Ausgabe 
21.2.1923
 
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7 r Besoldungsbols erwähnt.

1 Versteigerungen 5 2 Maß de 22

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Hat kürzlich angeordnet, daß die Paketgebühr für die Ueber⸗ weisung von Sendungen aus Orten ohne Barfreimachungs⸗ maschine zur Freistempelung bei den mit solchen Maschinen aus⸗

gerüsteten Postämtern nicht mehr erhoben wird. Damit ist für ö. Firmen mit größerem Briesverkehr ein wesentliches Hin⸗ dernis für die Beteiligung an dem mit bedeutenden Vorteilen ver⸗ bundenen Barfreimachungsverfahren beseitigt worden. Ueber das Verfahren erteilen die Postämter Auskunft.

Niederbessingen. Vom Pfarcamt erhalten wir folgend: HZuschrist mit dem Ersuchen um Aufnahme: In Nr. 31 der Volks⸗ itung stand eln Artikel dex sich mit Gemeindeverhältnissen in Niederbessingen beschäftiat. Darin wird u. a. das dem Pfarrer Die Ausführungen darüber könnten bei den Lesern den Anschein erwecken, als bekomme der Pfarrec dieses Hol, umsonst. Dem it nicht fol Die Lieferung Dieses Holzes stellt eine gesetzliche Verpflichtung der Gemeinde an die Landeskirche dar. Nimmt der Pfarrer dieses Holz in Natura so hat er es zu bezahlen und zwar sogar nicht mehr, wie früher, nach Tarif. sondern nach dem Durchschnittspreis der Die Besoldung des Organisten wurde von

Gemeinderat festgesetzt in der Absicht, ein für allemal ein Berechnung zu haben. damit der Kirchenvorstand 0 fortwährenden Aenderung der Teuerungsverhältnisse nicht gezwungen ist, andauernd Nachforderungen erheben zu müssen. ebrigens bekommt er nicht. wie der Artikel angibt, 2 Raummeter Buchenscheit sondern nur 1 Naummeter. Nach der letzten ö sollte der Organist jährlich 2000 Mk. bekommen. Dafür er jährlich 60 mal die Orgel 1 Stunde lang zu spielen und die irchlichen Gesänge einzuüben. Et hätte also einen Bottelpfennia als tundenlohn bekommen und noch dazu für Sonntags⸗ durch diesen Dienst beinen freien Sonntae im

Jahr den doch sonst sast federmamm hat. Aber Jahre lang hat er für einen auch für damalige Valuta noch viel geringeren Betrag seinen Dienst tun müssen.

5 Großen⸗Buseck. Am Sonntag vor acht Tagen wurde hier pei einem Landwirt Hochzeit gefeiert Daß bei solchen Gelegen⸗ hekten besondere Aufwendungen gemacht werden ist begreiflich und landesüblich niemand wird etwas dagegen einwenden. Wenn aber bei den heutigen Verbältnissen die Festmähler ins Uebermäßige getrieben werden so muß das als aufreizend bezeichnet werden. Bei der betressenden Hochzeit wurden 156 Kuchen gebacken, außer⸗ dem eine erhebliche Anzahl Torten usw. Sechzig Pfund Butter wurden dazu verbraucht und 200 Eier. 3 Schweine waren aus dem Anlaß geschlachtet worden; bei dem Feste waren drei Hektoliter Bier vertilgt worden. Das sieht nicht wie Not der Land wirtschaft aus über welche der Hochzeitsvater zu reden weiß, wie auch über die Riesenlöhne der Arbeiter!

RNüddingshausen. Ein bedauerlicher Unglücksfall er⸗ eignete sich am vergangenen Donnerstag innerhalb unserer Ge⸗ meinde. Der auf dem hiesigen Hofgute beschästigte Johannes Kraft, welcher mit seinen beiden Pferden eine Fuhre ausführte,

an einer im Dorfe befindlichen Brücke von diefen wider die Mauer gedrückt und erlitt schwere innere Verletzungen, die nach wenigen Tagen seinen Tod herbeiflihrten. Kraft, der als ein tüchtiger und allgemein beliebter Arbeiter galt, genoß stets bei einen Mita ubetern Vertrauen und somit diesem Vorfall von allen Seiten der Gemeinde herzlich, Teilnahme entgegengebracht wird. Kreis Friedberg⸗ Büdingen. Effolderbach, 18. Febr. Millionenversteigerung und rbschaft. In den letzten Tagen wurden hier die beiden Hof⸗ reiten einer kinderlos verstorbenen Witwe nebst den dazugehörigen eräten und Aeckern usw., etwa 6 Morgen, versteigert; es wur⸗ den insgesamt etwa 3637 Millionen Mark erzielt. Die alte Frau mit vielen Vorräten sehr reichlich eingedeckt, eine Hofreite, die

