Der Finanzausschuß nahm am Donnerstag den Antrag Kaul zur Erwerbslosenfürsorge an, wonach das Reich 30 üiarden geben soll. Zu weiteren Anträgen erklärten Zentrum,
zgeutsche Volkspartei und Bauernbund, daß ihre Fraktionen noch
peine Stellung haben nehmen können. Ein Vermittlungsantrag Delp, eine Deputation zu wählen, die in Berlin Schritte unter⸗ ehmen soll, fand Annahme. Die Deputation wird sich in den nächsten Tagen nach Berlin begeben.
Die Tenurungszahlen der 5 größten Städte SHessens. Nuf SGSrund der Preise vom 6. Juni 1923 ausschlteßlich der Bekleidung 5 rugen für Mainz 540 237, Darmstadt 525 602, Offenbach a. M. g 221, Worms 508 148, Gießen 506 919. Die Teurung aus⸗ „ schließlich Bekleidung ist seit dem 9. Mai um 66,7 Prozent, ein⸗
al gle Bekleidung um 70,2 Prozent, seit dem 23. Mai aus⸗
schlürßlich Bekleidung um 41,7 Prozent, einschließlich Bekleidung um 42,6 Prozent, gestiegen. Kreis Wetlar.
Wetzlar, Der Wedlar⸗Braunfelser Konsum⸗ erzielte in den elf Monaten des laufenden Geschäftsjahres in 23 Orten mit 28 Verteilungsstellen rund 1½ Milliarde Mark Umsatz 8 Monat Mai betrug der Umsatz allein 523 Millionen Mark.
ie Mitgliederzahl stieg um 2200 und beträgt 9000 Familien. Der
5 eingezahlte Geschäftsanteil beläuft sich auf 57 521884 Mark oder pro Mitglied 6391.32 Mark. Die Spareinlagen betragen 20 408 731 Mark. 6400 Mark Betriebskapital hat also die Ge⸗ 2 von jedem Mitglied im Besitz. Zur Versorgung eines
2
itgliedes mit den nötigen Bedarfsgütern sind aber heute min⸗ bdestens 100 000 Mark notwendig. Das flüssige Kapital ist also viel zu gering. Bedenkt man dabei, daß im Frieden der Geschäfts⸗ anteil 60 Mark betrug, heute der eingezahlte Anteil von 6400 ark je Mitglied auf 10 Pfennig herabgesunken ist, dann ergibt ich ohne weikeres die zwingende Notwendigkeit, den Geschäfts⸗ anteil zu erhöhen und alsbald einzuziehen. Das ist bedauerlich, aber nicht zu ändern. Die Genossenschaft ist Eigentum der Mit⸗ glieder und der Geschäfsanteil das Betriebskapital. Soll eine gute, möglichst billige Warenversorgung erwirkt werden und der e für alle Mitglieder günstig sein, dann muß von den Mitgliedern auch das nötige Kapital aufgebracht werden. Der Geschäftsanteil ist Eigentum der Mitglieder und wird mit 4 Pro⸗ sent verzinst. Der Mitgliederausschuß wird am 17. Juni und eine außerordentliche Genralversammlung am 8. Juli zu diesen Fragen Stellung nehmen. Der Zinsfuß für Spareinlagen wurde den Verhältnissen entsprechend erhöht. Für die Sicherheit der Gelder haftet die Genossenschaft mit ihrem ganzen Vermögen. In den Verteilungsstellen und am Bureau werden Zahlungen ent⸗ gegen genommen. Die Mitglieder werden wegen Jahresschluß ge⸗ . ten, etwa in größerer Menge angosammelte Rückvergütungs⸗ . au de alsbald zu 50 000 Mark gebündelt gegen Umtauschscheine 6 in den Verteilungsstellen einzutauschen.
Kleine Nachrichten.
