗ tels eines Splirhundes eingeleitete Untersuchung konnte nach kurzer Zeit die Diebe in der Nachbarschaft feststellen. Erwähnt sei hierbei noch, daß der betreffende Dieb in angenehmen Verhältnissen lebt, weshalb ein gehöriger Denkzettel angebracht wäre.

Queckborn. Hamstern für die Kirchenkasse. Vor kurzem wurde hier die Kliche des Pfarrhauses hergerichtet wo⸗ durch die Kürchenkasse mit 25 000 Mk. belastet wurde. Der Pfarrer schlug dem Kirchenvorstand vor Getreide im Orte zu sammeln, es zu verlaufen und so den Fehlbetrag zu decken. Vom Kirchenvor⸗ stand wunde diese Art der Kostenaufbringung abgelehnt. Ent⸗ gegen diesem Beschluß machte sich aber der Pfarrer mit einigen Schulkindern und einem Handwägelchen auf dem Weg und sammelte von Haus zu Haus Getreide für den Kirchenkasten. Der Erfolg dieser Sammlertätsgkeit ist nicht ausgeblieben und so wurden die Kosten für die Wohnnngsreparatur auf diese etwas eigenartige Weise aufgebracht. Richtiger wäre es schon, wenn die Kirche von ihren Angehörfgen Steuern in erforderlicher Höhe ein⸗ zöge um die Ausgaben decken zu können.

n. Ober⸗Bessingen. Der Kirchenbesucher vermißt num schon seit 14 Tagen die Beoleitung der Orgel zur Verschönerung ges fonntäglichen Gottesdienstes. Der alte Gemeinderat hatte nämlich mit unserem Organisten in Naturalien abgeschlossen er sollte im Holz entlohnt werden der neue Gemeinderat steht auf dem Standpunkt, dsese Arbeit solle in Geld bezahlt werden und hat den allen Beschluß aufgehoben Deshalb und weil mam sich nicht einigen konnte, ist der Organist in Streik getreten. Wie man hört hat im benachbarten Röthges und in Mnster auch schon die Orgel stillgestanden. Man ist gespannt auf den Ausgang dieses etwas seltenen Streiks

Arbeitsrecht, Gewerkschastliches, Arbeiterbewegung. An alle Betriebsräte und Betriebsobleute!

Die Generalversammlung der Betriebsräte hat be⸗ schlossen, das für dieses Jahr die Neuwahlen in der Zeit vom 19.31. März für alle oberhessischen Industrien statt⸗ zufinden haben. Wir ersuchen allüberall Vorbereitungen zu treffen. Alles diesbezügliche, Material kann bei unserer Zentrale Gießen, Krednerstraße 33, angefordert werden.

Der Vorsitzende. J. A.: K. Moosdorf.

Kleine Nachrichten.

Frankfurt a. M., 20. Febr. Staatsanwalt gegen die Buchhändler. Bei einem Prozeß vor dem Wuchergericht gegen einen hiesigen Buchhändler wegen Preistreiherei wurde mitgeteilt, daß die Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen den Börsenverein deutscher Buchhändler in Leipzig Strafantrag wegen Preistreiberei auf Grund des Schlüsselsystems gestellt hat. In der Verhandlung selbst wurde eine Frage von großer grundsätzlicher Bedeutung be⸗ handelt, nämlich ob die von den Verlagsanstalten festgesetzten Grund⸗

Deere

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ist sparsam im Gebrauch und billig.

alten Hegsretces. MEN EI& Cie., OussEi oon

zahlen und die bekannte Schlüsselzahlberechnung bere⸗ der Verteidigung wurde darauf hingewiesen, daß dies

Herr hatte das WeDjemals Paschas Erinnerungen 1

gewesen sei, später aber etwa 16 000 Mark kosten sollte. Deshalb

hatte sich der Buchhändler vor dem Gericht zu verantworten. Die

geklagten zu 10 000 Mark Geldstraufe unter Emnziehung des mit 4000

rankfurt a. M., 20. Februar. Die f f Ruß rt inder. Die großzügige Hilfsaktion des Reichsbundes, durch die 500 000 Ruhrkinder bei Bundesmitgliedern untergebracht werden sollen, hat bereits ihren Anfang genommen. Der erste Transport von 63 Kindern hat unter der Führung einer Schwester das Ruhrgebiet in der vergangenen Nacht verlassen und ist nach Mecklenburg bestimmt. Weitere Züge folgen nunmehr in rascher

ufeinanderfolge. e M., 20. Februar. Die Dummen werden nicht alle. Unter hochklingenden Namen erschwindelte sich hier ein Hochstapler gegen Verabfolgung wertloser Schecks von hiesigen ersten Firmen Kleider und Wäsche im Wert von mehreren 1 lionen Mark. Solchen e 5 W Geschäften geschieht's ganz recht, wenn sie 5 fallen. Gewöhnliche Sterbliche und wenn sie noch so ehrlich sind. bekommen keinen Kredit, aber 5 Ein Schandkerl. Ein trübes Sittenbild enthikllte eine mehr. stündige Hauptverhandlung vor der Strafkammer Ae gegen den als Kriegsgewinnler in die Höhe gekommenen, 1 ge⸗ borenen Schuhfabrikanten Ludw. Wilhelm aus Pirmasens, der wegen eines Verbrechens der Anstiftung aur versuchten Abtreibung unter Anklage stand. Einige seiner Opfer, die er auch aus der Reihe der Arbeiterinnen seines Betriebes wählte, wurden im Ver⸗ laufe der Beweisaufnahme als Zeuginnen vernommen. Nach nicht⸗