im Friedenszeiten etwa 5000 Mark Wert hatte, kam auf über 6 Mil⸗

onen, entsprechend waren die Preise für Ackerland und Wiesen. Die Steigerer überboten sich oft in toller Weise, sodaß einige Gegen⸗

sstände gebraucht beinahe höher kamen, als neu im Laden. Da ent⸗ ferntere Verwandte die glücklichen Erben sind, so wird wohl ein Hauptteil durch Steuern an den Staat fallen.

5 ö Arbeitsrecht, Gewerkschastliches, Arbeiterbewegung.

Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen in Gießen. Sitzung vom 15. Februar.

Dem Deutschen Verkehrsbund, den Vereinigten Fuhr⸗ werksbesitzern von Gießen und der Gießener Kohlen⸗ jändlervereinigung schlug der Schlichtungsausschuß Erhöhung des bisherigen Wochenlohnes der Fuhrleute über 21 Jahren von Mk. 23 460., der seit dem 21. Januar 1923 gilt, auf Mk. 50 000. und Erhöhung der übrigen Transportarbeiterlöhne des Schieds⸗ spruches vom 23. Jannar 1923 in demselben Verhältnis vor mit Wirkung vom 16. Februar 1923. Von demselben Tage an sollen die Akkordsätze der Kohlenarbeiter gelten, die der Verkehrsbund been hat. Die Streitteile erhielten Erklärungsfrist bis zum . 17. Februar 1923, mittags 12 Uhr. In der Antragssache des deutschen Verkehrsbundes gegen den Arbeitgeberverband für Handel und Gewerbe in Gießen wegen Lohnerhöhung setzte der Schlich⸗ tungsausschuß das Verfahren zunächst aus, weil der Antragsgegner mangels Feststellung eines Vorstandes, der zur Vertretung befugt war, nicht geladen werden konnte, und überließ es dem Antrags-

5 1 egner, wieder anzurufen.

5 Die Mitglieder der Schuhmacherinnung Gießen sollen vom 2. Februar 1923 an solgende Stundenlöhne zahlen: den Ge⸗ hilfen erster Klasse Mk. 800., zweiter Klasse Mk. 750. beides entsprechend dem Antrag des Zentralverbandes der Schuhmacher und dritter Klasse Mk. 600.. Der Zentralverband erkannte den Schiedsspruch an. Die Innung erhielt Erklärungsfrist bis zum 17. Februar 1923, mittags 12 Uhr. f Fabrikarbeiterverband und dem Staats⸗ eau in Bad⸗Nauheim schlug der Schlich⸗ stungsausschuß unter Berücksichtigung der Verhältnisse der Vor⸗ salsons zeit folgende Stundenlöhne vor, die vom 19. Februar 1923 0

ab gelten sollen: für die beiden Arbeiter Mk. 800., für die Ar⸗ beiterinnen über 20 Jahren Mk. 350., unter 20 Jahren 10 Proz. 3 Der Fabrikarbeiterverband erkannte den Schiedsspruch an. Der Antragsgegner erhielt 5 Tage Erklärungsfrist.

Dem Einspruch des Betriebsobmannes des Maurermeisters einrich Deiß in Nieder⸗Florstadt gegen fristlose Entlassung gab ir Schlichtungsausschuß statt.

Verhandlung vom 16. Februar.

Der Metallarbeiterverband beantragte tarffliche Regelung der Aufwandsentschädigungen, Auslösungen und sonstigen Zuschläge der Montagearbeiter der Firma Schaffstaedt G. m. b. H. und Appel in Gießen. Die Firmen hatten den Abschluß eines solchen Tarifvertrages abgelehnt. In der Beratung des Schlichtungsausschusses ergab sich die Bereitswilligkeit der Firma Schaffstaedt, an der Ausarbeitung einer Monteurordnung für den Bezirk Gießen und Umgebung mit einem Radius von 20 Km. mit⸗ duarbeiten. Der Schlichtungsausschuß gab darauf den Streitteilen einschließlich der Firma Appel auf, zunächst in unmittelbaren weiteren Verhandlungen imerhalb 3 Wochen eine Monteurord⸗ nung aufgustellen, und überließ ihnen neuen Anruf zur Ent⸗ sein zoll der Punkte, über die eine Einigung etwa nicht möglich ein sollte.