Frankfurt a. M., 15. Juni. Wie man umsonst zu Fleisch kommt. Das billige und einfache Rezept wendet augenblicklich mit großem Erfolg ein Schwindler bet hiefigen Metzgermeistern an. Er betritt mit zwei Pappkartons den Laden, kauft eine größere Menge Fleisch ein, die er in den einen Pappkarton tut und bestellt darauf eine weitere, nicht unbeträchtliche, Menge Fett. Während die Verkäuferin das Fett abwiegt, wirft er heimlich das Fleisch 15 den zweiten Karton, stellt den leeren auf den Ladentisch und tfernt sich mit dem Bemerken, man möge ihm das Jett zu dem Fleisch tun, er käme sofort wieder. Der Mann bleibt natürlich Berschwunden und mit ihm das Fleisch. Bis letzt ist ihm das Gaunerstückchen in vielen Fällen gelungen. Frankfurt a. M., 15. Junt. Um Millionen bestohlen. Im Palmengarten wurde einem Herren, während er an der Garderobe seinen Mantel in Empfang nahm, die Brieftasche aus der hinteren Hosentasche mit etwa fünf Millionen Mark gestohlen. Auch im Zirkus Straßburger stahl man einem Gast die Brieftasche mit zwei Millionen Mark aus dem Mantel.— Innerhalb der letz⸗ ten vier Tage verhaftete die Schutzpoliget nicht weniger als 12 Metalldiebe, die an ihren Arbeitsstätten größere Metallvorräte ent⸗ wendet hatten.— Einem Kriminalbeamten wurde die Wohnung 1 ausgeräumt, Wäsche und Kleider von erheblichem Werte geraubt. * Aus einem Zigarrengeschäft in der Bergerstraße stahl der Schuh⸗ f macher Philipp Kaufmann für eine Millton Mark Zigarren. Der Dieb hatte aber Pech, denn als er den Laden verließ, erwartete ihn bereits die Polizei. 1 Frankfurt a. M., 15. Juni. Ein Milliarden⸗Haus⸗ altsplan. In der Stadtverordnetenwersammlung legte Ober⸗ bürgermeister Voigt den Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1923 vor und bemerkte dazu, daß wegen der ungeklärten Lage man nicht sagen könne, inwieweit der Unterschied zwischen Einnahmen und Ausgaben sich deckten oder ob sich ein tatsächlicher Fehlbetrag ergebe. Eine vorläufige Zusammenstellung der Sonderetats der 1 einzelnen Verwaltungszweige ergibt bei einer Ausgabe von 99 376 Millionen Mark eine Einnahme von 82 713 Millionen Mark. Es erfordern Zuschüsse folgende Verwaltungszweige: Schulen 6830 lionen Mark, Gesundheitswesen 5913 Millionen Mark, Wohl⸗ ahrts⸗ und Jugendamt 5710 Millionen Mark, Wissenschaft, Kunst und Volksbildung 1389 Millionen Mark, das Hochbauamt 1286 g üllionen Mark, das Tiefbauamt 11,34 Millionen Mark. Diesem Zuschußbedarf von rund 27,7 Millarden Mark stehen an Einnahmen aus Steuern und Ausgaben 18,8 Milliarden Mark und ein Netto⸗ 15 der städtischen Betriebe von 2,2 Milliarden Mark, gegen⸗
g 5 5 1 N
in er. Die städtischen Bühnen heischen einen Zuschuß von 800 Mil⸗
n, die Universität einen solchen von 220 Millionen Mark.
f re beansprucht einen Zuschuß von 350 Millionen 1.
Die
F
Darmstadt, 14. Juni. Ausgewiesen. Wer gestern in den Abendstunden zufällig in der Nähe des Bahnhofs war, konnte ein Bild beobachten, wie es sich trauriger in diesen Tagen wohl nicht bieten kann In stömendem Regen zogen Frauen und Kinder, letztere zum Teile auf dem Arm der Mutter, mit ihrer ganzen Habe über bie Brücke, Angehörige bereits seit Tagen Ausgewiesener. denen die neue Verkehrssperre der Franzosen den einzigen Trost nahm, daß ste wenigstens auf dem schnellsten Wege ihren Ernährer nachgesandt wurden. Insolge der neuen Autosperre konnten sie nur bis Groß⸗Gerau transportiert werden. Von dort aus mußten ste de Fuß den Weg nach Darmstadt zurücklegen. Auf Benachrichtigung
er hiesigen Fürsorgestellen gelang es den größten Teil der be⸗ dauernswerten Karawane in einem Möbelwagen abzuholen und trockenen Fußes unter ein gastliches Dach zu bringen.
