Ausgabe 
20.4.1923
 
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re ven erden Heßen sie hren Frater mfffenen, daß sie als Opfer der Revolutfon gefallen seien. Sie verschafsten sich neue Papiere auf die Namen Eich und Zimmermann lautend, und bangen nach Bromberg, wo sie die ihnen anvertrauten Ver⸗

je 1% M beide zum zweitenmal und begingen Veruntreu⸗ ungen in eimer Berliner Fabrik, wo 2 Beschäftigung gefunden hatten. Sie verleiteten ferner noch einen Verwalter Reinicke zu uunfangreichen Diebstählen. Eich wurde jetzt verhaftet, während sein Freund Zimmermann dem ein Sittlichkeit zur Last liegt, Auchtig ist.

5 Zuchthausstrafe für einen Althändler, Als sogenannter Groß⸗ N ler unter ben Althändlern betrachtete sich der F. Nöth, der in Frankfurt sein Geschäft betrieb. Seine Buchführung war recht un⸗ ordentlich und unübersichtlich. Kriminalbeamte hielten in seinem Lager Umschau und stellten fest. daß Nöth Metalle angekauft hatte, die aus Diebstählen in fünf verschiedenen hiesigen großen Werken 9. Es besanden sich darunter Stücke, bel deren Erwerb sich unbedingt sagen mußte daß sie nicht einwandfreier Herkunft waren. Nölh wurde zu anderthalb Jahren Zuchthaus und fünf Fiber Ehrverlust verurteilt und feine sofortige Verhaftung be⸗

em Ueber einen Flugabsturz auf dem Tempelhofer Feld veröffent⸗ licht das Nachrichtenamt der Stadt Berlin eine Darftellung, der folgendes zu entnehmen ift: Zu der Besichtigung des künftigen

Flughafengeländeg auf dem Tempelhofer Felde waren statt der ursprünglich angekündigten drei Aero⸗Lloyd⸗Verkehrsflugzerche und vier Metall⸗Junkersslugzeuge je fünf Maschimen von beiden Gesellschaslen gestellt worden Von den hinzugekommenen zwei Maschünen des Aero⸗Llond war ein Flugzeug ein älteres umge⸗ bautes A. E. G.-⸗Kriegsfluggeug. das allerdings im Vorjahr regel⸗ mäßigen Personenflugpostdleust zwischen Berlin, Hamburg und Westerland gemacht hatte. it Rücksicht auf die vorherrschende Windrichtung und die Unebenheiten des Feldes hatten die beiden Fluggesellschaften umtereinander vereinbart, die Start⸗ und Lan⸗ dungs sbelle nicht wie ursprünglich vorgesehen in der Nähe der so⸗ genannten Pawadepappel. sondern an einer nahe dem Wäldchen ge⸗ legenen Stelle anzulegen von der aus auch früher schon die regel⸗

mäftigen Fllige zur Leipziger se erfolgt waren. Beim Ein⸗ biegen in die Landungsbahn gertet der Führer des umgebauten A. E. G.=Fun zu nahe an den Wald und stürzte aus eimer

bugzeurges Höhe von ungefähr 20 bis 30 Metern in den Wald ab. Aerztliche Hilfe war sofort zur Setlle. Die Schwerverletzten wurden mit den beteitstehenden Wagen nach sofortiger Anlegung eines Notver⸗ bandes nach dem Urban⸗Krankenhaus gebracht, wo die beiden Schwerverletzten, Direktor Voigt und Inspektor v. Men⸗ öynski, und später auch Stadtrat Bötzer ihren Verletzungen erlegen sind. Letzterer ist Mitglied der sogtalbemokrati schen

tei.

Des Herrn Assessors Silberschatz. Eine peinliche Angelegenheit hat sich im Hause eines Geheimen Regierungsrats zu Pots dam zugetragen. Seit Wochen verschwand aus dem vornehmen Haus⸗ halt kostbares Silbergerät. Fast Tag für Tag fehlten

nach dem Fämitienkäffee und den Gesellchaften teure Silbersachen von der Tafel. Der Verdacht lenkte sich zuerst auf die Dienstboten. Durchsuchungen nach dieser Richtung hin verliefen erfolglos. Jetzt trat eine Hausangestellte mit der Behauptung hervor, daß der Verlobte der Tochter des Hauses, ein Assessor, der in dem Hause selber wohnt, der Dieb der Silbergeräte sei. Eine Haus⸗ suchung förderte tatsächlich einen großen Teil der gestohlenen Sachen hervor. Einen Teil hatte der Assessor bereits verkauft.

Arbeitsrecht, Gewerkschattliches, Arbeiterbewegung.

Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen in Siezen. Sitzung vom 17. April.

Das Süddeutsche Jsolierwerk soll den Arbeitern seiner Kieselgurgrube bei Beuern vom 1. 4. an 950. und vom 16. 4. an Mk. 1000. Stundenlohn zahlen.