Die Fabrik feuersester Erzeugnisse Scheidhauer u. Giessing in Mainzlar hatte den Handwerkern ihrer Be⸗ triebsschlosserei im Oktober 47 Mk. besondere Stundenlohnzulage gewährt als Ausgleich gegenüber dem Mehrverdienst eines Teiles der Betriebsarbeiter, der im Akkord arbeitet. Eine Er⸗ höhung dieser Ausgleich⸗Zulage bei den folgenden Lohnerhöhungen lehnte sie ab, weil ihre Löhne höher sind, besonders in den unteren Altersklassen, als die Löhne der Metallindustrie. Der Metall- rbeiterverband rief deshalb den Schlichtungsausschuß an. Dieser schlug als Ausgleichszulage ab 1. Februar 5 Prozent der

Barfreimachung von Brieffendungen. Der Reichspoftninister

arbeiterverbandes auf Einführung einer Nachtschichtzulage für die⸗ selben Handwerker gab er nicht statt, denn der Reichs arbeitsvertrag der feucrfesten Industrie, der für den Betrieb gilt, erklärt jede 8 Schichtarbeit, ob bei Tag oder Nacht geleistet, für zu⸗

agsfrei. 1 5

Für die Industriewerke Stockheim, eine Schloßfabrik, die noch in der Einrichtung begriffen ist, beantragte der Arbeitgeber⸗ verband für Lahngau und Oberhessen die Zubillfgung eines Ab⸗ schlags von 10 Prozent vom Tarif der Metallindustrie. Der Schlich⸗ dungsausschuß gab dem Antrag statt mit der Maßgabe, daß der Al'schlag bis zur Aufnahme des eigentlichen Fabrikbetriebs, späte⸗ stens jedoch bis zum 30. April 1923, gelten soll..

Für die Eisengießerei Römheld in Friedrichs⸗ hütte bei Laubach beantragte der Arbeitgeberverband die Er⸗ weiterung des bisherigen Abschlages vom Tarif der Gießener Metallindustrie von 5 Prozent auf 15 Prozent mit Rücksicht auf die Entwicklung der Löhne in den letzten Monaten und die besonderen Verhältnisse des Betriebs. Der Schlichtungsausschuß schlug durch Schiedsspruch 10 Prozent Abschlag ab 15. Februar 1923 bis auf weiteres vor..

In den drei letzten Sachen erhielten die Streitteile eine Woche Frist für ihre Erklärung über die Annahme oder Ablehnung der Schiedssprüche⸗

Kleine Nachrichten.

Frankfurt a. M., 19. Februar. Frankfurter Getreide⸗ börfe. Bei weiter weichenden Preisen wurden bezahlt für je 100 Kilo Weizen Mk. 95 000 bis 100 000, Roggen Mk. 92 000 bis 97 000, Gerste Mk. 80 000 bis 90 000, Hafer, inländischer, Mk. 62 000 bis 78 000, Weizenmehl, südd., Mk. 138 000 bis 175 000(letzte Notierung Mk. 230 000), Roggenmehl Mk. 120 000 bis 130 0000(160 000), Kleie Mk. 50 000(60 O00), Erbsen Mk. 120 000 bis 180 000.

Frankfurt a. M., 19. Febr. Frankfurter Viehmarkt. Unter dem Druck der öffentlichen Meinung gaben auf dem heutigen Viehmarkt die Preise um etwa 500 bis 600 Mark, das Pfund nach. Aufgetrieben waren: 227 Ochsen, 78 Bullen, 1276 Färsen und Kithe, 181 Kälber, 105 Schase und 979 Schweine. Es wurden be⸗ zahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Ochsen 130 000.220 000 Mark, Bullen Mk. 160 000 230 000, Färsen und Kühe vollfleischige Mk. 200 000230 000, mittlere Ware Mk. 180 000200 000, ge⸗ ringere Tiere Mk. 95 0001470 000; Kälber feinster Qualität, Mk. 200 000 240 000, mittlerer Qualität, Mk. 180 000200 000, ge⸗ ringerer Qualität, Mk. 145 000170 000; Schafe Mk. 150 000 bis 240 000; Schweine unter 80 Kilo Mk. 230 000250 000, von 80 bis 100 Kilo Mk. 250 000280 000, über 100 Kilo Mk. 280 000 bis 300 000. Der Geschäftsgang war sehr flau, bts Marktschluß war erst wenig verkauft. Die Metzger hielten mit dem Einkauf außer⸗ ordentlich zurück. Auch heute mußte die Wucherpolizei wiederholt eingreifen.