Mainz, 14. Juni. Belagerungszustand. Die Straßen⸗ brücke nach Mainz⸗Kastel int seft gestern für 5 und Radverkehr gesperrt. nur der Fußgängerverkehr ist gestattet. Ueber Mainz und Vorort ist der Belagerungszustamd verhängt.
Furchtbare Mitteflungen in der Hypnose. Ein 28jähriger Schlossergeselle in Wien lebte mit einem 28jährigen Mädchen im gemeinsamen Haushalt: Da sie an offenbar hysterischen Lähmungen litt, kaufte er ein Buch über Hypnose und heilte sie angeblich durch Sypnose. Während eines hypnotischen Schlafes gab fe an, daß ihr Stiefvater, der Masseur Atolf Hobler, sie als siebenjähriges Kind und dann durch Jahre hindurch mißz⸗ Nich habe und dh sie von ihm mit 14 Jahren Mutter eines Mädchens wurde. eim Polizeikommissariat, wo die Strafan⸗ zeige erstattet wurde bestätigte sie ihre in der Hypnos gemach en Angaben und ergänzte sie noch durch die schauder⸗ hafte Mitteilung, daß sich ihr Stiefvater auch an ihrer jetzt acht⸗ jährigen Tochter, seiner eigenen Enkelin, in gleicher Weise ver⸗ gangen habe. Hobeler, der verhaftet wurde, gestand zu, daß er an seiner Stieftochter so gehandelt habe, wie sie es in der Hypnose verraten; er habe mit ihr ein Liebesverhältnis unterhalten. Auch baß er sich an dem Enkelkind vergangen hat, räumte er ein, doch habe er„nur im Rausche“ gehandelt. Er wurde dem Landesgericht eingeliefert. g N
Sie konnte ohne ihn nicht leben.
Wegen Diebstahl und Unterschlagung hatte sich vor dem Schöffengericht Berlin⸗Mitte der Schriftsteller Hermann Kalseik aus Wien zu verantworten. Der Angeklagte erschien vor Gericht mit langwallender blonder Mähne, und diese muß es auch wohl ge⸗ wesen sein, die besonderen Eindruck auf eine Frau J. gemacht hat, denn, obwohl sie verheiratet ist, hatte sie ein Liebesverhältnis mit K. angefangen. Ihr Liebestraum wurde aber bald bitter gestört. Eines Tages hatte ihr Angebeteter sich von ihr eine goldene Kette ausgeliehen, um damit den Presseball zu besuchen. Bald darauf bemerkte sie auch das Verschwinden eines goldenen Ringes. Hier⸗ durch schon an ihrem Liebhaber irregemacht, kam noch Eifersucht hinzu, als sie ihn bei einer Freundin in zärtlichem Beisammensein überraschte. Kurz entschlossen riegelte sie die Tür ab und machte dem Pärchen eine große Szene, der die Angehörigen der jungen Dame ein unsanftes Ende bereiteten. Da K. die Sachen versetzt hatte, lief die Betrogene zur Polizei und erstattete Anzeige. In der Verhandlung erklärte die Zeugin, weshalb sie sich als ver⸗ heiratete Frau mit dem Angeklagten so weit eingelassen habe. Sie hatte geglaubt, ohne ihn nicht leben zu können, denn sie habe ihn als ihren Seelenarzt angesehen, denn in dieser Eigenschaft sei derselbe ihr gegenüber auch immer aufgetreten. Dem Zweifel des Vorsitzenden, ob er überhaupt Schriftsteller sei, be⸗ gegnete K. mit der Vorlegung einer Legitimation als Pressever⸗ treter für die Konferenz in Genua. Zum Beweise dafür, daß er dieser auch beigewohnt habe, legte er eine Karte vor, die die Auto⸗ gramme von Lloyd George, Rathenau, Wirth, Facta und anderen Diplomaten enthielt. Der auf Antrag von Rechtsanwalt Dr.
