Ausgabe 
21.3.1923
 
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Tamer S7.

Kleine Nachrichten.

Es w

210240 000,

Der Mackt wurde bei langsamem Handel geräumt.

Frankfurt a. M., 19. März. börse. Bei Weizen Mk.

(la Plata) 9094 000,

Erbsen

Wir

geworden.

Schnelligkeit

* erraum zusammen.

uund rauchende

imer Sate des Somftertaus imc Anbau vergrößert und de⸗ ab sühtiot ständigen Aufenthalt in Hochwaldhausen zu nehmen.

Frankfurt a. M., 19. März. Frankfurter Viehmarkt. Auftrieb 117 Ochsen, 42 Bullen, 963 Färsen, 168 Kälber, 148 Schafe und 1179 Schweine, sowie 23 amerikanische und 20 dänische Rinder. n bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Ochsen Mk. 120240 000, Bullen Mk. 140 200 000, Färsen und Kühe Mk. 120 bis 240 000, Schafe Mk. 90170 000, Kälber feinster Qualität Mk. mittlerer Qualität Mk. 170200 000, Qualität Mk.., Schweine umter 80 Kilo Mk. 200 250 000, von 80-100 Kilo Mk. 250270 000, über 100 Kilo Mk. 260 280 000.

Frankfurter Getreide⸗ schwächerer Geschäftslage wurden bezahlt für je 100 Kilo 8790 000, Roggen Mk. 8588 000, Gerste Mk. 70 bis 78 000, Hafer, inl., Mk. 4560 000, ausl., Mk. 7780 000, Mais (Mixed) Mk. 9095 000, Weizenmehl Mk. 135170 000, Roggenmehl 108115 000, Kleie Mk. 4045 000, Mk. 120.150 000, Biertreber Mk. 50 52 000. Brand des Staatstheaters in Wiesbaden.

Das Staatstheater, das frühere königliche Theater, ist Sonntag abend aus bisher nicht aufgeklärter Ursache ein Raub der Flammen erfahren darüber folgende Einzelheiten: Minuten nachdem die letzten Zuhörer die Vorstellung von Wagners WMRiengi verlassen hatten, ertönte aus dem Hause eln dumpfer Knall, dem sofort ungeheure Stichflammen aus allen Fenstern des Kulissen⸗

8 bauses folgten. Wenige Minuten später lohten haushohe Flammen in den dunklen Nachthimmel auf und verbreiteten sich mit rasender l über das Kulissenhaus, den Zuschauerraum und die 1 8 Die Feuerwehr konnte sich nur auf die Rettung der Nach⸗ 1 sebäude beschränken, über denen ein ungeheurer Funkenregen ing. Krachend stürzte nach etwa 20 Minuten die große Kuppel

Zuschau⸗ Nach knapp dreistündigem waren von dem stolzen Bau nur noch kärgliche Mauerreste

0 verwah Stunde übersehen läßt, nicht zu Schaden. Ueber die mutmaßlichen Ursachen meint der Intendant Dr. Hagemann, der sich

hrend

geringerer

Wenige

rascht wurde, daß vielleicht an der Gasleitung etwas nicht in Ord⸗ nung gewesen sei, daß möglicherweise auch Kurzschluß in Frage komme. Soweit es möglich ist, wird der Theaterbetrieb im soge⸗ nanmtenKleinen Haus dem früheren Residenztheater fortgeführt. An einen Wiederaufbau st vorerst nicht zu denken. Ein derartiger Bau würde ungezählte Milliarden verschlingen. Das Staatstheater wurde vor genau 30 Jahren in der Zeit von 189294 nach den Plänen von Fellner und Helmer erbaut. 1901 und 1902 erhielt das Pvachtgebäude, das auch theatertechnisch mustergültig war, einen von Baurat Genzmer im Barock gehaltenen Anbau(Foyer usw.), der im Innern herrliche Dekorationen enthielt. e Großer Platindiebstahl.

Aus einer Hanauer Fabrik wurde in einer der letzten Nächte eine Platinstange vom 50 Zentimeter Länge und 4 Millimeter Dicke die mit Iridium legiert ist gestohlen. Der Wert des ge⸗ stohlenen Objektes beträgt viele Millonen Mark. Von dem Täter fehlt jede Spur.

Im Berliner Gistmordprozeß wurden am Freitag die Sachverständigen vernommen.