Frankfurt a. M., 19. Februar. Schwerer Unfall. Der von den Franzosen aus Wiesbaden ausgewiesene Amtsgerichtsrat Freiherr v. Stein ist am Sonntag nachmittag beim Ausweichen vor einem Kraftwagen auf dem hiefigen Bahnhofsplatz so unglück⸗ lich gestürzt, daß er eine schwere Gehirnerschütterung davontrug. Er wurde dem städtischen Krankenhause zugeführt, wo er sehr be⸗ denklich darniederliegt.

Frankfurt a. M., 19. Februar. Das Glücksspiel in der Volksküche. Die während der Nacht außer Betrieb gesetzte Volksklüche in der Predigergasse wurde dafür von einer Spieler⸗ gesellschaft ausgiebig als Spielhölle benutzt, in der um sehx hohe Einsätze gepokert wurde. In der vergangenen Nacht wurde das Nest ausgehoben. Namhafte Gelder kamen zur Beschlagnahmung. In der gleichen Nacht wurde in der Schwarzwaldstraße 94 bei Himmighofen eine Spielergesellschaft beim Mauscheln überrascht. Auch hier konnte die Polizei hohe Geldbeträge sicherstellen.

Frankfurt a. M., 19. Febr. Millionenunterschlag⸗ ungen. Aus Würzburg ging nach Unterschlagung von 3 Millionen Mark und Diebstahls von weiteren 3 Millionen Mark der 20jährige Buchhalter Richard Mangold mit seiner 18jährigen Geliebten nach Frankfurt durch. Hier machte sich das Paar durch große Geldaus⸗ gaben verdächtig. Es wurde zur Rede gestellt und gab die Ver⸗ fehlungen zu. Vorher hatte der Mangold aber noch die Frechheit, feiner Firma in Würzburg einen Verrechnungscheck über Mil⸗ lionen Mark mit der Mitteilung zu übersenden daß er das übrige Geld unterschlagen habe.

Höchst a. M., 19. Februar. Bestrafte Unsitte. Ein acht⸗ jähriger Schulbube hängte sich an ein Auto, das sich plötzlich in Be⸗ wegung setzte und mit einer Stundengeschwindigkeit von 30 Kilo⸗ metern davon raste. Dem Jungen war es nicht möglich, sich loszu⸗ lassen. So mußte er bei schneidender Kälte die Fahrt bis Erbenheim mitmachen. Nachdem er sich von der ausgestandenen Angst erholt hatte,. er mit der nächsten Fahrgelegenheit nach Höchst zurück⸗ gebracht.

Darmstadt, 19. Febr. Eine geheime Werkstätte für ge⸗ stohlene Fahrräder scheint sich hier oder in der Umgebung wieder aufgetan zu haben. Dafür sprechen alle Anzeichen. Ein vor wenigen Tagen gestohlenes Fahrrad war bereits am nächsten Tage völlig um⸗ gearbeitet wieder im Betrieb. Drei in Bessungen wohnhafte Brüder sind verdächtig, bei den Fahrraddiebstählen eine Rolle zu spielen, doch gingen diese flüchtig. Trotz aller Maßnahmen der Fahrradbesitzer nahmen die Diebstähle täglich zu, sodaß am Samstag allein 4 Räder als gestohlen gemeldet wurden, die mit Ketten angeschlossen waren.

Darmstadt, 19. Febr. Einen Millionenverlust erlitt eine hiesige Dame auf der Reise von Frankfurt a. M. nach Darm⸗ stadt, vielleicht auch in der Stadt Frankfurt, oder auf dem Heimwege vom Hauptbahnhof nach ihrer Wohnung. Die Dame hatte an einer Schnur unter ihrem Kleide ein Täschchen nebst drei goldenen Ringen mit Brillanten besetzt, befestigt, die sie verlor. Außer den Ringen im Werte von einigen Millionen, gingen 10 000 Kronen und 10 France in Papiergeld verloren. Der Finder darf mit einer Belohnung von 100 000 Mark rechnen.