N Mayer geladene Sachverständige Dr. Hirsch erklärte Kalscik für lich belastet und stark minderwertig. Das Gericht sah auf Grund dieses Gutachtens den Fall auch ziemlich milde an und bestrafte K. wegen Unterschlagung und Diebstahl nur zu drei Monaten Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt zu erachten find, sowie zu 200 000 Mark Geldstrafe.
Eine sehr tragische Geschichte.
Das Süddeutsche Korrespondenzbureau verbreitet die erschüt⸗ ternde Nachricht:„Wildenstein, OA. Crailsheim. Besitzwechsel? Baron Hofer will seinen Besitz, der nun über 260 Jahre in feiner Familie ist, wegen unangenehmer Wohnungsverhältnisse durch Zwangsmiete aufgeben. Ein Kaufliebhaber beabsichtigt hier Omd⸗ wirtschaft zu treiben und hierzu die verpachteten Grundstücke einzu⸗ ziehen.“— Das ist ja ein furchtbarer Racheakt! Es wäre ein unab⸗
sehbares Unglück für unser Vaterland, wenn eine derartig altein⸗
gesessene Familie— 260 Jahre!— desertieren würde. Vielleicht gelingt aber doch einem freundlichen Zureden, den Herrn wenigstens zu halten und ihm im landwirtschaftlichen Betrieb seines Nachfol⸗ gers etwa eine Stelle zu sichern. Einfach schauderhaft, wie dieser Staat die elementarsten Rücksichten gegen solch hohe Herrschaften vergißt!— Das Siiddeutsche Korrespondenzbureau hat diese Mel⸗ 905 hoffentlich durch seinen WTB.⸗Dienst bereits in die Welt ge⸗ drahtet. 1 0
Arbeitsrecht, Gewerkschaftliches, Arbeiterbewegung. Schlichtungsausschuß der Provinz Oberhessen. 0 Sitzung vom 14. Juni 1923. 5 In der Streitigkeit des Verkehrsbundes und der Gie⸗ ßener Kohlenhändlervereinigung wegen des Wir⸗ kungsbeginnes der vereinbarten Akkordsätze der Kohlenschipper schlug der Schlichtungsausschuß den 1. Juni als Wirkungsbeginn vor. Dem Speditionsgeschäft Lynker in Gießen gab er auf, vom
jeden Fuhrwerks⸗
8. Juni an die Löhne zu zahlen, die jeweils bei den Vere Fuhrwerksbesitzern von Gießen gelten. 5 515 Die Nebenstelle Gießen der Genossenschaft für und Fettverwertung soll vom 1. Juni an die Löhn die in der chemischen Industrie in Gießen jeweils gelten. Zu diesen Schiedssprüchen erhielten die Streitteile Erklä frist. In ihrem Streit über die Nachzahlung einer rückwi Lohnerhöhung an einige Arbeiter, die schon aus dem Bet geschieden waren, einigten sich Betriebsrat und Betriebsleit Meguin⸗A.⸗G. in Butzbach, ohne sich in der bekannten gr lichen Streitfrage damit festzulegen. 5 Die Hessische Bergwerksdirektion wollte 10 beiter der Grube Wölfersheim mit Einbehaltung eines ho Schichtlohns strafen, weil sie am Samstag vor Pfingsten unbere noch vor halber Schicht ausgefahren waren. Nach der Arbeits nung kann sie nur gemeinsam mit dem Betriebsrat Strafen hängen. Der Betriebsrat versagte seine Zustimmung zu e Strafe überhaupt. Der Schlichtungsausschuß gab dem Antrag Direktion ganz statt. 5 N Als Bezirkswirtschaftsrat erklärte er auf den Antrag Wahlberechtigten die Betriebsratswahl bei der Zahnfabrik Ge für ungültig. Sie war nicht im gesetzlichen Verfuhren erfolgt. Der Betriebsrat der Meguin⸗A.⸗G. in Butzbach sah in Erklärungen der Betriebsleitung eine Beschränkung seiner aus§ 78 des Betriebsrätegesetzes, mitzuwirken bei der Festse der Akkord⸗ und Stücklohnsätze und der Grundsätze für ihre setzung und bei Erledigung von Beschwerden über die Ausbild und Behandlung der Lehrlinge. Die Betriebsleitung erklärte, wolle die gesetzlichen Rechte des Betriebsrates nicht beschränk
Der Schlichtungsausschuß ergänzte in seinen Schiedssprüchen
Kundgebungen in diesem Sinn.