öffentlicher Sitzung lautete das Urteil auf 4%½ Jahre Zucht⸗

aus und 10 Jahre Ehrverlust. Die Urteilsbegründung hob her⸗ 9025 daß das Bild des Treibens des Angeklagten in seinem ver⸗ brecherischen Tun wie seinem unmoralischen Verhalten derart häß⸗ lich und widerwärtig war, daß jede Spur von menschlichem Gefühl und Rücksichtnahme zurücktreten müsse. Der Angeklagte habe sich als ein Gemeinschädling am Wohle des Volkes entpuppt, der über seinen Gelüsten und seinem Geldsack nichts kannte und dem Men⸗ schenleben wie dem Kindesleben gleichgültig waren, wenn er nur erreichte, was er wollte. Der Verurteilte, der gegen Stellung einer hohen Sicherheit auf freien Fuß gesetzt worden war, sofort verhaftet.

Lokale Parteinachrichten.

Gemeindevertreter⸗Konferenzen.

Sonntag, den 25. Februar 1923.

Der 2. Vortrag der e eee findet wie folgt statt: Gießen, im Gewerkschafts! nachm.. Hungen, LokalDarmstädter Hof, nachmittags 2% Uhr, Londorf, Lokal zurStadt Gießen, nachmittags 2 Uhr, Meder⸗Ohmen, Lokal Ziegenhain, nachmittags Uhr. Lauterbach, Lokal zum sberg, nachmittags Uhr,

Thema: Die 8 der Gemeinden und Gemeinde⸗

halt(Voranschlag). 5 Referenten sind die Gen. Stadtv. Mann, Stadtv Vetters, Stadtv. Majer, Bürgermeister Walz und Gemeinderatsmitglied Benner, Wieseck. l 5

Wir erwarten von allen gewählten Gemeindevertretern, daß die Vorträge, die die Partei über kommunalpolitische Fragen veranstaltet von einem jeden einzelnen von unserer Partei gewählten Vertreter besucht werden. Das Steuerproblem und die Finanzfrage ist fitr viele Gemeinden, heute eine der wichtigsten Fragen, sodaß für die be⸗ rufenen Vertreter der Gemeinden soviel Interesse vorhanden sein sollte, um Klarheit zu erlangen. Auf den Konferenzen bietet sich aber auch Gelegenheit, durch Beratung und Meinungsaustausch Mittel und Wege zu suchen. 5 0 15

Der vorgesehene Kursus für den Unterbezirk Grünberg fällt

nächsten Sonntag aus. Mit Partefgruß! J. A.: H. Häuser.

Dollarstand gestern mittag 12 Uhr: ca, 24 000 Mark.

Versammlungskalender

Alten⸗Buseck. Turnverein. Samstag, den 24. Februar, abends Uhr Mitglieder⸗Versammlung. Mitgliedsbücher sind mit⸗ zubringen. Das Erscheinen sämtlicher Mitglieder ist dringend er⸗ forderlich. 8 Der Vorstand.

Gießen. Vereinigte Sozialdem. Partei. Sonn⸗ tag, den 25. Februar, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus Licht⸗ bildervortrag über:Volk in Not, zu Gunsten des Arbeiterwohl⸗ fahrtsausschusses. Zahlreicher Besuch wird erwartet.

Sountag, den 25. Februar 1923, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus 1299

Lichtbilder Vortrag Volk in Not

Bekanntmachung.

Abfallholz⸗Versteigerung. Freitag, den 23. Februar 1923, nachmittags L Uyr, werden zirka 60 Haufen Abfallholz, bestehend

aus: 22 Haufen Reisig 22 Knüppel

8 Stöcke 8 Stämme

meistbietend versteigert. Die Zusammenkunft findet im Hofe des Stadthauses, Gartenstraße 2, statt. Gießen, den 19. Februar 1923

der Oberbürgermeister. J. A.: Dr. Rosenberg.

Mutters Sorgenkind ist blaß und schwächlich, klagt oft über Müdigkeit und tränkelt viel. Es muß sorgfältige Pflege haben, besonders muß es gut ernährt werden. Die Mutter tut soviel sie kann, aber die hohen Preise von Fleisch, Butter, Eiern, Milch, setzen ihr enge Grenzen. Sie trifft deshalb eine gute Wahl, wenn sie dem

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