Eberstadt, 17. Febr. Heißes Blut scheint eine hiesige Schöne, die kaum 17 Jahre alt ist, zu besitzen, sie wurde dieser Tage in der Frühe durch den Ortsdiener nahezu splitternackt auf einer Bank in der Nähe der Kirche schlafend aufgefunden, nachdem sie die Nacht über mit Freunden aus der Darmstädter Studenten⸗ schaft verbracht hatte und gegen Morgen nach Eberstadt begleitet wor⸗ den war. DerSchmupfen wird wohl nicht ausbleiben.

Bad Soden in Schwierigkeiten.

Nachdem die Verhandlungen zur Umbildung des Bades in eine Aktiengesellschaft gescheitert ist, will man jetzt einen neuen Weg be⸗ schreiten und das Bad in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umwandeln. Der Abschluß des letzten Jahres war ein solcher, daß die Gemeinde die Lasten des Badebetriebes nicht mehr tragen kann, zumal auch noch größere Posten für dringende Instandsetzungsarbeiten erwachsen werden.

Eine Talsperre am Ueberlaufen.

Infolge der starken Niederschläge hat die Möhnetalsperre bei Siegen einen Stauinhalt von 132 Millionen Kubikmeter erreicht. Nur noch drei Millionen Kubikmeter dann läuft die Sperre über.

Schwerer Zusammenstoß.

Bei Bavolzhausen stieß ein Zug der Hanauer Kleinbahn mit einem Lastkraftwagen des Konsumvereins Langenselbold zusammen. Beide Partner wurden schwer beschädigt. Menschenleben lamen nicht

zu Schaden. Der Tod durch Elektrizität.

Auf schreckliche Weise machte ein 20 jähriger Bursche aus Weilburg seinem Leben ein Ende. Er wickelte sich das Ende eines Drahtes um den Arm und warf das andere Ende über die Drähte der Hochspan⸗ nung. Der Bursche war auf der Stelle tot.

Unglaubliche Nüpelei. In Köln wurde ein Futtermittel⸗

(Stundenlöhne der Betriebsarbetter vor. Dem Antrag des Metall⸗

händler der zusammen mit seinem Knecht die Mitbewohner seines

Hauses in der nfoderträchtfasten Weise tyrannistert. unflätig be⸗

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nicht mel Hof zu gehe n unt 5 den Einblick in die Zimmer zu nehmen. 1 Das Goldstück im Ochsenmagen. Eine nette Geschichte wird aus dem Dorfe Overath im Kreife Mülheim berichtet. Im Jahre 1913 hatte ein Bauersmann dort mit einem Haufierer einen Kauf in Stossan abgeschlossen und von eimem Hundertmarschein ein Zwanzigmarkstück zurückerhalten. Der Zufall wollte es, daß das Goldstück zwischen die Kartoffelschalen fiel und einem Zugochs in die Krippe geriet Und als man das es der Ochse schon länast im Magen. 4 d stellte natürlich in den folgenden Tagen eifrige Nachfors nach dem Wiedererscheinen des Goldfuchses an. sreilich ohne 4 Als nun der Goldträger dieser Tage geschlachtet wurde da fand sich in dem Magen des Tieres auch das Zwanzigmarkstück vor. Da nun Gold Gold bleibt. so hatte der glückliche Finder seine 140 000 Mark Papiermark. 8 Ein W a 79 8 . Der nellzug Paris⸗Naney stieß am 18. Februar um r. am Behne 5 Port a Binson auf die Lokomotive eines Güte zuges, der umrangiert werden sollte. Da der Schnellzug mit eine Geschwindigkeit von 80 bis 100 Kilometer fuhr, war der Zusam⸗ menstoß so stark, daß der Güterzug und einige Wagen des Schnell⸗ zuges buchstäblich zermalmt wurden. 13 Tote und 30 Verwundete, hauptsächlich Soldaten aus elsässischen Garnisonen, wurden ge⸗

borgen. Eine Irrenanstalt in Flammen. Bei einem Brande in der staatlichen Irrenanstalt von Man⸗ hattan in Noxd⸗Amerika sind gestern 22 Patienten und drei Kran⸗ kenschwestern verbrannt. 5