Der Achtstundentag. 5
In einer neueren Entscheidung versagt das Rei dem Arbeitgeber das Recht. den Arbeitnehmer auf eigenen W länger als acht Stunden arbeiten zu lassen. Der Angeklagte als Geschästsführer einer Holzpantinenfabrik den Arbeitern Stunden täglich zu arbeiten, da die wegen
dienen zu können. berg hat den 2 tages freigesprochen. Revision der 0
Inter⸗ seime
unterzuordnen habe *—
Lundesvorstand der verein. sesiuldenolt Partei Hes
Der Landes vorstand beruft hiermit den g ordentlichen Landes⸗Parteitag 1 Samstag, 21.(nachmittags 4 Uhr) und Sonntag, 22. Juli 1923 Darmstadt(Mathildenhöhsaal, Dieburgerstraße) ein. Vorläufge Tagesordnung: 1. a) Geschäftsbericht: Referent Bezirkssekretär Widmann b) Kassenbericht: Referent Bezirkssekretär Dey.„ 2. Tätigkeitsbericht der Landtagsfraktion(Referent wird noch be⸗ 8.
auf nach
kannt gegeben)., f Die politische und wirtschaftliche Lage Deutschlands(Ref wird noch bekannt gegeben.) a 4. Jugend und Sozialismus. Referent Genosse Westphal⸗Ber 5. Beratung der eingelaufenen Anträge. 1 6., Wahl des Bezirksvorslandes, Bezirksausschusses und des zirksbildungsausschusses. Wahl des Ortes des nächsten Partei 1 N
ges. 0
Die Ortsvereine werden ersucht, zur Landesversammlu Stellung zu nehmen. Anträge für den Landespartag find spätestens Montag, 2. Juli 1923 an das Landessekretariat Offenbach a. M., Herrnstr. 16, einzureichen.
Die Delegation zum Landesparteitag regelt 8 7 der Orga sationssatzungen der V. S. P. D. Hessens.
Zum Parteitag können entsenden:
Ortsvereine bis 100 Mitglieder 1 Vertreter Ortsvereine bis 300 Mitglieder 2 Vertreter Ortsvereine bis 600 Mitglieder 3 Vertreter Ortsvereine bis 1000 Mitglieder 4 Vertreter für je weitere 1000 Mitgleder 1 Vertreter mehr. Ueber 500 Mitglieder werden für voll gerechnet.
Die Anmeldung der Nachtquartiere hat bis spätestens Sam tag, 14. Juli 1923 bei dem Landesparteisekretariat in 55 bach a. M. zu erfolgen. Die Darmstädter Genossen werden sich be⸗ mühen, für die auswärtigen Delegierten Privatquartiere zu rec mäßigen Preisen zu gewinnen, sodaß es den Ortsvereinen mit ver⸗ hällnismäßig geringen Kosten möglich ist, den Landesparteitag zu beschicken. Den kleinen Ortsvereinen wird empfohlen, sich im Unterbezirk auf einen oder mehrere Delegierte zu einigen und di Kosten umlagsweise auf die Ortsvereine verteilt aufzubringen.