Die Hütefabrik R. u. M. Wegener in Blitzenrod hat wegen Arbeitsmangel einer Arbeiterin gekündigt, ohne zunächst die Arbeit zu strecken. Der Schlichtungsausschuß gab ihr die Weiterbeschäf⸗ 11

igung auf. Ein Betriebsratsmitgltied des Baugeschästes Deibel in Lol lar verwies er mit seinem Einspruch gegen Kündigung auf den Rechtsweg 5

In der Streitigkeit der Buderusschen Eisenwerke in Lollar und ihres Betriebsrates, ob die Betriebsleitung berechtigt sei, ohne Mitwirkung des Gruppenrates Arbeitnehmer zu bestrafen, entschied er, daß im Sinne der Arbeitsordnung und der bisherigen Uebung des Werkes und gemäß§ 80 Absatz 2 des Betriebs rätege⸗ setzes die Straffestsetzung im Einzelfall durch den Arbeitgeber ge⸗ meinsam mit dem Gruppenrat vorzunehmen ist, empfahl jedoch, fir Fälle von untergeordneter Bedeutung Richtlimien zu vereinbaren.

s= Sport 2

Wieseck I. gegen Gießen I. 2: 0.

Das Spiel fand in Gießen statt. W. komplet bis auf 1 Spieler, während G. gezwungen war, mit 4 Mann Ersatz anzutreten, die sich aurßer dem Tormann schlecht bewährten und wurde W. dadurch der Sieg leichter gemacht..

In der ersten Halbzeit hatten beide Parteien gleichviel vom Spiel. W. gelingt es, 1 Tor zu schießen. G. hatte Gelegenheit, aus⸗ zugle ichen, jedoch wurden die Torchancen verschossen oder nicht aus⸗ genutzt.

Kurz nach Seitenwechsel erhebt sich ein Wind, gegen den G. anzukämpfen hat. Ein Spieler muß infolge einer Verstauchung aus⸗ scheiden. W. belagert nun Gs. Tor, kann aber nur einmal einsenden, da der Sturm die meisten Sachen verschießt oder eine Beute des Tormanns werden. G. versucht es mit einzelnen Durchbrüchen, soeben endet ein Durchbruch am Eckpfosten des Tores. W. spielte zeitweise etwas scharf, jedoch immer noch in den Grenzen des Erlaubten und hat wohlverdient gewonnen. G. von Pech verfolgt, hatte doch wieder Glück, denn das Resultat konnte auch leicht anders lauten. Der Schiedsrichter konnte nicht ganz befriedigen.

Großen⸗Linden I. gegen Allendorf I. 4:1(2: 10 4 5

Am Sonntag verweilte G. in Allendorf. G.

entscheiden.

Herborn II. gegen Gr⸗Linden II. 0:1(1:3) schaft verweilte in H. und konnte

. 1 8 8 5 1 9 47 2 4 2 85 8

zum Spielplatz zu laufen haben und nicht mit der Bahn falten

0 1 e daß süür jede gemeldete Mannschaft 1 Schiedsrichte* stellen ist. wollen dies bis zum 1. Mai an von dem Tage an Spielverbot in Kraft tritt. Ferner ist jeden Verein verpflichtet, von jedem Spiel einen Spielbericht b spätestens Dienstag an den Bezirksschriftwart einzusenden, ah ö falls 2000 Mk. Strafe. 25 Freie SpielvereinigungHessen⸗Nassau Arbeiter⸗Turn⸗ und Sportbund, 9. Kreis, 3. Bezirk. Sonntag, den 29. April, vormittags 8 Uhr, findet in Gießen (Gewerkschaftshaus) eine Vereinsvertreter⸗ und 2. die 10 sitzung statt. Tagesordnung: 1. Unsere Finanzlage. 2. Die Ae rungen der Bundessatzungen. 3. Spielbörse und Verschtedenegz. Die Vereine werden aufgefordert, für pünktliches Erscheine khrer Vertreter sowie Schiedsrichter Sorge zu tragen. Bei Nich erscheinen müssen die Vereine sich die entstehenden Folgen felt zusschreiben. Besonders mache ich die neuen Vereine auf diet Sitzung aufmerksam. Karl Schäfer, Bezirksspielleiter 3

Aus den amtlichen Bekanntmachungen.

Das Amtsverkündigungsblatt für das Kreisamt Gießen un Nr. 30 vom 17. April enthält: Jahresarbeitsverdienst land⸗ 9 forstwirtschaftlicher Arbeiter. Ortslohn. Gewährung von Nen hilfen an ehemalige Kriegsteilnehmer; hier: Abrechnung. Vieh märkte in Allendorf a. Oda., Hungen und Grünberg. Viehseurhen

Dienstnachrichten. 4 Briefkasten. 4

kl. Treis. Aus der Zuschrift können wir nicht die mie Klarheit gewinnen. Wir müßten wissen, in welchem Sinne d Bemerkung gehalten war. IJ

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Sthürdliche Bekanntmachungen Bekanntmachung.

Es ist in letzter Zeit wiederholt beobachtet worden, daß in unserem Stromversorgungsgebiet, sowohl im Stadt- wie im Ueberland gebiet, Neuanlagen, Erweiter⸗ ungen und Instandsetzungen an Hausinstallationen durch Unberechtigte vorgenommen wurden. Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, daß derartige Arbeiten nur durch uns, bezw. die zugelassenen Installateure ausgeführt werden dürfen und daß insbesondere jede Neuanlage oder Erweiterung uns ordnungsgemäß zu melden ist. Wir sehen uns gezwungen, nicht zuletzt aus Gründen der Feuersicherheit im Interesse der Abnehmer selbst, Anlagen, in denen wir Eingriffe Unberechtigter feststellen mülssen, die Stromversorgung zu entziehen. Gießen, den 17. April 1923. Direttion der Elektrizitätswerke, Ueberland⸗ anlage und Straßenbahn der Stadt Gießen. J. V.: Kunzemüller.

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