Parteinachrichten. Zum 40. Todestage von Karl Marx. 1 Am 14. März 1923 jährt sich zum vierzigsten Male der Todes⸗ tag von Karl Marx. Für die Arbeiterorganisationen, insbesondere die Bildungsausschüsse wird dies ein selbstverständlicher Anlaß sein, das Andenken unseres großen Meisters durch eine Feier oder 5 einen Gedenkabend zu ehren. Der Zentralbildungsausschuß der Vereinigten sozialdemokratischen Partei Deutschlands gibt für diesen Zweck eine ausführliche Vortragsdisposition überKarl Marx aus der Feder des Genossen Kautsky heraus, die gleich⸗ zeitig auch geeignete Literaturhinweise, sowie Vorschläge für die Ausgestaltung des Gedenkabends und eine, Reihe geeigneter Ge- dichte enthält. Das Heft erscheint als Heft 3 der Schriftenfolge Arbeiter⸗Bildung und ist für alle Organisationsleiter, Referenten und Parteifunktionäre von Bedeutung. Die Schrift ist gegen Ein⸗ sendung von 150 Mk. pro Exemplar und 20 Mk. Porto oder unter Nachnahme durch den Zentralbildungsausschuß r Vereinigten sozialdemokratischen Partei Deutschlands(R. Weimann), Berlin SW. 68, Lindenstraße 3, zu beziehen. Genosse Hohoff gestorben. 5 0 Am Mittwoch verstarb in Paderborn in Westfalen im Alter von 84 Jahren unser Genosse, der katholische Pastor Hohoff. Vor 40 Jahren ahm Hohoff als junger Kaplan in einem offenen Briefe Stellung gegen Bebel, der mit seiner BroschüreSozialis⸗ mus und Christentum antwortete. Auf seine alten Tage kam Hohoff zu der Ueberzeugung, daß sich Katholizismus und Sozialis: mus miteinander vereinbaren lassen. Er schloß sich unserer Partei als Mitglied an. Noch im vorigen Jahre wollte die Kirchenbehörde den Greis maßregeln, schreckte aber schließlich doch davor zurück Unsere Partei wird des aufrechten Mannes, dem es mit dem Christentum ernst war, einem der wenigen wirklichen Christen der . des Priesters, der kein Pfaffe war, dauernd in Ehren g n.

Lokale Parteinachrichten.

Vereinigte Sozialdemokratische Partei, Gießen. 5 Programm 1 5 des Bildungskursus im Winter 19221923, abends 8 Uhr pünktlich, im Gewerkschaftshaus. Freitag, 23. Febr. 1923:Der Mond, Lichtbildervortrag. Referent: Prof. Koob, Studienrat, Gießen.. Donnerstag, 1. März 1923;Die französische Reva Iution. Ref.: Gen. Prof. v. Aster, Gießen. Donnerstag, 8. März 1923:Die amerikanische Ver⸗ fassung. Referent: Genosse Dr. Aaron, Rechts⸗ anwalt, Gießen. . Donnerstag, 15. März 1923:Sozialismus, Religion und Kunst. Referent: Gen. Prof. Dr. Kinkel, Gießen. 5 Für jeden einzelnen Vortrag werden Karten zu 10 Mark ausgegeben. Die Ausgabe dieser Karten erfolgt am Abend des Vortrages am Eingang. Die Vorträge finden ohne Restauration statt. 5 Rauchen ist verboten! Zu diesen Vorträgen ist Jedermann freundlichst eingeladen. Der Vorstand.

Versammlunaskalender 5 Nüddingshausen. Soziald. Wahlverein. Sonntag, den 25. Februar, nachmittags 4 Uhr, findet im Parteilokale unsere Monatsversam milung statt. Wegen wichtiger Tagesord⸗ mung ist das Erscheinen aller ersorderlich. Mitgliedsbücher sind mitzubringen.

Gießen. Vereinigte Sozialdemokr. Partei. Mon⸗ tag, den 25. Februar, abends Uhr im Gewerkschaftshaus Licht⸗ bildervortrag über:Volk in Not, zu Gunsten des Arbeiterwohl⸗ fahrtsausschusses. Zahlreicher Besuch wird erwartet. a

Lang⸗Göns. Wahlverein. Samstag, den 24. bruar abends Uhr, Mitgliederversammlung beiHebbel. 99 1 Geschäts⸗ und Kassenbericht, Vorstandswahl. Ver⸗

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Gestorbene. 17. Febr. la Rieß, isti al. Wee 8 Kontoristin, 18 Jahre

18. Febr. Katharine Jost, geb. Schmitt, 8 58 Jabre alt, Neuenweg 31. 9*

Beerdigung: 21. Februar, Uhr nachm. 5 19. Febr. Pauline Horst, geb. Groes 50 Jahre alt, Erlengasse 18. f Beerdigung: 21. Februar, 3 Uhr nachm.

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