Mit Parteigruß J. A.: W. Widmann, Bezirkssekretär. Dollarstand Montag mittag 12 Uhr: ca. 140 000 Mark. r-
—
Bekanntmachung.
Durch Schiedsspruch wurden der Stallpreis für Vollmilch und die Milchverarbeitungsgebühren mit Wirkung vom 18. Juni 1923 wesentlich erhöht. Unter Hinzurechnung der gestiegenen son tigen Unkosten be⸗ rechnet sich der Milchpreis ab 18. Juni 1923 für das im Milchgebiet der Stadt Gießen erzeugte Liter
N auf 5 8 5 8 5 Mk. 1880.— Zur Deckung der besonderen Unkosten die durch den Bezug von Milch aus auswärtigen Mollereien entstehen, wird von jedem an Verbraucher ab⸗ gegebenen Liter Milch ein Zuschlag erhoben von. 1 (Dieser Zuschlag ist von dem Milch⸗ verkäufer an das städtische Lebens⸗ mittelamt abzuführen). Der Kleinverkaufspreis verrechnet sich mithin auf. 1 4 8 2 Mk. 2000.— für das Liter und tritt gemäß Beschluß der städt. Lebens mitteldeputation vom 16. Juni!923 mit Wirkung vom 18. Juni 1923 in Kraft. Gießen, den 16. Juni 1923.
Der Oberbürgermelster. J. V.: Dr. Seib.
Bekanntmachung.
1 Betr. Maurermeister⸗ und Bauunternehmer⸗Zwangs⸗ 0 Innung für den Lanbkreis Gießen. ö
tallen us w.
*
„ 120.—
Auf die Belanntmachung an den Anschlagtafeln wird verwiesen. Gießen, den 16. Juni 1923.
Der Oberbürgermeister. J. V.: Dr. Seib.
Bühnenvolksbund
Aufgepasstlz
4 Bis zum Donnerstag abend dauert 550 der Ankauf von Lumpen, Papier, Elsen, Me-
im Hofe der Gastwirschaft und
Metzgerei Müller, Bahnhofstrasse(Eingang 9
zu konkurrenzlosen Preisen! Kommen Sie zu uns! Sie werden nach Dollarkurs bedient
Schösse&Lenzg
aus Kassel NCC NC CDH CCC
00 880 4 8 0 8 105 90 Kilo); sowòie Zinkbadewannen und 8
Wr
1 755
Schanzenstrasse)
.—
ere ee Donnerstag, den 28. Juni, abends 8 Uhr, im Katholischen Vereinshaus
Familienabend
unter freundl. Mitwirkung der angeschl. Vereine zum Besten der Theatergemeinde. Karten im Vorverkauf bei Challier zu 1500, 1200(num.) und 800 Mk.— Abendkasse erhöhte Preise. 8
—.—
Von Samstaa, den 16. bis einschließl. Freitag, den 22. Juni
Fridericus Rex 4. Teil und Schluß=
Ferner ein erstklasfiaes Lustspiel. Großes, berühmtes Orchester.
22
Spezialität: Ein Teil des Reinertrags wird der Ruhrhilfe über-( e—— Abbruch ganzer Maschinen, alten Zinn- wiesen. 4⁵⁴ Bekanntma un gegenständen(zahle bis 30 000 Mk. Das Volksbad in von 750 9 3 Mittwoch, Donnerstag, Freitag und alte Oefen.* Gute Bücher. ch. 5 F 9 f 7 ießen, den 9. Juni 1923. 1 sind Sachwertel ichen, der adtlsat Belksbad Geben:
Kaufen Sie solche Bücher nur in der
Buchhandl. Oberhess. Volkszig. irkung Stahlmatr, Kinderbetten eee 5 Hern g oral Bre ge Aatalon M en fu,
„
At eben Lege, Se] Metallbetten
Ackerlon aus.
C. Seibel, Germania⸗
rod Risenmöbelfabrit Suff


