wieder ein Opser gefordert. Der 18jäyrige einzige Sohn der
a e bach n b b,, Familie Keller dauerte am Sonntag abend mit einer Mauser⸗
rs h„ pistole, als diese sich entlud und der Schuß den jungen Menschen
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uf der Stelle tötete. Der Vater des Verunglückten ist im Kriege gesalle u.
Verhängnisvoller Blitzschlag. In Seitzenhain im Taunus wurde das Gehöft des Landwirts
August Hölzel durch einen Blitzschlag vollständig eingeäschert. Es konnte von dem Mobiliar und den lanbwirischaftlichen Geraten
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garnichts gerettet werden. N Verbot des Nachtverkehrs. In Nierstein a. Rh. wurde in der Nacht vom 15. zum 16. Mat
ein französischer Posten erschossen. Infolgedessen verhängte die
nzösische Behörde über die umliegenden Wirtschaften die Nacht⸗
sperre. Die drei Söhne des durch einen Gewehrkolbenschlages ge⸗
itung ung 10 öteten Kreisveterinärarztes Dr. Gerhardt wurden von den
r gar ae Se oaen verhaftet.
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Opfer der Arbeit. In dem Basaltbruch an dem Nöll bei Oberaula wurde der
1 21jährige Steinbrucharbeiter Johannes Stiebing aus Heddersdor en y 9 87 abstürzenden Gesteinsmassen erschlagen..
Arbeitsrecht, Gewerkschaftliches, Arbeiterbewegung.
Schlichtungsausschunm der Provinz Oberhessen in Gießen. Sitzung vom 17. Mai. Für die Bäckergehilfen in Bad⸗Nauheim und tleßen traf der Schlichtungsausschuß folgende Lohnregelung: b 21. 5. 23 erhalten die Schießer 69 000 Mk. Mindestwochenlohn,
uh die Teigmacher 64 000 Mk., und die Letztgehilfen 55 000 Mk. Für
n denden und Wohnens können von diefen Süßen wöchenti eco mt.
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sezogen werden. Für Bad⸗Nauheim ist der Schiedsspruch kaut rifpertrag bindend, für Gießen erkannten ihn beide Teile an. Dte Gießener und Butzbacher Gerbereien sollen vom 13. bis
aud ehe 81. 5. 28 den gelernten Arbeitern über 25 Jahren 1700 Mk. Stun⸗
adenlohn zahlen, statt bisher 1390 Mk., und die übrigen Löhne in lan demselben Verhältnis erhöhen. 92 Der Freiherrlich Rtedeselschen Dampfziegelei in
nner bag gab der Schlichtungsausschuß auf, von der laufenden
für 2 ede Galegeges
nperiode an den Stundenlohn der Betriebsarbeiter über 21
Jahren von 1320 Mk. auf 1600 Mk. und die übrigen Löhne in dem⸗
die Intersse„ selben Verhältnis zu erhöhen.
ens auszuuft
30 Arbeiter des Ton works Abendstern bei Gießen er⸗
ienigen, wa hoben Einspruch gegen Kündigung wegen Betriebseinschränkung. sch bei solheg n 9 Fällen erkannte der Schlichtungsgusschuß mit Rücksicht auf g sie in disch die Verhältnisse der Entlassenen auf Wiedereinstellung.
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dießen.
Zu diesen 3 Schiedssprüchen erhielten die Streitteile Er⸗
klärungsfrist. Den Schiedsspruch über die Lohne der Angersbacher Ziegelei erkannte der Arbeitervertreter an.