Auf Befragen bestätigt der Sachverständige Brünning, daß dom Klein kurz vor dem Tode große Mengen Arsenik zugeführt morden seien, daß damit mehrere Menschen getötet werden konnten. Es entspinnt sich darauf eine lange Auseinandersetzung darüber, ob der Zeuge Nebbe infolge einer ärztlichen Kur arsenikhaltige Medi⸗ kamente gebraucht hat. Seine Frau und seine Schwiegermutter, die beiden Angeklagten, behaupten, daß sie ein Rezept gesehen hätten, das gegen eine schwere Geschlechtskrankheit angewendet werden sollte, wie ein Apotheker der Frau Nebbe gesagt habe. Der Zeuge Nebbe bestreitet das entschieden.

Das Gutachten war nicht einheitlich. Allerdings waren alle Sachverständigen darin einig, daß beide Angeklagten eine durch erbliche Belastung bedingte Beschränktheit aufweisen und über das Vorhandensein einer homosexuellen Anlage bei beiden An⸗ geklagten, in höherem Maße bei der Nebbe. Die letztere sei der aktive männliche Teil. Daraus entspringe das Hörigkeitsverhält⸗ nis, in dem zu ihr die Klein gestanden habe. Um so größer war der Widerstreit der Meinungen in der Beurteilung der Zurech⸗ nungsfähigkeit aus dem§ 51 des Strafgesetzbuches heraus. Sani⸗ tätsrat Dr. Otto Juliusberger erklärte: Bei dem pfuchischen Infan⸗ tilismus der Angeklagten, bei der krankhaften Störung ihres Ge⸗ fühlslebens kann ein vorsichtiger und gewissenhafter Seelenarzt um⸗ möglich sagen, ob der§ 51 zutrifft oder nicht. Nach Sanitätsrat Dr. Magnus Hirschfeld lag das Verhängnisvolle darin, daß die Eltern zweimal, irregeleitet durch das Schlagwortdie Frau gehöre zum Manne die Angeklagte Klein zur Ri ckkehr zwan⸗ gen, während die Natur sie wieder zur Ehefrau noch zur Mutter bestimmt hat. Die Zurechnungsfähigkeit der Angeklagten war stark vermindert und sie haben gleichsam wie unter einer fixen Idee ge⸗

Brandes in Frankfurt aufhiert und von der Trauerhbotschaft über⸗

der Sauitätsvat Dr. Leppmann. Seiner Ausicht nach kamm § 51 unter keinen Umstänben in Frage. Die krankhaften Anteile des Seelenlebens beider Angeklagten waren durchaus nicht so, zwingend, daß sie nicht hätten anders handeln können. 1 Das Urteil lautete gegen Frau Klein auf vier Jahre ö fängnis und Frau Nebbe auf ein Jahr sechs Monate Zuchthaus. Beide Angeklagte wurden zu sechs Jahren Ehrenrechtsverlust ver⸗ urteilt. Die mitangeklagte Frau Riemer wurde freigesproch Ein Milliardenbankrott. Bei der Milliarden insolvenz am Ge⸗ treidemarkt handelt es sich, wie die Vossische Zeitung meldet, um die Firma K. A. Richter in Sorau. Wenn 0 e Teil der Verluste die Proz inz zu tragen hat, so ist doch als K anzunehmen, daß auch einige Berliner Getreidefirmen ziemlich stark beteiligt sind. Man hosft aber, daß der Zusamenbruch keine wel⸗ teren Kreise ziehen werde. Die Angaben über die Höhe der Ver⸗ bindlichkeiten schnanlen zwischen 5 und 8 Milltarden Mark. Die Firma soll besonders in Maisgeschäften bedeutende Ver⸗ luste erlitten haben. 0

Dollarstand unverändert: 20800 Mark. 0 8 1 N

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2 4 Aus den amtlichen Bekan machun en.