In der Einspruchssache des Betriebsratsvorsitzenden des Ton⸗
Mai. werks Abendstern wegen seiner fristlosen Entlassung erging auf An⸗
trag des Arbeitgebers Aussetzungsbeschluß gemäß§ 86 Absatz 2 des
5. Betriebs vätegesetzes zur Herbeiführung einer gerichtlichen Entschei⸗ n Hestter dc 10 über die Berechtigung der fristlosen Entlasfung.
unter anderen Diebe stelteh treaugehilfe h
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Das Spiel mit dem Feuer! Nachdem die Protestkundgebung der Metallarbeiter am Freitag,
mem gofstt den 11. Mat zu allen die Vesfer Stadtgesprächen Anlaß gegeben hat,
ognak späte m n Vächter F. 8 f Huldig gesp
1 0 0 find wir gezwungen, die Oe e aus berechtigten Empörung der Arbeiterschaft zu unterrichten.
ntlichkeit über die Ursache der durch⸗ Der Arbeitgeberverband für ingau und Oberhessen in Gießen
insbesondere jedoch die Herren Arbeitgeber in Gießen, können w äimmer noch nicht begreifen, daß auch die Arbeiterschaft als gleich⸗
für in erste Ja berechtigter Faktor im Wirtschaftsleben anerkannt und auch dem⸗
. waren frig gten Berifch a
h entsprechend behandelt werden muß.
Es darf der Arbeiterschaft kein Geheimnis bleiben, daß die
Haft, um 1. 4 Herren Arbeitgeber sich jeder, aber auch der winzigsten Regelung chen, Die Shan auf dem Gebiete der Lohn⸗ und Arbeitsverhältnisse mit allen Mit⸗
ls zur Fres oil Berufung öͤer kurz erforderliche Ire vier Nugeklagt
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teln widersetzen: dafür einige Beispiele:
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Die Spielerei mit Schußwaffen hat in Lohra bei Sladen⸗
Waren die Alkorbpreise in den Vorjahren so geregelt, daß ein] nommen hat. Auch bei dleser Gelegenheit hat der perr Direktor durchschnittlicher Arbeiter in der Stunde mindestens seinen Tarif- in einem Tone wie er auf Kasernenhöfen üblich, die Kommission lohn plus 20 Prozent verdient hat, so sind die heutigen von Zeit zu angefahren, sofort das Haus zu verlassen. Das ist nicht die Art, Zeit derartig herabgesetzt, daß einzelne Akkordaxbeiter überhaupt um mit Arbeitern verhandeln zu können, aber der Herr Direktor nicht ihren Tariflohn verdienen können. Im allgemeinen ist die] war derartig im Feuer, daß sogar der anwesende Polizeiwachtmeister
tige Regelung so, daß der Akkordarbeiter nur 50 bis 55 Proz. sich genötigt sah, dem Herrn Direktor zu erklären, daß er die eines Tariflohnes plus 15 Proz. verdient, daß bedeutet jetzt einen[Störungen unterlassen sollte, da die Kommission sehr anständig sirh Akkordverdienst von nur 6,4 Proz. auf den Tariflohn pro Stunde.] bewegte. 8 Ich will zu Ehren der Herren Direktoren zugeben, daß Ausnahmen Es ist erfreulich, daß die Arbeiterschaft sich trotz alledem in möglich sind, die jedoch nur einen Bruchteil gegenüber anderen mustergültiger Weise benommen und so größeres Unglück vereitelt Orten bedeuten. Dabei darf, wie schon erwähnt, nicht vergessen hat. ö werden, daß ein großer Teil der Akkordarbeiter nicht den verein⸗ Die Demonstration ist nicht ohne Erfolg geblieben, die Herren J barten Tariflohn, verdient. Daß derartige Akkordverdienste als Arbeftgeber haben eingesehen, daß es so nicht weiter gehn kann. 1 Ansporn zur Arbeitsfreudigkeit beitragen können, wird wohl ernst⸗ Wir wollen es nicht unterlassen, den Herrn noch an dieser Stelle 0
lich auch keiner der Herren Direktoren glauben wollen. gzuzurufen, daß sie den Bogen nicht zu straff spannen sollen, es könnte Aehnlich liegen die Verhältnisse auch auf anderen Gebteten. Der sehr leicht ihr eigener Schaden werden. Herr⸗im⸗Hause⸗Standpunkt ist in Gießen immer noch ein Ideal der Die Arbeiterschaft hat die schwere Aufgabe in harter zäher
Arbeitgeber. Eine Vereinbarung, die wir für folgende Punkte be⸗ ununterbrochener Arbeit, die Herrschsucht und die Profitsucht der antragt haben: 1. Regelung der Urlaubsfrage, 2. Bezahlung von J Arbeitgeber zu brechen und sie durch ihre Organisation zu zwingen. Ueberstunden, 3. Entschädigung für Formerwerkzeuge und 4. Reg⸗ alles, was in anderen Orten Allgemeingut ist, auch hier in Gi
lung der Ausschußfragen in den Gießereien, wurde erst durch aller⸗ anzuerkennen. sch. hand Ausreden verschleppt und endlich mit der Begründung abge⸗ lehnt, daß für sie(die Arbeitgeber) kein Bedürfnis dazu vorliegt. Nächste Absahrten der Hamburg⸗Amerika⸗Linie.
Ein besonderes Kapitel ist die Lohnpolitik. Der Schlichtungs⸗ Hamburg⸗Nord⸗Amerika. Nach New⸗Nork: D. Thuringia 24. 5.
ausschuß in Gießen setzte die Löhne ab 16. Februar in der Spitze auf 1520 Mk. pro Stunde fest. Mit der jetzt modernen Begründung, 2 1 N 52 7 9 9 85 1 15 1 3 Hana 1 65 die Stabilisserung der Mark— Ja auch der Preisabhau— und Nach Philadelphia B— 1 8 orfolk: D. pessen 22.5. endlich die Betriebe können beim besten Willen nicht, sollen sie nicht ach Ph la phig⸗ nere orse: D. Brasilia 1 b. Nach Boston⸗. völlig zugrunde gerichtet werden, wurde jede Lohnerhöhung abge⸗ Baltimore⸗Norfolk: D. Fürst Biflow 15. 6. Westküste Nordamerika: lehnt. fe Arbe igcber erhielten Wasser auf ihre Wählen, als auch D. lieb 12. 8, D. Wiraindan 1. a, Panne deo der Reichsarbetsminsster die von uns beantragte Verbinzlichteits“] D. Toledo 5 6, I. Westerwald 7a., Hamann deseind een Addo erklärung abgelehnt hat. Ita 12. 5., D. Eupatorig 9. 6. Hamburg ⸗Südamerika: Nach Monte⸗ Die Lebenshaltungskosten sind weiter in ganz unerhörter Weise video Bs.⸗Aires u. Rosario D. Fransenwald 18. 5. Nach Rio und gestiegen, trotzdem lehnten die Arbeitgeber jede Lohnerhöhung für[ Bs. Aires: D. Teutonen 24. 5. Nach Rio, Montevideo u. Bs.⸗Afres: März und auch April ab. Der Schlichtungsausschuß setzt ernent[D. Baden 3. 9. Nach Pernambuco leventl. Bahle, Viktoria) Rio u. die Löhne ab 23. 4. 29 in der Spitze auf 1500.— Mark pro Stunde][ Santos: D. Steigerwald 6. 0. Hamburg⸗Westasten: Engl. D. Ba⸗ fest. Diese Regelung, die ganze 80.— Mark Lohnerhöhung gebracht medon 16. 5., M. S. Miinsterland 28. 5., Engl. D. City of Boston hatte, wurde von der Arbeiterschaft als völlig ungemgend bezeichnet. b. 6., D. Ludwigshafen 16. 6.
Aber wie enttäuscht— waren unsere Kollegen, als die Arbeitgeber f 8 2 auch diese winzige Zulage abgelehnt haben. Dollarstand Freitag mittag 12 Uhr: 46 750 Mk. cbegen den Wen Mark, wurde wiede das eic amen. Am dritten Feiertage, Dienstag, den 22. Mai, erscheint
ministerium angerusen und dem Arbeitgeberverband sind für Monat 2 8 8. 1 f Mai weitere Forderungen, mit der Bitte um beschleunigte Verhand⸗ keine Oberhessische Volkszeitung. Die nächste Nummer wird
lungen unterbreitet. 0 Mittwoch zur gewohnten Stunde ausgegeben. Unter dem Deckmantel, daß erst die Aprilstreitfrage erledigt sein müßte, lehnten die Herren Arbeitgeber auch diese Verhandlung Versammlungskalender.