Das Aimntsverkündigungsblatt für das Kreisamt Gießen ulm. Nr. 22 vom 16. März enthält: Benutzung von Schulräumen durch Vereine und dergleichen. Schlemmerei und Alkoholmißbrauch. Besteuerung der Klaviere, Automaten und Musikwerke, Luxus wagen und Luxus reitpferde. Errichtung einer Zwangsinnung der Bm⸗ umternehmer und Maurermeister im Landkreis Gießen. Erhöhung der Schlachtgebühren im Kreise Gießen. Schweinemarkt im Lich. Viehmarkt in Grünberg. Viehseuchen. Festsetzung der Getreide⸗ preise für das vierte und fünfte Sechstel der Umlage, Ernte 1922. Dienstnachrichten. Feldbereinigung Stangenrod. Gefunden, verloren. N Gesunden, verloren. Das Polizeiamt Gießen gibt bekannt: u der Zeit vom 15. Februar bis 1. März 1923 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Kinderhandschuh, 2000 Mk., 1 Treppenpfostenknopf, 1 Damenring, 1 Lederhandschuh, ö Taschentuch 1 Schlauch von einer Autoluftvumpe, 1 Hundeleine auß Gurtband, 1 Hufeisen, 1 wollenes Umhangtuch, 1 Rolle Zwim 1 Geldmäppchen, eine große Anzahl Schlüssel; verloren: ein schwarzes Ledertäschchen mit Inhalt, 1 sülberne Brosche(Johanniter kreuz), 5000 Mk., 1 braunes Paket mit 1 weißen Tischläufer, eine wasserdichte gelbe Pferdedecke, 1 mattgoldene Blusennadel 1 braun⸗ lederne Brieftasche mit Inhalt, 4 Brotkarten 89 000 Mk. Die Ab⸗ holung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentag von

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Nutzholzversteigerung der Stadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen und zwar aus den Forstwarteien:

Hangelstein(Förster Lotz, Wieseck)

Gießen 1(Förster Brück, Rödgen)

Gießen II(Förster arft, Forsthaus Hochwart) Gießen III(Förster Geißel, Gießen soll nachverzeichnetes Nutzholz in 45 Losen öffentlich meistbietend versteigert werden:

918 Fichtenstämme III., IV, Va und

Vb Klasse

asse 6382 Fichtenderbstangen J. u. II. Kl.

310,56 Fm

= 356,12

1710 Fichtenreisstangen 2103 Stämme Kiefernbauholz II., III.,

IV. und V. Kl.= 917541 13 Stämme Kieferuschnittholz J., II.

und III. stl.= 2291

1 Weißtannenstamm III. Kl. In

18 Lärchenstämme Il. und V. Kl. 6,0

. Sämtliches Holz ist aufgearbeitet, sowie mi

Ausnahme der Dir und Reisstangen entrindet.

Das Stammholz ift ohne Rinde gemessen und, sowen erforderlich, au die Abluhrwege gerückt; die Stangen sind fämtlich mit Rinde gemessen und liegen an den Abfuhrwegen. Ent ernung von der nächsten Bahn⸗ station 5 bis 7 Km.

Losever zeichnis und Versteigerungs⸗Bedingungen können gegen Einsendung von 100 Mt. von hier be⸗ zogen werden.

Die Versteigerung findet am Mittwoch, deu 4. April 1923, vormittags

10½% Mor beginnend, in der hiesigen Gastwirischaft Zur Liebigs⸗ höhe statt.

Wegen Besichtigung des Holzes wende man sich an die obengenannten Förster. Nähere Auskunft erteilt die Oberlörsterei Gietzen.

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von vormittags 812 Uhr und nachmittags 26 Uhr. Nicht rechtzeitig abgeholte Brotkarten können von Montag, den 26 März ds. Is. gegen eine Gebühr von 5. Mark auf dem städtischen Lebensmittelamt, Asterweg 9, Zimmer 4 in Empfang genommen werden. Gietzen, den 0. är; 1923. Der Oberbürgermeister.(Lebensmittelamt.)

Vergebung von Wasserleitungsarbeiten.

Die Arbeiten für die Erweiterung der Quellfassung der Gemeinde Aun rod sollen öffentlich vergeben werden.

Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen aut dem Kreisbauamt, Landgraf⸗Philipp⸗Platz 3, Zimmer 22, zur Elusicht offen.

Angebote, auf angebotsunterlagen, sind bis Diens⸗ tag, den 3. April ds. Is, vor zutags 10 Uhr bei dem Unterzeichneten einzureichen.

Zuschlagssrist 1 Wo e.

Gießen, den 17. Mär; 1923. Der Regierungsva rat bei der Kreisverwaltung:

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Die städtischen Sandgruben sind wieder eröffnet und wird Sand wie im Vorjahre ausgegeben.

Amn Montag, Dienssag und Miliwo nn aus der Grube im Stadtwald nächst der Rödgerstraße;

im Donnerstag, Freilag und amseng aus der Grube unterhalb der Liebighöhe

Die Sanopreise werden in den Gruben durch Anschlag bekanutgegeben.

Gießen, den 15. März 1923.

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