ab. Diese verbrecherisch leichtsinnige Handlung konnte ohne jede N 15 Wirkung auf die Arbeiterschaft nicht bleiben. So wurden in allen Gießen. Frauengruppe ber, Verein. Soz. Partei. Betrieben mit allem Nachdruck die Forderungen erhoben, daß bis Donnerstag, den 24. Mai, abends 8% Uhr im Gewerkschaftshaus, zur endgültigen Regelung der Lohnstreitfrage den Arbeitern eine Frauenversammklung mit Vortrag der Gen Noll über die Vorschußzahlung zu leisten sel. Wer da der Meinung war, daß die] Frau und die Gleichberechtigung. Außerdem sonstige wichtige Arbeitgeber die an sich völlig berechtigte Forderung auch nur im Tagesordnung. Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. f Bruchteil bewilligen werden, war sehr enttäuscht. Die Herren Direktoren waren allerdings etwas verlegen, eine Vorschußzahlung
abzulehnen, haben aber ein Ausweg gefunden, indem sie den Ar⸗
beitern erklärten, wir würden Euch das gerne geben, wir er⸗
kennen auch an, daß es berechtigt ist, aber— der Arbeitgeberverband 0 hat uns das verboten. N
Nach geschildertem wird jeder Leser es begreifen können, wenn die Arbeiter am Freitag, den 11. Mai 1923 sich öffentlich zu einer Protestkundgebung versammelt haben, von ihren Betrieben aus in Gemeinnützige Trupps nach dem Großherzog(Sitz des Arbeitgeberverbandes) zogen Möbelversorgung für das Bhein-, Main- 775 ert bade allem Nachdruck gegen die Politik der Arbeitgebe; und Lahngebiet, G. m. b. H.
n.
Die versammelte Arbeiterschaft wählte aus ihrer Mitte eine 128 f latz 1 Kommission, die mit den Vertretern des Arbeitgeberverbandes ver⸗ Gie en Lindenp 15 handeln sollte. Die Kommission konnte keinen der Vertreter an⸗* 18 treffen, trotzdem eine stattliche Anzahl der Herren im Großherzog
ant Jh lig einer der Herren Direktore, der der Arbeiter⸗ Möbel auf Teilzahlung!
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Woaft sehr gut bekannt ist und sich bis jetzt in ganz vorzüglicher eise als Scharfmacher und bei allen Anlässen sehr poltrig be⸗*
Olken 11!
die Verteilung von verbilligtem Zucker betreffend, elfter Su wird hiermit hingewiesen.
ãĩðVvs0ↄy ß pthördliche Bekanntmachungen veraenme gediegene FlIHIHAHmeeeeeeee
Bekanntmachung. Schlafzimmer
Auf die durch Aushang ersolgte Bekanntmachung,
Gießen, den 19. Mai 1923.
Der Oberbürgermeister.(Lebensmittelamt.) Spe ise 21 mmer
Vergebung von Wasserleitungsarnaturen.] Herren zimmer
Die Gemeinde Langsdorff will die zum Wasser⸗ 9 5 leitungsbau benötigten Armaturen öffentlich vergeben. erste Tischlerarbeit ö Angebote anf Angebotsunterlagen, sind bis Diens⸗ nach Entwürfen reich geschnitzt
Berücksichtigt unsere Inserenten!
8 Besichtigung ohne Kaufzwang Geenieß, den 15. Mai 1923. 31¹—
5 Der Regierungsbaurat bei der Kreisverwaltung Te 7 P 1 0 h 2 Cellariuk. Qualitätsware, elegante Perser- Muster, in allen Grössen.
— 319 8 Giosse Aswan neee 2 42 e e
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Geschäftseröffnung.
Den verehrten Schuhmachermeislern und Einwohnern von Gießen und Umgegend zur gefl. Kenntnis, daß ich mein am 1. April dieses Jahres eröffnete Lederlager von Hildebrandstraße 11 f
8 8 1 Schloß. 12 verlegt 5
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„ und demselben Lederausschnitt angegliedert habe. Ich bitte höfl.,
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